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 Post subject: Der neue Feudalismus
PostPosted: 9. Nov 2013, 06:42 
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7. November 2013 19:11 Volkszählung der Milliardäre

Superreiche kennen keine Krise

Reich zu werden ist sehr schwer, reicher werden nicht so sehr: Die Superreichen haben ihre Vermögen in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt - trotz Krise. Ganz vorne mit dabei: die Deutschen.

(...)


http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/volkszaehlung-der-milliardaere-superreiche-kennen-keine-krise-1.1812551

>> Deutschland ist MiIliardärsland. Mit 148 gibt es so viele Superreiche wie sonst nur in den USA (515) und China (157). <<

Das ist sicher ausbaufähig, der zweite und irgendwann auch der erste Platz sollte doch bei dem Wahlverhalten der braven deutschen Bürger irgendwann drin sein. Unsere Freunde von der INSM haben da auch schon was vorbereitet:

http://www.heise.de/tp/artikel/40/40014/1.html

Auszug: >> Ein Mindestlohn reduziere die Zahl der Arbeitsplätze und erschwere den Einstieg in Arbeit, so die INSM. Um den Lebensstandard der Menschen zu sichern, solle es vielmehr staatliche Transfers, finanziert aus Steuermitteln, geben. <<

Das sieht doch schon sehr weltmeisterlich aus. Gegen flächendeckende Sozialtransfers über die Arbeitnehmer auf die Konten der Unternehmer werden die Chinesen und Amis nicht ewig anstinken können. ;)


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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 9. Nov 2013, 12:55 
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GG146 wrote:
Gerade auf Facebook / Meudalismus gesehen und kommentiert:

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7. November 2013 19:11 Volkszählung der Milliardäre

Superreiche kennen keine Krise

Reich zu werden ist sehr schwer, reicher werden nicht so sehr: Die Superreichen haben ihre Vermögen in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt - trotz Krise. Ganz vorne mit dabei: die Deutschen.

(...)


http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/volkszaehlung-der-milliardaere-superreiche-kennen-keine-krise-1.1812551

>> Deutschland ist MiIliardärsland. Mit 148 gibt es so viele Superreiche wie sonst nur in den USA (515) und China (157). <<

Das ist sicher ausbaufähig, der zweite und irgendwann auch der erste Platz sollte doch bei dem Wahlverhalten der braven deutschen Bürger irgendwann drin sein. Unsere Freunde von der INSM haben da auch schon was vorbereitet:

http://www.heise.de/tp/artikel/40/40014/1.html

Auszug: >> Ein Mindestlohn reduziere die Zahl der Arbeitsplätze und erschwere den Einstieg in Arbeit, so die INSM. Um den Lebensstandard der Menschen zu sichern, solle es vielmehr staatliche Transfers, finanziert aus Steuermitteln, geben. <<

Das sieht doch schon sehr weltmeisterlich aus. Gegen flächendeckende Sozialtransfers über die Arbeitnehmer auf die Konten der Unternehmer werden die Chinesen und Amis nicht ewig anstinken können. ;)

in moskau und russland soll es mehr geben



_________________
Sollte ich jemanden persönlich verletzt haben,das war nicht meine absicht und bitte ich hiermit offiziell um Entschuldigung. wahrheit ist wahrheitSocial TV Geheimer Krieg der USA. USATALIBAN "Allahu Akbar"
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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 6. Dec 2013, 21:27 
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Papst Franziskus sagt, dass der Kapitalismus Menschen töte:

http://www.faz.net/aktuell/politik/papst-franziskus-und-boris-johnson-der-kapitalismus-wurzel-des-boesen-12689353.html

Ich habe auf web.de etwas dazu geschrieben:

Quote:
gezielt | 697 Beiträge

GasGerd | 470 Beiträge

gezielt | 691 Beiträge

BlackFIag03 | 1071 Beiträge

Muss man Kapitalismus nicht getrennt von politischen Systemen sehen?
..................................................................................................................

Hä?
---------------------

Die Frage ist durchaus berechtigt. In einem undemokratischen sozialistischen bzw. kommunistischen System hat wie im Kapitalismus eine kleine Minderheit die tatsächliche Verfügungsmacht über die meisten Güter und alle Produktionsmittel und kann auf Kosten einer ohnmächtigen Mehrheit wirtschaften und sich beliebig selbst bedienen.

Deshalb haben Kenner der Materie diese Art von Sozialismus auch regelmäßig als "Staatskapitalismus" bezeichnet.
.......................................................................................................................................

und was macht das letztendlich den Unterschied?? :)
--------------------

Demokratie und Rechtsstaatlichkeit machen den Unterschied. In einer funktionierenden Demokratie, in der sich jeder den demokratisch beschlossenen Gesetzen unterordnen muss, würden m. E. weder eine planwirtschaftliche noch eine marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung so versagen, wie wir das mit dem totalitären Kommunismus erlebt haben und jetzt mit dem Raubtierkapitalismus (= Ochlokratie statt Demokratie) erleben.

Wenn in einer Demokratie die Mehrheit tatenlos zuguckt, wie eine stinkreiche Minderheit unantastbare Verfassungspostulate wie das Sozialstaatsprinzip und den Gleichheitsgrundsatz zunehmend aus der gesellschaftlichen Realität entfernt und in Leerlauf versetzt, muss diese Mehrheit eben irgendwann genauso Gras fressen wie die Knechte in einer Diktatur. Der Unterschied ist nur, dass dieses Elend in einem kantianischen Sinne selbstverschuldet ist.


http://meinungen.web.de/forum-webde/post/20142560?sp=273#jump


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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 7. Dec 2013, 12:42 
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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 12. Dec 2013, 18:13 
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Der Verfassungsrechtler Paul Kirchhof formuliert ein Grundrecht auf Kapitalverzinsung:

Quote:
Kritik an Niedrigzinsen

"Kernidee des Privateigentums abgeschafft"

Der Verfassungsrechtler Paul Kirchhof sieht durch die niedrigen Zinsen das Grundrecht auf Eigentum beschädigt. Die EZB sieht ihre Rolle dagegen als Hüterin der Geldwertstabilität.

(...)


http://www.welt.de/wirtschaft/article122831129/Kernidee-des-Privateigentums-abgeschafft.html

Genau das Gegenteil ist der Fall. Wenn der Staat arbeitenden Menschen Geld abnimmt, um damit Eigentümer von Marktrisiken freizustellen (Rettungspakete), schafft er die Kernidee des Privateigentums ab. Herr Kirchhoff predigt letztendlich Macht ohne Verantwortung und Rechte ohne Pflichten für die Privilegierten des heraufziehenden postdemokratischen Feudalismus der neuen Art. Wenn solche Leute die Deutungshoheit über die Kernpostulate des Grundgesetzes haben, muss man sich nicht wundern, dass die gesellschaftliche Realität immer weniger mit dem Gesellschaftsentwurf der Verfassungsväter und -mütter zu tun hat.


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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 12. Dec 2013, 19:01 
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Seit Paul Kirchhof sich dazu hergegeben hat der "Haushaltsabgabe" (GEZ-Zwangsgebühr) durch sein Gutachten eine juristisch-moralische Grundlage zu verschaffen, ist er bei mir unten durch.

MfG Horst


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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 12. Dec 2013, 19:08 
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staber wrote:
Seit Paul Kirchhof sich dazu hergegeben hat der "Haushaltsabgabe" (GEZ-Zwangsgebühr) durch sein Gutachten eine juristisch-moralische Grundlage zu verschaffen, ist er bei mir unten durch.


MfG Horst


Wenn man diese Argumentation weiter spinnt, kommt man irgendwann zu einer Polizei-, Justiz- und Bundeswehrtaxe in gleicher Höhe für alle Bürger, deren Rechte gegen Rechtsverletzer aller Art geschützt werden müssen:

Quote:
Paul Kirchhof im Gespräch

„Der Rundfunkbeitrag ist wie eine Kurtaxe“

(...)

Die Empfänger der Rundfunksendungen lassen sich nicht individualisieren. Rundfunk wird nicht am Kiosk gekauft oder wie Strom am Zähler abgerechnet. Rundfunk funkt überall herum. Für diese Fälle hat unser Recht den „Beitrag“ entwickelt: Belastet werden die Menschen, die eine Leistung üblicherweise nutzen. Das ist vergleichbar einer Kurtaxe, die jeder Urlauber zahlt, auch wenn er nie in den Kurpark geht, oder einem Anliegerbeitrag für neue Straßen, auch wenn der Anlieger kein Auto fährt.

(...)


http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/recht-steuern/paul-kirchhof-im-gespraech-der-rundfunkbeitrag-ist-wie-eine-kurtaxe-12030778.html

Die verbleibenden steuerfinanzierten Staatsaufgaben sind dann über eine einheitliche Kopfsteuer in gleicher Höhe für reich und arm zu bestreiten.

Das hat zwar mit dem grundgesetzlichen Sozialstaatsprinzip nach Art. 20 Abs. 1 GG und mit dem Gleichheitsgrundsatz nach Artikel 3 Abs. 1 GG nichts mehr zu tun (beides verlangt eine stärkere Inanspruchnahme von leistungsfähigen Reichen im Vergleich zu den Zahlungspflichten der Armen), aber das ist für von Pfründeninhabern und Abzockern in Auftrag gegebene Rechtsgutachten ganz normal. Die Ergebnisse haben nie irgendetwas mit dem Grundgesetz im Allgemeinen und dem Sozialstaatsprinzip sowie dem Gleichheitsgrundsatz im Besonderen zu tun.


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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 12. Dec 2013, 19:53 
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Dazu habe ich mal was auf gmx geschrieben:

Quote:
Jetzt verbreitet auch noch der Verfassungsexperte und Eigentumsschützer Kirchhof, dass die derzeitigen niedrigen Zinsen angeblich das Grundrecht auf Eigentum verletzten:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/paul-kirchhof-kritisiert-zinspolitik-der-ezb-a-938365.html

Wie schrecklich, die Niedrigzinspolitik der EZB nimmt den reichen Erben die Zinsknechte weg ...

Solche Verfassungsexperten könnten vermutlich auch noch aus dem Grundgesetz herauslesen, dass der Adel ein gottgewolltes Recht auf Leibeigene habe, wenn sie jemand für so eine Rechtsexpertise bezahen würde. :-(

Die Geldsäcke werden sich noch wundern. Wenn die Löhne und damit die Massenkaufkraft weltweit über Jahrzehnte hinweg stagnieren, während sich die großen Privatvermögen vervielfachen, dann erzwingen die Marktgesetze ganz unabhängig von den Zentralbanken sehr niedrige Zinsen. Es gibt ja irgendwann viel mehr Kapital als solvente Zins- und Mietenzahler, wenn über lange Zeit hinweg alle Früchte des gesamten Wirtschaftswachstums den Reichen zufließen und den arbeitenden Menschen vorenthalten werden.

Die Gültigkeit des Marktgesetzes von Angebot und Nachfrage kann niemand in Frage stellen, ebensowenig wie die Naturgesetze. Da hilft auch kein absurdes Rechtsgutachten von prominenten Verfassungsexperten.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/10578641?sp=483#jump


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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 29. Dec 2013, 20:26 
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Der schöne Blender

Nach der Karstadt-Übernahme wurde er als Messias gehandelt und als Altruist hingestellt. Nicolas Berggruen hat uns alle verführt, aber kein einziges Versprechen gehalten. Jetzt ist der Jammer groß. Wie konnte es dazu kommen?

(...)


http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/nicolas-berggruen-der-schoene-blender-12729568.html

Ach Gottchen, wie enttäuscht jetzt alle sind ... Das ist pure Heuchelei, jeder wusste, wie sowas abläuft. Auf die Tour haben aber alle Gewerkschafter und Politiker einen Bösewicht und selbst keine Verantwortung mehr.

Solche "Unternehmer" sind keine weißen Ritter, sondern von unserem Banditenestablishment geweißte Ritter.


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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 3. Jan 2014, 22:34 
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TEXTILINDUSTRIE

Polizei erschießt streikende Arbeiter in Kambodscha

(...)


http://www.zeit.de/gesellschaft/2014-01/kambodscha-textilindustrie-demonstration-tote

> Mit Sturmgewehren‎ haben Militärpolizisten in Kambodscha auf streikende Textilarbeiter gefeuert. Mindestens drei Menschen starben. <

Die Ausbeuter geilen sich an ihrem Geiz allerdings dermaßen auf, dass sie auch den Lieferanten ihres Handwerkszeugs in die Pleite getrieben haben:

http://www.bild.de/geld/wirtschaft/gewehr/russland-exportschlager-kalaschnikow-pleite-27098534.bild.html

Mal gucken, vielleicht verreckt die von unten nach oben - Geldpumpe an ihren eigenen Funktionsprinzipien.


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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 26. Jan 2014, 13:28 
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So sieht`s aus ..

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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 30. Jan 2014, 16:05 
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Aus der Reihe "Alternativen zur Reichensteuer" ... :lol:

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Donnerstag, 30. Januar 2014

Raus aus den Schulden: Berlin führt gebührenpflichtige Fußgängerampeln ein

Image

(...)

An den gebührenpflichtigen Fußgängerampeln, die in den nächsten Monaten im gesamten Stadtgebiet eingerichtet werden, kostet eine einfache Grünphase von vier Sekunden bei zweispuriger Fahrbahn 50 Cent. Wer den Komfort einer längeren Grünphase nutzen will oder sich keine Sprints mit dem Rollator zutraut, muss mit einem Euro zwar das Doppelte investieren, hat dafür aber satte acht Sekunden für die erfolgreiche Überquerung der Fahrbahn Zeit.

(...)


http://www.der-postillon.com/2014/01/raus-aus-den-schulden-berlin-fuhrt.html


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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 5. Feb 2014, 18:57 
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Google-Autocomplete

"Warum ist Frankreich so schwul?"

Google ergänzt schon im Eingabefeld die Suchanfragen mit "typischen" Kombinationen. Die verraten viel über die Gedankenwelt der User. Demnach ist Frankreich für sie schwul und Deutschland reich.

(...)


http://www.welt.de/vermischtes/article124509640/Warum-ist-Frankreich-so-schwul.html

Das ist leicht zu erlären. Über google - Suchen nach Personen kommt man meistens zu Promis, und die deutschen Eliten sind tatsächlich im internationalen Vergleich sehr reich.

Deswegen stagniert der Massenwohlstand hierzulande (im Gegensatz zu anderen Industriestaaten) ja seit ca. 30 Jahren. Die Früchte des kompletten Wirtschaftswachstums werden in Deutschland seit so langer Zeit nur noch auf wenigen großen Haufen zusammengeschaufelt.

Die deutschen Reichen sind deshalb reicher als die Reichen anderswo und haben mehr Spielgeld für Übernahmeschlachten im globalen Wettbewerb.


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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 5. Feb 2014, 19:09 
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Offensichtlich haben die amerikanischen Google-Benutzer klare Vorstellungen von unseren westlichen Nachbarn. Weitere Beispiele überraschen, bestätigen aber auch gängige Klischees: So gilt die Schweiz bei den Amis als reich, die Türkei als trocken, Belgien als langweilig und Italien als rassistisch .

MfG


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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 9. Feb 2014, 14:41 
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Noch etwas von Facebook:

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Zuwanderung

Gauck lockt Inder – "Wir haben Platz in Deutschland"

Bei seinem Indien-Besuch ruft Joachim Gauck junge Inder zu Studium oder Arbeit in Deutschland auf. Weil die deutsche Bevölkerung immer kleiner werde, gebe es genug Platz, sagt das Staatsoberhaupt.

(...)

"Wir haben Platz in Deutschland", sagte er am Samstag in Bangalore. Die deutsche Bevölkerung werde immer kleiner, weil viele Familien nur noch ein Kind oder gar keinen Nachwuchs hätten. "Deshalb warten wir auch auf Menschen aus anderen Teilen der Welt, die bei uns leben und arbeiten wollen. Darauf freuen wir uns schon."

(...)


http://www.welt.de/politik/ausland/article124661961/Gauck-lockt-Inder-Wir-haben-Platz-in-Deutschland.html


Vielleicht weiß er mehr als wir, z. B., dass Kinder auch für die kommenden Arbeitnehmergenerationen in Deutschland zu teuer sein werden, weil die deutschen Global Player noch schneller die nächste Null an ihre Spielgeldrücklagen für Übernahmeschlachten hängen sollen.

In dem Fall muss das Führungspersonal des neuen deutschen Feudalismus`die künftigen Knechte tatsächlich da abholen, wo Gauck das gerade versucht.

Wenn man die heimische Bevölkerungssubstanz als Ressource für den aktuellen Aufbau von Wirtschaftsmacht aufzehrt, kann man sie nur noch von außen ergänzen oder ersetzen.


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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 23. Mar 2014, 21:38 
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Auf Facebook / Meudalismus gesehen und kommentiert:

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Herkunft bestimmt Zukunft

Die Klassengesellschaft feiert feste weiter

14.03.2014 · Der amerikanische Traum vom Tellerwäscher zum Millionär war schon immer eine Illusion. Die Herkunft der Eltern bestimmt die Zukunft der Kinder. Hilft mehr Umverteilung gegen diese Ungerechtigkeit?

Image
Willkommen in der Oberschicht: Leonardo DiCaprio als Jay Gatsby in „Der große Gatsby“ (2013)

(...)

Im Klartext bedeutet das, dass in Ländern, in denen die Schere zwischen Arm und Reich besonders weit geöffnet ist (wie zum Beispiel in Chile oder Brasilien), fatalerweise auch der Weg von unten nach oben ganz besonders beschwerlich ist. Im Gegensatz dazu bieten relativ egalitäre Gesellschaften (Dänemark, Schweden) auch größere Chancen auf sozialen Aufstieg. Das nennt Krueger ironisch die „Große-Gatsby-Kurve“.

(...)


http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/m ... 37709.html

Das kann man auch umgekehrt darstellen: Je mehr Spielraum das soziale Selbstverständnis der maßgeblichen politischen Kreise und die Gesetze (bzw. deren mangelhafte Umsetzung) klassenstaatlichen Verhältnissen gewähren, desto weiter öffnet sich die Schere. Man muss also ganz genau hinschauen, was Ursache und was Wirkung ist.


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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 22. Apr 2014, 15:51 
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Heute auf Facebook / Nachbarschaftshilfe Recklinghausen geschrieben:

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Wer arbeitet, ist selber schuld! - Drückeberger contra Schwerstarbeiter

Montag, 21. April 2014, 06:40 Uhr

Deutschland gleich Sozialstaat. Eine Tatsache, die Arbeitslose vor einem gesellschaftlichen Absturz schützen soll. Doch so manchen Deutschen bewahrt dieses System nur vor einem: anstrengender Arbeit. Denn nicht alle, die finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten, sind auch wirklich darauf angewiesen. Warum schuften, wenn die Steuerzahler für den Unterhalt aufkommen? „EXKLUSIV - DIE REPORTAGE“ zeigt, mit wie wenig Aufwand man in Deutschland ein komfortables Leben führen kann, während andere für jeden Euro hart schuften müssen.

(...)


http://www.rtl2.de/sendung/exklusiv-die-reportage/folge/wer-arbeitet-ist-selber-schuld-drueckeberger-contra-schwerstarbeiter

>> es gibt nur 2 möglichkeiten entweder wenig Geld oder viel Geld....nen "Mittelstand" gibts doch schon gar nicht mehr!!!! <<

So ist es. Und der Sender, der hier die Front "Drückeberger gegen Schwerstarbeiter" heraufbeschwört, gehört Menschen mit gaaaanz viel Geld. Diese Leute haben die "Schwerstarbeiter" seit Jahrzehnten vom Wirtschaftswachstum abgeklemmt und sacken dessen Früchte ganz alleine ein. Das kommt alles auf die ganz großen Haufen, während die Arbeitseinkommen stagnieren.

Solange sich die von oben abgezockten Arbeiter gegen Arbeitslose aufhetzen lassen - also zum Treten nach unten verführen lassen - klappt das auch ganz wunderbar. Jedenfalls was den ständigen Geldstrom nach oben betrifft.

Wie sich dann die Konzentration des Geldes auf wenige Riesenhaufen auswirkt (nämlich die Volkswirtschaft lähmend), ist dann wieder ein gesondertes Thema für sich. Hier kann man sich zu diesen Auswirkungen einen Überblick verschaffen:

https://www.facebook.com/groups/meudalismus/

Siehe auch: http://grundgesetzaktiv.de/phpBB3/viewt ... 458#p59458


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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 1. May 2014, 16:51 
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Auf Facebook gesehen:

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Mit den besten Wünschen zum Tag der Arbeit
Liebe Grüße
Thomas Plaßmann


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So wird eine Wahrheit durch Missbrauch zur Lüge. Aber auch diese Lüge hat kurze Beine.


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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 1. May 2014, 16:51 
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Ich habe die auf diesem thread besprochene Problematik mal ganz besonders anschaulich visualisiert. So kann man den Ursache / Wirkung - Zusammenhang vielleicht auch Mitmenschen verständlich machen, die etwas langsamer im Denken sind. :smile1:

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 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 15. May 2014, 17:33 
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Gerade auf Facebook gesehen und kommentiert:

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Ungerechte Gesellschaft: Die Deutschen lassen sich zu viel gefallen

Eine Kolumne von Jakob Augstein

Unten mehr Armut, in der Mitte mehr Lasten - und oben mehr Geld. So steht es um Deutschland. Ungleichheit und Ungerechtigkeit nehmen zu. Von Gewerkschaften kommt kein Widerstand, von Medien kein Widerspruch.

(...)


http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jakob-augstein-ueber-ungerechtigkeit-in-deutschland-a-969544.html

Das fragt Herr Augstein bei der Vorstellung dieses Artikels auf seinem Facebook - Profil:

>> Das ist für mich immer schon das große Rätsel: warum machen die Leute so viel mit? Eine der Antworten: die Medien stehen nicht immer auf der richtigen Seite, um es vorsichtig zu formulieren ... <<

Meine Antwort:

Sehr richtig. Diese Anzeige einer Gruppe von Aktivisten gegen die neofeudalistische Entwicklung in unserer Zeit wurde noch nicht einmal von einer eher linken Zeitschrift geschaltet:

Image

Die Idee einer generellen gesetzlichen Vermögensbeschränkung passt eben keinem einzigen reichen Erben, nicht einmal denen, die sich in der Rolle des Salonbolschewisten gefallen.

P. S.

Die Anzeige wurde von Augsteins "Freitag" abgelehnt. ;)


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