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 Post subject: Spanien
PostPosted: 16. Feb 2014, 23:01 
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Mehr als eine Woche nach dem Flüchtlingsdrama bei der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta ist die Zahl der Toten auf mindestens 15 gestiegen. Dies sorgt für innenpolitischen Wirbel in Spanien - die Regierung in Madrid gerät in Erklärungsnot.
Am 6. Februar hatten rund 400 Afrikaner versucht, von Marokko aus über den Grenzübergang El Tarajal nach Ceuta zu stürmen. Als die marokkanischen Sicherheitskräfte eingriffen, sprangen zahlreiche Flüchtlinge ins Meer, um die spanische Exklave schwimmend zu erreichen. Wenigstens 15 von ihnen ertranken dabei.
Innenminister Fernández Díaz hatte im Parlament versichert, die Beamten hätten nicht auf schwimmende Flüchtlinge gezielt, sondern nur ins Meer geschossen. Der Beschuss habe mit dem Tod von Flüchtlingen nichts zu tun gehabt.


http://www.blick.ch/news/ausland/fluechtlingsdrama-bringt-madrid-in-verlegenheit-id2676174.html


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 Post subject: Re: Spanien
PostPosted: 16. Feb 2014, 23:08 
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Na toll, man sichert eine Grenze mit Zäunen und bewaffneten Polizeibeamten oder Soldaten und wenn ein gewaltsamer Durchbruchsversuch dann zu Todesopfern führt, ist das der vorgebliche Anlass für einen politischen Skandal. Womöglich verknacken sie noch einzelne Polizisten oder Militärs vor Ort als Bauernopfer. :roll:

Tatsächlich ist natürlich die waffenstarrende Struktur in Verbindung mit den wirtschaftlichen Ursachen der Fluchtbewegung der Auslöser der Tragödie.

Dafür Polizisten und Soldaten verantwortlich zu machen, folgt in etwa der Logik einer politischen Führung, die Tretminen verbuddeln lässt und im Schadensfall den Minenhersteller vor Gericht stellt.


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 Post subject: Re: Spanien
PostPosted: 16. Feb 2014, 23:14 
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Erste Adresse für die Verantwortung sind nach wie vor die Regierungen jener Länder, die die Flüchtlinge stellen bzw. ständig produzieren.

MfG


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 Post subject: Re: Spanien
PostPosted: 16. Feb 2014, 23:23 
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staber wrote:
Erste Adresse für die Verantwortung sind nach wie vor die Regierungen jener Länder, die die Flüchtlinge stellen bzw. ständig produzieren.

MfG



Ja klar, diese erste Adresse wird ja auch regelmäßig aufgesucht - von den Herren mit den Schmiergeldern im Geldkoffer.

Die gemeinsame Interessenmaximierung der Bananenrepublik - Häuptlinge und der europäisch/amerikanischen Konzernbossen lässt vielen kleinen Leuten dann nicht mehr viele Alternativen zur Auswanderung ...


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 Post subject: Re: Spanien
PostPosted: 2. Jun 2014, 18:17 
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maxikatze wrote:
Der spanische König Juan Carlos dankt ab.

Mit seiner Abdankung macht der spanische Monarch nach 38 Jahren Regentschaft den Weg frei für seinen 46 Jahre alten Sohn Prinz Felipe, der künftig als König Felipe VI. über Spanien herrschen wird.

weiter lesen: http://web.de/magazine/unterhaltung/royals/18997708-juan-carlos-dankt-spaniens-koenig-raeumt-thron.html#.A1000145

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Moin Maxi!
Das ist mir persönlich sowas von egal.Ich frage mich , welches Land benötigt eigentlich noch Adelige. Sie kosten einen Haufen Geld und selbst wenn sie eine Aufgabe haben (z.B. England), dann könnte diese Aufgabe durch eine öffentlich gewählte Person wesentlich günstiger gemacht werden .
Dass es im 21. Jahrhundert noch Monarchien in der westlichen Hemisphäre gibt, zeigt doch, wie rückständig unsere Zivilisation nach wie vor ist.


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 Post subject: Re: Spanien
PostPosted: 2. Jun 2014, 18:19 
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staber wrote:
Dass es im 21. Jahrhundert noch Monarchien in der westlichen Hemisphäre gibt, zeigt doch, wie rückständig unsere Zivilisation nach wie vor ist.


Speziell dieser König ist ein Beispiel dafür, dass Monarchen in gefährdeten Demokratien auch heute noch einen Restnutzen haben. Er hat seine spezifisch königliche Autorität ja benutzt, um einen faschistischen Putsch unblutig abzuwehren. Ob das mit einem Präsidenten ebenso glimpflich ausgegangen wäre, ist sehr fraglich.

Wenn so ein verdienter König dann allerdings seine Sympathiewerte mit einer Elefantenjagd in den Keller drücken kann, wird es vielleicht wirklich Zeit für die Abschaffung der Monarchie. ;)

Übrigens sind Präsidenten meistens, aber nicht zwingend immer billiger für den Steuerzahler als Monarchen. Wenn wir hier serienweise Präsidenten nach wenigen Monaten Amtszeit in einen üppig alimentierten Ruhestand schicken, kann das irgendwann so teuer werden wie anderswo der Unterhalt von königlichen Dynastien.


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 Post subject: Re: Spanien
PostPosted: 2. Jun 2014, 18:23 
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GG146 wrote:
staber wrote:
Dass es im 21. Jahrhundert noch Monarchien in der westlichen Hemisphäre gibt, zeigt doch, wie rückständig unsere Zivilisation nach wie vor ist.


Speziell dieser König ist ein Beispiel dafür, dass Monarchen in gefährdeten Demokratien auch heute noch einen Restnutzen haben. Er hat seine spezifisch königliche Autorität ja benutzt, um einen faschistischen Putsch unblutig abzuwehren. Ob das mit einem Präsidenten ebenso glimpflich ausgegangen wäre, ist sehr fraglich.

Wenn so ein verdienter König dann allerdings seine Sympathiewerte mit einer Elefantenjagd in den Keller drücken kann, wird es vielleicht wirklich Zeit für die Abschaffung der Monarchie. ;)

Übrigens sind Präsidenten meistens, aber nicht zwingend immer billiger für den Steuerzahler als Monarchen. Wenn wir hier serienweise Präsidenten nach wenigen Monaten Amtszeit in einen üppig alimentierten Ruhestand schicken, kann das irgendwann so teuer werden wie anderswo der Unterhalt von königlichen Dynastien.



Hi Alex!
Ich habe ja nichts gegen die Person Juan Carlos , sondern im allgemeinen bin ich gegen Monarchien!
Da war das Lehnsystem hier in Epana im Mittelalter in der Theorie schon weiter. Auch war das ganze lang nicht so vorhersehbar wie heute. Der Thronaspirant musste .. 1.) überleben , 2.) die richtigen Alianzen schmieden.. 3.) Wozu auch gehört richtig zu heiraten etc.. Das heute ist kein Kasperletheater , sondern wenn man so will die Vollkasko / Operetten - Version ;))
Übrigens titelt der "Spiegel" ..Der König ist weg, die Monarchie lebt..
Das ist eine etwas optimistische Aussage. In Barcelona wird Prinz Felipe im Theater ausgepfiffen und Katalonien wird sich als Republik aus Spanien verabschieden, wenn es denn darf. Auch in Spanien sieht man im Zuge der Krise immer mehr Fahnen der spanischen Republik. Zwar ist eine Revolution nicht immanent, aber das Gefühl gegenüber der Monarchie ist distanziert und sie ist den meisten egal - um nicht zu sagen Sche*ßegal , außer vielleicht bei ein paar jungen PP-Politikerinnen, deren Augen sich beim "Su Majestat el Rey Don Juan Carlos"-Hauchen nahezu verdrehen, so dass man den Eindruck gewinnt, sie würden auch gerne mal nach Botswana reisen. ;)


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 Post subject: Re: Spanien
PostPosted: 3. Jun 2014, 13:59 
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Re: Spanien

Beitragvon Staber » Dienstag 3. Juni 2014, 09:54

Braucht Europa im 21.Jahrhundert überhaupt noch Königshäuser? Jenseits von Nostalgie , Tourismus u. Wirtschaftsförderung sowie der Befriedigung von einschlägigen Klatschbedürfnissen ?
Spanien könnte inzwischen ganz gut auch ohne Monarchie leben - und natürlich auch die anderen europäischen " Königs" sind für ihre Nationen und Gesellschaften sicher nicht mehr Überlebensnotwendig. Eigentlich sind sie längst unzeitgemäß . Das dennoch nirgendwo ernsthaft über die Abschaffung der Monarchie diskutiert wird , weist auf ein tiefgreifendes Bedürfnis hin .


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 Post subject: Re: Spanien
PostPosted: 24. Jun 2014, 14:27 
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Was erstaunt...Spanien zahlt bereits zurück, was es an Hilfsgeldern von Seiten der EU erhalten hat...ein guter Anfang!!


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 Post subject: Re: Spanien
PostPosted: 24. Jun 2014, 14:34 
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Prinz wrote:
Was erstaunt...Spanien zahlt bereits zurück, was es an Hilfsgeldern von Seiten der EU erhalten hat...ein guter Anfang!!


Das machen sie, um aus dem Rettungsschirm herauszukommen und an keine Auflagen mehr gebunden zu sein. Was sie dann mit der wiedergewonnenen Handlungsfreiheit anstellen, ist ein ganz anderes Paar Schuhe. Im schlechtesten Fall könnten sie die Ursachen für die hohe (Jugend-) Arbeitslosigkeit auch verfestigen.

Entwarnung in Südeuropa ist erst, wenn die Arbeitslosenzahlen nicht mehr so unerträglich hoch sind.


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 Post subject: Re: Spanien
PostPosted: 9. May 2015, 13:50 
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militärmaschine abgestürzt mit toten



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Sollte ich jemanden persönlich verletzt haben,das war nicht meine absicht und bitte ich hiermit offiziell um Entschuldigung. wahrheit ist wahrheitSocial TV Geheimer Krieg der USA. USATALIBAN "Allahu Akbar"
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 Post subject: Re: Spanien
PostPosted: 2. Oct 2017, 12:53 
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Spanien ist tot

Katalonien ist nicht einfach eine spanische Region. Das war es nie. Auch deshalb müssen wir wählen dürfen.

(...)


http://www.sueddeutsche.de/kultur/refer ... -1.3687854

>> Zerfällt Spanien? Zerfällt der Euro? Zerfällt Europa? <<

Warum sollte der Euro wegen der Separation Kataloniens zerfallen? Die Katalanen haben sich doch auf die Lesart geeinigt, dass Deutschland mehr als bisher für Südeuropa zahlen soll und dass sie selbst keinen Cent mehr für die ärmeren Regionen Spaniens zahlen wollen.

Das ist total (direkt-) demokratisch und passt wunderbar in das aktuelle europäische System.


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