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 Post subject: Re: Neues aus der Medienwelt
PostPosted: 27. Nov 2018, 21:36 
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Auf dem Facebook - Profil von Ahmad Mansour gesehen und kommentiert:

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Wir ( Ahmad Mansour , Constantin schreiber und Hamed Abdel Samad) haben Kenntnis bekommen von einem Vorgang an der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München, der uns zutiefst irritiert. Die DJS hat die Interessensvertretung "The Muslime Story" demnach mit einem Seminar zu Islamberichterstattung in Deutschland beauftragt. „The Muslim Story“ setzt sich nach eigenen Aussagen dafür ein, dass "positive Geschichten" über den Islam "erzählt" werden und will Redaktionen "von Experten erlösen, die keine sind". In diesem Seminar wurde offenbar vor uns dreien - Hamed Abdel Samad, Ahmed Mansour, Constantin Schreiber – konkret gewarnt. Nach dem, was uns zu Ohren gekommen ist, wurden wir beschuldigt, die Gesellschaft durch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Islam spalten zu wollen und Imame der Verfolgung auszusetzen. Journalisten sollten nicht mit uns als Experten sprechen.

Die Leiterin der DJS, Henriette Löwisch, wurde davon in Kenntnis gesetzt und um Klärung gebeten, was leider nicht geschah. Das Angebot, unsererseits an der DJS zum Thema Islamberichterstattung mit den Schülern zu sprechen, wollte sie nicht annehmen.

Wir finden es problematisch, wenn Lobby-Vertreter an einer journalistischen Lehreinrichtung über einzelne Personen in diskreditierender Weise referieren. Wir finden es ebenso problematisch, wenn die DJS sich gegen ein journalistisches Prinzip entscheidet, nämlich Ausgewogenheit. Unser Gesprächsangebot gilt nach wie vor.


https://web.facebook.com/mansour.ahmad


Solche Praktiken fallen den Urhebern früher oder später auf die Füße. Die Bestrebungen in Richtung Gleichschaltung sind durchsichtig, irgendwann will keiner mehr die Urheber hören oder lesen.


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 Post subject: Re: Neues aus der Medienwelt
PostPosted: 5. Feb 2019, 15:00 
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Ich verlinke ja sehr selten rechte Portale, aber zu diesem aktuellen politischen Streitfall habe ich tatsächlich keinen einzigen Artikel eines Mainstream Mediums googeln können:

Quote:
„Vaterlandslose Gesellen“

Anti-Deutschland-Kaffeebecher: Shitstorm gegen Jusos

HANNOVER. Die Jusos haben mit einer Anti-Patriotismus-Kampagne einen Sturm der Empörung entfacht. Mehrere Unionspolitiker kritisierten den SPD-Nachwuchs scharf.

(...)

„Party-Patriotismus ist Nationalismus und darf nicht verharmlost werden, sondern führt zu denselben Problemen wie Nationalismus“, hieß es in dem Post. Bebildert war der Beitrag mit einem Kaffeebecher der Jusos mit dem Aufdruck: „Mein Vaterland interessiert mich nicht die Bohne“.

(...)

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https://jungefreiheit.de/politik/deutsc ... gen-jusos/

Vermutlich liegt das daran, dass der von den Jusos angegriffene "Party - Nationalismus" insbesondere im Zusammenhang mit Fußball eine durch die gesamte politische Klasse einschließlich der SPD regelmäßig praktizierte Methode ist, von ernsthaften politischen Problemen abzulenken und gefährliche Spielarten des Nationalismus auf harmlose Bahnen zu lenken und so zu domestizieren.

Instrumente der Volkserziehung kann der Mainstream gegenüber den Jusos aber schlecht öffentlich kommunizieren, ohne sie durchschaubarer zu machen und so in ihrer Wirkung einzuschränken. Also halten alle die Klappe ... :roll:


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 Post subject: Re: Neues aus der Medienwelt
PostPosted: 21. Feb 2019, 13:33 
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Kommentar einer FB-Freundin (B.K.):
...und sie hat es auf den Punkt gebracht!

"In den "sozialen" Medien, in der virtuellen Welt: Höhnische, abwertende, verächtliche, aggressive Kommentare, ein Shitstorm jagt den nächsten aus nichtigstem Anlass, Beleidigungen, Beschimpfungen, Androhung von Gewalt, unverhohlener Hass, Hetze.
Und zwar gegen alles und jeden, ganz offen und unverblümt mittlerweile, gegen Flüchtlinge, Ausländer, Moslems, Juden, Frauen, Homosexuelle, Nichtrechte, Klimaschützer, Europa- oder Impfbefürworter. Aber auch gegen jeden, der einfach irgendwas gut findet oder schön findet oder sich für irgendwas einsetzt, irgendeinen Wert hochhält. Mittlerweile völlig egal, um wen oder was es geht. Ein halber Satz reicht, eine harmlose Äußerung, ein Bekenntnis zu irgendetwas, was einem selbst wichtig ist, völlig egal, wird niedergemacht. Einer höhnt, genug andere folgen.
Als wäre Hass ein Selbstläufer, der immer mehr Hass erzeugt, eine große Feuerwalze aus Hass, die keinen konkreten Anlass mehr braucht, keine Realität mehr (Realität in Zeiten von Verschwörungsfuzzis und gefühlten Wahrheiten eh etwas, was zunehmend aus dem ganz realen Blickfeld vieler gerät). Hass um des Hassens willen.
Ratlosigkeit allerorten, Beklemmung, Analysen, Essays, Podiumsdiskussionen, Erklärungsversuche, Ursachenforschung, Schuldgefühle und Schuldzuweisungen.
Lösungen? Auch nur ansatzweise? Das kann doch so nicht ernsthaft weitergehen? Was ist denn das für eine Welt mittlerweile?"



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so sieht es aus!
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 Post subject: Re: Neues aus der Medienwelt
PostPosted: 21. Feb 2019, 19:29 
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Quote:
Hass um des Hassens willen.


Das ist ein bestimmter Typus Internet - Nutzer, der harte Kern der Gemeinde der Trolle. Wenn ein Forenbetreiber solche Typen konsequent aussortiert / sperrt, kann ein Forum eine sehr nützliche und angenehme Kommunikationsplattform sein. Facebook mit seinen 1,5 Milliarden Nutzern kriegt das natürlich nicht hin. Deshalb finde ich es bedauerlich, dass die Zahl gut laufender kleinerer Foren immer weiter abnimmt.


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 Post subject: Re: Neues aus der Medienwelt
PostPosted: 11. Oct 2019, 08:16 
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Ich glaube fast, der Maaßen - Spruch vom "neuen Westfernsehen" (= NZZ) war gar nicht so doof ...

Quote:
GASTKOMMENTAR

Anhänger des Populismus: Woher ihre Motivation kommt

Der Bürger bezahlt Steuern, und er bekommt vom Staat etwas dafür: Sicherheit, Vorsorge, Schutz von Freiheit und Leben. Wenn er plötzlich sieht, dass er nur noch zahlt, ohne dafür das Versprochene zu erhalten, beginnt er an den Institutionen zu zweifeln.

(...)

Vielleicht haben diese Populisten das Gefühl, dass der Gesellschaftsvertrag vom Establishment zunehmend zu ihren Lasten abgeändert wird, ohne dass sie dazu befragt werden. Bei aller berechtigten Kritik an dem Konstrukt eines Gesellschaftsvertrages konnte man bisher davon ausgehen, dass zumindest in westlichen Gesellschaften tatsächlich eine Art ungeschriebene Vereinbarung gegeben war.

(...)


https://www.nzz.ch/feuilleton/populismu ... ld.1512679


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 Post subject: Re: Neues aus der Medienwelt
PostPosted: 16. Nov 2019, 10:29 
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Die Menschenwürde ist nach heutigem Rechtsverständnis nicht verwirkungsfähig. Wenn gegenteilige Auffassungen mittlerweile zur besten Sendezeit ernsthaft diskutiert werden können, dürfte das insbesondere dem nationalsozialistischen "Flügel" der AfD entgegenkommen. :|

Quote:
Talk zu Hass bei Maybrit Illner: AfDler haben "Menschsein verwirkt"

(...)

So greift Schuler Igor Levit für einen Tweet an, indem der Pianist schreibt, die AfD bestünde "aus Menschen, die ihr Menschsein verwirkt haben." Für den Journalist scheidet Levit damit "aus jedem humanen Diskurs" aus.

Levit kontert mit einem konkreten Beispiel. Er erzählt von einem AfD-Mann, der fälschlich behauptet habe, dass ein Mädchen in seinem Wahlkreis von einem Flüchtling vergewaltigt worden sei. Für ihn habe der AfD-Mann damit seine Ehre als Mensch verwirkt.

(...)


https://web.de/magazine/politik/politis ... t-34186022


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 Post subject: Re: Neues aus der Medienwelt
PostPosted: 13. Dec 2019, 21:32 
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 Post subject: Re: Neues aus der Medienwelt
PostPosted: 16. Dec 2019, 13:54 
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Auf Facebook gesehen und kommentiert sowie eine Teilnehmerin >> << zitiert:

Quote:
Kein Witz: Baby Mila (8 Monate) steht vor Gericht – es soll 13.000 Euro zahlen

(...)

Wer keine Schulden erben möchte, kann die Erbschaft ausschlagen. Dann hat er aber auch keinen Anspruch mehr auf seinen Pflichtteil.

Wichtig: Die Ausschlagung muss innerhalb von sechs Wochen beim Nachlassgericht oder einem Notar erfolgen. Der Antrag kostet 30 Euro.

Wenn Elternteile das Erbe ausschlagen, wird es auf ihr Kind übertragen. Auch hier müssen die Eltern innerhalb von sechs Wochen eine Ausschlagung beantragen.


https://www.msn.com/de-de/nachrichten/p ... yE?ocid=sf

Der Kommentar der Anwältin ist ziemlich lückenhaft. Man kann nämlich die Annahme der Erbschaft durch Verstreichenlassen der Frist wegen Irrtum anfechten. Das ist die einzige Art von Irrtumsanfechtung, mit der man glatt und ohne Nachteile Fehler ausbügeln kann. Da ist die Rechtspraxis etwas großzügiger als sonst.

>> Leider steht auch im unteren Teil des Artikels nicht, dass unter diesen Umständen der Fehler ausgebügelt werden kann. Dabei wäre das für die minderjährige Angeklagte ;) gut zu wissen. <<

Es ist schon ziemlich befremdlich, wenn der wichtigste Aspekt eines Rechtsthemas trotz Interview mit einer Anwältin in einem Artikel für ein Massenpublikum völlig unter den Tisch fällt.


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 Post subject: Re: Neues aus der Medienwelt
PostPosted: 22. Dec 2019, 09:15 
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Boris Reitschuster hadert mit dem Mainstream - Journalismus. Hier prangert er an, dass der vermeintlich skandalöse Umgang der Justiz mit einem schweren Verbrechen von der "Welt" verharmlost bzw. die wesentliche Info im Text "versteckt" wird:

Quote:
Tod nach 15 Messerstichen - nur Körperverletzung?

(...)

und erst im vierten Absatz - also da, bis wohin sich wohl die meisten gar nicht durchkämpfen in diesen hektischen Zeiten, kommen dann die entscheidenden Informationen in dem Text der Welt:

(...)

Im vorliegenden Fall würde ich als Journalist, der jahrelang Polizeimeldungen schrieb und auch Gerichtsberichte, sagen: Dass bei einem besonders grausamen Tötungsdelikt, das die Staatsanwaltschaft für Mord hält, das Gericht offenbar nicht einmal eine Anklage wegen Totschlags zugelassen hat, sondern von vorne herein nur wegen "Körperverletzung mit Todesfolge" ermittelt, ist der Aspekt, der journalistisch das größte Interesse darstellt, und im Mittelpunkt eines Berichts stehen sollte - und damit auch in der Überschrift oder zumindest im Vorspann.

(...)


https://www.reitschuster.de/post/messerstiche

In Wahrheit liegt aber gar kein Justizskandal vor und die entscheidende Info in dem Welt - Artikel war nicht nur versteckt, sondern vor allem total falsch. Nach erster Ansicht der Diskussion auf Boris Reitschusters Facebook - Profil hatte ich das auch noch nicht begriffen und mich zu dem dort diskutierten Thema der Mordmerkmale geäußert:

Quote:
>> Wenn dabei die Mordmerkmale nicht gegeben sind, wann dann? <<

Rache ist nur dann ein "sonstiger niedriger Beweggrund", wenn das Motiv für die Rache selbst sittlich besonders niedrig stehend ist. Wer sich also an einem Gewalttäter rächt, hat nicht selbstverständlich ein Mordmerkmal verwirklicht, das muss man schon genau begründen.

Totschlag dürfte hier aber sehr wohl vorliegen, und den kann das Gericht in besonders schweren Fällen auch mit lebenslänglich ahnden. Körperverletzung mit Todesfolge ( = vorsätzliche Körperverletzung + fahrlässige Verursachung des Todes) ist für mich hier absolut nicht nachvollziehbar.


Später habe ich aber eine korrekte Darstellung des Sachverhalts im Westfalenblatt gefunden und konnte die von der Welt und anderen Publikationen verursachten Irritationen aufdröseln:

Quote:
Bei näherer Betrachtung des Sachverhalts (ich musste einige Artikel googeln, um eine nüchterne Info zu finden) ist die Entscheidung des Gerichts nun doch nachvollziehbar:
https://m.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis- ... nyme-Brief

Es gibt erhebliche Beweisprobleme. Man weiß nicht, welcher der beiden Angeklagten zugestochen hat und kann dem anderen nicht nachweisen, dass der Tötung ein gemeinsamer Tatplan zugrunde lag.

Da bleibt nur, beide wegen der Straftat anzuklagen, die demjenigen, der nicht zugestochen hat, vorgeworfen werden kann.

Das heisst aber nicht, dass eine Verurteilung wegen Mordes oder Totschlags beider oder eines der Angeklagten jetzt ausgeschlossen wäre. Das ist nach der Beweisaufnahme immer noch möglich.


... und ...

Quote:
Jedenfalls ist die Berichterstattung der "Welt", die Herr Reitschuster verlinkt hat, grob irreführend. Die Entscheidung des Gerichts, vorläufig nur eine Anklage wegen Körperverletzung mit Todesfolge zuzulassen, hat mit fehlenden Mordmerkmalen absolut nichts zu tun.


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 Post subject: Re: Neues aus der Medienwelt
PostPosted: 1. Jan 2020, 09:22 
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Der Shitstorm wegen des vom WDR - Kinderchor intonierten Spottliedes hält an ...

www.youtube.com Video from : www.youtube.com


Viele Leute haben ein ganz anderes Satire - Verständnis als der WDR, z. B. Wolfgang Bosbach:

Attachment:
Bosbach.jpg
Bosbach.jpg [ 101.15 KiB | Viewed 35 times ]


Genau genommen ist das in dem Fall unfreiwillige Satire. Die richtet sich nämlich effektiv und ungewollt gegen die Urheber des Liedes, die einen Kinderchor zum Singen nach Korea geschickt hatten, um ihn hinterher über Motorrad fahrende Omas lästern zu lassen.

Omas und sonstige Motorradfahrer verbrauchen übrigens niemals 1000 Liter Super im Monat, wie im Lied behauptet wird. Ein Flug nach Südkorea und zurück kommt aber durchaus in die Nähe von 1000 Litern Kerosin pro Person.


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