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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Feudalismus
BeitragVerfasst: 8. Nov 2014, 18:12 
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Livia hat geschrieben:
Zitat:
Das Problem ist, dass die Arbeitnehmer nicht immer vertreten werden - nämlich dann nicht, wenn die für sie auftretenden Gewerkschafter sich von der Unternehmerseite bestechen lassen.
:shock:

Das beweist aber wiederum, dass die linken Gewerkschaften sowohl korrupt sind und auch für eine Ungleichheit sorgen. :roll:


Ein Teil der linken und sonstigen Gewerkschafter ist korrupt, aber nicht alle. Wenn nun ausnahmsweise mal eine nicht korrupte Gewerkschaft wie die GDL berechtigte Interessen der Arbeitnehmer vertritt, ist das in Deutschland niemand mehr gewöhnt und jeder denkt nur an die Unbequemlichkeiten, die der Streik mit sich bringt.

Eigentlich sollte man allen Meckerfritzen das Gehalt oder die Rente auf das Niveau von Spottbilliglöhnern kürzen, und zwar von einem Tag auf den anderen. Die allgemeine Verarmung der Normalbürger geht ansonsten nämlich zu langsam voran, sowas kapieren viele Leute nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Feudalismus
BeitragVerfasst: 8. Nov 2014, 23:30 
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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Feudalismus
BeitragVerfasst: 3. Dez 2014, 14:32 
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>> Das zukünftige Glück des Volkes ist doch den Sozialisten egal! Macht heute - mehr zählt nicht. <<

Was auch immer Sozialisten mit der deutschen Wirtschaft angestellt hätten, wenn sie in den vergangenen 40 Jahren die Möglichkeit dazu gehabt hätten - mit den Spottzinsen für Staatsanleihen haben sie definitiv nichts zu tun. Tatsächlich haben nämlich nur Konservative und neoliberale Pseudo - Sozialdemokraten die Strippen gezogen und die Früchte des gesamten Wirtschaftswachstums auf wenige große Haufen geschaufelt.

Wenn aber über einen so langen Zeitraum die Masseneinkommen stagnieren und die größeren Vermögen sehr stark wachsen, gibt es irgendwann ein Überangebot an Kapital bzw. zu wenige solvente Zins- und Mietenzahler. Die alleinigen Verursacher der globalen Finanzkrise - Konservative und Liberale - jammern jetzt, zeigen mit ausgestrecktem Zeigefinger auf irgendwelche imaginären Sozialisten und schreien "haltet den Dieb".

Blöder geht`s wirklich nicht mehr, das durchschaut irgendwann unabhängig vom Bildungsstand jeder Normalbürger. Und dann gibt es neue Mehrheiten und eine neue Chance für die echten Sozialisten, etwas anderes als den alten Murks abzuliefern.

Bei diesem 2. Experiment bin ich allerdings auch nicht sehr optimistisch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Feudalismus
BeitragVerfasst: 6. Mai 2015, 22:33 
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Geiz ist nicht nur geil, sondern meistens auch teuer.

Die Banken lassen immer noch gerne Spottbilliglöhner für sich arbeiten, dabei ist das im Bereich Geldtransport schon einmal gründlich ins Auge gegangen:

Zitat:
BARGELD

Kein Bargeld in Berlin: Streik der Geld-Transporter läuft weiter

Etwa 150 Mitarbeiter des Geldtransport-Unternehmens Prosegur wollen in Potsdam unbefristet weiter streiken. Ein Sprecher der Commerzbank Berlin sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, dass es daher weiterhin zu temporären Engpässen bei den Bargeld-Auszahlungen kommen kann. Die Banken empfehlen Kartenzahlungen.


http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/05/06/kein-bargeld-in-berlin-streik-der-geld-transporter-laeuft-weiter


>> Die Banken empfehlen Kartenzahlungen. <<

Und ich empfehle, das Geld der Bankkunden nicht Hungerlöhnern anzuvertrauen. Das hat nämlich schon einmal zu einer Riesenblamage für die Geldbranche geführt:

Zitat:
SKANDAL UM GELDTRANSPORTER

Kein Ersatz für geprellte Heros-Kunden

Karlsruhe Geprellte Kunden der Geldtransport-Firma Heros haben keinen Anspruch auf Leistungen aus der Transportversicherung. Das entschied der Bundesgerichtshof am Mittwoch in einem Pilotverfahren. Er gab damit der Mannheimer Versicherung recht, die führender Versicherer des ehemals größten deutschen Unternehmens für Geld- und Werttransporte war. Die Transportversicherung decke Schäden aus der Veruntreuung von eingezahlten Geldern nicht ab, entschied der BGH.

(...)


http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/skandal-um-geldtransporter-kein-ersatz-fuer-geprellte-heros-kunden/4217266.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Feudalismus
BeitragVerfasst: 23. Jul 2015, 18:36 
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Zitat:
Steuern und Finanzen

Wohlstand von morgen: Warum (auch eine reformierte) Erbschaftsteuer keine gute Idee ist

Im vergangenen Jahr erklärte das Bundesverfassungsgericht die seit dem Jahr 2009 geltende Erbschaftsteuerregelung für verfassungswidrig. Stein des Anstoßes war die (partielle) Steuerverschonung von Betriebsvermögen. Eine solche Verschonung kann zwar verfassungskonform sein, wenn es aber um nennenswerte Beträge geht, dann ist die Verschonung nur gerechtfertigt, wenn es gar nicht anders geht, sprich: wenn die Besteuerung alsbald die Pleite zur Folge hätte.

Das Bundesverfassungsgericht drückt diesen Sachverhalt natürlich sehr viel schöner aus. Das ändert aber nichts daran, dass sich die politische Klasse schon die Hände reibt und auf eine Neuregelung hofft, die noch ein bisschen mehr Geld aus den Taschen derjenigen nimmt, die es erwirtschaftet haben, um es in die Hände jener zu legen, die es gerne ausgeben möchten.

Um diesen Vorgang nicht ganz so unverschämt aussehen zu lassen und ihn überdies mit der Aura des Angemessenen, Unparteiischen oder sogar Gerechten zu versehen, werden in der Debatte zwei argumentative Kunststücke aufgeführt.

(...)


http://www.insm-oekonomenblog.de/12839- ... -idee-ist/

So so, das BVerfG ist unverschämt - das würde wohl in die Rubrik "Frechheit siegt" fallen, wenn es reiche Erben noch nötig hätten, zu kämpfen. :roll:


Die Kommentare:

Zitat:
>> Solange aber 5% der Gesellschaft von der Arbeit der anderen profitieren, während die 95% in die Röhre gucken, ist eine Umverteilung nunmal notwendig.
Zumindest dann wenn man wert auf das Sozialstaatsprinzip und Demokratie legt... <<


Wer keinen Wert darauf legt, ist des grundgesetzlichen Schutzes seines Eigentumsrechts auch nicht würdig. Art. 18 GG deutet da auch so etwas an. Bei der gegenwärtigen Vermögensverdichtung braucht man aber keinen GG - Text, um das Ende vorauszusehen.

Zu viel Geld in zu wenigen Händen führt zu demokratiefeindlichen gesellschaftlichen Machtverhältnissen bzw. zum Neofeudalismus. Und dieser neue Feudalismus wird ebenso an dekadenter Maßlosigkeit leiden wie der alte und genauso zugrunde gehen.

Zitat:
>> Es bleibt jedem Arbeitnehmer unbelassen, sich aus seinen persönlichen Verhältnissen ins Risiko der Selbständigkeit zu begeben <<


Bleibt es nicht. Wenn der Vorsprung der reichen Erben immer größer wird, werden die sich jedwede Konkurrenz von unten schon vom Hals halten. Abgesehen davon dokumentiert gerade der Verweis auf die Möglichkeit einer Unternehmensgründung die Lächerlichkeit des "Arguments", dass die Erbschaftssteuer die Existenz von Unternehmen und damit Arbeitsplätze gefährde.

Den Erben sind 10 oder 15 % mehr Fremdkapital in der Bilanz zur Finanzierung der Erbschaftssteuer nicht zumutbar, den Gründern aus nicht reichen Familien aber 80 oder 90 % Fremdkapital? Wer trotz seines Vorsprungs als reicher Erbe der Konkurrenz viel höher verschuldeter Aufsteiger nicht erfolgreich begegnen kann, soll seine Marktanteile an die besseren Leute abgeben.

Das ist freie Marktwirtschaft -.und nur das! Das Gejammer und die unverschämten Forderungen der reichen Erben laufen auf einen neuen Feudalismus weitab jedes Leistungswettbewerbs hinaus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Feudalismus
BeitragVerfasst: 18. Sep 2015, 00:39 
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Aus der FB - Gruppe der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft":

Zitat:
"Wir haben einen Werkvertrag mit einem Partner auf Augenhöhe“

Marie-Christine Ostermann führt ein erfolgreiches Familienunternehmen. Lesen Sie hier, wie sie mit einem Werkvertrag Wachstum schafft: im Unternehmen und in der Stammbelegschaft.

(...)


http://www.insm.de/insm/kampagne/werkve ... rmann.html

>> Wir haben einen Werkvertrag mit einem Partner auf Augenhöhe <<

Ja klar, zur Meidung jedes Kontakts mit Arbeitnehmern auf Augenhöhe.

Ihr gefährdet nicht nur den sozialen Frieden in Deutschland, Herrschaften. Mit der sukzessiven Aushöhlung der mit Eigentum verbundenen grundgesetzlichen Pflichten wird auch die staatsrechtliche Gravität des Eigentumsrechts selbst geschwächt.

Wenn es eines Tages neue politische Mehrheiten gibt, werden die heutigen Abzocker und Ausbeuter nicht mehr viele Freunde und Verbündete in der Gesellschaft finden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Feudalismus
BeitragVerfasst: 18. Sep 2015, 13:26 
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...alles richtig....nur sollte man sich in diesem parteienverseuchten Deutschland keine Hoffnung auf irgend eine Besserung der Gerechtigkeitsverhältnisse machen. Deutschlands Untergang sind seine, mittlerweile nahe an Kriminelle-Vereinigungen grenzenden Parteien. Und da offenbar im Volke der Grundsatz gilt, haben wir immer gewählt , also weiter so, geht die Arme/Reiche- Schere immer weiter auseinander.
A propos Armut in Deutschland Ich war letztens in Hamburg, wo ich seit den 90gern nicht mehr war, ich war erschrocken. An jeder Ecke und unter Brücken Schlafsäcke mit Obdachlosen, sogar auf der Touristenmeile Reeperbahn, auf der ganzen Straße nur Obdachlose, so war es in den 90gern nicht. Und ich bin fest davon überzeugt , das es noch schlimmer wird. Viele Flüchtis ,die hier nicht zurecht kommen, werden bald daneben liegen. den Grund brauch ich nicht groß erklären.Da gibt es aber Schlauschei*er die vertreten die Meinung,in jeder prosperierenden Wirtschaft ohne Krieg und Revolution ,geht die Schere zwischen Arm und Reich auseinander. Solange es auch den Armen noch gut dabei geht, wie in Deutschland, ist das eine erfreuliche Entwicklung.



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Gruß Staber

Wenn du heute frierst, stell dich einfach in eine Ecke. Die haben meistens 90 Grad.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Feudalismus
BeitragVerfasst: 9. Dez 2015, 09:05 
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Die Spende von 99 % des Zuckerberg - Vermögens ruft Zweifler auf den Plan:

Zitat:
Mark Zuckerbergs PR-Coup

Die “Spenden” der Reichen

(...)

Genau in diese selbst geschlagene Bresche springen nun Unternehmen und Unternehmer wie Gates, Zuckerberg, Facebook oder Google und leiten damit das fin de siècle der Sozialstaatsidee ein. Statt hoher Steuerbeiträge für ein staatliches Wohlfahrtssystem zu entrichten, wollen diese Akteure Sozialpolitik privatisieren, oder zumindest Beeinflussen – zum eigenen Vorteil. Sozialpolitik, sprich Bildungspolitik, Gesundheitspolitik als auch Infrastrukturpolitik insgesamt, werden so zum Einflussgebiet und Geschäftsfeld der Unternehmen, während gleichzeitig dem Staat Steuermittel entzogen werden.

(...)


https://le-bohemien.net/2015/12/08/mark ... r-reichen/

Grundsätzlich halte ich die Privatisierung der Sozialpolitik nach us - amerikanischem Muster auch für demokratieschädlich und geeignet, neue feudalstaatliche Strukturen zu errichten. Allerdings wäre es für diese Kritik und für politische Gegenmaßnahmen hilfreich, wenn (noch) rein steuerfinanzierte europäische Sozialsysteme tatsächlich leisten würden, wofür die Steuerzahler sehr viel Geld aufwenden. Auf das deutsche Bildungs- und das britische Gesundheitswesen trifft das z. B. nicht zu. Beides ist steuerfinanziert, teuer und grottenschlecht - und: In beiden Fällen fördert die Ineffizienz der Verwendung von Steuergeldern die Refeudalisierung der betroffenen Gesellschaften stärker als die sehr große Zahl der privat gestifteten amerikanischen Schulen, Universitäten und Krankenhäuser.

Die demokratisch verfassten Gesellschaften könnten also sehr viel leichter Abwehrkräfte gegen demokratieschädliche Machenschaften der Milliardärskaste entwickeln, wenn sie demokratisch und rechtsstaatlich genug wären, um in den wichtigsten staatlichen Strukturen Korruption, Machtmissbrauch, Steuergeldverschwendung und jedweder sonstigen Pflichtvergessenheit von Staatsdienern wirksam begegnen zu können.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Feudalismus
BeitragVerfasst: 15. Dez 2015, 08:41 
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Die Steuerflucht der Stinkreichen entzieht den Staaten nicht nur Geld, sondern verschleiert auch noch den tatsächlichen Stand der globalen Vermögensverdichtung und Refeudalisierung:

Zitat:
Kapitalflucht-Studie: Reiche bunkern mehr als 20 Billionen Dollar in Steueroasen

Zwischen 21 und 32 Billionen Dollar sollen weltweit in Steueroasen liegen. Das hat jetzt die Untersuchung eines ehemaligen McKinsey-Managers ergeben. In manchen Entwicklungsländern sind die sogenannten Offshore-Vermögen sogar größer als die Staatsschulden.

(...)

Denn die außer Landes geschafften Vermögensteile dürften zum Großteil den oberen Zehntausend einer Gesellschaft gehören, fließen aber in die Berechnung der Vermögenskonzentration nicht mit ein. Inklusive Offshore-Vermögen ist der Wohlstand der Welt also noch ungleicher verteilt als es ohnehin den Anschein hat.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 45747.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Feudalismus
BeitragVerfasst: 6. Mär 2016, 02:01 
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In einigen (Ausnahme-) Fällen würde ich mir wirklich das amerikanische Strafschadensersatzrecht als Instrument auch für deutsche Gerichte wünschen. Wer sich so eine Unverschämtheit herausnimmt, ist nur auf die ganz harte Tour abzuschrecken:

Zitat:
Gelsenkirchener Reinigungsfirma Stölting zahlt „Kopfgeld“ für Gewerkschaftsaustritt

(...)

Bereits am kommenden Mittwoch, 09. März 2016 um 13.45 Uhr wird vor Gelsenkirchen Arbeitsgericht, Sitzungssaal 307 im Justizzentrum Bochumer Str. 79 die einstweilige Verfügung verhandelt.

(...)


http://www.lokalkompass.de/gelsenkirche ... 32219.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Feudalismus
BeitragVerfasst: 15. Jun 2016, 13:58 
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Auf Facebook / Meudalismus gesehen und kommentiert:

Zitat:
Rotlicht: Feudalismus

Von Jakob Renard

(...)

Damit ist angedeutet, dass im Feudalismus Grund und Boden das hauptsächliche Produktionsmittel waren. Unmittelbare Produzenten sind die Bauern, die den entscheidenden Anteil des Bodens mit eigenem Werkzeug selbständig bewirtschafteten und durch außerökonomischen Zwang zur Leistung der Feudalrente genötigt wurden. Diese Leistungen traten in verschiedenartiger Form auf. In ihrer »rohsten Gestalt« (Marx) erschien die Feudalrente als Fronarbeit, umfass­te als Produktenrente landwirtschaftliche und gewerbliche Erzeugnisse und fand in der Geldrente ihre »letzte Form und zugleich die Form der Auflösung« (Marx).

(...)

Die Schlagworte Neofeudalismus oder Refeudalisierung zur Bezeichnung heutiger Verhältnisse treffen nicht. Mit ihnen soll auf die Existenz eines Geldadels bzw. auf Milliardärsfürsten und auf eine Sozialstruktur, die Züge der alten Ständegesellschaft trage, hingewiesen werden. Der Rechtsrahmen der bürgerlichen Gesellschaft ist aber immer noch intakt, und es ist gerade die immer weiter um sich greifende Expansion der Warenförmigkeit, die zum gegenwärtigen Zustand geführt hat. Wer mit Kategorien des Mittelalters argumentiert, unterstellt eine fehlerhafte Entwicklung innerhalb des Kapitalismus selbst, die es nicht gibt.


https://www.jungewelt.de/2016/06-15/118.php

>> Der Schlusssatz ist ein Eigentor und beruht auf der Unkenntnis des "modernen" Ansatzes. <<

Da liegt der Denkfehler (oder der Antrieb der Lügenmaschinerie, je nachdem):

>> Der Rechtsrahmen der bürgerlichen Gesellschaft ist aber immer noch intakt, und es ist gerade die immer weiter um sich greifende Expansion der Warenförmigkeit, die zum gegenwärtigen Zustand geführt hat. <<

Die eingerissene Methode der Reichen, über unfähige und / oder korrupte Politiker ihre Profite und Profitchancen rein privat zu halten und gleichzeitig Verluste und Verlustrisiken zu vergesellschaften, liegt weit außerhalb des Rechtsrahmens aller Verfassungen demokratischer Staaten.

Die Verfestigung bestehender Klassenschranken durch die Staatsmacht ist das eigentliche Kennzeichen feudaler Systeme.

Auf landwirtschaftliche Latifundien in Abgrenzung zu industriellen Pfründen als Identifikationsmerkmal abzuheben, führt völlig in die Irre.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Feudalismus
BeitragVerfasst: 9. Jul 2016, 17:17 
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Nachdem BER, Stuttgart 21, Elbphilharmonie, Nürburgring usw. usf. gleichzeitig eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben, dass der Staat nicht mit Geld umgehen kann, wird man den meisten Wählern sogar verkaufen können, dass es wirtschaftlich vernünftig sei, aus ehemaligen (risikotragenden) Unternehmen feudale Pfründen zu machen:

Zitat:
Die Staatsverbrecher

Wolfgang J. Koschnick 09.07.2016

Die Bundesregierung will Autobahnen und andere Infrastruktur an private Investoren verscherbeln

Mit an verbohrter Sturheit grenzender Hartnäckigkeit halten alle Bundesregierungen von Gerhard Schröder bis Angela Merkel an ihrem Ziel fest, große Teile der deutschen Infrastruktur, vor allem aber die Autobahnen, zu privatisieren. Dass selbst der Bundesrechnungshof und alle Landesrechnungshöfe dagegen Sturm laufen, ist ihnen völlig egal.

(...)

Längst ist die Trennung von Staat und Wirtschaft völlig aufgeweicht. Politik und Wirtschaft sind untrennbar miteinander verschmolzen. Und immer seltener behalten Staat und Politik die Oberhand, zumal einige internationale Großkonzerne über eine fast genauso große Ausdehnung, über nicht viel weniger finanzielle Mittel und über mehr Macht verfügen als der Staat.

Und in einer Zeit des billigen Geldes übt die Finanzwirtschaft, die personell und institutionell ja längst integraler Teil des Staats ist, immensen Druck auf den Staat aus. Sie drängt den Staat, ihr Investitionsmöglichkeiten zu verschaffen, bei denen sie ordentliche Renditen erzielt. Und die repräsentative Demokratie, diese alte Hure, legt sich sofort hin und macht die Beine breit. Finanzkonzerne wie Allianz oder Deutsche Bank und Bauriesen wie Hochtief und Strabag üben immensen Druck auf den Staat aus, um das gesamte Autobahnnetz unter ihre Kontrolle zu bekommen. Politiker, Lobbyisten, Wirtschaftsunternehmen und Vertreter des Finanzkapitals sind Komplicen bei diesem organisierten Verbrechen.

(...)


http://www.heise.de/tp/artikel/48/48774/1.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Feudalismus
BeitragVerfasst: 25. Okt 2016, 17:38 
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Zitat:
Verkauf an Edeka

Altkanzler Schröder soll Tengelmann-Streit schlichten

Es ist der wohl letzte Versuch, die Tengelmann-Übernahme durch Edeka zu retten. Auf Vorschlag von Wirtschaftsminister Gabriel soll der frühere Bundeskanzler Schröder zwischen den Streitparteien vermitteln.


(...)


http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 18071.html

>> Schröder soll nicht den armen Kassiererinnen helfen sondern Rewe dazu bringen, die Klage gegen die Ministererlaubnis zur Überhame durch Edeka zurückzuziehen. Rewe wird sich das bezahlen lassen und gut ist. Da bräuchte man keinen Schröder <<

Vielleicht hat Herr Schröder doch etwas mehr Überzeugungskraft gegenüber Rewe als andere Vermittler. Schließlich möchten der Konzern seine erheblichen Investitionen in Russland ganz sicher nicht abschreiben.

https://de.rbth.com/deutschland_und_rus ... and_568585


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Feudalismus
BeitragVerfasst: 2. Nov 2016, 16:05 
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Zitat:
Wer zur Elite gehört, schimpft über die kleinen Leute. So weit sind wir wieder.

Erinnerungen an Theo

(...)

Refeudalisierung der Oberschicht

Warum sind die Eliten heute so hemmungslos geworden? Weil sie keine Angst mehr haben, vom Wähler bestraft zu werden. In repräsentativen Demokratien wie etwa Deutschland sind sich die beiden jeweils grössten Parteien, ob links oder rechts, in manchen zentralen Fragen so einig geworden, dass der Wähler kaum mehr eine Alternative hat. Er kann sich mit dem Stimmzettel nicht mehr wehren. Ob Immigration, politische Korrektheit, EU und Euro, Klimawandelpolitik oder internationales Regime: CDU und SPD unterscheiden sich bloss in Nuancen voneinander. Noch verfügen die beiden traditionell stärksten Parteien Deutschlands über eine Mehrheit, wenn auch eine prekäre, sodass sie sich jedenfalls immer noch trauen, zu tun, was ihnen gerade einfällt. Hätte die Energiewende – um ein unverdächtiges Beispiel zu nehmen – in Deutschland je eine Mehrheit erhalten, wenn die Bürger hätten darüber abstimmen können? Ich zweifle daran – und in der Schweiz werden wir dank dem Referendum der SVP bald Gelegenheit haben, diesen Test zu erleben. Dass Doris Leuthard, die aktivistische Bundesrätin der CVP, in den vergangenen Jahren alles unternommen hat, um einer solchen Abstimmung auszuweichen, zeigt, dass selbst sie sich nicht so sicher scheint, ob ihre elitäre, weltfremde Energiepolitik so gut ankommt.

Die Eliten sind hemmungslos, weil sie das Urteil der Wähler nicht mehr zu fürchten brauchen – und wenn die Demokratie doch einmal mit ihren Plänen in Konflikt gerät, dann tun sie alles, damit diese demokratischen Entscheide an Bedeutung verlieren oder nicht umgesetzt werden. Deshalb sind fast alle Eliten im Westen neuerdings so verliebt in die internationalen Institu­tionen. Ob UNO, OECD, EU oder Nafta, ob europäischer Gerichtshof oder G-20: Die Eliten setzten auf sie, weil diese internationalen Regimes meistens die Demokratie in den Nationalstaaten untergraben oder umgehen, während diese Institutionen selber keineswegs demokratisch verfasst sind. Die Refeudalisierung der Oberschicht findet nirgendwo ein derart günstiges Umfeld.

(...)


http://verlag.baz.ch/artikel/?objectid= ... A3C80B6BFF

>> Ob UNO, OECD, EU oder Nafta, ob europäischer Gerichtshof oder G-20: Die Eliten setzten auf sie, weil diese internationalen Regimes meistens die Demokratie in den Nationalstaaten untergraben oder umgehen, während diese Institutionen selber keineswegs demokratisch verfasst sind. Die Refeudalisierung der Oberschicht findet nirgendwo ein derart günstiges Umfeld." <<

Mag sein, aber wenn eine sozialdemokratische deutsche Regierung sowas wie die Agenda 2010 verbrechen und gleichzeitig die Finanzmärkte mit verheerenden Folgen deregulieren kann, ohne vom Wähler in das Dasein einer Splitterpartei geschickt zu werden, ist die internationale Ebene allenfalls ein Verstärker, aber keinesfalls zwingende Voraussetzung der Refeudalisierung.

Der entscheidende Humus dieser Entwicklung ist die dekadente Lethargie der Mehrheit der Wähler.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Feudalismus
BeitragVerfasst: 3. Nov 2016, 17:03 
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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Feudalismus
BeitragVerfasst: 9. Apr 2017, 10:13 
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Merkels Politik: Alles Gute kommt nach oben

Deutschland geht es gut? Von wegen. Angela Merkels Politik hat unser Land ungerechter und auf Dauer krisenanfälliger gemacht

(...)


https://www.heise.de/tp/features/Merkel ... 77087.html

Diese Politik macht die Bundesrepublik nicht nur ungerechter und krisenanfälliger als je zuvor, sondern zunehmend auch zu einem Störfaktor für den freien Welthandel und die internationale Arbeitsteilung. Eine erste Konsequenz spricht der Autor hier selbst an:

>> Unterstützt vom damaligen Wirtschaftsminister und SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel, setzte Angela Merkel auf Freihandelsabkommen wie TTIP (mit den USA) oder Ceta (mit Kanada), in denen die staatliche Daseinsvorsorge als "Investitionshemmnis" angesehen und investierenden Unternehmen ein weitgehendes Recht auf Klage gegen Staaten eingeräumt wird. Dass das Abkommen mit den USA als gescheitert angesehen werden kann, liegt bekanntlich keineswegs an besserer Einsicht, sondern an US-Präsident Donald Trump, der antrat, um den globalisierten Neoliberalismus durch einen nationalen, hinter Zollschranken verbarrikadierten Neoliberalismus zu ersetzen. <<

Genau genommen sind es nur 2 Staaten weltweit, die durch ausbeuterische Verhältnisse an ihren Binnenmärkten das Konstruktive an der globalen Arbeitsteilung zerstören und ausgewogene Handelsbilanzen verhindern.

Der eine - China - ist eine Diktatur, die Ausbeutung in der Heimat mit brutalen Mitteln erzwingen kann, der andere - Deutschland - eine Demokratiesimulation, deren demokratieunfähige Bevölkerung die Refeudalisierung an der Wahlurne verhindern könnte, aber in ihrem traditionellen Dummmichel - Modus nicht will.

Beide werden spätestens beim nächsten akuten Schub der chronischen Weltfinanzkrise die dunkelgelbe Karte gezeigt bekommen. Wie man die deutschen Feudalherren der neuen Art auf den Boden der Tatsachen zurückholen kann, haben die Amis bereits mit ihrer Handhabung des VW - Skandals gezeigt. Da sind noch ganz andere Arschtritte möglich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Feudalismus
BeitragVerfasst: 10. Apr 2017, 19:09 
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Merkel in Haushaltsdebatte
"Den Menschen in Deutschland ging es noch nie so gut"


Das Geheul, ob dieses Satzes war natürlich voraussehbar; aber hat die Kanzlerin denn nun so unrecht und die "uns-geht-es-ja-so-schlecht-mimimi" – Fraktion recht? Man kann es nehmen wie man will!
Ich bin, wie bekannt ,Jahrgang 1939!
In meiner Kindheit konnte sich durchaus nicht jeder ein Auto leisten – Autos waren für Facharbeiter und Selbständige erschwinglich; die normalen Malocher mussten sich mit Moped oder Fahrrad begnügen.
In meiner Kindheit gab es Freitags Fisch und Sonntags Braten; der Rest der Woche war eher gemüselastig, denn Fleisch war teuer.
In meiner Kindheit wurden wichtige Ereignisse bei der Nachbarfamilie geschaut, die einen Fernseher hatte – Fernseher waren nämlich teuer.
In meiner Kindheit waren arme Menschen auffällig dünn.
Heute gibt es Ausführungsvorschriften, bis zu welchem Wert ein Arbeitsloser sein Auto behalten kann.
Unabhängig vom Einkommen gilt 2x Fleisch pro Tag als Grundrecht; auch Hartz4-Haushalte verfügen größtenteils über Flachbild-TVs, und arme Menschen sind im Gegensatz zu früher meist auffällig dick…
Natürlich, ich sehe die eklatanten Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft. Die Reichen werden reicher, die Armen werden zahlreicher; die Schere geht auseinander. Aber trotzdem geht es den Armen unserer Gesellschaft heute zum Teil besser als der Mittelschicht in den 60er-Jahren.Kann mir hier ein User Erklären, warum es den Deutschen nicht Gut geht?
Fast jeder Mitbürger erhält von der Wiege bis zur Bahre, sein Geld zum Lebensunterhalt, ohne Wenn und Aber!

Kann mir jemand einen Staat in der Welt nennen, oder in der EU, der seine Bürger derartig Alimentiert?
So ganz unrecht hat Mutti wohl nicht…



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Gruß Staber

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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Feudalismus
BeitragVerfasst: 10. Apr 2017, 19:10 
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Das war zu meiner Kindheit etwas härter. Einen TV gabs nirgends, Autos kannte man nicht nur Pferdewagen oder von Hand gezogene Leiterwagen. Spielsachen für die Kinder kannte man nicht, Fleisch gabs nur weil mein Vater Kaninchen hielt und das nur am Sonntag. Brot und Fett war rationiert und Butter oder Früchte kannten wir nicht. Von der Gemeinde erhielten wir jedes Jahr im Winter einige Kilos Kartoffeln und weil hohe Arbeitslosigkeit herrschte, musste die Gemeinde auch unseren Hauszins bezahlen, damit wir mit fünf Kinder nicht auf der Strasse landeten, was dann in späteren Jahren mit Zins wieder zurückbezahlt werden musste.

Erst in den fünfziger Jahren gings langsam aufwärts aber die Armut herrschte noch lange nach. Wie Staber geschrieben hat, gibt es heute keine armen Menschen mehr in Europa, die dummen Arbeitnehmer bezahlen ihnen das gute Auskommen, Ferienreisen in ihre fernen Heimatländer, obwohl das eigentlich gar nicht erlaubt wäre. Zahnarzt, Arzt sowie Kost und Logis inbegriffen, davon konnten wir damals nur träumen. Frühstücken war ein Fremdwort weil sowieso nicht genügend Brot vorhanden war, und ja wir waren alle sehr schlank. Heute werden die Menschen darauf hingewiesen wie sie ihr Übergewicht reduzieren können. Verrückt ist diese Welt allemal ohne Scherz. :(


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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Feudalismus
BeitragVerfasst: 11. Apr 2017, 19:28 
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Livia hat geschrieben:
Das war zu meiner Kindheit etwas härter. Einen TV gabs nirgends, Autos kannte man nicht nur Pferdewagen oder von Hand gezogene Leiterwagen. Spielsachen für die Kinder kannte man nicht, Fleisch gabs nur weil mein Vater Kaninchen hielt und das nur am Sonntag. Brot und Fett war rationiert und Butter oder Früchte kannten wir nicht. Von der Gemeinde erhielten wir jedes Jahr im Winter einige Kilos Kartoffeln und weil hohe Arbeitslosigkeit herrschte, musste die Gemeinde auch unseren Hauszins bezahlen, damit wir mit fünf Kinder nicht auf der Strasse landeten, was dann in späteren Jahren mit Zins wieder zurückbezahlt werden musste.

Erst in den fünfziger Jahren gings langsam aufwärts aber die Armut herrschte noch lange nach. Wie Staber geschrieben hat, gibt es heute keine armen Menschen mehr in Europa, die dummen Arbeitnehmer bezahlen ihnen das gute Auskommen, Ferienreisen in ihre fernen Heimatländer, obwohl das eigentlich gar nicht erlaubt wäre. Zahnarzt, Arzt sowie Kost und Logis inbegriffen, davon konnten wir damals nur träumen. Frühstücken war ein Fremdwort weil sowieso nicht genügend Brot vorhanden war, und ja wir waren alle sehr schlank. Heute werden die Menschen darauf hingewiesen wie sie ihr Übergewicht reduzieren können. Verrückt ist diese Welt allemal ohne Scherz. :(


Hallo Livia!
Ich schätze mal, das die wenigsten User hier und anderswo in Foren diese Zeiten erlebt haben.
Gebe zu, das ich auch immer am meckern bin über diese weltweiten "Arm u. Reich - Krieg u. Frieden-Verhältnisse "die wir im Moment haben.Wir sollten mal einen Gang zurück schalten. In vielen Ländern ist Chaos, Krieg usw. Aber eines ist für mich klar. Wenn Merkel u. Co.weiter am Ruder bleiben ,wird es mit der momentanen Lebenssituation hier weiter bergab gehen.
Übrigens toller Beitrag von Dir, wollte ich noch erwähnen.

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Gruß Staber

Wenn du heute frierst, stell dich einfach in eine Ecke. Die haben meistens 90 Grad.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der neue Feudalismus
BeitragVerfasst: 12. Apr 2017, 18:51 
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Der Vergleich mit härteren Zeiten liegt so weit neben der Sache wie der Vergleich mit den Verhältnissen in der Dritten Welt. Früher waren auch die Reichen viel weniger und alle arbeitenden Menschen waren irgendwie an den zusätzlichen Früchten der gemeinsamen Arbeit durch das Wirtschaftswachstum und die verbesserte Arbeitsproduktivität beteiligt. Das ist seit Ende der 80er Jahre eben nicht mehr so, die unteren Einkommen sinken und die mittleren stagnieren, während sich die großen Vermögen verfünfacht haben. Die riesigen Geldhaufen können mangels zahlungskräftiger Kunden nicht mehr in die Realwirtschaft investiert werden, so dass die Verwalter der Riesenvermögen im globalen Casino gegeneinander zocken und die Verlierer von den Steuerzahlern der Industrieländer "gerettet" werden müssen.

Das kann und wird mit Sicherheit nicht dauerhaft funktionieren.


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