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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 18. Dec 2012, 00:36 
Quote:
ASchwarzer hat durch ihre eigene Beschränktheit ganze Generationen von Frauen verrückt gemacht.


Du musst es ja wissen, gelle? :lol:


  
 
 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 18. Dec 2012, 00:39 
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DieLaura wrote:
Arbeitslos wrote:
Auch losgelöst vom Kachelmannfall scheint die Richterin der Richter es immer richtiger zu wissen (s. zB Fall Weimar), damit können Meinungen manipuliert werden. Gefährliche Sache.


Sehe ich auch so. Rückert und Friedrichsen wissen meines Erachtens ganz genau, wie sie es anfangen müssen, um Meinungen in die "richtige" Richtung zu lenken. Wäre eine Rückert nicht so dumm gewesen, diese Mail an Birkenstock zu schreiben (die dann veröffentlicht wurde), würde ich wohl immer noch auf sie reinfallen.

Und was den Spiegel angeht: Gerade der Spiegel war eine Zeitschrift, die zu meiner regelmäßigen Lektüre gehörte. Erstmals stutzig wurde ich, als der Fall Weimar verhandelt wurde.

Seit dem Fall K. wurde mein Misstrauen von Verhandlungstag zu Verhandlungstag stärker. Und der Mollath-Fall bestätigt jetzt noch zusätzlich, dass es richtig war, dieses Abo zu kündigen. :P


Das ist der Wahnsinn des Feminismus, dass Wahrheiten geleugnet oder manipuliert werden, weil sie Frauen nicht genehm sind. Das zeigt auch wie wenig tolerant und weltoffen Frauen sind, auch wenn der Ausschnitt noch so tief geöffnet ist. ASchwarzer hat durch ihre eigene Beschränktheit ganze Generationen von Frauen verrückt gemacht.



@Neutral

Du schreibst:

Quote:
Weil gerade im Kachelmannfall eine verlogene Frau falschangezeigt hat, obwohl sie ja auf den ersten Blick auch schwerere Verletzungen der Polizei vorzeigen konnte als beigebracht vom Vergewaltiger, bloß die sie sich ja selber beigebracht hatte...


Das ist deine Vermutung, dafür gibt es keine Beweise und liest sich wie eine Tatsache. :x
Sie hatte auch Kratzer an Arme, Beine und Bauch, die sie ihm nicht zuordnete. Wovon man aber ausgehen kann, dass sie das bei einer Falschbeschuldigung sicherlich getan hätte.

Gesetzt den Fall, es handele sich tatsächlich um eine Falschbeschuldigung, dann ist diese Frau, wenn ihr nichts hunderpro nachgewiesen werden kann, von diesem Vorwurf freizusprechen.
So will das ein Rechtsstaat.
Und dann darfst du dich genauso darüber ärgern, wie ich es bei Freisprüchen tue, wo Vergewaltigungen und/oder Morde nicht hundertpro nachgewiesen werden können.
Das ist nun mal der Preis.

Das hat mit Feminismus alles gar nichts zu tun, sondern damit, dass Männer UND Frauen sich oft schwer damit tun, weil sie unbedingt Recht haben wollen. ;)



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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 18. Dec 2012, 00:51 
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DieLaura wrote:
Quote:
ASchwarzer hat durch ihre eigene Beschränktheit ganze Generationen von Frauen verrückt gemacht.


Du musst es ja wissen, gelle? :lol:

:lol: :lol: :lol:
Verrückt genug um jetzt noch auf zu sein. :mrgreen: ;)
Aber jetzt geh ich besser schlafen, morgen wird es noch einmal antrengend.

Allen eine Gute Nacht!



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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 18. Dec 2012, 09:10 
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Das ist der Wahnsinn des Feminismus, dass Wahrheiten geleugnet oder manipuliert werden, weil sie Frauen nicht genehm sind. Das zeigt auch wie wenig tolerant und weltoffen Frauen sind, auch wenn der Ausschnitt noch so tief geöffnet ist. ASchwarzer hat durch ihre eigene Beschränktheit ganze Generationen von Frauen verrückt gemacht.


Hat dir das Ende des Patriachats wirklich so zugesetzt? Wahlrecht der Frau, Selbstbestimmung, das Anrecht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit, bist du so sehr davon überzeugt, dass eine Frau die Klappe zu halten hat und sich an den Herd stellen soll, dass du deine schon fast orientalische Auffassung von dem was eine Frau zu tun und zu lassen hat derart äußern musst? Und das alles hat NUR EINE FRAU durchgesetzt.EINE FÜR ALLE !!! ALLE FÜR EINE !!!! Da kannste mal sehen, was so eine kleine kluge Person alles bewegen kann, was für eine Kanzler wäre sie geworden ...!!!

So und nun rufe ich mal Frau Merkel an, es drängt mich grad danach, oder erst Helmut S. .. mal sehen.


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 18. Dec 2012, 14:01 
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Arbeitslos wrote:
So und nun rufe ich mal Frau Merkel an, es drängt mich grad danach, oder erst Helmut S. .. mal sehen.


:totlach: :totlach: sag ihr einen schönen Gruß, ich möchte ihr Gehalt haben ;)

P.s. ich überlege ob ich den Fall jk und den Fall Mollath zusammen lege. Was meint ihr dazu?

um Antwort wird gebeten :)



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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 18. Dec 2012, 15:06 
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Da in beiden Fällen das Thema Gutachter wesentlich ist, kann man die beiden Bereiche zusammenlegen. Besonders nachdem wir etwas unvorsichtig im anderen Bereich kommentiert haben.


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 18. Dec 2012, 15:55 
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Nein ich finde es sollte getrennt bleiben, da im K-Fall ein Gutachten über K (und das ähnelt schon wieder dem Fall M) von K strikt abgelehnt wurde, die Justiz sah sich im Fall K ja auch nicht veranlasst, ein solches Gutachten zwangsweise zu körbern.


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 19. Dec 2012, 01:58 
Arbeitslos wrote:
Nein ich finde es sollte getrennt bleiben, da im K-Fall ein Gutachten über K (und das ähnelt schon wieder dem Fall M) von K strikt abgelehnt wurde, die Justiz sah sich im Fall K ja auch nicht veranlasst, ein solches Gutachten zwangsweise zu körbern.


Nein, gekörbert nicht, aber man hat Pleines mit so einem "Akengutachten" beauftragt. Außer dem ausdruckslosen Gesicht eines Angeklagten hatte der auch nichts an Gesprächen.
Auch dieses Gutachten halte ich für nicht aussagekräftig; aber es ging ja auch nicht um eine Einweisung in die Psychiatrie. ;)


  
 
 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 19. Dec 2012, 02:26 
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DieLaura wrote:
Arbeitslos wrote:
Nein ich finde es sollte getrennt bleiben, da im K-Fall ein Gutachten über K (und das ähnelt schon wieder dem Fall M) von K strikt abgelehnt wurde, die Justiz sah sich im Fall K ja auch nicht veranlasst, ein solches Gutachten zwangsweise zu körbern.


Nein, gekörbert nicht, aber man hat Pleines mit so einem "Akengutachten" beauftragt. Außer dem ausdruckslosen Gesicht eines Angeklagten hatte der auch nichts an Gesprächen.
Auch dieses Gutachten halte ich für nicht aussagekräftig; aber es ging ja auch nicht um eine Einweisung in die Psychiatrie. ;)


Du kannst so gemein sachlich sein, Laura. :)


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 19. Dec 2012, 09:35 
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Worum geht es in der Forensik eigentlich? Hier werden zwei Fälle vorgestellt...


http://www.nordbayern.de/nuernberger-na ... -1.2580016


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 19. Dec 2012, 11:37 
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Neutral wrote:
Worum geht es in der Forensik eigentlich? Hier werden zwei Fälle vorgestellt...


http://www.nordbayern.de/nuernberger-na ... -1.2580016


Forensik, naja das ist so ne Sache. Früher habe ich gedacht da kommen nur die rein die Vergewaltigen und umbringen Heute kommen zum teil Leute rein die zu viel drogen nehmen usw. Vor Monaten haben experten im TV berichtet das zu viele Leute dort sind die wo eigendlich gar nicht da rein gehören. Auch ohne die hätte ich es gewusst.



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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 19. Dec 2012, 12:04 
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DieLaura wrote:

Nein, gekörbert nicht, aber man hat Pleines mit so einem "Akengutachten" beauftragt. Außer dem ausdruckslosen Gesicht eines Angeklagten hatte der auch nichts an Gesprächen.
Auch dieses Gutachten halte ich für nicht aussagekräftig; aber es ging ja auch nicht um eine Einweisung in die Psychiatrie. ;)


Da gibt es auch nichts zu zwinkern (sry dass ich mal ernst werde), es ist fatal wenn eine solch einschränkende Maßnahme (Einweisung ins Irrenhaus) mit allen daraus folgenden Konsequenzen (zB Zwangsmedikamentierung) mal so eben aufgrund eines ausdruckslosen Gesichts gemacht wird oder der Tatsache, dass das Verhalten eines Menschen nicht der *Norm* entspricht.

In zB Berlin gibt es ZIG Reifenstecher (auch überführte), von denen ist kein einziger im Irrenhaus gelandet, wenn überhaupt, dann landeten sie im Knast.

Kein Arzt der Welt würde Greenpeaceaktivisten ins Irrenhaus stecken, nur weil sie zB Walfangschiffe behindern oder fahruntüchtig machen.

Also was soll das Messen mit zweierlei Maß? Ist man verrückt, weil man den Leuten nicht traut, die einen in diese Situation hineinkatapultiert haben? Mit Sicherheit nicht!


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 19. Dec 2012, 12:10 
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schlau wrote:
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Worum geht es in der Forensik eigentlich? Hier werden zwei Fälle vorgestellt...


http://www.nordbayern.de/nuernberger-na ... -1.2580016


Forensik, naja das ist so ne Sache. Früher habe ich gedacht da kommen nur die rein die Vergewaltigen und umbringen Heute kommen zum teil Leute rein die zu viel drogen nehmen usw. Vor Monaten haben experten im TV berichtet das zu viele Leute dort sind die wo eigendlich gar nicht da rein gehören. Auch ohne die hätte ich es gewusst.


Das eint uns liebe Sonne, wir sind nicht so schnell Obrigkeitsgläubig und hinterfragen lieber mal, erscheinen uns die Antworten nicht schlüssig, erlauben wir Zweifel an dem Sinngehalt der Antworten ;) ... das Leben hat uns eben geprägt.


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 19. Dec 2012, 12:25 
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Arbeitslos wrote:

Das eint uns liebe Sonne, wir sind nicht so schnell Obrigkeitsgläubig und hinterfragen lieber mal, erscheinen uns die Antworten nicht schlüssig, erlauben wir Zweifel an dem Sinngehalt der Antworten ;) ... das Leben hat uns eben geprägt.


Tja, meine Liebe Arbeitslos. Ja, das Leben hat uns geprägt und das ist gut so. Ich mache keinen einen Vorwurf weil sie sich nicht aus kennen in der Forensik Vor ca 8 Jahren habe ich mich auch noch nicht aus gekannt. Es reicht halt nicht immer aus nur Zeitung zu Lesen oder im Internet zu Lesen. Das wahre Leben Spielt draußen ab und nicht im Netz. ;)



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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 19. Dec 2012, 12:43 
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Gustl Mollath

Prozess 2006 und Unterbringung in psychiatrischen Anstalten

Am 8. August 2006 fand die Hauptverhandlung Gustl Mollaths wegen Körperverletzung und anderer Vergehen vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth statt. Weiter wurde Mollath in dem Verfahren angelastet, in der Zeit vom 31. Dezember 2004 bis zum 1. Februar 2005 die Reifen mehrerer Fahrzeuge von Bekannten seiner ehemaligen Ehefrau so angeschnitten oder beschädigt zu haben, dass Gefahr für die Fahrzeugverwender bestand.[27] Das Landgericht Nürnberg-Fürth hielt die Vorwürfe der Ehefrau Mollaths für erwiesen. Die Ärztin, von der Frau Mollath ein Attest vorgelegt hatte, wurde in der Hauptverhandlung nie als Zeugin gehört.[28] Das Gericht sprach Mollath wegen Schuldunfähigkeit frei; es ordnete aber seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an; es seien weitere Taten zu befürchten.[27][4]

Einem zur Zeit des Verfahrens ohne zweiten psychiatrischen Gutachter „weitestgehend nach Aktenlage erstellt[en]“ Gutachten zufolge leide Mollath an einer „wahnhaften Störung“ und gelte als „gemeingefährlich“.[29][4] Die „Schwarzgeldverschiebungen“ seien Teil eines „paranoiden Gedankensystems“.[30][3][27] Zwei später erstellte Gutachten kamen zum gegenteiligen Schluss, wurden jedoch „nicht anerkannt“.[16]

Das Amtsgericht Straubing stellte Mollaths Geschäftsfähigkeit fest, nachdem der beauftragte Gutachter (Dr. Simmerl, Leitender Arzt der Allgemeinpsychiatrie II des Bezirksklinikum Mainkofen) in seinem Gutachten vom 26. Juli 2007 „kein[en] Hinweis für eine psychotische Erkrankung“ fand.[23] 2008 entschied ein Landgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft, Mollath in der Klinik für Forensische Psychiatrie im Bezirkskrankenhaus Bayreuth zu behalten


_______________________________________


Und da soll Mollath noch irgendwem irgendwas glauben??????

Er wurde begutachtet, mehrfach und alle Gutachten wurden missachtet. Auf Antrag der StA wird er weiterhin festgehalten in der Psychiatrie. Unglaublich und wer mir da noch erzählen will, dass er selber in einer solchen Situation alle Sinne beisammen behält und Schritt für Schritt das Procedere abgeht, dann halte ich das für unglaubwürdig. Mollath hat ja wohl alles in seiner Macht stehende getan, aber die StA will nicht.

DAs erinnert mir wieder an den Fall Wörz, da hat die StA auch nicht wahrhaben wollen, dass sie den falschen eingebuchtet hat (na ja nicht im Irrenhaus, aber im Knast) und gegen alle Urteile versucht man das dann durchzudrücken. Bei Wörz war es wohl so, dass die Polizei nachlässiger Weise nur gegen Wörz ermittelt hat, wo das Motiv bei Mollath zu suchen ist? Könnte es an der Hypo liegen? Ich weiß es nicht, aber ich kann absolut nachvollziehen, dass dieser Mann diesem System nicht mehr vertraut, und auch den Menschen nicht, die in diesem System arbeiten.


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 19. Dec 2012, 12:54 
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Könnte es an der Hypo liegen?


genau, du hast 100 Punkte und kriegst eine kaputte Waschmaschine dazu ;) :D

Die frage ist gut und es liegt auch daran nur sehen das nicht alle so. Drum reagiert auch die Politik u.a. ;)



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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 19. Dec 2012, 13:00 
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Der Schöffe Karl-Heinz Westenrieder

Karl-Heinz Westenrieder aus Roth (Krankenhausmanager und als damaliger Schöffe am Urteil beteiligt) ging zur Zeit des Prozesses davon aus, dass die Beschreibungen Mollaths zum Thema Geldwäsche zu ungenau seien.[3] Westenrieder sagt im Interview mit dem Bayerischen Fernsehen: „Der Vorsitzende Richter hat Mollath jedes Mal lautstark unterbrochen, wenn er von Steuerhinterziehung reden wollte”, „drohte ihm mit Saalverweis, wenn er noch einmal von Steuerhinterziehung und Schwarzgeldverschiebung reden würde”.[31] Auch andere Zeugen bestätigen den rauen Umgangston des Vorsitzenden Richters Otto Brixner gegenüber Mollath. Brixner wird zitiert mit den Worten: „Wenn Sie so weitermachen, kommen Sie nie wieder heraus.“[42] Concepcion Vila Ambrosio, eine Altenpflegehelferin aus Nürnberg und Augenzeugin des Prozesses, kannte Mollath flüchtig von Friedensdemonstrationen. Sie schrieb am 18. August 2006 an Brixner. Sie frage sich, wie es sein kann, dass ein „verantwortlicher und gesunder Richter“ einen angeblich kranken Angeklagten acht Stunden lang „malträtiert“ und „provoziert“? Sie finde es furchtbar, „dass so etwas in Deutschland möglich“ sei.[42]

Westenrieder bezeichnet das Urteil aus heutiger Sicht als ein Fehlurteil; er wünscht sich die Wiederaufnahme des Verfahrens. Daten und Personen seien im Verfahren nicht genannt worden. Erst nach der Verhandlung bekam Westenrieder Kenntnis davon, dass damals diese Daten und Personen bereits bekannt waren.[3][31] Brixner warf Westenrieder vor, „in der Öffentlichkeit Wissen [zu benutzen], dass er nicht nur aus dem Gerichtssaal haben“ kann; er erwäge, gegen Westenrieder Strafantrag zu stellen.[29] Später gab Brixner an, diesen Gedanken wieder verworfen zu haben.[42]

Am 14. November 2012 meldete sich Westenrieder erneut zu Wort. Er sagte aus, das psychiatrische Gutachten bereits zur Zeit des Verfahrens als „schwach“ eingeschätzt zu haben, da es weitestgehend nach Aktenlage angefertigt wurde, Mollath während des Verfahrens „nicht exploriert“ worden sei und kein Zweitgutachten erfolgte


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 19. Dec 2012, 13:03 
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Herr Brixner übrigens beruft sich mittlerweile auf *Erinnerungslücken* (gleichsam Herr Kohl seinerzeit), er kann sich nicht mehr genau erinnern. Na ja... ich habe meine Zweifel, ob in diesem Verfahren wirklich alles so gelaufen ist, wie es hätte laufen sollen.


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 19. Dec 2012, 13:07 
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Arbeitslos wrote:
Herr Brixner übrigens beruft sich mittlerweile auf *Erinnerungslücken* (gleichsam Herr Kohl seinerzeit), er kann sich nicht mehr genau erinnern. Na ja...ich habe meine Zweifel, ob in diesem Verfahren wirklich alles so gelaufen ist, wie es hätte laufen sollen.


die zweifel habe ich auch. ich denke er ist unschuldig



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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 19. Dec 2012, 13:10 
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Die Menschenrechtsbeauftragte der Bayerischen Landesärztekammer

Die Menschenrechtsbeauftragte der Bayerischen Landesärztekammer Maria E. Fick, die die Unterlagen studiert und ausführlich mit Mollath gesprochen hat, sagt „es gibt keine eindeutige Diagnose, die eine siebenjährige ‚Versorgung‘ in der Forensik mit unbestimmter Dauer rechtfertigen würde“.[43] Man gewinne „den Eindruck, es solle etwas nicht aufgeklärt werden, sondern Herr Mollath solle aus der Öffentlichkeit auf unbestimmte Zeit verschwinden“.[44] Maria E. Fick bemüht sich, dass die Ärztekammer über die Berufsordnung die Gutachten beurteilen lässt

Quelle: Wikipedia

Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie

Der Vorsitzende der Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie (GEP), der Psychiater Friedrich Weinberger aus Garmisch-Partenkirchen[47], kam zu der Überzeugung, dass Mollath „bei voller Gesundheit unschuldig in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt“[4] interniert wird. Dies bekräftigte er am 23. November 2012 in einem offenen Brief an die Süddeutsche Zeitung.

Quelle: Wikipedia


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