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 Post subject: Re: Kachelmann- Theater
PostPosted: 3. Jul 2014, 00:47 
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Danke Schlau usw. für die Wiederöffnung von z.B. dem Kachelmann-Thread. Eigentlich war ich wegen Mollath gekommen und sah dann einige Beiträge zu JK. Ohne jetzt jemanden besonders zu adressieren, möchte ich dennoch allgemein einiges zum Nachdenken schreiben, ohne exakte Zitate oder so, sondern nur über den Tenor der Meinungen.

Ich bin echt schockiert darüber, dass einige immer noch meinen, dass unser Rechtsstaat bedeutet, dass *unabhängig* von Gerichtsurteilen doch jeder seine eigene Meinung zu bestimmten Fällen haben kann. Nicht nur das, das wäre ja trivialerweise ganz normal und sogar erlaubt, aber es wird weiter angedeutet, dass eine Mehrheit von Prozeßbeobachtern oder sagen wir glaich ein ganzes Volk oder eine Riesenmehrheit, oder Frauen allgemein, egal wie ein Urteil lautet, also auch Freispruch z.B., mit großer Energie und im Internet jemanden, der freigesprochen worden war, dennoch so herunterwürdigen kann, als sei er in Wahrheit, in den Augen dieser Leute total schuldig, und dass er sich deshalb sehr zurückhalten sollte, etwa jemanden juristisch zu verfolgen, der ihn definitiv falsch beschuldigt hat. Das geht nicht meiner Meinung nach. Mir ist unbegreiflich, wie jemand noch für anständig oder ehrlich oder Opfer sein kann, der nachweislich die Unwahrheit gesagt hat zB. wegen diesem Messer, das ja wichtig war, um überhaupt einen echter schweren Kriminalfall zu haben. Aber dieses Messer ist wissenschaftlich nachgewiesen eben gar nicht angewendet worden. Es ist aus zwei Gründen sehr wichtig, dass JK das juristisch weiter verfolgen läßt.

1. Schwarzer ist nachweislich als Heuchlerin und bei Unwahrheiten ertappt worden. Siehe ihre Steuerhinterziehungen in Millionenhöhe. Sie ist eine der schärfsten Medienverfolgerin von JK gewesen. Bisher war ja nur ihre Lüge bzgl dieser Zusammenarbeit mit CSD bekannt geworden. Ich nehme an, dass all die JK-Hasser gegen die Lügen der Schwarzer nichts einzuwenden haben. Aber so geht das nicht in einem Rechtsstaat. Übrigens hat die uns allen bekannte Autorin GW ja aufgezeigt, dass Schwarzer bereits über ihre angebliche Studienzeit an der Pariser Uni gelogen hatte. Ich will das gar nicht bewerten, sondern hier nur festhalten, dass Alice S. für solche Lügen also bekannt zu sein scheint. Und das sollte sich also JK gefallen lassen? Zumindest hat er doch ein Recht, das juristisch prüfen zu lassen - oder etwa nicht?

Aber noch aus einem anderen Grund habe ich immer über die JK-Hetzer eine Abscheu gehabt, weil nämlich gerade momentan eine Sache bekannt geworden ist, die im gesamten Fall JK eine Rolle gespielt hat.

2. JK wird vorgeworfen, dass er mit seinen Geliebten gespilt hätte und sie alle betrogen hätte. Aber gerade für einen Berühmten mit Geld ist doch etwas ganz anderes für Betroffene Frauen typisch. Normalerweise werden sie doch mit Kindern sitzengelassen. Nur mit jahrelangen Prozessen bekommen sie das Geld für die Kinder. In dieser Hinsicht ist JK doch ein Vorbild. Der hat nämlich sogar für Kinder gezahlt, deren genetischer Vater er gar nicht sein konnte.

Erkennen jetzt wenigstens seine Kritiker, wie ethisch sauber er sich verhalten hat, wenn man das jetzt mit einem vergleichbaren Großmut bei Bill Clinton vergleicht, der auch immer seine Tochter als sein Kind akzeptiert hat, obwohl er genetisch gar nicht der Vater sein konnte. Zeigt euch das nicht, dass auch JK anständig war als "Vater"?

Aber ich sehe auch, dass Frauen, die gerne Männer zahlen lassen wollen, wie CSD mit dem Riesen Musiktamtam im Schwarzwald, wenn ein Mann ihnen dann auf die Schliche kommt, wie JK das mit diesen Briefen durchschauen konnte an dem besagten Abend, wo ihre eigene Agenda des Egoismus aufgeflogen war, dass Frauen dann wie sagt man, richtig gemein werden können und erpressen, weil sie doch einen Ruf zerstören können, und sich dafür dann auch wieder bezahlen lassen. Ich bewundere immer noch, wie JK das alles gar nicht als Gefahr wahrgenommen hat. Er versuchte eben nicht mit Millionen zu besänftigen, sondern er stand zu seinen Vorlieben und auch dafür müssten ihn heute Frauen eher bewundern als hassen. Ich glaube, dass seine jetzige Frau ihn allein dafür vergöttert. Mies dazustehen in der "öffentlichen" Meinung muss nicht immer gegen einen selbst sprechen! Klar, wer diese Sexvarianten generell ablehnt, der wird JK ablehnen, aber das heißt noch lange nicht, dass er selbst Dreck am Stecken hat, sondern diesen Dreck sieht nur der Spießbürger.

Ich empfehle zum x-ten Mal, diese Berichte der Geliebten in der SZ nachzulesen, wo all die guten Seiten über diesen Mann von seinen angeblichen Opfern anerkannt wurden. Und ich muss es wiederholen: Frauen, aber es könnten auch Männer sein, die immer flehen, liebst du mich auch wirklich, graben sich damit selber eine unvermeidbare Falle. Denn niemand kann doch in einem glücklichen Moment über alle negativen Folgen reden und sich damit alles, was noch Schönes passieren kann, kaputtmachen. Es hängt doch auch jeweils vom Gegenüber ab, ob er oder sie das alles nüchtern analysieren möchte. Ich halte solch eine Frage bereits für eine Erpressung. Weil das soviel heißt, dass jetzt ja nicht gelogen werden sollte, weil man es doch auch hier jetzt abbrechen könnte, um ehrlich zu bleiben. Die Idiotie einer solchen Annahme ist doch deshalb so blöd, weil niemand will doch eine glückliche Beziehung zerstören, sondern es sind meist die Umstände. Allgemein gesagt, wird doch jemand wie dieser JK fast täglich attraktive Frauen treffen, soll er jetzt krank werden oder sich umbringen, um sein Hausmütterchen nicht zu enttäuschen? Diese CSD hat diese Zusammenhänge einfach nicht kapiert. Sonst hätte sie heute noch ein Vehältnis mit ihm und würde ihn genießen können.

Der große Fehler in Beziehungen ist das Erinnerungsvermögen, da hat er aber ganz klar das und das gesagt, und dann hat er sogar von Krebs geredet. Ich kürze ab. Manchmal bringt man das Gespräch auf ein Thema, weil man herausbekommen möchte, ob solch eine Frau einen doch lieber gesund sehen möchte und nicht nur als einen Batzen Geld nach seinem Tod.


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 Post subject: Re: Kachelmann- Theater
PostPosted: 4. Jul 2014, 00:35 
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Ich wollte mich ja eigentlich auch nicht mehr zu diesem leidigen Thema äussern, aber andere tun es.
Ihnen ihr Wort.

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Kachelmann-Urteil: EMMA wehrt sich

Das Kölner Oberlandesgericht will EMMA eine Sprachglosse über "einvernehmlichen Sex" verbieten, weil der Text unterstelle, Kachelmann sei ein Vergewaltiger. Doch EMMA nimmt das nicht hin. Wir legen Beschwerde ein und sind entschlossen, zum Bundesgerichtshof zu gehen für das Recht auf Satire und Meinungsfreiheit.

PRESSEMITTEILUNG

EMMA wehrt sich - für die Freiheit des (Un)Wortes

EMMA-Verlegerin Alice Schwarzer nimmt die Entscheidung des Oberlandesgerichtes Köln vom 27. Mai 2014 in Sachen Kachelmann nicht hin. Sie hat heute Beschwerde erhoben gegen die Nichtzulassung der Revision zur Verteidigung der EMMA-Veröffentlichung vom Dezember 2011 in der Ausgabe 1/2012. Ziel ist ein Revisionsverfahren beim Bundesgerichtshof.

Denn in diesem Fall geht es nicht, wie fälschlicherweise im Urteil unterstellt, um die Frage, ob Kachelmann zu recht oder zu unrecht freigesprochen wurde. Es geht in dem inkriminierten Text um Sprachkritik. Und um Meinungsfreiheit. Und das betrifft nicht nur EMMA.

Im Gegensatz zu den Unterstellungen, die das Gericht phantasievoll zur Grundlage seines Urteils gemacht hat, ist der Text eben kein Kommentar zur Frage von Schuld oder Unschuld des 2010 der Vergewaltigung angeklagten und 2011 freigesprochenen Jörg Kachelmann. Es handelt sich bei dem Text um eine Sprachglosse, die sich ironisch auf das jeweils zu Jahresanfang von der "Gesellschaft für deutsche Sprache" verkündete „Unwort des Jahres“ bezieht und im Voraus selber zwei „Unworte des Jahres“ vorschlägt: nämlich die „Unschuldsvermutung“ und den „einvernehmlichen Sex“.

Warum? Weil diese an sich neutralen Begriffe nicht nur in so spektakulären Fällen wie Kachelmann oder Strauss-Kahn (der ebenfalls nicht verurteilt wurde), sondern in fast allen Fällen des Verdachts auf sexuelle Gewalt zwischen einem Mann und einer Frau von Anbeginn an zentrale Argumente gegen die mutmaßlichen Opfer sind. Und das in der Regel, lange bevor die Schuld- bzw. Unschuldsfrage überhaupt geklärt ist.

Diese Formulierungen bedienen also, wie alle „Unwörter des Jahres“, de facto auch Vorurteile und Klischees, die die objektive Klärung der wahren Sachverhalte erschweren bzw. überschatten können. Und genau darum geht es in dieser Sprachglosse: Diese Klischees bewusst zu machen. Das und nichts anderes sagte EMMAs Sprachkritik aus.

Übrigens: Das reale „Unwort des Jahres“ wurde dann im Jahr 2012 die Formulierung „Opfer-Abo“ – ein Begriff, den Kachelmann in Talkshows und Publikationen geprägt hat. Und zwar in Bezug auf Frauen, die wegen Vergewaltigung klagen, bzw. Menschen, die diese mutmaßlichen Opfer zunächst einmal ernst nehmen und nicht von Anbeginn an „einvernehmlichen Sex“ unterstellen, und für die die „Unschuldsvermutung“ für beide gilt: für den mutmaßlichen Täter – und das mutmaßliche Opfer.

Köln, 3. Juli 2014

http://www.emma.de/artikel/kachelmann-u ... tes-317363



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 Post subject: Re: Kachelmann- Theater
PostPosted: 4. Jul 2014, 01:26 
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Ich bin echt schockiert darüber, dass einige immer noch meinen, dass unser Rechtsstaat bedeutet, dass *unabhängig* von Gerichtsurteilen doch jeder seine eigene Meinung zu bestimmten Fällen haben kann.


Eine eigene Meinung ist LEGITIM und ein "in dubio pro reo" bedeutet KEINE WAHRHEITSFINDUNG.
Im Zweifel FÜR den Zweifel.
Vor Gericht gibt es NUR ein Urteil.



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 Post subject: Re: Kachelmann- Theater
PostPosted: 4. Jul 2014, 10:16 
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Im Gegensatz zu den Unterstellungen, die das Gericht phantasievoll zur Grundlage seines Urteils gemacht hat, ist der Text eben kein Kommentar zur Frage von Schuld oder Unschuld des 2010 der Vergewaltigung angeklagten und 2011 freigesprochenen Jörg Kachelmann.


Wenn man den Text isoliert betrachtet, könnte man vielleicht so eine verklausulierte Tatsachenbehauptung herauslesen. Im Kontext mit den ständigen Verunglimpfungen aller Anzeigeerstatterinnen als Falschbeschuldigerinnen durch Kachelmann ist das aber eine gesellschaftspolitische Meinungsäußerung, die unbedingt verfassungsrechtlich schutzwürdig ist.

Im Ergebnis haben die Pressekammern des LG und des OLG Köln auf einem sensiblen bzw. eskalationsträchtigen gesellschaftspolitischen Konfliktfeld den aggressiven Part für zulässig und die Repliken der defensiven Seite für unzulässig erklärt. Damit steht die deutsche Justiz (mal wieder, siehe die Münchener Urteile zum Notwehrrecht) als Co - Aggressor an der Seite von Störern und Rechtsbrechern. Wenn der BGH dieses dreckige Spiel erneut mitmachen sollte, wird es allerhöchste Zeit, die sich daraus ergebenden grundsätzlichen Rechtsfragen vor das BVerfG und notfalls vor den EGHMR zu tragen.


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 Post subject: Re: Kachelmann- Theater
PostPosted: 4. Jul 2014, 14:21 
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Ali wrote:
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Ich bin echt schockiert darüber, dass einige immer noch meinen, dass unser Rechtsstaat bedeutet, dass *unabhängig* von Gerichtsurteilen doch jeder seine eigene Meinung zu bestimmten Fällen haben kann.


Eine eigene Meinung ist LEGITIM und ein "in dubio pro reo" bedeutet KEINE WAHRHEITSFINDUNG.
Im Zweifel FÜR den Zweifel.
Vor Gericht gibt es NUR ein Urteil.


1. In meinem Beitrag fuhr ich genau mit dem fort, was hier als Meinungsfreiheit erklärt wird. Und ich sagte, dass Meinungen legitim sind.Soweit sind wir uns einig.

2. Aber Rechtsstaat bedeutet auch, dass ein Urteil den Rechtsstreit beendet, wenn auf Revision verzichtet wird, was hier auch passierte. Rechtsstaat bedeutet, danach gilt ein Freigesprochener als unschuldig, nicht weil irgendwie mystisch die Wahrheit ermittelt worden wäre, sondern weil wir das so definiert haben, weil es ja sonst nie Rechtsfrieden gäbe.

Das ist genau das Problem mit Schwarzer. Sie kapiert das einfach nicht, dass sie mit ihrer Meinung durch das Urteil "verloren" hat. Völlig egal, was Schwarzer zu einer ihrer Meinung nach dennoch möglichen passierten Vergewaltigung. Das genau verbietet ihr das Kölner Gericht. Ich hoffe, dass jemand dieser Frau in ihrem Sinn mal erklärt, damit sie nicht ihr ganzes restlich Leben mit diesem widerrechtlichen Getue verschwendet. Diese ganze Blockade, die viele Frauen bekommen, wenn sie Fälle wie JK auf die sinnlose Frage zusammenschnurren lassen, ob nicht irgendwie möglicherweise, auf welche andere Art auch immer, damals am Abend ein Verbrechen passiert sein könnte "in Wahrheit".

Nur weil wir das Verbot der Folter haben und selbst mit Frauen wie CSD menschlich anständig umgehen, heißt das noch lange nicht, dass ihr geglaubt wird. Nach der Lüge mit dem ausgedachten Messer und der ganzen Erfindung des Plots weiß jeder, der den Fall kennt, und all die Experten haben es bezeugt, dass die behauptete Tat gar nicht passiert sein kann. Alles war erfunden, all die Wundmale, das Szenario der Vergewaltigung und am Ende auch die Tatwaffe.

Eine ganz andere Frage wäre die, warum diese CSD übrhaupt das alles so erfunden hat. Auch diese Frage wird nie mit absoluter Sicherheit beantwortet werden können, aber das heißt noch lange nicht, dass es niemanden gäbe, der das durchschauen kann. Egal ob Frau oder Mann.


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 Post subject: Re: Kachelmann- Theater
PostPosted: 4. Jul 2014, 14:31 
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GG146 wrote:
Wenn man den Text isoliert betrachtet, könnte man vielleicht so eine verklausulierte Tatsachenbehauptung herauslesen. Im Kontext mit den ständigen Verunglimpfungen aller Anzeigeerstatterinnen als Falschbeschuldigerinnen durch Kachelmann ist das aber eine gesellschaftspolitische Meinungsäußerung, die unbedingt verfassungsrechtlich schutzwürdig ist.


Ich hätte gerne mal das Zitat, in dem JK ALLE Anzeigeerstatterinnen verunglimpft, weil er ALLE als Falschaussagerinnen beschuldigt hat. Ich kenne solch einen Text nicht.


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 Post subject: Re: Kachelmann- Theater
PostPosted: 4. Jul 2014, 17:02 
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GG146 wrote:
Wenn man den Text isoliert betrachtet, könnte man vielleicht so eine verklausulierte Tatsachenbehauptung herauslesen. Im Kontext mit den ständigen Verunglimpfungen aller Anzeigeerstatterinnen als Falschbeschuldigerinnen durch Kachelmann ist das aber eine gesellschaftspolitische Meinungsäußerung, die unbedingt verfassungsrechtlich schutzwürdig ist.


Ich hätte gerne mal das Zitat, in dem JK ALLE Anzeigeerstatterinnen verunglimpft, weil er ALLE als Falschaussagerinnen beschuldigt hat. Ich kenne solch einen Text nicht.


Er hat behauptet (u. a. in seinem Buch), dass Anzeigeerstatterinnen typischerweise Falschbeschuldigerinnen seien und echte Vergewaltigungsopfer typischerweise keine Anzeige erstatten würden. So eine Aussage entspricht meinem Blindzitat hinreichend, da muss man nicht auch noch googeln.

Das weißt Du auch ganz genau.


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 Post subject: Re: Kachelmann- Theater
PostPosted: 5. Jul 2014, 21:01 
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Nö, Kachelmann hat weder ALLE Frauen der Lüge bezichtigt, er hat auch nicht gesagt, dass Frauen TYPISCHERWEISE falsche Beschuldigungen machen, sondern ich habe ihn so verstanden,dass er meint, die Justiz würde den Frauen, die lügen, das alles abkaufen, weil sie ja den Opferstatus hätten. Und da ist doch was dran, oder? Jedenfalls glaubt A. Schwarzer an sowas. Als Rettung hatte sie deshalb vorgeschlagen, dass bei in dubio doch die Frau als Frau und Opfer einen kleinen Vorteil verdient hätte, so dass die Männer dann verurteilt werden könnten...


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 Post subject: Re: Kachelmann- Theater
PostPosted: 6. Jul 2014, 19:44 
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Nö, Kachelmann hat weder ALLE Frauen der Lüge bezichtigt, er hat auch nicht gesagt, dass Frauen TYPISCHERWEISE falsche Beschuldigungen machen, sondern ich habe ihn so verstanden...


Da liegt wohl die Ursache ... freie Interpretation ... war schon in der Schule nicht wirklich der Burner ;)


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 Post subject: Re: Kachelmann- Theater
PostPosted: 8. Jul 2014, 00:26 
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Jedenfalls glaubt A. Schwarzer an sowas. Als Rettung hatte sie deshalb vorgeschlagen, dass bei in dubio doch die Frau als Frau und Opfer einen kleinen Vorteil verdient hätte, so dass die Männer dann verurteilt werden könnten...


An deinem Beispiel sieht man ganz deutlich, wie du dir immer noch anmaßt Menschen hinter die Stirn gucken zu können.
DAS, WAS du interpretierst, hat sie niemals gesagt und gemeint.

Vor Gericht gibt es nur ein Urteil.

Mal wird es Opfern gerecht, ein anderes Mal auch Tätern...umgekehrt genauso ungerecht.

Wenn es um den Zweifel, also ein in "dubio pro reo " geht, dann GILT DER ZWEIFEL FÜR BEIDE Seiten...FÜR ein mmOpfer wie auch für den mmTäter.

Ein Freispruch "zweiter Klasse" bedeutet keine Schuldverschiebung auf ein mmOpfer.

Waaaaas ist daran schwer zu verstehen????



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 Post subject: Re: Kachelmann- Theater
PostPosted: 9. Jul 2014, 14:36 
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Ali wrote:
Wenn es um den Zweifel, also ein in "dubio pro reo " geht, dann GILT DER ZWEIFEL FÜR BEIDE Seiten...FÜR ein mmOpfer wie auch für den mmTäter.

Ein Freispruch "zweiter Klasse" bedeutet keine Schuldverschiebung auf ein mmOpfer.

Waaaaas ist daran schwer zu verstehen????


In dubio (...) gilt eben nicht für beide Seiten, sondern nur für den Angeklagten.
Ich schlage vor, wir legen Mollath unsere Positionen zu einer schlussendlichen Bewertung vor... Dann wüssten wir es ganz genau! :)


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 Post subject: Re: Kachelmann- Theater
PostPosted: 13. Jul 2014, 12:05 
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Alle reden von Kachelmann - kaum jemand von Claudia D.

Autor Stefanie Vogel | Letztes aktualisiert Jul, 04 2013

Ein Grundsatz im deutschen Rechtssystem bedeutet: Im Zweifel für den Angeklagten. Das bedeutet, dass eine Straftat nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann und heißt nicht automatisch, dass ein Angeklagter mit hundertprozentiger Sicherheit unschuldig ist. Im Fall "Kachelmann" wurde sich auf diesen Grundsatz bezogen und auch die Folgen verdeutlicht. In seinem Schlusswort erklärte der Vorsitzende Richter Michael Seidling, „dass Herr Kachelmann möglicherweise diese Tat nicht begangen hat und deshalb zu Unrecht als Rechtsbrecher vor Gericht stand. Bedenken Sie aber auch umgekehrt, dass Frau D. möglicherweise Opfer einer schweren Straftat war.“ Es ist also möglich, dass Kachelmann absolut unschuldig ist. Ebenso möglich ist es aber auch, dass Claudia D. tatsächlich Opfer einer Vergewaltigung war. Beides soll man für möglich halten. Doch in den Medien zeigt sich ein ziemlich einseitiges Bild.

Kachelmann ist als Opfer sehr präsent

Schon kurz nach der Urteilsverkündung twitterte Kachelmann, dass er sich an allen rächen wolle, die ihm Unrecht getan haben. Eine recht seltsame Reaktion, wenn man bedenkt, dass die meisten Menschen erst einmal erleichtert wären, dass ihnen Recht gesprochen wurde. Doch in diesem Fall weit gefehlt. Herr Kachelmann gibt außerdem ein Interview für Die Zeit, in welchem er berichtet, wie schlimm die letzten Monate für ihn waren. Seine Freunde habe er fast alle verloren und die Berichterstattung der Medien empfand er als Hetzjagd, gegen die er sich jetzt wehren wolle. Nach dem Interview beschäftigen sich auch viele andere Medien mit Kachelmann, der sich ins Ausland abgesetzt habe, um nicht weiter von den Medien verfolgt zu werden. Seine Anwälte treten in Talkshows wie „Hart aber fair“ auf, verdeutlichen eindrucksvoll, dass ihr Mandant ein Opfer der Medien sei und der Öffentlichkeit immer als potentieller Vergewaltiger in Erinnerung bleiben werde.

Wir erinnern uns: Im Zweifel für den Angeklagten. So müssen wir davon ausgehen, dass Kachelmann tatsächlich unschuldig ist und sein Leben durch diese Falschbeschuldigung tatsächlich zerstört wurde. Kachelmann als Opfer – so erscheint es auch momentan in den Medien.

Claudia D. als rachsüchtige Lügnerin

So gut der Grundsatz des deutschen Rechtssystems aktuell für Kachelmann in den Medien umgesetzt wird, so schlecht wird er für Claudia D. beachtet. Alle reden über Kachelmann und seine Opferrolle. Doch kaum jemand denkt an Claudia D. die entsprechend des Schlusswortes von Michael Seidling tatsächlich das Opfer einer Vergewaltigung gewesen sein könnte. Sie wird weiterhin recht negativ in den Medien dargestellt. Sogar ihr langes Interview in der Zeitschrift Bunte wird ihr negativ ausgelegt. Im Stern wird gefragt, warum sie sich dieses Interview antut – bei Kachelmann wurde das nie hinterfragt. In der Bild wird sogar gerätselt, wie eine Frau wie Claudia D. überhaupt auf jemanden wie Kachelmann reinfallen konnte. Eine Frage, die im Hinblick auf die die vermeintlichen Geschehnisse sehr verletzend für Claudia D. sein muss. Nur wenige Medien beschäftigen sich damit, wie es der ehemaligen Nebenklägerin geht. Die Bunte fragt sie in ihrem Interview explizit nach Depressionen und Selbstmordgedanken und erhält offen und für ein Vergewaltigungsopfer alles andere als untypische Antworten.

In der Öffentlichkeit herrscht ein einseitiges Bild

Dennoch scheint in der Öffentlichkeit nur wenig von dem Interview der Claudia D. anzukommen. Kachelmann geht in seiner Opferrolle auf und wird diesbezüglich von vielen Medien gepuscht wird. Natürlich wird sein offensichtliches Bedürfnis nach Rache nicht gutgeheißen, scheint aber für viele verständlich. Dagegen wird vieles, was Claudia D. tut, noch immer kritisch hinterfragt. Die Öffentlichkeit - und damit seien die Medien ebenso gemeint wie die Leser – scheinen das Prinzip in “dubio pro reo“ noch immer nicht verstanden zu haben. Ansonsten würden sie nicht das Meiste, was Claudia D. sagt, so sehr kritisieren und sich mehr dafür interessieren, wie sie das Verfahren und die Zeit danach erlebt hat. Oder ist es hier der Promibonus des Herrn Kachelmann, der ihn für die Leser interessanter macht? Doch dieser sollte in einem Rechtsstaat wie Deutschland nicht so schwer ins Gewicht fallen.

Quellen:

Hart aber fair
Stern zu Claudia D.
Bild.de
Interview aus Bunte, Nr. 25, vom 16.06.2011
,
Stefanie Vogel
Geboren wurde ich Anfang der 1970ern im Bundesland Hessen und bin nun im Rheingau Zuhause. Nach dem Abitur und einer mäßig interessanten Ausbildung zur Verwaltungsbeamtin, beschloss ich neue Wege zu ...

http://suite101.de/article/alle-reden-v ... 8JnMKVby-I



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 Post subject: Re: Kachelmann- Theater
PostPosted: 13. Jul 2014, 13:19 
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Cotesia wrote:
(...)

Schon kurz nach der Urteilsverkündung twitterte Kachelmann, dass er sich an allen rächen wolle, die ihm Unrecht getan haben. Eine recht seltsame Reaktion, wenn man bedenkt, dass die meisten Menschen erst einmal erleichtert wären, dass ihnen Recht gesprochen wurde. Doch in diesem Fall weit gefehlt.

(...)

Nur wenige Medien beschäftigen sich damit, wie es der ehemaligen Nebenklägerin geht. Die Bunte fragt sie in ihrem Interview explizit nach Depressionen und Selbstmordgedanken und erhält offen und für ein Vergewaltigungsopfer alles andere als untypische Antworten.

(...)


Gut erkannt - ein jahrelanger öffentlicher Rachetaumel ist untypisch für Opfer von falschen Verdächtigungen. Normalerweise konzentrieren die nämlich alle ihre Energien darauf, ihre beschädigte berufliche Existenz wiederherzustellen.

Claudia D. hat dagegen öffentlich nichts gesagt, was man nicht von einem Vergewaltigungsopfer erwarten würde.


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 Post subject: Re: Kachelmann- Theater
PostPosted: 13. Jul 2014, 19:13 
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Quote:
Claudia D. hat dagegen öffentlich nichts gesagt, was man nicht von einem Vergewaltigungsopfer erwarten würde.


nix??? bei allen verständnis was ich euch immer wieder gebe( oder wie das heist) aber das ist jetzt wirklich verarschung. Hallo, sie hat viele versucht gegen ihn zu hetzen weil sie es nicht akzeptieren konnte das er sie nicht Heiraten wollte. sie hat andere frauen benutzt um ihre wut raus zu lassen. Heute täten die Damen etwas anders erzählen, weil sie keinen Hass mehr schürren und so manch eine schämt sich heute das sie sowas gesagt hat.



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 Post subject: Re: Kachelmann- Theater
PostPosted: 14. Jul 2014, 18:29 
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schlau wrote:
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Claudia D. hat dagegen öffentlich nichts gesagt, was man nicht von einem Vergewaltigungsopfer erwarten würde.


nix??? bei allen verständnis was ich euch immer wieder gebe( oder wie das heist) aber das ist jetzt wirklich verarschung. Hallo, sie hat viele versucht gegen ihn zu hetzen weil sie es nicht akzeptieren konnte das er sie nicht Heiraten wollte. sie hat andere frauen benutzt um ihre wut raus zu lassen. Heute täten die Damen etwas anders erzählen, weil sie keinen Hass mehr schürren und so manch eine schämt sich heute das sie sowas gesagt hat.


Übrigens ein natürliches Verhalten für ein Opfer, was sollte sie machen .. ein Loblied auf den feinen Herrn singen`? Was erwartest du von Opfern von Gewalt? Die sollen sich verkriechen und die Klappe halten?


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 Post subject: Re: Kachelmann- Theater
PostPosted: 14. Jul 2014, 19:01 
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Ex - Arbeitslos wrote:
schlau wrote:
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Claudia D. hat dagegen öffentlich nichts gesagt, was man nicht von einem Vergewaltigungsopfer erwarten würde.


nix??? bei allen verständnis was ich euch immer wieder gebe( oder wie das heist) aber das ist jetzt wirklich verarschung. Hallo, sie hat viele versucht gegen ihn zu hetzen weil sie es nicht akzeptieren konnte das er sie nicht Heiraten wollte. sie hat andere frauen benutzt um ihre wut raus zu lassen. Heute täten die Damen etwas anders erzählen, weil sie keinen Hass mehr schürren und so manch eine schämt sich heute das sie sowas gesagt hat.


Übrigens ein natürliches Verhalten für ein Opfer, was sollte sie machen .. ein Loblied auf den feinen Herrn singen`? Was erwartest du von Opfern von Gewalt? Die sollen sich verkriechen und die Klappe halten?


und wenn sie gar kein Opfer war?



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 Post subject: Re: Kachelmann- Theater
PostPosted: 15. Jul 2014, 15:56 
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Und wenn er der Täter war? Ich finde es jedenfalls in Anbetracht der Tatsache, dass er aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurde, vollkommen fehl am Platz, von der Gesellschaft durch die Medien einen Persilschein erzwingen zu wollen.

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 Post subject: Re: Kachelmann- Theater
PostPosted: 15. Jul 2014, 17:28 
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Cotesia wrote:
Und wenn er der Täter war? Ich finde es jedenfalls in Anbetracht der Tatsache, dass er aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurde, vollkommen fehl am Platz, von der Gesellschaft durch die Medien einen Persilschein erzwingen zu wollen.

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Er ist freigesprochen, das ist nun mal so. Das muss man Akzeptieren aber nicht mögen.



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 Post subject: Re: Kachelmann- Theater
PostPosted: 15. Jul 2014, 18:27 
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Das weiss ich auch Schlau, dass er freigesprochen wurde. Es geht um das Verhalten DANACH. Frau D. twittert jedenfalls nicht Tag und Nacht. Ich habs jedenfalls nirgendwo gesehen.
Es geht um die Hetze gegen das mutmassliche Opfer. Ich finde so etwas jedenfalls nicht in Ordnung.

L.G.
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 Post subject: Re: Kachelmann- Theater
PostPosted: 15. Jul 2014, 21:40 
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Cotesia wrote:
Das weiss ich auch Schlau, dass er freigesprochen wurde. Es geht um das Verhalten DANACH. Frau D. twittert jedenfalls nicht Tag und Nacht. Ich habs jedenfalls nirgendwo gesehen.
Es geht um die Hetze gegen das mutmassliche Opfer. Ich finde so etwas jedenfalls nicht in Ordnung.

L.G.
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bin ich auch deiner meinung, nur wissen wir 100% dass sie nix schreibt? aber egal ob sie schreibt oder nicht Hetze gegen Mutmassliche Opfer oder Mutmassliche Täter. ;)

hetze meine ich die allgemeinheit.



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