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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 13. Apr 2017, 19:40 
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Eines Tages nahm ein Mann seinen Sohn mit aufs Land, um ihm zu zeigen, wie arme Leute leben. Vater und Sohn verbrachten einen Tag und eine Nacht auf einer Farm einer sehr armen Familie. Als sie wieder zurückkehrten, fragte der Vater seinen Sohn: "Wie war dieser Ausflug?""Sehr interessant!" antwortete der Sohn."Und hast du gesehen, wie arm Menschen sein können?""Oh ja, Vater, das habe ich gesehen.""Was hast du also gelernt?" fragte der Vater.Und der Sohn antwortete: "Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben und die Leute auf der Farm haben vier. Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben einen See, der gar nicht mehr aufhört. Wir haben prächtige Lampen in unserem Garten und sie haben die Sterne. Unsere Terrasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont."Der Vater war sprachlos.Und der Sohn fügte noch hinzu: "Danke Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind."
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Gruß Staber

Wenn du heute frierst, stell dich einfach in eine Ecke. Die haben meistens 90 Grad.
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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 13. Apr 2017, 19:41 
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GG146 wrote:
Der Vergleich mit härteren Zeiten liegt so weit neben der Sache wie der Vergleich mit den Verhältnissen in der Dritten Welt. Früher waren auch die Reichen viel weniger und alle arbeitenden Menschen waren irgendwie an den zusätzlichen Früchten der gemeinsamen Arbeit durch das Wirtschaftswachstum und die verbesserte Arbeitsproduktivität beteiligt. Das ist seit Ende der 80er Jahre eben nicht mehr so, die unteren Einkommen sinken und die mittleren stagnieren, während sich die großen Vermögen verfünfacht haben. Die riesigen Geldhaufen können mangels zahlungskräftiger Kunden nicht mehr in die Realwirtschaft investiert werden, so dass die Verwalter der Riesenvermögen im globalen Casino gegeneinander zocken und die Verlierer von den Steuerzahlern der Industrieländer "gerettet" werden müssen.

Das kann und wird mit Sicherheit nicht dauerhaft funktionieren.


Ich denke schon dass man das auch mit früheren Zeiten etwas vergleichen kann. Immerhin leben noch viele Menschen die erlebt haben wie sparsam man leben musste. Ich habe meine Mutter sehr bewundert, ich weiss bis heute nicht wie sie mit 500gr Fett einen Monat kochen konnte für 7 Personen. Dass es uns heute besser geht haben wir auch unserem Arbeitseifer, unserer strikten Lebensweise und dem Glauben an bessere Zeiten bewahrt. Einige hatten mehr Glück, einige etwas weniger, kam aber oft auch auf die Art und Weise an, wie das Leben gestaltet wurde. Kein Eifer, kein Elan, kein Erfolg. Das ist bis heute so und wird sich auch nicht ändern. Menschen die heute nicht arbeiten, sich auf der faulen Haut ausruhen, müssen trotzdem nicht hungern, die Reichen bezahlen so viel Steuern dass es auch für die Faulsten reicht. :zwinker:


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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 14. Apr 2017, 19:00 
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Livia wrote:
GG146 wrote:
Der Vergleich mit härteren Zeiten liegt so weit neben der Sache wie der Vergleich mit den Verhältnissen in der Dritten Welt. Früher waren auch die Reichen viel weniger und alle arbeitenden Menschen waren irgendwie an den zusätzlichen Früchten der gemeinsamen Arbeit durch das Wirtschaftswachstum und die verbesserte Arbeitsproduktivität beteiligt. Das ist seit Ende der 80er Jahre eben nicht mehr so, die unteren Einkommen sinken und die mittleren stagnieren, während sich die großen Vermögen verfünfacht haben. Die riesigen Geldhaufen können mangels zahlungskräftiger Kunden nicht mehr in die Realwirtschaft investiert werden, so dass die Verwalter der Riesenvermögen im globalen Casino gegeneinander zocken und die Verlierer von den Steuerzahlern der Industrieländer "gerettet" werden müssen.

Das kann und wird mit Sicherheit nicht dauerhaft funktionieren.


Ich denke schon dass man das auch mit früheren Zeiten etwas vergleichen kann. Immerhin leben noch viele Menschen die erlebt haben wie sparsam man leben musste. Ich habe meine Mutter sehr bewundert, ich weiss bis heute nicht wie sie mit 500gr Fett einen Monat kochen konnte für 7 Personen. Dass es uns heute besser geht haben wir auch unserem Arbeitseifer, unserer strikten Lebensweise und dem Glauben an bessere Zeiten bewahrt. Einige hatten mehr Glück, einige etwas weniger, kam aber oft auch auf die Art und Weise an, wie das Leben gestaltet wurde. Kein Eifer, kein Elan, kein Erfolg. Das ist bis heute so und wird sich auch nicht ändern. Menschen die heute nicht arbeiten, sich auf der faulen Haut ausruhen, müssen trotzdem nicht hungern, die Reichen bezahlen so viel Steuern dass es auch für die Faulsten reicht. :zwinker:


Ich denke schon dass man das auch mit früheren Zeiten etwas vergleichen kann. Immerhin leben noch viele Menschen die erlebt haben wie sparsam man leben musste. Ich habe meine Mutter sehr bewundert, ich weiss bis heute nicht wie sie mit 500gr Fett einen Monat kochen konnte für 7 Personen. Dass es uns heute besser geht haben wir auch unserem Arbeitseifer, unserer strikten Lebensweise und dem Glauben an bessere Zeiten bewahrt. Einige hatten mehr Glück, einige etwas weniger, kam aber oft auch auf die Art und Weise an, wie das Leben gestaltet wurde. Kein Eifer, kein Elan, kein Erfolg. Das ist bis heute so und wird sich auch nicht ändern. Menschen die heute nicht arbeiten, sich auf der faulen Haut ausruhen, müssen trotzdem nicht hungern, die Reichen bezahlen so viel Steuern dass es auch für die Faulsten reicht. ;)[/quote]

Wir reden aneinander vorbei. Hier geht es nicht um Faulpelze, die von den Steuern der Reichen leben, sondern um die Geldquellen der Reichen. Das sind hart arbeitende und - jedenfalls in Deutschland - weit unterbezahlte Menschen. Deshalb stagnieren die mittleren Einkommen und sinken die unteren Einkommen in Deutschland seit fast 30 Jahren und die großen Vermögen haben sich vervielfacht. Du schreibst selbst, woher der heutige gesamtgesellschaftliche Reichtum wirklich stammt:

Quote:
Dass es uns heute besser geht haben wir auch unserem Arbeitseifer, unserer strikten Lebensweise und dem Glauben an bessere Zeiten bewahrt.


Den heute im Vergleich zu der Zeit Deiner Kindheit viel größeren Wohlstand haben alle arbeitenden Menschen gemeinsam erarbeitet. In der Schweiz ist dieser Wohlstand auch allen gemeinsam zugeflossen, in Deutschland aber nicht!! Hier betrügen die Stinkreichen seit Jahrzehnten die Masse des Volkes um ihren Anteil an den erarbeiteten Wohlstandszuwächsen. Der zornige Blick auf eine kleine Minderheit fauler Kostgänger lenkt Dich von dem viel größéren Skandal des Betrugs an der großen Mehrheit der immer noch fleißig arbeitenden Deutschen ab, zumal Du das in der Schweiz aus eigener Anschauung gar nicht erkennen kannst. Da läuft das ja nicht so.

Und was den oft zu hörenden und zu lesenden Einwand des "Jammerns auf hohem Niveau" betrifft: Bezogen auf die konkrete deutsche Situation ist das ungefähr so, als würde man jemandem, der sich ein Auto und ein Fahrrad erarbeitet hat und dem sein Fahrrad gestohlen wird, seine Verärgerung über Fahrraddiebe als Undankbarkeit gegenüber dem Schicksal vorhalten, weil er ja noch ein Auto hat und die meisten Menschen in der Dritten Welt nicht. Als weiterer Vorwurf kommt noch Sozialneid in Betracht, schließlich hat der Dieb ein Fahrrad und der "Meckerer" nicht.

So funktioniert das aber nicht. Wenn man sich auf diese Weise das Maul stopfen lässt und sich nicht mehr traut, gegen den Fahrraddiebstahl zu protestieren und sich gegen Diebe zu wehren, hat man ganz sicher demnächst auch kein Auto mehr.


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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 17. Dec 2017, 20:39 
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Wenn den Qualitätsmedien zu diesem Thema nix mehr einfällt, schlägt naturgemäß die Stunde des Postillon ... :zwinker:

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Sonntag, 17. Dezember 2017

Sonntagsfrage: Was halten Sie davon, dass der Reichtum in Deutschland so ungleich verteilt ist wie zuletzt 1913?

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(...)


http://www.der-postillon.com/2017/12/so ... -1913.html


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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 17. Mar 2018, 19:43 
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11.4 Milliarden € Gewinn, über 50 Millionen € für den Vorstand, 0 € für die betrogenen Autofahrer.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bo ... n-103.html



"(,,,) von der Politik nicht zur Rechenschaft gezogen wird (...)"

Das ist nicht nur kein Kapitalismus in Reinform, sondern ein Phänomen gesellschaftspolitischer Natur, das mit dem Wirtschaftssystem nichts zu tun hat.

Wenn die oberen Zehntausend über dem Gesetz stehen, haben wir es mit der Rückkehr des Feudalismus durch die Hintertür zu tun. Das Geld ist daran so unschuldig wie es bekanntermaßen geruchsfrei ist.

Feudale Strukturen im Geltungsbereich des Grundgesetzes können alle deutschen Milliardäre und Multimillionäre zusammen nicht errichten, dazu braucht es Verfassungsverräter mit unmittelbarer politischer Macht.


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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 11. Feb 2019, 17:55 
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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 17. Mar 2019, 14:59 
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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 3. Aug 2019, 07:45 
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Die Fußball - Feudalherren vom FCB meinen immer noch, dass sie über dem Gesetz stehen. Wer Schwarzarbeiter beschäftigt, begeht Steuerhinterziehung und Untreue gegenüber der SV ...

Quote:
Razzia in der Allianz Arena

(...)

Bei der Schwarzarbeitskontrolle im Stadion wurden demnach massive Unregelmäßigkeiten und Gesetzesverstöße festgestellt.

Rund 30 Beamte des Münchner Zolls seien gemeinsam mit Polizei und Gewerbeamt vor Ort gewesen.

Dabei seien insgesamt 253 Ordnungskräfte kontrolliert worden - bei 194 von ihnen seien Unregelmäßigkeiten festgestellt worden.

(...)


https://www.sport1.de/fussball/2019/08/ ... or-polizei


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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 13. Aug 2019, 08:35 
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Deutschland sollte sich von der schwarzen Null verabschieden

Finanzminister Scholz will an der schwarzen Null festhalten. Dabei wäre es für Deutschland derzeit günstig, sich zu verschulden. Denn der Investitionsbedarf ist enorm.


(...)


https://www.handelsblatt.com/meinung/ko ... 92848.html

>> Gleichzeitig ist der Investitionsbedarf enorm <<

Es sollte mal jemand ausrechnen, welche Kosten die marode Infrastruktur den Unternehmen und Arbeitnehmern verursacht und wie viel Steuern sie deshalb nicht zahlen und das den Zinsen gegenüberstellen, die der Staat nicht zahlt, weil er die Infrastruktur verrotten lässt.


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