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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 14. Dec 2012, 19:33 
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DieLaura wrote:
Ich erinnere mich noch an den "Weimar-Fall" in dem eine Frau F. von Anfang an die Frau als Täterin hingestellt hat; zumindest kam es beim Leser so an. Der Spiegel sollte sich wirklich mal von dieser Frau trennen; die hat in ihrem Berufsleben m. E. schon so oft unseriös Partei ergriffen, dass ich das schon als mehr als nur bedenklich einstufe. Ihre Kritiker haben in meinen Augen vollkommen recht, wenn sie schreiben, sie verteile "schulmeisterlich Noten".

Im Fall K. war es nicht anders. Sie urteilt, als habe sie unterm Bett gelegen. :roll:


Hier alle Artikel zum Fall Weimar:

http://www.spiegel.de/thema/monika_boettcher/



Quote:
Oder auch die drei Prozesse im Fall Weimar in den Jahren 1986 bis 1999. „Mutter Weimar“ stand für die „Rabenmutter“. Auch hier ein schwacher Mann und seine berufstätige Frau, die zu allem Überfluss auch noch einen jüngeren Liebhaber hatte. Auch Monika Weimar wird, fast wortgleich, als „ihm überlegen“, „kalt“ und „schmallippig“ beschrieben. Die Mutter wurde für den Tod ihrer beiden Töchter einmal schuldig, einmal frei und ein drittes Mal wieder schuldig gesprochen. Die Berichterstattung von Gerhard Mauz im Spiegel und seiner späteren Nachfolgerin Gisela Friedrichsen in der FAZ war nach Meinung vieler Beobachter entscheidend für den letzten Schuldspruch. Für sie war Monika Weimar eindeutig die Täterin. Doch die Doyenne der deutschen Rechtspsychologie, Prof. Elisabeth Müller-Luckmann, Gutachterin im Weimar-Prozess, war noch 2009 im Gespräch mit EMMA davon überzeugt, dass die Mutter unschuldig und der Vater der Täter gewesen sei. Doch der war nie auch nur vernommen worden.

Will sagen: Recht wird nicht im emotions- bzw. interessenfreien Raum gesprochen. Und Richter sind a) auch nur Menschen und b) beeinflussbar.


http://www.aliceschwarzer.de/publikatio ... nda-recht/


Quote:
Auch der Fall Weimar war ein solcher politischer Prozess, auch er hatte eine abschreckende und einschüchternde Funktion für Frauen. So wie Jahre zuvor der Prozess gegen bzw. für Bubi Scholz, eingeklagt: das Recht auf Männergewalt. Oder davor der "Fall Lundi", eigentlich ein Fall Driest, eingeklagt: das Männerrecht auf Vergewaltigung. Oder, wieder Jahre zuvor, der Prozess gegen Ihns/Andersen, angeklagt: die Frauenliebe. Auch der Prozess gegen "die Hexe" Vera Brühne in den bigotten frühen 60er Jahren gehört in diese Reihe, angeklagt: die femme fatale.

Ein jeder dieser Prozesse hat in bestimmten historischen Etappen eine ganz bestimmte öffentliche Rolle gespielt. So war Gegenstand des juristischen und öffentlichen Prozesses, der Monika Weimar gemacht wurde, nicht nur der Tod der Kinder, sondern auch der Lebenswandel der Mutter: eine ganz normale Frau aus eher konservativen Verhältnissen, die nicht (mehr) funktioniert wie erwartet. Sie bricht aus einer lustlosen Ehe aus, wird wieder berufstätig, nimmt sich einen jüngeren Geliebten; sie will nicht länger nur Mutter und Ehefrau sein.
Mehr über Männerjustiz lesen

Dass die "Ami-Hure" und "ahl Hex'" schuldig ist, das wussten die Philippstaler im ganzen Land noch vor dem Richter. Und dann gab sich die berufstätige Krankenpflegerin vor Gericht auch noch "beherrscht" und "kühl", statt Tränchen zu zerdrücken - ganz ungünstig. Besonders ungünstig in einer Zeit, in der es eine CDU-Familienministerin schon fast den Kopf kostet, wenn sie sich erlaubt, nur darauf hinzuweisen, dass das Hausfrau- und Muttersein heutzutage "keine lebenslange Beschäftigung" mehr ist...

Der Weimar-Prozess musste für vieles, für zu vieles herhalten. Das "Flittchen" konnte sich der Aggressionen aller "gehörnten" Ehemänner sicher sein, aber auch all derjenigen Frauen, die vom Ausbruch noch nicht einmal zu träumen wagen (dafür aber vom Kindsmord).

Der Verlauf des Indizienprozesses gegen Monika Weimar war quälend. Es gab mehr als eine Ungereimtheit. Der erste ermittelnde Staatsanwalt, der von der Schuld des Vaters überzeugt schien, wurde abgelöst. Die zahlreichen für die Mutter sprechenden Indizien wurden bis zuletzt links liegengelassen. Die vielfachen Quasi-Geständnisse des Vaters wurden überhört. Sein Versuch, neu auszusagen, wurde von seinem Anwalt und seiner Familie zuletzt sogar als "geistige Verwirrung" abgetan: Sie lieferten ihn zwei Monate vor der Ablehnung des Antrages auf ein neues Verfahren für Monika Weimar kurzerhand in eine geschlossene psychiatrische Abteilung ein. Am Tag der Ablehnung ihres Revisionsantrages wurde "Vater Weimar" wieder entlassen.

Trotz dieser Umstände, die selbst die Richter zögern ließen, negierte der in der Berichterstattung tonangebende Spiegel-Autor (und Hobby-Richter) Mauz kategorisch jeden Zweifel und schrieb, fast beschwörend, die "schreckliche Tat" als "Verbrechen" der Monika Weimar fest. - Sie muss es gewesen sein! Er darf es einfach nicht getan haben.

Doch schuldig oder unschuldig - das spielt letztendlich bei der Analyse der frauenfeindlichen Funktion dieses Prozesses keine entscheidende Rolle. Allerdings: Die symbolische Funktion des Weimar-Prozesses erhöhte die Gefahr der Voreingenommenheit. Richter und Journalisten müssen sich fragen, ob hier nicht ein Fehlurteil gesprochen wurde.

Sie war "schmallippig", "energisch", "kalt" und "ihm überlegen"; er war "schwach", "ein armes Schwein" und "eigentlich von ihr abhängig". So wurde über Monika und Reinhard Weimar geschrieben. Und so wurde, wortwörtlich, auch über Bubi und Helga Scholz geurteilt. Bild über das Ehepaar Scholz: "So quälte Helga Bubi." die FAZ über das Ehepaar Weimar: "Er war abhängig von ihr." Egal, ob sie Opfer sind oder Täterinnen scheinen: Der Mann ist allemal der Bedauernswerte und die Frau allemal das Luder. Einzige Ausnahme ist der Tyrannenmord: die Mutter, die tötet, um ihre Kinder zu schützen.

http://www.emma.de/hefte/ausgaben-1989/ ... memmingen/


Last edited by Ali on 14. Dec 2012, 19:45, edited 1 time in total.


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 14. Dec 2012, 19:43 
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Zum Schluß die Grüße für Seehofer mit der leeren Tüte, auf der all diese S zu erkennen waren, weil die Tüte mit Schlangenlinien verziert war und wenn man die sich zerschneidet, dann bekommt man viele S.


Irgendwo stand jetzt aus einem Mollath-Schreiben zitiert, da hat er dieses SS-Kürzel reingesetzt. Auch das gehört mit zu seinem Wahn, in dem er sich ja persönlich sogar in der Klinik bedroht und verfolgt fühlt, zumal der Oberarzt ja mit in der Verschwörung der Geldverschiebungen steckt. Momentmal!! Ich stelle soeben fest, dass bisher praktisch jeder MP in Bayern mit S anfängt, Strauss, Streibl, Stoiber, Seehofer, Schwarzer und schließlich Stefan Stringa!! Der Beweis! Es gibt die Verschwörung, wo man nur hinschaut.


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 14. Dec 2012, 23:44 
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Neutral wrote:

Zum Schluß die Grüße für Seehofer mit der leeren Tüte, auf der all diese S zu erkennen waren, weil die Tüte mit Schlangenlinien verziert war und wenn man die sich zerschneidet, dann bekommt man viele S.


Irgendwo stand jetzt aus einem Mollath-Schreiben zitiert, da hat er dieses SS-Kürzel reingesetzt. Auch das gehört mit zu seinem Wahn, in dem er sich ja persönlich sogar in der Klinik bedroht und verfolgt fühlt, zumal der Oberarzt ja mit in der Verschwörung der Geldverschiebungen steckt. Momentmal!! Ich stelle soeben fest, dass bisher praktisch jeder MP in Bayern mit S anfängt, Strauss, Streibl, Stoiber, Seehofer, Schwarzer und schließlich Stefan Stringa!! Der Beweis! Es gibt die Verschwörung, wo man nur hinschaut.


Wenn dämliche Begründungen für Verschwörungstheorien ein hinreichender Grund wären, jemanden gegen seinen Willen in der geschlossenen Psychatrie unterzubringen, würde es auf politischen Internetforen sehr ruhig werden (es sei denn natürlich, in den Klapsmühlen gäbe es unkontrollierten Internetzugang, was ich nicht weiß).
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Dieser Richter i. R. muss nach Auffassung des Spiegel und unseres Teilnehmers Neutral wohl auch benebelt sein:

Quote:
Offener Brief des Richter i.R. Heindl an Beate Merk zum Fall Mollath

Rudolf Heindl
Richter i. R.
PFINZINGSTRASSE 4
91239 HENFENFELD
16.11.2012

Frau
Staatsministerin der Justiz und für Verbraucherschutz
Dr. Beate Merk
persönlich -
Prielmayerstr. 07
80335 München

„Angesichts des Trümmerfeldes, zu dem eine Staats- und Gesellschaftsordnung ohne Gott, ohne Gewissen und ohne Achtung vor der Würde des Menschen die Überlebenden des Zweiten Weltkrieges geführt hat, in dem festen Entschlusse, den kommenden deutschen Geschlechtern die Segnungen des Friedens, der Menschlichkeit und des Rechts dauernd zu sichern, gibt sich das bayerische Volk, eingedenk seiner mehr als tausendjährigen Geschichte, nachstehende demokratische Verfassung.“
PRÄAMBEL DER BAYERISCHEN VERFASSUNG

Sehr geehrte Frau Staatsministerin der Justiz Dr. Merk,

in der Anpassung des Textes der Präambel der Bayerischen Verfassung an die Zustände, die Sie zu verantworten haben, sage ich Ihnen:

Angesichts des Trümmerfeldes, das durch Ihre Amtsführung ohne Gott, ohne Gewissen und ohne Achtung vor der Würde des Menschen, im Rechtsstaat, insbesondere in Nürnberg, der selbsternannten Stadt der Menschenrechte, entstanden ist, müssen Sie zurücktreten und gegenüber dem Bayerischen Landtag und dem Bayerischen Volk die Verantwortung für die Strukturen der Staatskriminalität übernehmen, die unter Ihrer Führung den Rechtsstaat zerstört und die Menschen geschädigt haben.

(...)


http://www.politaia.org/politik/fall-mo ... eate-merk/


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 15. Dec 2012, 01:25 
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass eine Frau Merk noch lange Justizministerin Bayerns sein wird; auch dann nicht, wenn sie Sekundenkleber zum festhalten am Bürostuhl verwendet haben sollte. Auch Sekundenkleber kann man entfernen. ;)


  
 
 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 15. Dec 2012, 04:47 
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GG146 wrote:
Dieser Richter i. R. muss nach Auffassung des Spiegel und unseres Teilnehmers Neutral wohl auch benebelt sein:


Warum sagst du das? Bringt dir das was? Ich kenne diesen Mann gar nicht. Ich habe auch Mollath nicht benebelt genannt. Sondern ich berufe mich auf Kröber, wenn ich sage, M ist wegen seinem Wahn dort


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 15. Dec 2012, 08:14 
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Neutral wrote:
GG146 wrote:
Dieser Richter i. R. muss nach Auffassung des Spiegel und unseres Teilnehmers Neutral wohl auch benebelt sein:


Warum sagst du das? Bringt dir das was? Ich kenne diesen Mann gar nicht. Ich habe auch Mollath nicht benebelt genannt. Sondern ich berufe mich auf Kröber, wenn ich sage, M ist wegen seinem Wahn dort


Nichts anderes hat gg eigentlich geschrieben.

Wie kommst du darauf, dass M wahnsinnig ist? Hast du ihn untersucht? Bist du in der Lage (ausbildungstechnisch) eine solche Diagnose zweifelsfrei zu erstellen? Wie?


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 15. Dec 2012, 09:34 
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Es gibt keine Verrückten User/inen nur anders denkende ;) Aber trotzdem finde ich den Fall M. sehr bedenklich und es werden immer mehrere solche Leute in BKH verfrachtet wenn sie un angenehm werden. Und es gibt Richter und STa (nicht alle) die dieses Spielchen für Geld mit Spielen. bzw auch so mancher Gutachter. ich finde diese art und weiße kriminell



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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 15. Dec 2012, 10:14 
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Arbeitslos wrote:
Nichts anderes hat gg eigentlich geschrieben.

Wie kommst du darauf, dass M wahnsinnig ist? Hast du ihn untersucht? Bist du in der Lage (ausbildungstechnisch) eine solche Diagnose zweifelsfrei zu erstellen? Wie?


:o GG146 hat also mir nicht unterstellt, ich hielte diesen Richter Heindl auch für verrückt? Nichts anderes hat er also eigentlich geschrieben?

Ich hatte geschrieben, ich berufe mich auf Kröber, der Mollath wegen seinem Wahn dort zurecht untergebracht sieht. Oder meinst du jetzt, es ist besser, diesen Kröber nicht zu zitieren? Sag mir bitte ganz genau, was ich darf und was nicht. Ich wage natürlich nur das zu meinen, was du mir erlaubt hast. Ich wills mir nicht mit dir verderben!

Das gilt auch für GG146, der schließlich am besten weiss, was man sagen sollte...


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 15. Dec 2012, 10:39 
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Jetzt muss ich Neutral etwas helfen

Quote:
:o GG146 hat also mir nicht unterstellt, ich hielte diesen Richter Heindl auch für verrückt? Nichts anderes hat er also eigentlich geschrieben?


Ach der liebe GG146, der bereitet mir manchmal mit seinen aus sagen Kopf zerbrechen ;) nimms nicht persönlich. Er ist normaler weiße ein lieber. Meistens ;)

Quote:
Sag mir bitte ganz genau, was ich darf und was nicht. Ich wage natürlich nur das zu meinen, was du mir erlaubt hast. Ich wills mir nicht mit dir verderben!


:o Na hör mal, du darfst alles Zitieren natürlich, wo kommen wir den da hin wenn man jemand fragen muss. Ich fass es jetzt nicht. Hier tun sich abgründe auf das ist nicht mehr normal.

Neutral

du bist genauso ein User wie hier alle und du hast das Recht deine Meunung zu eusern egal wem es passt oder nicht. du kannst zitieren egal von wem auch immer nur die quelle muss dabei sein. das gilt auch für andere.

und was zu die anderen:

Zügelt eure Zunge gefälligst !!! Meinungen sind ok beleidigungen nicht. Ich schaue mir das nicht lange an und ich meine jede/n haben wir uns jetzt verstanden?



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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 15. Dec 2012, 11:00 
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Danke dir, schlau.

Ich habe eine wichtige Zeitungsmeldung, die beschreibt, was inzwischen für ein Unsinn auch von Leuten wie gabrielewolff und ihren Helfern veranstaltet wird.
Am Ende wird das für manche ein schmerzhaftes Erwachen werden, denn der Fall Mollath eignet sich gar nicht dazu, um Justiz und Psychiatrie und Politiker wie Merk zu verleumden. Arbeitslos und GG146 haben recht, wenn sie davor warnen, dass Laien jetzt selber verkünden, was ein betroffener Mensch wie Mollath genau hat oder ob er eigentlich kerngesund ist. Der Mann hat inzwischen ja keine Privatsphäre mehr, weil das Internet mal darüber reden möchte.

Für mich reicht, was dieser prominente Gutachter Kröber gesagt hat, noch vor wenigen Tagen an die Frau Merk gerichtet, all das mit diesen Finanzthemen, das hat keinen Einfluß auf den Wahn des Gustl Mollath und weswegen er (leider) dort untergebracht ist. Leider wird der ganze Unsinn im Internet auch in vielen kommenden Jahren stehen. Es ist richtig, dass er auf diese Geldgeschäfte fixiert ist und immer darüber redet, aber deshalb ist das nicht der eigentliche Wahn, der besteht darin, dass er glaubt, mit aller Kraft für Gerechtigkeit kämpfen zu müssen für sich selbst und alle anderen.

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/ ... 24760.html


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 15. Dec 2012, 11:32 
Quote:
Es ist richtig, dass er auf diese Geldgeschäfte fixiert ist und immer darüber redet, aber deshalb ist das nicht der eigentliche Wahn, der besteht darin, dass er glaubt, mit aller Kraft für Gerechtigkeit kämpfen zu müssen für sich selbst und alle anderen.


Sollten wir nicht alle für eine gerechtere Welt kämpfen? Sind dann alle Greenpace-Aktivisten einem Wahn verfallen, wenn sie das Massenschlachten von Walen verhindern wollen und stattdessen in die Psychiatrie einzuweisen?

Mollath ist für mich zu Unrecht dort eingewiesen worden. Frauen werden überall in D verprügelt; es gibt kaum eine Gegend, wo keine Autoreifen-Stecher unterwegs sind. Sind die Täter alle in der Psychiatrie gelandet?

Wenn er nicht wegen der Vertuschung der Schwarzgeldgeschäfte eingewiesen worden ist, weswegen also dann?

Und komm mir nicht mit Kröber... der Mann ist so schmackhaft wie eine verdorbene Fleischwurst...


  
 
 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 15. Dec 2012, 12:00 
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DieLaura wrote:
Wenn er nicht wegen der Vertuschung der Schwarzgeldgeschäfte eingewiesen worden ist, weswegen also dann?

Und komm mir nicht mit Kröber... der Mann ist so schmackhaft wie eine verdorbene Fleischwurst...


Weswegen? Weil er jede Therapie verweigert und deshalb seinen Wahn nicht loswird. Er kann nicht zwangstherapiert werden.


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 15. Dec 2012, 12:23 
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DieLaura wrote:
Wenn er nicht wegen der Vertuschung der Schwarzgeldgeschäfte eingewiesen worden ist, weswegen also dann?

Und komm mir nicht mit Kröber... der Mann ist so schmackhaft wie eine verdorbene Fleischwurst...


Weswegen? Weil er jede Therapie verweigert und deshalb seinen Wahn nicht loswird. Er kann nicht zwangstherapiert werden.


Stell dir vor du bist zu Unrecht im Irrenhaus und sollst eine Therapie machen, jeder der dann noch ein Fünkchen Verstand beisammen hat lehnt dies ab. Ich würde es (wenn der Verstand noch funktionieren würde) ablehnen.


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 15. Dec 2012, 12:27 
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Arbeitslos wrote:

Stell dir vor du bist zu Unrecht im Irrenhaus und sollst eine Therapie machen, jeder der dann noch ein Fünkchen Verstand beisammen hat lehnt dies ab. Ich würde es (wenn der Verstand noch funktionieren würde) ablehnen.


klar, da hast du recht



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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 15. Dec 2012, 12:31 
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DieLaura wrote:
Wenn er nicht wegen der Vertuschung der Schwarzgeldgeschäfte eingewiesen worden ist, weswegen also dann?

Und komm mir nicht mit Kröber... der Mann ist so schmackhaft wie eine verdorbene Fleischwurst...


Weswegen? Weil er jede Therapie verweigert und deshalb seinen Wahn nicht loswird. Er kann nicht zwangstherapiert werden.


Stell dir vor du bist zu Unrecht im Irrenhaus und sollst eine Therapie machen, jeder der dann noch ein Fünkchen Verstand beisammen hat lehnt dies ab. Ich würde es (wenn der Verstand noch funktionieren würde) ablehnen.


Eine Therapie würde ich ebenfalls ablehnen, aber auf neue Gutachten bestehen.
Denen würde ich mich jederzeit stellen.

Mollath wurde jedes Jahr neu begutachtet.
Was mich verunsichert, ist dass er vor diesem Vorfall schon ständig an Prominente schrieb, ebenso das dargestellte Bild dieser Briefe.
Es sieht aus, als hätte Kröber hierin Recht.

Also, ich bin hin- und hergerissen. :| :?



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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 15. Dec 2012, 13:44 
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DieLaura wrote:
Wenn er nicht wegen der Vertuschung der Schwarzgeldgeschäfte eingewiesen worden ist, weswegen also dann?

Und komm mir nicht mit Kröber... der Mann ist so schmackhaft wie eine verdorbene Fleischwurst...


Weswegen? Weil er jede Therapie verweigert und deshalb seinen Wahn nicht loswird. Er kann nicht zwangstherapiert werden.


Stell dir vor du bist zu Unrecht im Irrenhaus und sollst eine Therapie machen, jeder der dann noch ein Fünkchen Verstand beisammen hat lehnt dies ab. Ich würde es (wenn der Verstand noch funktionieren würde) ablehnen.


Eine Therapie würde ich ebenfalls ablehnen, aber auf neue Gutachten bestehen.
Denen würde ich mich jederzeit stellen.

Mollath wurde jedes Jahr neu begutachtet.
Was mich verunsichert, ist dass er vor diesem Vorfall schon ständig an Prominente schrieb, ebenso das dargestellte Bild dieser Briefe.
Es sieht aus, als hätte Kröber hierin Recht.

Also, ich bin hin- und hergerissen. :| :?


Ja ... man sollte auf jeden Fall einen anderen Gutachter mal ranlassen, mir stellt sich jedoch die Frage, ob eine Einweisung über einen solch langen Zeitraum gerechtfertigt ist.


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 15. Dec 2012, 13:57 
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DieLaura wrote:
Wenn er nicht wegen der Vertuschung der Schwarzgeldgeschäfte eingewiesen worden ist, weswegen also dann?

Und komm mir nicht mit Kröber... der Mann ist so schmackhaft wie eine verdorbene Fleischwurst...


Weswegen? Weil er jede Therapie verweigert und deshalb seinen Wahn nicht loswird. Er kann nicht zwangstherapiert werden.


Stell dir vor du bist zu Unrecht im Irrenhaus und sollst eine Therapie machen, jeder der dann noch ein Fünkchen Verstand beisammen hat lehnt dies ab. Ich würde es (wenn der Verstand noch funktionieren würde) ablehnen.


Eine Therapie würde ich ebenfalls ablehnen, aber auf neue Gutachten bestehen.
Denen würde ich mich jederzeit stellen.

Mollath wurde jedes Jahr neu begutachtet.
Was mich verunsichert, ist dass er vor diesem Vorfall schon ständig an Prominente schrieb, ebenso das dargestellte Bild dieser Briefe.
Es sieht aus, als hätte Kröber hierin Recht.

Also, ich bin hin- und hergerissen. :| :?


Wir reden über ein falsches Thema. Es gab ja diese Phase der Einlieferung, die war nicht in Bayreuth, aber das ist auch nicht so wichtig. Fakt ist, M. redete grundsätzlich nicht mit den Psychiatern, da stand eine Therapie noch nicht im Raum. Seine Begründung, wenn ich das jetzt richtig erinnere, weil doch seine Vorwürfe stimmten, da lässt er sich doch nicht untersuchen. Du, Ali, hast damit doch gar kein Problem, du weisst du tickst richtig, also warum solltest du nicht mit den Psychiatern normal reden können. Ja, was fehlt euch denn noch, um zu kapieren, dass Psychiater alleine daran sehen, dass jemand ein ernstes Problem hat. Das sind ja keine Hellseher, die gehen erstmal vernünftigerweise vom Normalzustand aus, jetzt wird solche ein "Normaler" von der Polizei vorbeigebracht. Dann sagen die keineswegs, ach, wieder ein Verrückter. Sondern die machen sich ihr eigenes Bild. Wenn es stimmt, dass M. damals einen wirren Eindruck gemacht haben soll, dann ist das alleine auch noch kein Thema, denn er kann ja alles mögliche an Drogen intus haben. Irgendwann sehen Psychiater dann seinen Wahn. Dafür sind sie ja ausgebildet. Ein Wahn ist laut Kröber eine Art Denkstörung ohne realen Kern, man könnte flapsig sagen, es ist ein Blödsinn, auch mit komischen Zügen. Dieser Zahnarzt als Zeuge ist lustig. Der sagt ja, die Frau M. hätte ihm gesagt, sie bringt M. in die Psychiatrie, sie wüßte wie das geht. Also entweder wußte sie wirklich, dass er diesen Wahn hat, dann war das gar keine Drohung von ihr. Aber der Zahnarzt, auch kein ganz Dummer, bildet sich ein, man könnte jemanden, der eigentlich kerngesund ist, in die Psychiatrie bringen und dann hätte er plötzlich einen Wahn. Das ist absurd.

Wenn die Frau hätte annehmen müssen, dass ihre Geschäfte total illegal oder kriminell waren, hätte sie ihren Mann dann seine ganzen Aktionen machen lassen? Sie war ganz zivilisiert und hat ihn verlassen, das heisst, sie soll ihn ja auch mal verkloppt haben wie er sagt. Genauso wie ihr Bruder, der M. eine geknallt hat, nachdem der ihn auch all der Untaten geziehen hat. Kurz nochmal zu dem Richter B. Der darf ja nicht so handeln, aber wenn man die Symptomatik von M. kennt, weiss man, dass der in einem eher beiläufigen Ton andere Leute schwerster Straftaten bezichtigt. Das heisst juristisch würde er Geldstrafen und auch Knast noch und nöcher bekommen. Aber das stört ihn nicht in seinem Wahn. In genialer Weise hat sowas der berühmte Tegtmeier vorweggenommen. Der Fahrlehrer steht kurz vor einem Kollaps angesichts all der im Grunde verrückten Fragen und dem Getue des Schülers. Am liebsten würde er am Ende rufen, jetzt fahren sie endlich los und am besten gleich gegen diesen Baum dahinten! Alle Zuschauer würden sich kaputtlachen. Aber es ist natürlich bitterer Ernst und so dürfte man nie reagieren.

http://www.youtube.com/watch?v=wtUOmX1bruc


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 15. Dec 2012, 21:27 
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Ja wenn er grundsätzlich nicht mit Psychopathen redet ... wie will man ihn da begutachten können? Wer will beurteilen können, ob der Grund der jahrelang zurück liegenden Einweisung (wenn überhaupt ein richtiger Grund vorhanden war) nicht längst hinfällig ist, aber da M. wahrscheinlich anderweitig (Medis) behandelt wird, hat die lange Zeit mit Sicherheit Spuren in der Psyche hinterlassen. Gruselig.


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 16. Dec 2012, 00:02 
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Arbeitslos wrote:
Wer will beurteilen können, ob der Grund der jahrelang zurück liegenden Einweisung (wenn überhaupt ein richtiger Grund vorhanden war) nicht längst hinfällig ist


Wie oft willst du den Unsinn noch wiederholen, dass es keinen Grund gäbe? Der Grund ist sein Wahn und der wird jährlich geprüft. Da sich Mollath nicht behandeln lässt, ist der Wahn putzmunter.


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 Post subject: Re: Der Fall Mollath
PostPosted: 16. Dec 2012, 00:51 
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Arbeitslos wrote:
Wer will beurteilen können, ob der Grund der jahrelang zurück liegenden Einweisung (wenn überhaupt ein richtiger Grund vorhanden war) nicht längst hinfällig ist


Wie oft willst du den Unsinn noch wiederholen, dass es keinen Grund gäbe? Der Grund ist sein Wahn und der wird jährlich geprüft. Da sich Mollath nicht behandeln lässt, ist der Wahn putzmunter.


Diese jährliche Prüfung ist für mich ausschlaggebend.
Auch, dass er VORHER schon solche Briefe an Prominente geschrieben hat.


Ich schliesse es auch nicht aus, dass es mal hier oder dort EVENTUELL um Schwarzgeld oder Steuerhinterziehung gehandelt hat.
Nur gibt es dafür keine Beweise, dass es wirklich so war. Möglicherweise mischen sich dort Wahrheiten. Im Zweifel für die Angeklagten!

Dieser Brief des Richters mit den ganzen Unterstellungen an Beckstein - mein lieber Mann - der Typ muss aufpassen, dass er nicht in den Bau geht.
Von dem Brief des Richters halte ich NICHTS nach zweitem Lesen.

Ich finde das ganze Verhalten, nach allem was ich so gelesen habe und damit mag ich von der Wahrheit weit entfernt sein....von Mollath NICHT NORMAL.

GENAUSO glaube ich daran, dass Menschen, die Bankenskandale oder Korruption in der Politik aufdecken oder ähnliches, krimineller Justiz zum Opfer fallen können.

Leider werden wir das wohl kaum dort, wo es wirklich interessant wäre, jemals erfahren.

Soviele Reifen aufzustechen und Leben riskieren, gefällt mir gar nicht.

Ich glaube nicht, dass Mollath ein Justizopfer ist....ich halte es aber genauso für möglich, dass ich mich irren kann.

Hinter jedem Psychiater/Gutachter einen Feind zu sehen, gefällt mir gar nicht...wäre ich in Mollaths Situation, würde ich mich allen Gutachten stellen. Gerade in ihnen, eher noch als in §-begrenzten Juristen, würde ich Retter vermuten....und weil er das nicht tut, ist Mollath für mich suspekt.



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