It is currently 14. Dec 2019, 23:31




 Page 2 of 4 [ 69 posts ] Go to page  Previous  1, 2, 3, 4  Next
AuthorMessage
 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 25. May 2014, 21:58 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 01.2012
Posts: 5544
Gender: Male
Diesen Beitrag vom GG-Aktiv - Forum habe ich auf das Forum der "wir-können-auch-anders - Seite bei npage kopiert:

Staber wrote:
Caloderma wrote:
Ich hab es heute doch tatsächlich das fertiggebracht, was ich mir schon vorgestern vorgenommen habe; nämlich dieser "Wahl"farce fernzubleiben. Das CDU / SPD wieder für Deutschland "gewinnen", stand schon vorher fest. Sonst bin ich immer wählen gegangen. Aber es war immer für die Katz.



Hi Carlo!

http://www.parteidernichtwaehler.de/
Image


Auf dem Facebook - Profil von Ursula Weidenfeld gesehen und kommentiert:

Quote:
Migrantion

Deutschland behandelt Zuwanderer zu schlecht

Deutschland wird zum beliebten Zuwanderungsland. Doch das liegt nicht an unserer Freundlichkeit, sondern an der Not in anderen Ländern. Statt in Abwehrhaltung zu gehen, sollten die Deutschen lieber alles tun, um eine zukünftige Abwanderung zu verhindern.

(...)


http://www.tagesspiegel.de/meinung/migrantion-deutschland-behandelt-zuwanderer-zu-schlecht/9943936.html

>> Seit dem Beitritt Rumäniens zur EU 2007 verliessen zwischen 7000 und 10'000 Mediziner das Land. Rumäniens Gesundheitssystem leidet unter dem Exodus: In der Schweiz kommen auf tausend Einwohner 3,6 Ärzte, in Rumänien nur 1,9. Der EU-Schnitt liegt bei 3,3 Ärzten. <<

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/sta ... y/17834956

Die Menschen in Rumänien und Bulgarien, die heute wegen der sich ständig verschärfenden medizinischen Unterversorgung unnötig sterben, werden das politische Negativkonto der EU noch für lange Zeit belasten.

Vielleicht zu lange, um diese Hypotheken zu tilgen, bevor das ganze Projekt Europa auseinanderbricht. Der ursprünglich speziell deutsche Missstand, dass den einheimischen Abiturienten die allgemeine Hochschulreife per Numerus Clausus durch die Hintertür wieder aberkannt wird (wer dem Deutsch- und dem Geschichtslehrer nicht in den Allerwertesten kriechen wollte, kann ja kein guter Arzt werden, nicht wahr?), geht so ja auch in die politischen Miesen Europas ein.

Irgendwann ist das Konto überzogen und die europäischen Wahlurnen werden zum Insolvenzgericht.


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 7. Jul 2014, 22:03 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 01.2012
Posts: 5544
Gender: Male
Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Quote:
ICH SEHE MISTGABELN

Image

(...)

In Zeiten wo Menschen wie Du und ich über die Plutokratie träumen, liegt der Rest des Landes, die 99,9%, weit im Rückstand. Die Kluft zwischen arm und reich wird immer schlimmer. Und sie wächst schnell. Im Jahr 1980 kontrollierten die Top 1 etwa 8% des US-Volkseinkommens. Heute kontrollieren die Top 1 rund 20%. Aber das Problem ist nicht die Ungleichheit an sich, Diese ist immer untrennbar mit jeder kapitalistischen Wirtschaft verbunden. Das Problem ist, dass dies Ungleichheit auf einem historischem Hoch angelangt ist und von Tag zu Tag schlimmer wird. Unser Land entwickelt sich von einer kapitalistischen Wirtschaft zu einer feudalen Gesellschaft. Wenn sich unsere Politik nicht dramatisch ändert, wird die Mittelschicht verschwinden und wir werden wieder im späten 18. Jahrhundert in Frankreich sein. Vor der Revolution.

Uns so habe ich eine Botschaft für meine steinreichen Kollegen und Kolleginnen und alle, die in dieser Blase leben: Wachen Sie auf ! Es wird nicht mehr lange dauern. Wenn wir nicht bald etwas tun um die eklatanten Ungerechtigkeiten in dieser Wirtschaft zu beheben, werden die Mistgabeln zu uns kommen. Keine Gesellschaft kann diese Art von wachsender Ungerechtigkeit auf Dauer aufrechterhalten. Es gibt in der Tat kein einziges Beispiel in der Geschichte der Menschheit, wo Reichtümer wie diese angesammelt wurden und nicht irgendwann Mistgabeln gekommen sind. Am Anfang ist es ein Polizeistaat, dann kommen die Aufstände.

(...)


https://independent24.wordpress.com/2014/07/03/ich-sehe-mistgabeln/

Inhaltlich kann man das schon seit Henry Ford ( "Autos kaufen keine Autos") immer wieder neu lesen, aktuell u. a. hier:

http://meudalismus.dr-wo.de/

Aus der Feder bzw. Tastatur des Milliardärs Hanauer liest sich das aber nicht nur überzeugend, sondern nachgerade unabweisbar wie eine Formel eines renommierten Naturwissenschaftlers. Der Herr wird den Verleugnern und Verharmlosern des neuen Feudalismus` noch einiges Kopfzerbrechen bereiten ....


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 14. Sep 2014, 16:57 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 01.2012
Posts: 5544
Gender: Male
Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Quote:
INFRASTRUKTUR

Das wird teuer!

Die Regierung will privates Kapital für die Infrastruktur mobilisieren – ein gefährliches Unterfangen.

(...)

Die Gebühr kann von den Nutzern etwa in Form einer streckenabhängigen Abgabe aufgebracht werden – ein Ansatz, mit dem Schäuble sympathisiert. Sie kann aber auch aus dem Steueraufkommen bezahlt werden. In beiden Fällen gilt: Der Haushalt wird zunächst geschont.

Allerdings haben sämtliche Modelle einen gravierenden Nachteil: Sie sind am Ende mit zum Teil erheblichen Mehrkosten verbunden. Ein privates Unternehmen muss für einen Kredit in der Regel deutlich höhere Zinsen bezahlen als der deutsche Staat mit seiner Spitzennote bei den Rating-Agenturen.

(...)


http://www.zeit.de/2014/38/infrastruktur-oeffentlich-private-partnerschaft

Genau - mit den Einnahmen aus der KFZ - und Mineralölsteuer Banken, Fonds und deren stinkreiche Kunden retten und den geretteten Milliardären dann die öffentliche Verkehrsinfrastrukur als neue Anlagemöglichkeit präsentieren.

Kein Wunder, dass rechts- und linksradikale Rattenfänger mit ihrer Hetze gegen die regierenden "Volksverräter" immer mehr Gehör bei so vielen Menschen finden, dass radikale Parteien (zunächst) in Landesparlamenten die 5 % - Hürde knacken können.

Wenn die Justiz auf die unvermeidlichen Folgen einer solchen riesigen Public-Private-Parnership so reagiert wie auf den Nürburgring - Murks, können wir einen gesonderten Knast nur für Ex - Politiker einrichten ...

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nuerburgring-haftstrafe-fuer-ex-minister-deubel-a-964809.html


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 17. Sep 2014, 19:41 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 01.2012
Posts: 5544
Gender: Male
Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Quote:
NEUER HARTZ-IV-PLAN

Weniger Strafen
für Drückeberger!


(...)

Wolfgang Steiger, Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrates: „Hartz IV darf für junge Leute kein Lebensstil werden – solche Gewohnheiten müssen so rasch wie möglich gebrochen werden.

Arbeitsunwilligen ihren Lebensunterhalt zu finanzieren ist nicht Aufgabe des Steuerzahlers.“


http://www.bild.de/politik/inland/cdu/cdu-empoert-ueber-neuen-hartz-iv-plan-37697726.bild.html



>> Drückeberger !? ist Relativ zu sehen deswegen ist die Schlagzeile von der Bild mal wieder ohne sinn & Verstand und ohne Hintergrundwissen erstellt wurden <<

Ich glaube eher nicht, dass die wichtigste Zeitung eines milliardenschweren Verlages völlig unüberlegt herumpöbelt.

In einem reichen Land mit höchster Arbeitsproduktivität Millionen von Menschen zu finden, die ihre ganze Arbeitskraft für absolute Spottlöhne unter der Armutsgrenze verschleudern, ist nicht so einfach. Dazu muss man ständig gegen die Leute hetzen, die die Umverteilung von unten nach oben behindern, weil sie ihre sozialen Rechte wahrnehmen.

Wenn dann genug Leute zur Meidung dieser Stigmatisierung bereit sind, für absolute Dreckslöhne zu schuften, ist das Ziel erreicht: Die deutschen Miliardäre haben irgendwann mehr Spielgeld als ihre internationale Konkurrenz und die Pool Position im globalen Monopoly. So können sie überall feindliche Übernahmen durchziehen und daheim erfolgreich abwehren.

Für den deutschen Endsieg im großen Spiel darf man sogar gelegentlich die Grenze zur Volksverhetzung überschreiten (wie z. B. bei der hiesigen Schlagzeile). Da drückt im Zweifel jeder patriotische Richter beide Augen zu.


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 2. Nov 2014, 17:39 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 01.2012
Posts: 5544
Gender: Male
Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Quote:
Negativzinsen

Wer spart, muss zahlen!

Die ersten Banken verlangen jetzt Strafzinsen auf Sparguthaben. Wie absurd ist das denn?

(...)

Was wie ein schlechter Scherz klingt, ist für ihre vermögenden Kunden seit dem 1. November bitterer Ernst: Wer mehr als 500.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto der Bank hat, erhält dafür nicht etwa Zinsen – nein, stattdessen ist eine Strafgebühr von 0,25 Prozent fällig. Erstmals in Deutschland bringt ein Tagesgeldkonto ganz normalen Kunden keine Zinsen, kein Geld mehr ein. Sondern es kostet sie Geld.

(...)


http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/sparen-und-geld-anlegen/strafzinsen-auf-sparguthaben-wer-folgt-der-skatbank-13242587.html


>> Die Vermögenssteuer kommt! Wurde ja auch Zeit, dass die Banken offen Politik betreiben, nachdem wir sie vor ein paar Jahren schon mit Steuergeldern als "systemrelevant" den Arsch retten mussten. Blöd bloß, dass diese Art der Vermögenssteuer dem Bundesbürger überhaupt keine Vorteile einbringen wird. <<

Wenn über mehr als 30 Jahre hinweg die Reallöhne stagnieren und zeitweilig sinken, während sich die Privatvermögen mit Schwerpunkt auf den ganz großen Haufen vervielfachen, gibt es eben irgendwann nicht mehr genug solvente Zins- und Mietenzahler zur Bedienung dieser Vermögen.

Die Liberalen haben in der ganzen Epoche der massiven Vermögensverdichtung jede noch so perfide Sabotage am Sozialstaatsprinzip mit dem Verweis auf die Marktgesetze legitimiert. Wenn ausgerechnet diese Leute jetzt über die Folgen des Überangebots an Kapital jammern, ist das einfach nur unfreiwillige Satire.


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 5. Nov 2014, 18:10 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 01.2012
Posts: 5544
Gender: Male
Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Quote:
Mittwoch, 5. November 2014

"Bild"-Zeitung entlarvt GDL-Chef Claus Weselsky als Dämon aus der Niederhölle

Image

Berlin (dpo) - Viele haben es schon seit Längerem vermutet, nun herrscht Gewissheit: Claus Weselsky ist offenbar ein Dämon, der von Luzifer persönlich aus der 7. Niederhölle gesandt wurde, um Stillstand und Verderben über die Menschheit zu bringen. Das berichten übereinstimmend und in gewohnt sachlicher Manier Bild, B.Z., Berliner Kurier und die Hamburger Morgenpost in ihren morgigen Ausgaben.

(...)


http://www.der-postillon.com/2014/11/bild-zeitung-entlarvt-gdl-chef-claus.html


>> Das wir Regeln überdenken müssen, steht außer Frage. Nur zur Zeit mach eine kleine Gewerkschaft das Drecksgschäft, für das sich unsere "Harry Tisch Gewerkschaften" zu fein sind. <<

Die großen Gewerkschaften sind sich für nichts zu fein.

Die sind einfach nur korrupt und wirken auf der Seite der Arbeitgeber am Großprojekt "Billiglohnstandort Deutschland" mit. Gewerkschaftbonzen wie Hansen und Hartz beziehen dann auch noch fette Vorstandsposten auf der Arbeitgeberseite.

Mit der Unterstützung aller Medien - Großunternehmer und des Parteienfunks funktioniert das auch noch. Die deutschen Billiglöhner und zukünftigen Billiglöhner (zusammen fast alle) solidarisieren sich mit den Milliardären und Multimillionären im Kampf gegen die kleine Gruppe, die sich nicht freiwillig zu Spottbilliglöhnern und Aufstockern degradieren lassen will.


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 6. Nov 2014, 17:10 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 08.2012
Posts: 1320
Location: Bremen
Gender: Male
Image


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 6. Nov 2014, 17:11 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 08.2012
Posts: 1320
Location: Bremen
Gender: Male
Viele hier nicht erwähnte Bürger werden, wenn auch noch kaum vernehmbar, die Meinung mit sich tragen, das wir in unserer neuen deutschen Demokratie mehr "Rambos" des Typs Weselsky brauchten.


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 6. Nov 2014, 17:15 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 09.2012
Posts: 902
Location: Schweiz
Gender: Female
staber wrote:
Viele hier nicht erwähnte Bürger werden, wenn auch noch kaum vernehmbar, die Meinung mit sich tragen, das wir in unserer neuen deutschen Demokratie mehr "Rambos" des Typs Weselsky brauchten.


:cry: Meiner Meinung nach wird Europa wenn nicht nur vom Islam sondern von dem drohenden Kommunismus eingenommen. Viele Bürger entpuppen sich als grosse Neider, wer was hat ist ein Feind, wer nichts hat ist ein Freund. Mir graust vor der Zukunft mit Menschen die andern nichts mehr gönnen. :evil:

Gewerkschaften machen sich nur noch für die eigene Stärke gross und sind eine Pest sie sollten wie in England von einer Lady Thatcher ähnlichen Person ausgerottet werden. :cry:

Bei der Fluggesellschaft Lufthansa hat man mit ihren letzten Streiks Millionen Euro Schaden angerichtet. Dafür sollten eigentlich die Gewerkschaftsbosse verantwortlich gemacht werden. Wer bezahlt das ?

Quote:
Tarifstreit: Lufthansa rechnet mit Millionenschaden durch Pilotenstreiks

Gestrichene Flüge, teure Hotelkosten, Ersatztransporte: Die Pilotenstreiks kommen die Lufthansa teuer zu stehen. Die Fluggesellschaft rechnet wegen der jüngsten Ausstände mit einem Schaden in zweistelliger Millionenhöhe.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/lufthansa-streik-airline-fuerchtet-millionenminus-wegen-pilotenstreik-a-994748.html


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 6. Nov 2014, 17:43 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 01.2012
Posts: 5544
Gender: Male
Livia wrote:
:cry: Meiner Meinung nach wird Europa wenn nicht nur vom Islam sondern von dem drohenden Kommunismus eingenommen. Viele Bürger entpuppen sich als grosse Neider, wer was hat ist ein Feind, wer nichts hat ist ein Freund. Mir graust vor der Zukunft mit Menschen die andern nichts mehr gönnen. :evil:



Wer gute und qualifizierte Arbeit für Dreckslöhne leistet, ist nicht frei von der Todsünde "Neid", sondern ein dummes Opfer schäbiger und habgieriger Ausbeuter.

Übrigens zeigt gerade ein Vergleich mit den Schweizer Lokführern, was diese Arbeit wert ist und wie dringend geboten und lange überfällig massive Streiks in Deutschland sind.

Quote:
(...)

Ein 25-jähriger Lokführer ohne Kinder und mit zwei Jahren Berufserfahrung verdient in Deutschland ohne Zulagen 1288 Euro netto im Monat.

(...)

Bei den Schweizer Kollegen steigt das Gehalt mit zunehmendem Alter am höchsten an. 25-Jährige ohne Familie verdienen dort 2657 Euro netto und 40-jährige mit Familie und Berufserfahrung 4455 Euro.


http://www.rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/schweizer-verdienen-am-meisten-aid-1.2332930


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 6. Nov 2014, 17:45 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 01.2012
Posts: 5544
Gender: Male
Die deutschen Bahn - Billiglöhner im europäischen Vergleich:

Image

... und die Gründe für den (gerechten) Zorn der GDL auf die DGB - Gewerkschaft EVG (ehemals Transnet):

Quote:
Bahnstreik – Ich bin ein GDL-Versteher!

(...)

Seit den 1990ern tobte in der Politik ein mit harten Bandagen geführter Kampf um die Privatisierung der Deutschen Bahn. Auf gewerkschaftlicher Seite spielte dabei vor allem die DGB-Gewerkschaft Transnet eine führende und durchaus unrühmliche Rolle. Transnet war damals – was für eine Arbeitnehmervertreterin durchaus ungewöhnlich ist – eine, wenn nicht sogar die, führende Befürworterin einer Teil- bzw. Kapitalprivatisierung der Deutschen Bahn. Der damalige Transnet-Vorsitzende Norbert Hansen versuchte sogar alles mögliche, um seine Partei, die SPD, von den Privatisierungsplänen des damaligen Bahnchefs Hartmut Mehdorn zu begeistern.

(...)

Zum großen Zusammenstoß mit der GDL kam es 2007, als Transnet einen Tarifvertrag mit der Deutschen Bahn unterzeichnete, der es der Bahn gestattete, über fragwürdige Vertragsbedingungen neue Lokführer zu Stundenlöhnen von 7,50 Euro einzustellen. Nicht die „Lokführergewerkschaft“, sondern Transnet war laut Vertrag für diese „Lokführer zweiter Klasse“ verantwortlich, die formaljuristisch als „Mitarbeiter mit eisenbahnspezifischer Ausrichtung“ bezeichnet wurden.

Dieser Frontalangriff weckte jedoch die Kampfeslust der GDL. Durch einen langwierigen Arbeitskampf konnte die GDL 2008 ihren ersten großen Sieg erringen und musste von der Deutschen Bahn in einem eigenständigen Tarifvertrag als vollwertige Arbeitnehmervertreterin anerkannt werden. Im gleichen Jahr unterzeichnete die Konkurrenz von Transnet ihren moralischen Offenbarungseid – der Gewerkschaftsvorsitzende Norbert Hansen wechselte ohne jegliche Übergangszeit mit fliegenden Fahnen die Seiten und heuerte im Vorstand der Deutschen Bahn AG als neuer Arbeitsdirektor an. Der Gewerkschafter, der zuvor seine Kollegen an die Deutsche Bahn verraten hatte, kassierte nun auf der Arbeitgeberseite seinen Judaslohn. Für die nicht einmal zwei Jahre, die er im Vorstand der Deutschen Bahn AG verbrachte, überwies ihm das Staatsunternehmen inkl. Abfindung stolze 3,3 Millionen Euro.

(...)


http://www.nachdenkseiten.de/?p=23772


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 6. Nov 2014, 18:00 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 08.2012
Posts: 1320
Location: Bremen
Gender: Male
@ Livia
Quote:
..ausgerottet werden. :cry:

Im Grunde hast du ja Recht. Aber das Streikrecht ist in der Verfassung ein hohes Gut. Deswegen wird auch von den Richtern keine einstweilige Verfügung kommen.
Gruß in die Berge


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 8. Nov 2014, 17:35 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 01.2012
Posts: 5544
Gender: Male
Image


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 8. Nov 2014, 17:43 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 09.2012
Posts: 902
Location: Schweiz
Gender: Female
Quote:
Wer gute und qualifizierte Arbeit für Dreckslöhne leistet, ist nicht frei von der Todsünde "Neid", sondern ein dummes Opfer schäbiger und habgieriger Ausbeuter.

Übrigens zeigt gerade ein Vergleich mit den Schweizer Lokführern, was diese Arbeit wert ist und wie dringend geboten und lange überfällig massive Streiks in Deutschland sind.


Das müssten aber die Politiker an die Hand nehmen und nicht die Gewerkschafter, die genau so Abzocker sind wie habgierige Ausbeuter.


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 8. Nov 2014, 17:45 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 09.2012
Posts: 902
Location: Schweiz
Gender: Female
Quote:
Ein 25-jähriger Lokführer ohne Kinder und mit zwei Jahren Berufserfahrung verdient in Deutschland ohne Zulagen 1288 Euro netto im Monat.

(...)

Bei den Schweizer Kollegen steigt das Gehalt mit zunehmendem Alter am höchsten an. 25-Jährige ohne Familie verdienen dort 2657 Euro netto und 40-jährige mit Familie und Berufserfahrung 4455 Euro.


Das ist mir bekannt. Mein Enkelsohn, 26 Jahre alt, keine Familie arbeitet als Logistiker und verdient im Monat CHF 7'000.-, einen Alfa Romeo als Geschäftsauto dazu, Versicherungen bezahlt, sowie das modernste Handy, wobei auch die Geschäftsgespräche bezahlt werden. Das wiederum finde ich sehr übertrieben, auch wenn mein Enkelsohn seine Arbeit sehr gut macht.

Dass die Löhne in Deutschland so miserabel ausfallen kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Aber wie schon erwähnt, wäre hier die Politik gefragt und müssten da Massnahmen zu verbesserten Änderungen ergreifen. Und das Subito.


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 8. Nov 2014, 17:51 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 01.2012
Posts: 5544
Gender: Male
Livia wrote:
Quote:
Wer gute und qualifizierte Arbeit für Dreckslöhne leistet, ist nicht frei von der Todsünde "Neid", sondern ein dummes Opfer schäbiger und habgieriger Ausbeuter.

Übrigens zeigt gerade ein Vergleich mit den Schweizer Lokführern, was diese Arbeit wert ist und wie dringend geboten und lange überfällig massive Streiks in Deutschland sind.


Das müssten aber die Politiker an die Hand nehmen und nicht die Gewerkschafter, die genau so Abzocker sind wie habgierige Ausbeuter.


Die Bahn ist im 100 %igen Eigentum der Bundesrepublik. Der Hauptgrund für die Dreckslöhne waren bestechliche Gewerkschafter bei Transnet, deshalb ist ja der Kampf der nicht bestechlichen GDL jetzt so verbittert. Was Du verlangst, würde bedeuten, dass die Lohngestaltung nicht mehr von den bestechlichen Gewerkschaften und den bestechenden Politikern (das sind ja die Bahneigentümer) gemeinsam, sondern nur noch von den Politikern festgelegt würden.

Das Projekt "Billiglohnstandort Deutschland" ist ein Gemeinschaftswerk von Politikern und Arbeitgebern, da helfen nur neue Gewerkschaften bzw. bisherige Spartengewerkschaften - jedenfalls solange die meisten Deutschen so blöd sind, ihre eigenen Feinde immer wieder an die politische Macht zu wählen.


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 8. Nov 2014, 17:56 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 01.2012
Posts: 5544
Gender: Male
Livia wrote:
Quote:
Wer gute und qualifizierte Arbeit für Dreckslöhne leistet, ist nicht frei von der Todsünde "Neid", sondern ein dummes Opfer schäbiger und habgieriger Ausbeuter.

Übrigens zeigt gerade ein Vergleich mit den Schweizer Lokführern, was diese Arbeit wert ist und wie dringend geboten und lange überfällig massive Streiks in Deutschland sind.


Das müssten aber die Politiker an die Hand nehmen und nicht die Gewerkschafter, die genau so Abzocker sind wie habgierige Ausbeuter.



Die Bahn ist im 100 %igen Eigentum der Bundesrepublik. Der Hauptgrund für die Dreckslöhne waren bestechliche Gewerkschafter bei Transnet, deshalb ist ja der Kampf der nicht bestechlichen GDL jetzt so verbittert. Was Du verlangst, würde bedeuten, dass die Lohngestaltung nicht mehr von den bestechlichen Gewerkschaften und den bestechenden Politikern (das sind ja die Bahneigentümer) gemeinsam, sondern nur noch von den Politikern vorgenommen würde.

Das Projekt "Billiglohnstandort Deutschland" ist ein Gemeinschaftswerk von Politikern und Arbeitgebern, da helfen nur neue Gewerkschaften bzw. bisherige Spartengewerkschaften - jedenfalls solange die meisten Deutschen so blöd sind, ihre eigenen Feinde immer wieder an die politische Macht zu wählen.


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 8. Nov 2014, 18:03 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 09.2012
Posts: 902
Location: Schweiz
Gender: Female
Die Bahn ist im 100 %igen Eigentum der Bundesrepublik. Der Hauptgrund für die Dreckslöhne waren bestechliche Gewerkschafter bei Transnet, deshalb ist ja der Kampf der nicht bestechlichen GDL jetzt so verbittert. Was Du verlangst, würde bedeuten, dass die Lohngestaltung nicht mehr von den bestechlichen Gewerkschaften und den bestechenden Politikern (das sind ja die Bahneigentümer) gemeinsam, sondern nur noch von den Politikern vorgenommen würde.

Das Projekt "Billiglohnstandort Deutschland" ist ein Gemeinschaftswerk von Politikern und Arbeitgebern, da helfen nur neue Gewerkschaften bzw. bisherige Spartengewerkschaften - jedenfalls solange die meisten Deutschen so blöd sind, ihre eigenen Feinde immer wieder an die politische Macht zu wählen.

Ja das meine ich, wäre das denn so falsch, aber da müsste das Volk wie von dir erwähnt, endlich auch anders wählen. ;)

Ich möchte hier noch etwas anfügen; gibt es denn in Deutschland keine Arbeitgeberverbände ? Das wäre ein Gegenpol zu den mächtigen und oft aggressiven Gewerkschaften. Die Verhandlungen von den Arbeitgeberverbände werden fair und korrekt geführt und gewähren einen Arbeitsfrieden, indem sie die Forderungen der Gewerkschaften abwägen und mit Gesprächen entschärfen, wenn sie zu wild werden. ;)

Schweizerischer Arbeitgeberverband
http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizerischer_Arbeitgeberverband


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 8. Nov 2014, 18:04 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 01.2012
Posts: 5544
Gender: Male
Livia wrote:
Ich möchte hier noch etwas anfügen; gibt es denn in Deutschland keine Arbeitgeberverbände ? Das wäre ein Gegenpol zu den mächtigen und oft aggressiven Gewerkschaften. Die Verhandlungen von den Arbeitgeberverbände werden fair und korrekt geführt und gewähren einen Arbeitsfrieden, indem sie die Forderungen der Gewerkschaften abwägen und mit Gesprächen entschärfen, wenn sie zu wild werden. ;)

Schweizerischer Arbeitgeberverband
http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizerischer_Arbeitgeberverband



Natürlich gibt es in Deutschland Arbeitgeberverbände:

http://www.arbeitgeber.de/www/arbeitgeber.nsf/ID/home

Die Interessen der Arbeitgeber werden auf allen Ebenen vertreten, sowohl tarifvertraglich gegenüber den Arbeitnehmern als auch politisch durch Lobbyisten gegenüber der Politik.

Das Problem ist, dass die Arbeitnehmer nicht immer vertreten werden - nämlich dann nicht, wenn die für sie auftretenden Gewerkschafter sich von der Unternehmerseite bestechen lassen.


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Der neue Feudalismus
PostPosted: 8. Nov 2014, 18:08 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 09.2012
Posts: 902
Location: Schweiz
Gender: Female
Quote:
Das Problem ist, dass die Arbeitnehmer nicht immer vertreten werden - nämlich dann nicht, wenn die für sie auftretenden Gewerkschafter sich von der Unternehmerseite bestechen lassen.
:shock:

Das beweist aber wiederum, dass die linken Gewerkschaften sowohl korrupt sind und auch für eine Ungleichheit sorgen. :roll:


Offline
  Profile Send private message  
 
Display posts from previous:  Sort by  
 Page 2 of 4 [ 69 posts ] Go to page  Previous  1, 2, 3, 4  Next


You cannot post new topics in this forum
You cannot reply to topics in this forum
You cannot edit your posts in this forum
You cannot delete your posts in this forum
You cannot post attachments in this forum

Jump to:  
Beteilige Dich mit einer Spende

cron