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 Betreff des Beitrags: Renovierungstipps
BeitragVerfasst: 15. Sep 2013, 10:04 
Wer kennt das nicht: Renovierungsarbeiten in der Wohnung/im Haus, die irgendwie nicht so klappen wollen, wie man es sich vorgestellt hat.

Deshalb soll dieser Threat dazu aufrufen, gemeinsam nach Problemlösungen zu suchen und eigene Erfahrungen auszutauschen.
Die Nennung von Produktnamen sollte erlaubt sein; anders würde es keinen Sinn machen. Jeder kann ja selbst entscheiden, ob er Tipps annehmen will oder nicht.

So, dann mal an dieser Stelle ein Tipp für alle Nikotinsüchtigen. :twisted:

Rauchen dient nicht der Gesundheit, aber die Decken und Wände einer Wohnung freuen sich auch nicht über den Schmierbelag, den der Nikotin hinterlässt.

Sämtliche Raumfarben, die man im Baumarkt findet, sind auf Wasserbasis. Und Wasser bedeutet, dass vergilbte Wände aufgeweicht werden.

Wenn man nun weiße Innenfarbe aufträgt, sieht es so aus, als ob der Gilb überstrichen würde. Doch oh weh, sobald die Wand abgetrocknet ist, sieht man: Der Gilb ist wieder da; mal mehr und mal weniger... aber er ist wieder da.

Mein Tipp: Zieht niemals in eine verrauchte Wohnung und wenn, dann macht euch auf hohe Renovierungskosten gefasst.
Kauft niemals ein Haus, in dem viele Jahrzehnte geraucht wurde. DAS kann RICHTIG viel Geld kosten, wenn ihr weder Gilb noch Geruch ertragen wollt.

Seid ihr allerdings selbst Raucher, nutzt dieser Tipp wenig. Dann heißt es, die richtige Renovierungsstrategie zu wählen, damit kein Frust aufkommt und der Geldbeutel nicht überstrapaziert wird.

Nun einige Hinweise:

1. JEDE Wandfarbe und sei sie auch noch so teuer (Alpinaweiß, Brillux etc), welche auf Wasserbasis aufgebaut ist (Hinweis auf den Eimern beachten!), kann und wird keine vergilbten Wände mehr weiß machen können. Und wenn ihr zwanzig mal drüber streicht: Der Gilb wird immer wieder durchscheinen. Nikotin wird durch das Wasser lediglich aufgeweicht; bleibt aber an der Oberfläche haften. Trocknet die Wand, ist der Gilb genau wieder an der (nun frischen) Oberfläche.

Richtige Strategien:

Es hilft nur eine lösungsmittelhaltige Innenfarbe. Früher nannte man die "Gaststättenfarbe" (verrauchte Kneipen wurden wieder weiß) und war sehr geruchsintensiv (nebenbei: nix Gutes für die Gesundheit).

Heute gibt es sogenannte "Nikotinabsperr"-Farben. Doch Vorsicht! Auch diese Farben sind fast alle auf Wasserbasis und obwohl die weißen Pigment-Anteile in dieser Farbe höher sind als in einer normalen: Mindestens zwei oder drei Anstriche(!) sind notwendig, um ein einwandfreies Ergebnis zu erzielen.
Nikotin-Absperrfarbe ist natürlich teurer als andere; Muskelkraft muss aber trotzdem reichlich vorhanden sein.

Besser ist: Sofort eine Farbe zu kaufen, die den Gilb durch einmaliges Überstreichen verschwinden lässt.
Doch, die gibt es tatsächlich. :D

Ein Malerbetrieb hat natürlich solche Farben. Da müsst ihr allerdings mit rechnen, dass ein 10l-Eimer ca. 150 bis 170 Euronen kostet. Und wer ein ganzes (nikotingeschwängertes) Haus oder eine große Wohnung renovieren will, kann schnell an seine finanziellen Grenzen geraten.

Wir sind letztendlich in einem Baumarkt fündig geworden: Hornbach bietet lösungsmittelhaltige Innenfarbe (Name: Schnell-Renovierfarbe) in einem 10l-Eimer an. Kostenpunkt: ca. 75 Euronen.
Auch noch viel Geld, allerdings ist diese Farbe sehr ergiebig und der Gilb ist tatsächlich nach einmaligem Überstreichen verschwunden. :)
Heutzutage sind solche Farben auch nicht mehr geruchsbelästigend. Trotzdem der Rat: Fenster öffnen!

Übrigens: Wer ganz viel Pech hat und den Nikotingeruch(!) überhaupt nicht wegbekommt: Da bleibt nur eine Kernsanierung: Putz weg von den Wänden und neu verputzen. Gilt natürlich nur für Hausbesitzer. ;)

Fazit: An nikotingelben Wänden verdient sich die Farbenbranche eine goldene Nase; es sei denn, man weiß, wie man gleich richtig vorgehen muss. :zwinker:


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Renovierungstipps
BeitragVerfasst: 15. Sep 2013, 10:37 
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oh Laura, das ist wirklich gut die Tips aber am besten ich höre auf zu qualmen :D wenn ich das nur schaffen würde :oops:



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 Betreff des Beitrags: WD 40... ein Wundermittel für fast alles
BeitragVerfasst: 15. Sep 2013, 23:20 
Wer es nicht kennt, hier einige Infos:

Zitat:
Haupteinsatzgebiete sind Reinigung, Wasserverdrängung und Korrosionsschutz bei Metallen und elektrischen Geräten, in Service, Werkstatt und Haushalt. In Werkstätten wird es auch gerne verwendet, um festgerostete Schraubverbindungen zu lösen; dazu muss es aber manchmal bis zu einigen Stunden einwirken, um den Rost zu unterkriechen. Die Schmierwirkung von WD-40 ist dagegen relativ gering, jedoch ausreichend für Bowdenzüge, quietschende Scharniere oder hakende Schlösser. Zur Schmierung von Gewindespindeln oder Fahrradketten ist es aufgrund seiner mangelnden Schmierwirkung nicht geeignet[3]. Auch zur Waffenreinigung wird WD-40 neben Ballistol häufig verwendet.

Das Lösen von festgerosteten Verbindungen durch Einlegen in Petroleum hat eine lange Mechanikertradition. WD-40 stellt das Petroleum in gereinigter, parfümierter Form und mit Vaselinezusatz, um die Schmier- und Schutzwirkung zu verbessern, in einer handlichen Sprühflasche zur Verfügung. Ein im deutschsprachigen Raum bekanntes Konkurrenzprodukt ist Caramba.

Modernere Rostlöser enthalten Molybdänsulfid (MoS). Die Rostlöseeigenschaften und Kriecheigenschaften sind teilweise besser, aber wegen des Sulfideintrages ist die Schutzwirkung nicht langfristig. Bei hartnäckig festgerosteten Verbindungen ist die Erfolgsquote mit WD-40 höher, da dieses auch langfristig wirkt. Ist eine Rostlösung mit WD-40 nicht möglich, kann eine Trennung der Teile meist nur noch durch Erhitzen der Bauteile oder mit Gewalt erfolgen.


http://de.wikipedia.org/wiki/WD-40

Was dort NICHT steht, sind die hervorragenden Eigenschaften für noch viel mehr fast unlösbare Problemchen:

Klebestellen, die mit herkömmlichen Mittelchen nicht zu entfernen sind (Sekundenkleber, Gardinen-Klebehaken, Klebebilder an Fenster und Türen etc) lassen sich mit WD40 problemlos entfernen. Kurz einsprühen, ca. 5 Min. einwirken lassen und dann vorsichtig mit einem Schaber ablösen.
Verschmutzte Backöfen lassen sich ebenfalls sehr gut reinigen. Einsprühen, ca. 5 bis 10 Minuten einwirken lassen und dann einfach nur auswischen.
Hinterher das Mittel aber mit Küchentüchern noch einmal gründlich abreiben und den Backofen über Nacht offen lassen (ausdünsten lassen). Am nächsten Tag mit heißem Spülwasser noch einmal auswischen. Der Backofen strahlt danach, als ob er neu sei.
Ebenso kann man Backblech und Bratrost reinigen.
PS: Kein einziges Backofenspray war in der Lage, so ein einwandfreies Ergebnis zu erzielen.

Hässliche Flecken auf Laminat oder PVC?? Kein Problem. Flecken kurz einsprühen, kurz einwirken lassen und mit einem Schaber oder Tuch vorsichtig ablösen.
(So haben wir einige eingetrocknete weiße Lackflecken ohne Kraftanwendung und ohne Laminat-Beschädigung entfernen können).
Anschließend mit warmem Wischwasser und einem kräftigen Schuss Spüli nachwischen.

Mein Tipp: Bevor ihr "in die Luft geht", weil Flecken, Verfärbungen, Klebereste, Verkrustungen etc. euch den letzten Nerv rauben:
Denkt an WD 40 (Baumarkt, ca. 4 Euronen eine kleine Sprühdose). Ausprobieren geht über studieren. :)

PS: Natürlich nicht für Kleidung oder Faser-Teppiche geeignet. (Ölhaltig).


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Renovierungstipps
BeitragVerfasst: 9. Okt 2013, 12:24 
Matt gewordene Stellen (durch Stühle, Tische etc) auf Laminat kann man mit farblicher Schuhcreme wieder auffrischen.

Schuhcreme großzügig einreiben, trocknen lassen und mit einem weichen Tuch polieren.

Erst DANACH mit einem Laminat-Pflegemittel (Anwendungshinweise beachten) den gesamten Boden feucht wischen.

Hat bei uns ein hervorragendes Ergebnis erzielt. :)


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Renovierungstipps
BeitragVerfasst: 9. Okt 2013, 12:34 
Leidiges Thema "Fenster putzen". Je größer die Scheiben, um so schwieriger, keine Streifen und Schlieren zu hinterlassen.

Die Lösung:

Versucht es mal mit "Fensterklar" für Auto-Scheiben. Gibt es eigentlich überall zu kaufen, wo es Autopflegemittel gibt.
Kostenpunkt: ca. 3 bis 4 Euronen für eine 1 Liter Flasche.

NICHT auf die Anwendungshinweise auf der Flasche achten! Die empfohlene Konzentration ist nur für Autoscheiben gedacht und wir wollen ja normale Fensterscheiben putzen.

Also: Nur etwa ein Drittel der angegebenen Menge ins Wischwasser geben.

Das Ergebnis: Selbst bei Sonnenschein auf die Fenster gibt es weder Streifen noch Schlieren zu sehen. :)

PS: Auch für viele andere Dinge im Haushalt ist Fensterklar zu empfehlen: Spiegel, Kacheln, lackierte Oberflächen etc.

Einfach ausprobieren. :smile1:


  
 
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