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 Post subject: Eine Helferin Erzählt aus dem Flüchtlingslager wo sie hilft
PostPosted: 23. Apr 2016, 18:22 
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23.04.2016
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Eigene Wege gehen
Seit sieben Monaten bin ich Wegbegleiter für fremde Menschen.
Wer nicht ausreichend kommunizieren kann, muss auf das ausweichen, was die Sinne sagen. Sehen, Hören, Fühlen.
Wir können so unfassbar viel ohne Worte kommunizieren.
Als ihr ankamt, wart ihr mir fremd. Wir haben einander erschlossen aus dem, was wir aneinander wahrgenommen haben.
Es ist eine ganze Welt, in die ich da eingetaucht bin.
Und das habe ich erfahren - bitte lest es langsam:
Anspannung.
Erschöpfung.
Angst.
Ungewissheit.
Erleichterung.
Unsicherheit.
Aufmerksamkeit.
Suchen.
Offenheit.
Belastetsein.
Stolz.
Langeweile.
Überlebenswille.
Tatkraft.
Ungeduld.
Groll.
Überheblichkeit.
Traurigkeit.
Trauer.
Akzeptanz.
Freigeist.
Vorsicht.
Intelligenz.
Humor.
Freude.
Achtsamkeit.
Faulheit.
Verschlagenheit.
Sportsgeist.
Mut.
Aufbruch.
Dankbarkeit.
Freundschaft.
Sieben Monate Menschsein und Menschlichkeit in allen Facetten.
Ich bin Euch, den Flüchtlingen und den Mitarbeitern der Erstaufnahmeeinrichtung im Camp Klietz dankbar für alles, was ich bei und mit Euch erleben durfte.
Nie hätte ich das erwartet.
Ich könnte zu jedem einzelnen Gefühl eine oder mehrere Geschichten erzählen.
Sieben Monate Bereicherung meines Lebens.
Und nun geht ihr eigene Wege, meine fremden Freunde.
Und es ist gut so.



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 Post subject: Re: Eine Helferin Erzählt aus dem Flüchtlingslager wo sie hilft
PostPosted: 23. Apr 2016, 18:29 
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23.04.2016
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Security und Sicherheit
Alleinreisende Frauen sind unter den Flüchtlingen selten.
Ich erinnere mich an eine, die mich etwas über Sicherheit gelehrt hat.
Es ist schon einige Wochen her, dass sie zu uns gekommen ist. Und sie ist schon wieder weiter gezogen.
Ich habe freitagabends Dienst und sie kommt zu Fuß, eine Tragetasche von Edeka bei sich, darin mehrere Tüten mit ihrem Besitz.
Als ich in den Ankunftsraum komme, sind nur etwa 15 Personen darin. Du fällst mir sofort auf. Milchkaffeebraune Haut, tiefdunkle Augen, der Blick gesenkt. Groß, schlank. Du bist in ein Tuch gehüllt, dass Du unter dem Kinn befestigt hast. Schimmernder braun-goldfarbener Stoff fließt wie Wasser von deinem Scheitel über die Schultern bis in Kniehöhe. Du sitzt am Tisch, in den Händen einen Becher mit Tee, das Gesicht reglos, aufmerksam, wie gemeißelt.
Drei der Leute von der Security und zwei Polizisten sind im Raum. Entspannt, freundlich, aber in voller Uniform. Eine ziemliche Präsenz. Wir kennen uns ganz gut, scherzen, tauschen uns aus.
Für die Nacht stehen die ersten Feldbetten herum, weitere werden aufgebaut.
Nach und nach, gemächlich, werden die Habseligkeiten durchsucht. Waffen? Irgendwelche verbotenen Dinge? Nein, alles gut.
Als Du an der Reihe bist, richtest Du Dich zu voller Größe auf. Ist das Stolz in deinem Gesicht? Hochmut? Wachsamkeit auf jeden Fall. Du wirkst ungeheuer sprungbereit von einer Sekunde auf die andere. Geradezu animalisch.
Die Security macht weiter ihren Job. Ein Pullover, ein bisschen Wäsche, Kosmetika. Ein Blick in die Dose mit der Hautcreme. Ein Scherz darüber, was manche Leute so mitnehmen auf ihrer Flucht. Damenhygiene. Dein Blick flackert kurz. Ich trete an den Tisch und lege die Kleidung zusammen. Verstaue mit dem Security-Mann alles wieder in den Tüten. Du bekommst die Passdokumente zurück.
Ich habe anderweitig zu tun und muss gehen. Dein Blick folgt mir ausdruckslos. Erst als ich draußen bin, verstehe ich die stumme Bitte.
Als ich wiederkomme, sitzt Du immer noch da. Deine Augen weiten sich um ein Winziges, als Du mich siehst. Endlich ist der letzte versorgt und die Security geht wieder raus zur Wache. Die Polizei ist schon weg. Keine Männer mehr in Uniform. Nur unsere Gäste für diese Nacht.
Für ein paar Minuten bin ich die einzige Helferin im Raum.
Mit einer eleganten Bewegung löst Du das Tuch. Es gleitet in Deine Hände. Du atmest tief ein und aus und ich fühle einen Sicherheit gebenden Schutzpanzer klirrend zu Boden scheppern.
Dann hebst Du die Augen und den Kopf, siehst mich an und schenkst mir die Spur eines Lächelns.
Ich lächle zurück.


Natürlich weiß sie, das es auch andere gibt die leider schlechte Erfahrungen mit Flüchtlingen gemacht haben. Man sollte die Flüchtlinge die Straftaten begehen schleunigst wegtun. Und die nix machen da lassen.

Aber trotzdem, kann und muss man auch diese Seite mal zeigen. Denn es gibt nicht nur böse Flüchtlinge, auch wenn das vielleicht der eine oder andere nicht glaubt ;)

Respekt vor den Helfern :Daumenhoch:



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 Post subject: Re: Eine Helferin Erzählt aus dem Flüchtlingslager wo sie hilft
PostPosted: 26. Apr 2016, 13:12 
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26.04.2016 Die Verzweiflung der Überlebenden
Ich sitze hier rum. In Magdeburg. Ich habe Asyl beantragt und für drei Jahre bekommen. Zuvor war ich drei Monate in der Erstaufnahme.
Ich habe die Grenze zu Deutschland illegal überquert.
Das war das erste, was sie uns erklärt haben: dass wir illegal sind.
Illegal hier sind.
Flüchtlinge sind Menschen zweiter Klasse.
Vorher war die Balkanroute. Österreich. Davor Ungarn. Davor Makedonien. Davor Griechenland. Das furchtbare Mittelmeer, in dem das Wasser nach Leichen schmeckt. Die Türkei. Und davor war Syrien. Davor hatte ich ein Zuhause. Davor war ich ein Jemand.
Jetzt bin ich hier. Ich schwanke zwischen hilfloser Fassungslosigkeit und wütendem Entsetzen. In Sekunden.
Sie haben Homs dem Erdbeben gleich gemacht.
Und ich bin hier.
Dará und Deerizzor sind schwer getroffen.
Und ich bin hier.
Edlip wird verwüstet.
Und ich bin hier.
Mein Aleppo ist einkesselt.
Ich bin hier.
Damaskus wird bombardiert.
Und ich bin hier.
Wer auch immer ich früher einmal war: ich bin es nicht mehr. Mein Körper ist unversehrt. Meine Seele eine Wunde. Die Tage fühlen sich wie Sterben an. In den Nächten verliere ich mich im Schmerz.
Ich bin gesund, aber ich kann nichts tun. Selbst wenn ich könnte: es gibt nichts zu tun.
Mein Geist ist so voll mit dem, was hinter mir liegt, dass ich nicht aufnehmen kann, was heute und hier ist. Ich habe Unterricht, aber ich kann ihm nicht folgen.
Mein Land Syrien wird vernichtet.
Mein Volk stirbt.
Aber ich bin hier.
Aber ich bin.
Aber ich.
Aber.



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 Post subject: Re: Eine Helferin Erzählt aus dem Flüchtlingslager wo sie hilft
PostPosted: 22. May 2016, 11:37 
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22.05.2016 Was es bedeutet, ein Flüchtling zu sein
Ich bitte sehr darum, dass dieser Brief öffentlich geteilt wird.
„Liebe Mam Ina,
ich denke im Moment viel nach. Du hast mich gefragt, wie es ist, in Deutschland zu sein, hier zu leben als Flüchtling.
Es ist alles gut. Wir sind sehr dankbar.
Das würden die meisten sagen. Aber da ist noch mehr und es ist schwer, darüber zu sprechen.
Es geht dabei nicht um Sprache oder dass ich warten muss oder um unsere Angst um meine Familie.
Es geht darum, wer ich jetzt bin. Und wer ich war. Ich bin ein Flüchtling. Das ist neu für mich. Ich kann mich nur sehr schwer daran gewöhnen. Ich weiß, ich sollte dankbar sein. Und natürlich bin ich es auch.
Aber…
Ich stamme aus einer reichen Familie. Mein Vater hat sein Leben lang hart gearbeitet. Und er hat jedem seiner 12 Kinder eine Wohnung gekauft, bevor er gestorben ist. Wir hatten eine wunderbare Kindheit. Ich erinnere mich so gerne an Zuhause. Unser Haus auf dem Land hatte große Zimmer. Wir hatten alte Holzmöbel mit Intarsienarbeiten. Truhen, die mit Perlmutt eingelegt waren. Wir hatten alte Mosaikarbeiten auf den Fußböden unseres Hauses und wunderschöne Vorhänge aus dunklem Samt an den Fenstern. Die Kinderzimmer waren lichter gestaltet und nicht so antik. Wir hatten einen großen Garten mit vielen Rosen, mit Zitronen und Apfelsinenbäumen und mit Olivenbäumen.
Um diese Zeit hat der Pinienwald geduftet, dass ich mich immer daran berauschen konnte.
Jetzt lebe ich mit drei anderen in einem Zimmer mit 16 Quadratmetern. Es sind Fremde, sie sind nicht Teil meiner Familie. Es sind keine Freunde. Also, ich würde sie mir nicht als Freunde auswählen, wenn ich eine Wahl hätte. Aber die habe ich nicht. Wir kommen klar, weil wir müssen.
Das Zimmer hat zwei Stockbetten, vier schmale Spinde, einen Tisch, vier Stühle. Und einen Kühlschrank. Die Kleidung, die ich besitze, kann ich genau zweimal wechseln, dann muss das Gewaschene wieder trocken sein.
Ich schäme mich, wenn Du in dieses Zimmer hier kommst. Weil es Dir zeigt, was ich jetzt bin und weil es sich so anfühlt, als ob das alles nichts mit mir zu tun hat. Du setzt Dich auf mein Bett und ich denke daran, wie ungehörig das ist. Oder wie ungehörig das zuhause wäre, jemandem in das Schlafzimmer einzuladen. So was macht man nicht. Eigentlich. Aber hier habe ich keine Wahl.
Ich fühle mich oft, als ob ich in einem falschen Film bin. Ich spiele die Hauptrolle, aber es bin nicht ich. Als ob jemand sich mein Gesicht aufgesetzt hat und an meiner Stelle handelt. Und doch bin ich es.
Als ich Syrien verlassen habe, wollte ich erstens dem Krieg entkommen. Und zweitens wollte ich mir eine Zukunft aufbauen in Europa.
Aber ich habe nicht gewusst, was es heißt, die Identität eines Flüchtlings zu haben. Ein Besitzloser, ein Heimatloser zu sein. Abgeschnitten von allen Wurzeln. Und das aus eigener Entscheidung.
Ich denke, es ist die Hilfebedürftigkeit, die mir nun anhaftet, die mir tief in meinen Stolz schneidet.
Mein Vater hatte eine Firma mit 200 Angestellten! Alle meine Geschwister haben studiert! Und die Deutschen reden über uns als „Wüstenbimbos“. Darüber, dass die Bildung der Syrer nicht vergleichbar ist mit der der Deutschen. Vielleicht ist das so.
Aber es tut mir weh, wie über uns gesprochen wird.
Ja wir sind Bedürftige. Hilfsbedürftige. Du kannst Dir nicht vorstellen, wie schwer es mir fällt, das einzugestehen. Aber das ist nicht alles, was wir sind.
Ich möchte Dich so gerne standesgemäß empfangen. Und Du sitzt auf meinem Bett.
Ich möchte Dich so gerne zu einem 5-Gänge-Menü einladen. Und Du bezahlst, wenn wir im Café sitzen.
Ich möchte Dir zeigen, wie kultiviert wir sind, welche wunderbaren Kunstwerke wir geschaffen haben, die Schönheit der arabischen Schrift. Die Erhabenheit der Landschaft, der Moscheen, der Plätze.
Aber ich habe nur Bilder davon.
Ich möchte Dir unsere Dichtkunst, unsere Bibliotheken, unseren geistigen Reichtum zeigen. Alles, was ich tun kann, ist Schach mit Dir zu spielen.
Einige der Helfer gehen mit uns um, als ob wir ein bisschen minderbemittelt sind. Sie pflegen uns, ja. Aber ich kann die Ungeduld spüren, wenn ich zum dritten Mal frage, wie das mit der Meldebescheinigung geht. Ich spreche schon deutsch, aber zu verstehen, wie Eure Bürokratie funktioniert, ist eine Herausforderung an sich. Das sind ganz andere Konzepte.
Am schlimmsten ist wahrscheinlich das Mitleid. Als ob man den ganzen Tag über den Kopf gestreichelt wird.
Ich möchte manchmal schreien: lasst uns wieder Erwachsene sein! Lasst uns mitbestimmen in Euren Integrationstreffen! Macht uns keine Angebote, ohne uns aktiv an der Vorbereitung zu beteiligen!
Wir sind mündig. Wir haben so viel zu geben. Bitte lasst uns nicht dauerhaft zu Adressaten von Hilfeleistungen werden, sondern behandelt uns als Gleichgestellte in einer besonderen Lebenssituation.
Ich hoffe, Mam, Du verstehst, was ich sagen will. Ich bin dankbar, ungeheuer dankbar. Aber ich will eine Möglichkeit, das auch zu zeigen, indem ich etwas zurück gebe.
Danke fürs Zuhören, Mam.
Viele Grüße aus der Gemeinschaftsunterkunft
A.“


die Antwort von Ina an A.


22.05.2016
Quote:
Eine Antwort auf den Brief von A.
Ich hätte sehr gerne eine Übersetzung ins Englische und würde mich freuen, wenn dies öffentlich geteilt würde.
„Lieber A.,
vielen Dank für Deine Offenheit. Ich frage mich gerade, was sie Dich wohl gekostet haben mag. Mich soweit in Dich hineinschauen zu lassen, zeigt mir, wie sehr Du mir vertraust. Darauf bin ich stolz. Dass Du mich ausgewählt hast, um mir zu zeigen, was in Dir vorgeht.
Ich möchte Dir sagen, dass ich das, was Du als Mensch in den letzten Monaten geleistet und ertragen hast, unendlich bewundere. Ich sehe Dich nicht primär als Geflüchteten. Keinen von Euch.
Es ist mir persönlich verdammt egal, woher Ihr kommt und was Eure Gründe dafür waren, zu flüchten. Es schmerzt mich tief, zu sehen, in welchen Lebensumständen ihr derzeit seid. Untätigkeit, häufig Trostlosigkeit. Und diese nagende Angst. Auch die Wut zu sehen, darüber, was Deinem Land und Deinem Volk angetan wird.
Ich teile Deinen Schmerz.
Wenn ich Dich besuche, dann sehe ich nicht Dein Bett. Ich sehe nicht die Kargheit der alten Möbel. Ich besuche Dich, weil ich Dir als Mensch begegnen möchte. Wenn ich Dir nochmal die Sache mit dem Amt erklären kann, gerne. Aber das ist nebensächlich.
Ich komme Dich besuchen, weil ich neugierig bin auf Dich. Ich finde Dich anregend. Ich möchte wissen, wie es Dir geht, weil es mich interessiert. Ich sehe in Dir diese unbändige Lebenskraft, Deinen Humor, Deinen Stolz. Und ich schätze das an Dir.
Ich mag lange nicht alle Flüchtlinge. Schon gar nicht aus Prinzip.
Ich mag Dich dafür, was Du warst, was Du bist und was Du werden wirst. Wie man einen Freund mag.
Und ich werde Dir ganz bestimmt nicht Deine Flügel nehmen, indem ich Dir länger als notwendig helfe. Dazu mag ich einen freien Vogel viel zu sehr. Ich bin eher diejenige, die Dich aus dem Nest werfen wird. Und dann werden wir beide zusammen fliegen. So tue ich das mit meinen Freunden.
Dass Du ein Geflüchteter bist, tut nichts zur Sache. Die Schreie, die Du beim Fliegen vor Freude von Dir gibst, werden eben ein bisschen anders klingen. Das ist alles.
Herzliche Grüße
Mam Ina



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 Post subject: Re: Eine Helferin Erzählt aus dem Flüchtlingslager wo sie hilft
PostPosted: 3. Jun 2016, 11:03 
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Abends, halb 10 in Simbach:
Es ist kaum zu glauben: Da kommen diese Typen in ein Land, in dem sie laut der Meinung vieler nichts zu suchen haben. Und was passiert? Sie greifen sich, was nicht niet- und nagelfest und sie in die Hände bekommen können und tragen es aus fremden Häusern. Mit Eimern, Schaufeln und bloßen Händen.

Währenddessen genug "anständige" Deutsche und Österreicher samt Fußhupe durch das malerische Simbach am Inn spazieren und sich dabei Sorgen um ihre blauen Wildlederhalbschuhen machen, haben unter anderem die Jungs hier kräftig mitgeholfen den Schlamm und Schrott aus Wohnungen und Geschäften zu räumen.

Guys, thanks a lot for your support!

Der Hausbesitzer, dem ich geholfen habe, hat bei der letzten Flut vor x Jahren übrigens Geld (und die übliche unbürokratische Hilfe) vom Staat versprochen bekommen. Damals gab es keine Flüchtlinge. Und kein Geld für den Hausbesitzer.
Nur damit hier keiner auf die Idee kommt, die üblichen leeren Versprechungen der Herren Politiker hätten irgendwas mit den Flüchtlingen zu tun, wenn jetzt wieder kein Geld kommen sollte.


Grüße gehen an all die geistig Unbewaffneten, deren Horizont am Inn endet, egal ob Sie von Norden oder Süden schauen.

Besonders herzliche Grüße gehen an die ganz besonders gut gelungenen Exemplare, die diese "günstige Gelegenheit" nutzen, um gegen Flüchtlinge zu hetzen. Ich bin mir sicher, eure Mama ist irre stolz auf euch.


https://web.facebook.com/dexter.moser



sie werden es wieder als Ausrede benutzen, bin ich mir 100% sicher.

Man kann ja auch mal ab und zu erwähnen das es NICHT NUR Kriminelle Flüchtlinge gibt, oder darf man das nicht mehr? ;)



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 Post subject: Re: Eine Helferin Erzählt aus dem Flüchtlingslager wo sie hilft
PostPosted: 27. Oct 2017, 10:30 
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ich kann sie gut verstehen.


Quote:
Die traurige Wahrheit einiger Flüchtlingshelfer,
zu denen auch ich gehöre.
Denn:
nach Jahren:
ich mag nicht mehr.
Ich habe keine Lust mehr auf diese pubertären, instrumentalisierten Marionetten in den Land-und Ausländerämter.
Ich habe keine Lust mehr auf kalte, viel zu junge und mit wenig eigener Persönlichkeit ausgestatteten Beamten, die zwar gerne in den Wald schreien, aber das eigene Echo nicht vertragen.
Das nicht vorhandene Selbstwertbewusstsein an bereits geschädigten Menschen aufwerten und gar nicht begreifen, was sie da machen.
Dieses ständige Beleidigt sein, weil sie die Wahrheit oder Kritik nicht vertragen, da sie glauben, etwas Besseres zu sein.
Deren Gehirnwäsche und oft Dummheit, bei der man das Gefühl hat, jede Art natürlich menschliches Denken ist dem eines Kindersoldaten gewichen.
Nur ohne Drogen.
Ich habe keine Lust mehr auf diese braunen Deppen in unserer Politik, diese bayrischen Erbsen-Zähler.
Diesen ständig schmollen Kleinkinder, die über keinen Tellerrand schauen und noch glauben, ihre Art sei die richtige.
Und von anderen Menschen erwarten, so einen kleinkarierten Unsinn mit zu tragen oder diese "armen Beamten", die ja dienen müssen, zu verstehen.
Die ihren eigenen Eid nicht kennen, denn diese Marionetten dienen der Politik, haben aber dem Staat zu dienen und das sind wir.
Bin ich.
Die alles angreifen, was sich dem Kleinhirn in den Weg stellt
Ich habe keine Lust mehr auf dieses jahrelange Mobbing gegen meine Person, nur weil ich Menschenwürde ernst nehme und Moral mein Begleiter ist.
Auf diese Kleingeister und engstirnigen Instrumente, die einen Lohn erhalten, aus dem Leider der Menschen, was Blutgeld ist.
Und die größere Wirtschaftsflüchtlinge sind, als viele Menschen, die aus wirklicher Not aus armen Ländern kommen.
Nur sind sie feiger.
Diese Wohlfahrtsverbände, die glauben, allwissend zu sein, aber wesentlich weniger Ahnung haben, als gute Helfer.
Ständig versuchen, Schubladen zu finden, Kontrolle auszuüben, damit nicht auffällt, das viele gute Helfer wesentlich versierter sind.
Und auch dann beleidigt bekämpfen, anstatt zusammen zu arbeiten.
Nur das nichts auffällt und die nächsten, ach so wichtigen Stellen, gezahlt werden.
Bundesämter mit keine Ahnung, aber dem Anspruch, Menschen beurteilen zu können.
Und wer die Wahrheit sagt, hat schnell ein Verfahren an der Backe.
Oder, wie ich, eine Strafanzeige, weil eine unreife Oberinspektorin sich durch ein Wort beliegt fühlt und lieber Mord vertritt.
Diese menschliche Kälte und die ganzen Lügen und Betrügereien, diese Egomanen, die glauben, Geld ist das einzig Wichtige.
Du bekommst hier jahrelange verbale Prügel, ich erfahre oft mehr an Gerüchten über meine Person, als ich selbst von mir kenne.
Und ich kenne mich gut.
Egal, wie lange ich darum bitte, dieses Verhalten zu unterlassen, denn auch ich bin ein Mensch, den das schmerzt.
Es wird weiter gemacht, denn man muss solche Menschen ja klein bekommen.
Irgendwann kommt der Tag, da drehst Du Dich um und schlägst zurück.
Ergebnis:
Man haut noch mehr drauf.
Wir haben hier keine Unterstützung, es gibst wenig Miteinander, aber viel Gegeneinander.
Genau aus dem unreifen Verhalten der Behörden brechen die Helfer weg.
Wir zahlen viel aus eigener Tasche
Könnern uns noch nicht mal ne Fahrt nach München leisten
Jeder Besuch beim Friseur muss wochenlang zusammen gespart werden.
Zu teure Mieten treiben viele weit aufs Land, so wird das Leben durch ständige Autofahrten teurer.
Freunde und Familie, wenn vorhanden, brechen weg.
Auch ich habe ein gewisses Alter und kann hier vegetieren, aber nicht leben.
Medien, die nur an guten Geschichten interessiert sind, aber uns keine Unterstützung bieten.
Polizisten, die der Politik dienen, aber nicht mit uns kämpfen.
Nein, ich möchte die Flüchtlingshilfe nicht verlassen.
Aber das kalte, rechte, braune und unreife Bayern, Deutschland mit seiner Kälte.
Ich möchte freundliche Menschen, möchte dazu gehören, geschätzt werden für das, was ich tue.
Ich vermisse: menschliche Wärme.
Da keine Familie mehr:
Freunde, denn dies ist die Essenz.
Weg von dem ständigen Alleine. sein, alles mit mir alleine ausmachen.
Abends alleine und verzweifelt auf dem Sofa sitzen und nachts nicht schlafen können, weil gerade Bayern so menschenverachtend ist.
Keine teuren Mieten, bei denen sonst kein Leben mehr möglich ist.
Keine immensen Lebenshaltungskosten.
Ich mag hier nicht mehr und wäre mein altes Tierchen nicht, wären meine Koffer gepackt, meine Möbel verkauft und ich... wer weiß, wohin.... unter menschlichen Menschen.
Weg aus der bayrischen Kälte.
Da, wo ich mit dem wenigen Geld leben kann.
Wo immer das ist.
Nur einfach dort, wo Menschlichkeit, Zugehörigkeit und Freundschaft noch etwas wert ist.
Denn meine Kraft ist zu Ende



von Petra Maryah Wilhelmy



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