It is currently 28. Mar 2020, 19:54




 Page 5 of 12 [ 235 posts ] Go to page  Previous  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 ... 12  Next
AuthorMessage
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 1. Aug 2013, 20:37 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 01.2012
Posts: 5629
Gender: Male
Die Tottreter vom Alexanderplatz werden wohl nicht oder nicht sehr lange sitzen müssen:

Quote:
Prozess im Fall Jonny K.

Jugendgerichtshilfe spricht sich für milde Strafen aus

Bei zwei der sechs Angeklagten im Prozess um die Prügelattacke auf Jonny K. bescheinigt die Jugendgerichtshilfe, dass kein Gewaltpotenzial vorliege. Auch die Beweisaufnahme konnte nicht, wie geplant, abgeschlossen werden. Das Abschlussplädoyer der Staatsanwaltschaft bleibt deshalb aus.

(...)

Doch die vier Monate Haft, die U. hinter sich hat, hätten ihn aus Sicht der JGH „sehr beeindruckt“. Man schlage eine Bewährungsstrafe vor. Im Falle von Memet E. sprachen sich die Helfer für eine Verwarnung und Arbeitsleistungen aus, gegen Osman A. wurde ein vierwöchiger Arrest und auch Freizeitarbeit vorgeschlagen. Sollte das Gericht doch Jugendstrafen verhängen, dann auf Bewährung sein. Der Prozess geht Dienstag weiter.


http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/prozess-im-fall-jonny-k-jugendgerichtshilfe-spricht-sich-fuer-milde-strafen-aus/8582800.html

Die Kommentare zu dem Artikel bringen natürlich unisono Verständnislosigkeit zum Ausdruck. Einen gerade geposteten Kommentar (01.08.2013, 20:19 Uhr) kopiere ich mal hierher, weil der unter 5. der Aufzählung angesprochene Gesichtspunkt m. M. n. sehr wichtig ist, aber vom Gesetzgeber und der Rechtsprechung völlig vernachlässigt wird:

Quote:
Was bedeuten die Aussagen
der JGH für mich als einfachen Bürger.

1. Es scheint in Berlin eine Selbstverständlichkeit zu sein, dass ich nachts tot getreten werde.

2.Der Staat als Träger des Gewaltmonopols hier in der Bundesrepublik will oder kann mein Leben nicht schützen.

3. Das heißt als Bewohner Berlins muss ich solche Plätze und Orte als No-Go-Aeras meiden, wenn ich nicht mein Leben und meine Gesundheit einbüßen will.

4. Ich muss schließlich jederzeit damit scheinbar rechnen ein solches Gewaltopfer wie Johnny K. zu werden.

5. Damit geht eine Einschneidung meiner persönlichen Freiheit einher, die ich aber nicht bereit bin hinzunehmen.

6. Unter diesen Umständen bleibt nur für mich nur eines übrig mich illegal zu bewaffnen, und das kann es nicht sein....

DIe Herren gehören nach Erwachsenrecht verurteilt, jede Bewährungsstrafe ist nicht schuld angemessen, 8 Jahre Gefängnis wäre ein vernünftiges Signal und übrigens ich habe mittlerweile auch eine geringe Frusttoleranz bei den Aussagen der JGH.Den Hauptschulabschluss können die Herren gerne im Gefängnis nachholen. Möglichkeiten gibt es ja dort zu genüge.


Die Nachlässigkeiten bei der Wahrnehmung der Staatsaufgabe, die friedlichen Bürger vor solchen Gewaltverbrechern zu schützen, kosten nämlich nicht "nur" ein paar Tausend Menschen jeder Generation (die dann auch den Augen und aus dem Sinn sind) das Leben, sondern beeinträchtigen die grundgesetzlichen Freiheitsrechte vieler Millionen Menschen permanent substantiell. Die Zahl der Menschen, die wegen der Gewalt in der Öffentlichkeit nicht mehr wagt, zu jedem Zeitpunkt jeden beliebigen öffentlichen Ort im Geltungsbereich des GG aufzusuchen, bewegt sich nämlich mit einiger Sicherheit in dieser Größenordnung.

Die Grundrechte so vieler Menschen permanent zu verletzen, ist aber ein ganz anderes Paar Schuhe als auf die vergleichsweise kleine Zahl von Mordopfern das falsche Etikett "sozialer Unfall" zu pappen. So funktioniert "aus den Augen, aus dem Sinn" nicht.

Den überraschenden Anfangserfolg der Schill - Partei in Hamburg bei den Wahlen im Jahre 2001, als mitten in einer Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs fast 20 % der Wähler nur wegen der Kriminalität in Hamburg der politischen Klasse die gelbe Karte gezeigt haben, hätten die Rechtspolitiker eigentlich als ernsthafte Warnung vermerken können. Stattdessen machen sie weiter, bis es irgendwann wirklich unruhig in Deutschland wird. Auch hier geht der Krug nur solange zum Brunnen, bis er bricht.


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 1. Aug 2013, 20:49 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 01.2012
Posts: 5629
Gender: Male
Das ist wirklich kaum zu fassen: :evil:

Quote:
Es sei zu berücksichtigen, so die Vertreterinnen der Jugendgerichtshilfe, dass die Angeklagten noch bei den Eltern leben und auch noch keine Vorstellungen über ein eigene Leben hätten. Der 19-jährige Osman A. sei vor dem Vorfall auf dem Alexander wegen Gewaltstraftaten niemals auffällig geworden, hieß es. Er ordne sich andererseits aber stark einer Gruppe unter und sei "dann auch nicht in der Lage, die Tragweite seines Handelns zu begreifen".

Künftig, so die Sozialarbeiterin, seien von Osman A. aber keine weiteren Straftaten zu erwarten. Sie plädierte, gegen ihn einen vierwöchigen Dauerarrest zu verhängen, der durch die erlittene Untersuchungshaft aber schon abgegolten sei. Außerdem möge das Jugendgericht ihm die Auflage geben, Freizeitarbeiten zu verrichten.


http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article118603490/Angeklagten-werden-Reifeverzoegerungen-attestiert.html

Der arme Junge kann die Tragweite seines Handels nicht begreifen, die Sozialarbeiterin weiß aber trotzdem, dass keine weiteren Straftaten zu erwarten sind???

Mit dem Schwachsinn kommt nicht mal mehr die Schwester des Opfers klar, obwohl sie sich bislang ständig sehr gefasst und sachlich geäußert hatte:

Quote:
Schwester findet Einschätzungen "unerträglich"

Tina K. sagte der "Welt", dass sie große Probleme hatte, den Jugendgerichtshelferinnen zuzuhören. So es doch keineswegs zwingend mit einer Entwicklungsverzögerung zu erklären, wenn die Angeklagten noch bei ihren Eltern wohnen. "Weiß doch eigentlich jeder, der sich damit beschäftigt, dass diese Jungs aus türkischstämmigen Familien in der Regel das Elternhaus erst verlassen, wenn sie heiraten", sagte die 28-Jährige.


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 1. Aug 2013, 22:49 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 08.2012
Posts: 1326
Location: Bremen
Gender: Male
GG146 wrote:
Das ist wirklich kaum zu fassen: :evil:

Quote:
Es sei zu berücksichtigen, so die Vertreterinnen der Jugendgerichtshilfe, dass die Angeklagten noch bei den Eltern leben und auch noch keine Vorstellungen über ein eigene Leben hätten. Der 19-jährige Osman A. sei vor dem Vorfall auf dem Alexander wegen Gewaltstraftaten niemals auffällig geworden, hieß es. Er ordne sich andererseits aber stark einer Gruppe unter und sei "dann auch nicht in der Lage, die Tragweite seines Handelns zu begreifen".

Künftig, so die Sozialarbeiterin, seien von Osman A. aber keine weiteren Straftaten zu erwarten. Sie plädierte, gegen ihn einen vierwöchigen Dauerarrest zu verhängen, der durch die erlittene Untersuchungshaft aber schon abgegolten sei. Außerdem möge das Jugendgericht ihm die Auflage geben, Freizeitarbeiten zu verrichten.


http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article118603490/Angeklagten-werden-Reifeverzoegerungen-attestiert.html

Der arme Junge kann die Tragweite seines Handels nicht begreifen, die Sozialarbeiterin weiß aber trotzdem, dass keine weiteren Straftaten zu erwarten sind???

Mit dem Schwachsinn kommt nicht mal mehr die Schwester des Opfers klar, obwohl sie sich bislang ständig sehr gefasst und sachlich geäußert hatte:

Quote:
Schwester findet Einschätzungen "unerträglich"

Tina K. sagte der "Welt", dass sie große Probleme hatte, den Jugendgerichtshelferinnen zuzuhören. So es doch keineswegs zwingend mit einer Entwicklungsverzögerung zu erklären, wenn die Angeklagten noch bei ihren Eltern wohnen. "Weiß doch eigentlich jeder, der sich damit beschäftigt, dass diese Jungs aus türkischstämmigen Familien in der Regel das Elternhaus erst verlassen, wenn sie heiraten", sagte die 28-Jährige.



Es ist ja nur noch lächerlich - können die Täter denn die "Tragweite ihres Handelns" abschätzen, wenn sie in einen heißen Backofen fassen? ;) ;)

gruß horst


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 2. Aug 2013, 01:28 
Forum Admin
Forum Admin
User avatar

Joined: 03.2012
Posts: 6689
Location: NRW
Gender: Female
ich bin Fassungslos wirklich, kann das sein dass wir bzw manche die Täter/innen bemitleiden? der Prozess ist auch so ne Verarschung wie die vom Zschäpe Prozess. Die Jugendgerichtshilfe ( so ne tante kenne ich) die muss irgendwas eingenommen haben denn ein normaler Mensch täte sowas nie sagen. Alle zwei in den Knast am besten zusammen dann können die sich gegen seitig totschlagen und die zenzi auch gleich mit.



_________________
so sieht es aus!
Image
Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 2. Aug 2013, 08:59 
Foreninventar
Foreninventar

Joined: 11.2012
Posts: 1721
Gender: None specified
Auch ich bin sprachlos und hoffe, dass das Gericht trotzdem die volle Bandbreite ausschöpft.

8 - 10 Jahre, danach in die Forensik zur Bearbeitung der Persönlichkeit.


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 2. Aug 2013, 09:40 
Forum Admin
Forum Admin
User avatar

Joined: 03.2012
Posts: 6689
Location: NRW
Gender: Female
Ex - Arbeitslos wrote:
Auch ich bin sprachlos und hoffe, dass das Gericht trotzdem die volle Bandbreite ausschöpft.

8 - 10 Jahre, danach in die Forensik zur Bearbeitung der Persönlichkeit.


dann Hoffen wir beide.



_________________
so sieht es aus!
Image
Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 15. Aug 2013, 13:29 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 01.2012
Posts: 5629
Gender: Male
Wie zu erwarten war:

Quote:
Prügelattacke beim Alexanderplatz: Haupttäter im Fall Jonny K. zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt

Im Prozess um den Tod des 20-Jährigen Jonny K. ist das Urteil gefallen: Sechs junge Männer müssen ins Gefängnis. Den Haupttäter verurteilte das Landgericht Berlin zu viereinhalb Jahren Jugendhaft.

(...)

"Das Urteil ist deutlich zu hoch", sagte Anwalt Axel Weimann, der Verteidiger von Onur U. Sein Mandant sei fassungslos. Er habe sich nicht vorstellen können, dass er wegen einer Tat verurteilt werde, die er nicht begangen habe. "Das Urteil ist nicht richtig. Es entspricht nicht der Wahrheit", sagte Weimann. Der Verteidiger will Revision einlegen.


http://www.spiegel.de/panorama/justiz/urteil-im-fall-jonny-k-haftstrafen-fuer-attacke-auf-alexanderplatz-a-916705.html

Die Täter fühlen sich natürlich auch noch ungerecht behandelt. Wenn die Rechtspraxis ungeachtet der gesetzlichen Konstruktion der Mittäterschaft (§ 25 StGB) unbedingt jedem Angehörigen eines Tottreter - Mobs den individuellen Tatbeitrag zuordnen will, denkt jeder von denen, dass er bei einem unübersichtlichen Geschehensablauf freigesprochen wird und ist empört, wenn er überhaupt in den Knast geht, sei die Strafe noch so lächerlich gering.


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 15. Aug 2013, 17:41 
Forum Admin
Forum Admin
User avatar

Joined: 03.2012
Posts: 6689
Location: NRW
Gender: Female
Quote:
"Das Urteil ist deutlich zu hoch", sagte Anwalt Axel Weimann, der Verteidiger von Onur U. Sein Mandant sei fassungslos. Er habe sich nicht vorstellen können, dass er wegen einer Tat verurteilt werde, die er nicht begangen habe. "Das Urteil ist nicht richtig. Es entspricht nicht der Wahrheit", sagte Weimann. Der Verteidiger will Revision einlegen.


Wieso zu Hoch? eher zu niedrig. Und hat man ihn nicht überführt? wie so zu erwarten war?



_________________
so sieht es aus!
Image
Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 16. Aug 2013, 00:00 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 01.2012
Posts: 5629
Gender: Male
schlau wrote:
Wieso zu Hoch? eher zu niedrig. Und hat man ihn nicht überführt? wie so zu erwarten war?


Wenn das Gericht diesen Herrschaften schon keinen gemeinsamen Tatplan unterstellen und so jedem die Handlungen der anderen zurechnen will, dann muss auch dem mutmaßlichen Haupttäter der individuelle Tatbeitrag nachgewiesen werden. Das ist nach Auffassung des Anwalts nicht geschehen und deshalb will er in Revision gehen und eine Bewährungsstrafe oder einen Freispruch erreichen.


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 16. Aug 2013, 00:09 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 01.2012
Posts: 5629
Gender: Male
Gerade auf pf.eu geschrieben:

Da ist gar nichts spitzfindig. Nicht mal die Staatsanwaltschaft kam auf die Idee wegen Totschlag anzuklagen. Dazu hätte sie nämlich den Tötungsvorsatz beweisen müssen. Und da gibt es eben keinerlei Beweis für. Daß Du glaubst, dieser hätte vorgelegen, ist zum Glück als Beweis nicht ausreichend.


Bei wuchtigen Tritten gegen den Kopf kann allerdings durchaus Tötungsvorsatz unterstellt werden:

http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_01_12_2011_5_StR_360_11_Zurechnung_eines_Toetungsvorsatzes_bei_aeusserst_g_-d4617615.html

http://www.uni-bremen.de/universitaet/presseinfos/pressemitteilungen/archiv-2009/einzelanzeige-2009/article/werden-menschen-totgetreten-ist-von-toetungsvorsatz-auszugehen.html?cHash=e883396d80ee1e5ff08ab441523060d2

http://www.hrr-strafrecht.de/hrr/1/10/1-517-10-1.php?view=print

Man denke auch an den berüchtigten Fall des in der Münchener U-Bahn zusammengetretenen Rentners. Die Täter sind wegen versuchten Mordes verurteilt worden, obwohl der Rentner noch nicht einmal lebensgefährlich verletzt wurde.

Dass dies alles im Fall Jonny K. unter den Tisch gefallen ist, hat vielleicht etwas mit der schwachen Beweislage hinsichtlich der individuellen Tatbeiträge zu tun. Einen Grenzfall zwischen einer einfachen oder gefährlichen Körperverletzung ohne Zurechnung der Todesfolge und damit einer Bewährungsstrafe auf der einen Seite und einer Verurteilung wegen eines vorsätzlichen Tötungsdelikts auf der anderen Seite dadurch zu "moderieren" dass man als Kompromiss einfach mal auf Körperverletzung mit Todesfolge erkennt, halte ich allerdings für etwas fragwürdig.

Jedenfalls ist dieser faule Kompromiss ein Weg, sich um eine sehr schwierige Entscheidung herumzudrücken. Das machen sie halt so ... :roll:


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 16. Aug 2013, 12:37 
Forum Admin
Forum Admin
User avatar

Joined: 03.2012
Posts: 6689
Location: NRW
Gender: Female
GG146 wrote:
schlau wrote:
Wieso zu Hoch? eher zu niedrig. Und hat man ihn nicht überführt? wie so zu erwarten war?


Wenn das Gericht diesen Herrschaften schon keinen gemeinsamen Tatplan unterstellen und so jedem die Handlungen der anderen zurechnen will, dann muss auch dem mutmaßlichen Haupttäter der individuelle Tatbeitrag nachgewiesen werden. Das ist nach Auffassung des Anwalts nicht geschehen und deshalb will er in Revision gehen und eine Bewährungsstrafe oder einen Freispruch erreichen.



Nun ja, es reicht halt nicht nur was zu unterstellen sondern Beweise dazu zu haben. ;)
Probieren kann er alles aber ob dabei was raus kommt ist ne andere Frage, wäre sehr gut wenn dabei eine Höhere Haftstrafe rauskommt.



_________________
so sieht es aus!
Image
Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 16. Aug 2013, 12:45 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 01.2012
Posts: 5629
Gender: Male
schlau wrote:
Nun ja, es reicht halt nicht nur was zu unterstellen sondern Beweise dazu zu haben. ;)



Das Gericht hat dem Haupttäter die Tatbeiträge der von ihm angeleiteten anderen Mitglieder des Schlägermobs als Mittäter zugerechnet. Bei einem gemeinsamen Tatentschluss und gemeinsamer Tatherrschaft braucht man die einzelnen Handlungen nicht mehr per Einzelbeweis den einzelnen Tätern zuzuordnen, siehe § 25 StGB. Einer aus der Bande ist für den Todeseintritt verantwortlich und diese Verantwortung wird eben vom Gesetz dem Mittäter wie die Verantwortung für eigenes Handeln zugewiesen.

Da diese Konstruktion in diesem speziellen Fall etwas wackelig zu sein scheint (die Mittäter hatten sich teilweise erst kurz vor der Tat kennengelernt, da ist nicht viel Raum für einen gemeinsamen Tatplan), wollte das Gericht vermutlich lieber die Verantwortung für eine Körperverletzung mit Todesfolge als für einen Mord oder Totschlag über diese wackelige Konstruktion bewegen, als Kompromiss sozusagen.

Das läuft aber darauf hinaus, dass die Wackeligkeit eines Teils der das Urteil tragenden Feststellungen zu Lasten der Angeklagten durch eine andere Wackeligkeit zu Gunsten der Angeklagten ausgeglichen werden soll ...


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 20. Aug 2013, 14:14 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 08.2012
Posts: 299
Gender: None specified
Der Fall erinnert an Dominik Brunner, ist aber zum Glück nicht tödlich ausgegangen:

Quote:
Nach couragiertem Einschreiten massiv zusammengeschlagen - Zeugenaufruf

(...)

Der junge Mann war von Nürnberg aus in der U-Bahn in Richtung Fürth unterwegs. Irgendwann gegen 18:00 Uhr stiegen zwischen den Haltestellen Nürnberg-Gostenhof und Stadtgrenze vier junge Männer ein. Sie begannen sofort, drei bereits in der U-Bahn fahrende Mädchen zu belästigen. Dabei berührten sie sie teilweise unsittlich und beleidigten sie in unflätigster Weise.

(...)

Als der junge Mann am Fürther Hauptbahnhof ausstieg, versperrte ihm einer aus der vierköpfigen Gruppe zunächst den Ausstieg. Als er letztlich die U-Bahn verlassen konnte, schlugen ihn mehrere Unbekannte plötzlich zusammen. Zahlreiche Schläge und Tritte gegen den Kopf sollen nach Angaben von bisher bekannten Zeugen den Geschädigten getroffen haben. Nun griffen Passanten ein und halfen dem mittlerweile am Boden liegenden Verletzten. Er verließ zusammen mit den Mädchen den U-Bahnverteiler und ging zu seinem Fahrrad. Als er am Brunnen vor dem Hauptbahnhof war, traf er erneut auf die noch unbekannte Jugendgruppe. Sie hatte offenbar auf ihn gewartet.

Nach kurzer verbaler Auseinandersetzung schlug ihn das Quartett erneut zusammen und trat zudem auf den am Boden Liegenden ein. Dabei traten sie ihn mit Tritten gegen den Kopf bewusstlos. Als der 26-Jährige wieder zu sich kam, waren die Täter verschwunden.

(...)


http://www.polizei.bayern.de/mittelfranken/news/presse/aktuell/index.html/184385

Auf gmx / web.de ist das Thema unerwünscht und wurde von der Forenaufsicht nach dem ersten Beitrag gesperrt:

http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/19358942


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 1. Sep 2013, 14:04 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 08.2012
Posts: 299
Gender: None specified
In Berlin wurde ein Türsteher ermordet:

Quote:
In einem Raum ohne staatliche Ordnungsmacht muss jeder Mensch seine Rechte und Interessen selbst wahren oder - so er das Geld dazu hat - von bezahlten Personen- und Objektschützern wahren lassen.

Da es in Berlin keine echte staatlichen Ordnungsmacht gibt, sondern nur lächerliche Karikaturen von Polizeibeamten und Richtern, herrscht dort ein solcher Zustand:

"Berlin –

In Neukölln wurde eine Polizeistreife angegriffen. Der Autofahrer und sein Begleiter hatten sich über den Fahrstil eines Beamten aufgeregt. Einer von beiden schlug einer Polizeibeamtin ins Gesicht.

...."

http://www.berliner-zeitung.de/polizei/berlin-neukoelln-autofahrer-schlaegt-polizistin,10809296,24162286.html

Ein Türsteher ist so ein privat beschäftigter Objektschützer, der die Eigentumsrechte eines Gastronomen wahrt. Da so eine private Ordnungsmacht immer nur einen kleinen Raum sichern kann und zwischen den privat gesicherten Räumen pure Anarchie herrscht, ist der Job natürlich gefährlicher als der eines Ordnungshüters in einem funktionierenden staatlichen System, das ja das gesamte Territorium eines Staates (bzw. in Deutschland eines Bundeslandes) abdeckt.

Die hier diskutierte Schießerei in Berlin ist demnach ein ganz natürlicher Vorgang und wird in Zukunft auch so alltäglich werden, dass sowas kaum noch eine Zeitungsmeldung mehr wert sein wird, geschweige denn eine hitzige Forendiskussion.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/19455508?sp=84#jump


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 2. Sep 2013, 10:10 
Forum Admin
Forum Admin
User avatar

Joined: 03.2012
Posts: 6689
Location: NRW
Gender: Female
ich klatsch das mal hier rein :)

Polizei Essen sucht mit Foto nach brutaler Hauptbahnhof-Schlägerin

Quote:
Essen. Erhebliche Verletzungen trug vor knapp vier Wochen eine 17-Jährige im Hauptbahnhof Essen davon: Eine junge Frau hatte ihr brutal vor den Kopf getreten und sie an den Haaren durch den Bahnhof gezogen. Jetzt sucht die Polizei mit Fotos aus einer Überwachungskamera nach der Tatverdächtigen


Quote:
Mithilfe mehrerer Fahndungsfotos hofft die Polize eine brutale Körperverletzung im Essener Hauptbahnhof aufklären zu können: Am 4. August war eine 17-jährige Essenerin von einer bislang unbekannten Tatverdächtigen brutal geschlagen und getreten worden. Anschließend zog die Täterin ihr Opfer an den Haaren durch den Bahnhof. Die junge Essenerin wurde damals erheblich verletzt und musste mehrere Tage stationär in einem Krankenhaus behandelt werden.


Wahnsinn!! jetzt fangen die Frauen auch schon so an :( ohne Worte.. und nein, es ist kein einzelfall. Zwar sind das nicht so viele Straftaten wie bei Männern aber immerhin es reicht. Und die werden mehr :(

http://www.derwesten.de/staedte/essen/p ... 74248.html



_________________
so sieht es aus!
Image
Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 3. Sep 2013, 01:10 
Quote:
Wahnsinn!! jetzt fangen die Frauen auch schon so an :( ohne Worte.. und nein, es ist kein einzelfall. Zwar sind das nicht so viele Straftaten wie bei Männern aber immerhin es reicht. Und die werden mehr :(

http://www.derwesten.de/staedte/essen/p ... 74248.html


Die Fotos sind ganz gut; würde mich nicht wundern, wenn jemand die Schlägerin erkannt hat.

Ja, es wird immer schlimmer. Der gesellschaftliche Wandel ist voll im Gange.

Das Traurige: Der täterfreundliche Staat mit samt seiner Kuscheljustiz lässt jedes Opfer, wie auch die Angehörigen, sprachlos zurück.

Wann endlich wird ein mögliches Strafmaß aus dem oberen Bereich angewendet und nicht immer immer nur im untersten?

Die Mörder vom Alexanderplatz haben allen Grund, frech in die Kameras zu lachen. Die nehmen die deutsche Justiz schon lange nicht mehr ernst.


  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 13. Sep 2013, 14:25 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 01.2012
Posts: 5629
Gender: Male
Nie wieder S-Bahn:

Quote:
ÜBERFALL-ZEUGEN

Nie mehr S-Bahn fahren

Mit Fäusten und einem abgebrochenen Baseballschläger hat eine Gruppe junger Männer auf vier Fahrgäste eingedroschen. Die Polizei fahndet nach brutalen Schlägern aus der S 11 – Die Täter sollen per Handy nach Blumenberg geordert worden sein.

(...)

Gänzlich verarbeitet hat Silvia Görgens (55/Name geändert) den brutalen Überfall noch nicht.

(...)

Bis vor kurzem wäre das Ehepaar zu diesem Termin noch mit der S-Bahn gekommen. „Aber jetzt werde ich keine S-Bahn mehr betreten“, erklärt sie entschlossen.

(...)


http://www.rundschau-online.de/koeln/ueberfall-zeugen-nie-mehr-s-bahn-fahren,15185496,24287134.html

Dieser Artikel erinnert ausnahmsweise an etwas, was Medienberichte und Kriminalstatistiken normalerweise überhaupt nicht berücksichtigen: Gewaltkriminalität beeinträchtigt nicht nur die grundgesetzlich geschützten Rechte der eigentlichen Gewaltopfer, sondern auch die einer viel größeren Zahl von Menschen, die es für sich selbst nicht mehr für verantwortbar halten, ihr Grundrecht auf Freizügigkeit zu jeder Zeit und an jedem Ort in Deutschland wahrzunehmen.


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 15. Sep 2013, 10:16 
Forum Admin
Forum Admin
User avatar

Joined: 03.2012
Posts: 6689
Location: NRW
Gender: Female
das wird einige nicht gefallen ;)

Jugendgewalt: Sie geht massiv zurück – aber die Bürger sehen sie zunehmen.

Quote:
Also, gell, das mit der Jugendkriminalität, das wird immer schlimmer! Mein Gott, wie brutal die geworden sind. Prügeln auf ein Opfer ein, und wenn das am Boden liegt und sich nicht mehr wehren kann, prügeln sie weiter. Wir brauchen strengere Gesetze! Sonst wird das immer noch schlimmer, und man traut sich bald nicht mehr auf die Straße. Haben Sie die Talkrunde bei Günter Jauch gesehen, letztes Wochenende? Erschreckend, sag ich Ihnen, erschreckend!

So sieht das wohl eine Mehrheit der Bundesbürger.

Christian Pfeiffer (Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen) nennt die Fakten (in einem Beitrag der SZ von heute, Seite 2 unten, nicht frei online):

Seit 1993 (also in den letzten 20 Jahren) ist in der Altersgruppe der Jugendlichen und Heranwachsenden das Delikt Mord & Totschlag um 46 Prozent zurückgegangen.
Die Zahl der Raubdelikte in dieser Altersgruppe ist in den letzten 15 Jahren um 37 Prozent zurückgegangen.
Die Zahl der Körperverletzungen ist – was Anzeigen angeht – bis 2007 noch leicht gestiegen (höhere Anzeigenbereitschaft ist die Ursache), seither ist sie um 27 Prozent zurückgegangen.
Zwischen 1997 und 2011 ist die Zahl der Schüler, die ambulant behandelt werden mussten, um 38 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Schüler, die im Krankenhaus behandelt werden mussten, sogar um 56 Prozent.
Mit anderen Worten: Die Jugendgewaltkriminalität ist MASSIV zurückgegangen. Zurückgegangen. Weniger geworden. Gesunken. Gefallen. MASSIV.

Wie zum Teufel kommt es, dass die meisten Leute genau das Gegenteil meinen?

Erstens, weil es ihnen die Polizei und die Medien und die Politik nicht deutlich genug sagen. Steigt die Gewalt, gibt’s Schlagzeilen, fällt sie, verschwindet es klein und nebenbei im Text.

Zweitens, weil die Leute keinen Sinn für die Ursachen von Gewaltkriminalität bei Jugendlichen haben. Die Ursache des massiven Rückgangs ist: Die Eltern schlagen die Jungs nicht mehr so oft. Gewalttätige Jugendliche sind überwiegend zunächst einmal Opfer der Elterngewalt gewesen. Wenn die Erziehung softer wird, werden auch die Jungs softer. (Was für eine unangenehme, kontraintuitive Erkenntnis!)

Drittens, weil die Leute süchtig sind nach Gewaltkriminalität. Sie WOLLEN, dass es mehr Gewaltkriminalität gibt. Damit sie sich mit ihrer allzeit bereiten Wut daran abreagieren können.

Dieser letzte Punkt (den bringt Pfeiffer natürlich nicht in seinem Beitrag) provoziert.

Was sag ich da für einen Unsinn? Die Leute wollen doch mehr Sicherheit, und nicht weniger! Ich unterstelle ihnen, dass sie mehr Unsicherheit, mehr Gefahr wollen! Spinne ich?

Widersprüchlichkeit ist typisch für uns Menschen.

Wie soll man sich diese menschliche Gier nach Nachrichten über Gewaltexzesse erklären?

Warum wollen die Leute ständig im Fernsehen, im Kino, beim Lesen Gewaltexzesse konsumieren – täglich, und in rauhen Mengen?

Wieso achten sie nicht auf die Polizeistatistik, die ihnen sagt, dass Jugendgewalt MASSIV abgenommen hat?

Für die meisten ist der Rückgang eine ausgesprochen unangenehme Information. Sie werden ihn ärgerlich kommentieren, entweder leugnen oder wegerklären, die Statistik anzweifeln, oder sie werden die Information rasch aus dem Gedächtnis verdrängen.

Vermutlich ist es so: Je gewaltloser eine Gesellschaft wird, desto mehr ängstigen sich die Leute vor Gewalt, und desto mehr phantasieren sie Gewalt herbei.

Das ist eine steile These; ich bin bereit, sie in der Debatte abzuschwächen. Aber um der Provokation willen lasse ich sie jetzt einmal so stehen.

Vermutlich spielt auch Ausländerfeindlichkeit mit. Jugendkriminalität lässt sich heute leicht ethnisieren.

Wie kommt es nur, dass trotz der so vielen bösen ausländischen Jugendlichen die Jugendgewaltkriminalität so krass gesunken ist?



Anmerkung:

Seltsam falsch liegen die Bürger auch beim Sexualmord an Kindern. Fragt man die Leute, meinen sie, das passiere pro Jahr so circa 10 Mal, oder sogar 100 Mal. Die Realität liegt bei 1 bis 2 Fällen pro Jahr, deutlich unter den Zahlen von früher.

Als ich noch ein niedlicher Knabe war, lag die Zahl bei etwa 15 pro Jahr. (Ich finde leider die Statistik nicht mehr, in der ich vor vielen Jahren diese Angabe gefunden habe.) In den 80er und 90er Jahren waren es noch etwa 3 Fälle im Jahr.


ich hebe das nochmal hervor:

Quote:
Wie zum Teufel kommt es, dass die meisten Leute genau das Gegenteil meinen?

Erstens, weil es ihnen die Polizei und die Medien und die Politik nicht deutlich genug sagen. Steigt die Gewalt, gibt’s Schlagzeilen, fällt sie, verschwindet es klein und nebenbei im Text.


genau so ist es!! Aber trotzdem muss man gegen Gewalt was machen, ein Toter ist einer zu viel. Die Statistik passt in unseren schema nicht rein und vor allen nicht bei den Politikern. Mit oder über was machen sie sonst Wahlkampf wenn das Problem Ausländer nicht mehr ist? ;)

ja ja ich weis was jetzt kommt, die Statistik ist geschwindelt klein geredet usw. achja noch irgend was??

http://blog.initiativgruppe.de/2013/09/ ... -zunehmen/



_________________
so sieht es aus!
Image
Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 19. Sep 2013, 17:25 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 08.2012
Posts: 299
Gender: None specified
Außerhalb des Landgerichtsbezirks München und des Zuständigkeitsbereiches des 1. BGH - Senats geht es sogar als Notwehr durch, wenn man jemandem ein Glas gegen den Kopf knallt, der einem zuvor Zigarettenrauch ins Gesicht gepustet hat:

Quote:
Gerade auf dem aktuellen thread "Rauch ist Körperverletzung" geschrieben:

http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/19601362?sp=588#jump

""Wegen der Verletzung - eine Beule am Kopf - zeigte der 30-Jährige die Studentin an und machte gefährliche Körperverletzung geltend. Vor Gericht bestätigte er zunächst die Angaben der Frau. Er habe gewusst, dass Rauchverbot herrschte. Ihre Reaktion sei dennoch völlig überzogen gewesen.

Der Staatsanwalt beantragte einen Freispruch, weil das Anblasen mit dem Rauch eine herabwürdigende Handlung und Beleidigung sei, die Notwehr rechtfertigte. Der Strafrichter ging noch weiter und wertete das Verhalten des Rauchers als Körperverletzung."

Wie der Staatsanwalt richtig erkannt hat: Auch wenn das entsprechend der überholten Rechtsprechung keine Körperverletzung gewesen wäre, hätte die Frau auch gegen die tätliche Beleidigung Notwehr üben dürfen.

Unverhältnismäßig kann der Einsatz des Glases schon deshalb nicht gewesen sein, weil das spätere Würgen belegt, dass sie als Frau das Hilfsmittel gegen den männlichen Aggressor brauchte.

Dass überhaupt so ein schmieriger Aggressor auf die Idee kommt, die Justiz als Werkzeug zum Nachtreten und damit für eine Zweitaggression gegen ein erfolgreich Notwehr übendes Opfer benutzen zu wollen, haben wir mit einiger Sicherheit dem entsetzlichen Verwirrspiel zu verdanken, das in den letzten Jahren einige für ihren Beruf völlig ungeeignete Richter mit dem deutschen Notwehrrecht getrieben haben:

http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/12189428?sp=252#jump"


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/12189428?sp=252#jump


Offline
  Profile Send private message  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 3. Oct 2013, 16:19 
Foreninventar
Foreninventar
User avatar

Joined: 01.2012
Posts: 5629
Gender: Male
Der berüchtigte Gewaltkriminelle "Mehmet" sieht sich als Opfer der Politik:

Quote:
„Mehmet“ trifft den ehemaligen Innenminister

„Sie haben mein Leben zerstört, Herr Beckstein“

(...)

„Ich wurde politisch missbraucht“

Im Interview zeigte Ari keinerlei Reue und erhob schwere Vorwürfe gegen Beckstein. „Haben Sie kein Herz? Sie haben mein Leben zerstört, Herr Beckstein“, schimpft er und stellte sich als Opfer dar. „Ich wurde politisch missbraucht, fühle mich als politisches Opfer von Herrn Beckstein und seiner Partei. Die haben Mehmet erschaffen, um Wählerstimmen zu gewinnen und zu zeigen: Wir sind die harte Hand von Bayern, und wenn einer nicht spurt, hauen wir ihn hier raus“, zitiert ihn die „Bild“.

(...)


http://www.focus.de/politik/deutschland/mehmet-trifft-guenther-beckstein-sie-haben-mein-leben-zerstoert-herr-beckstein_aid_1119433.html

Das habe ich auf Facebook dazu geschrieben:

> Ich bin ein Mensch, ich habe Gefühle.“ <

Klar hat der Gefühle, der fühlt sich wie alle Gewalttäter als etwas Besseres, sonst würde er sich nicht über die Rechte anderer Menschen auf Leben, Gesundheit und Würde hinwegsetzen. Dieses Feeling nennt man auch "Hochmut".

Dennoch haben seine Vorwürfe gegen Herrn Beckstein einen wahren Kern: Wenn Politiker nur harte Bandagen vortäuschen, ohne den Opfern von Gewalttaten wirklich effektiv beistehen zu können oder zu wollen, ist das sicherlich ein politischer Missbrauch sowohl des betroffenen Täters als auch seiner Opfer.

Das ist allerdings keine Entschuldigung für den Täter und ich finde sehr fraglich, ob er wegen dieses Missbrauchs zu bedauern ist.


Offline
  Profile Send private message  
 
Display posts from previous:  Sort by  
 Page 5 of 12 [ 235 posts ] Go to page  Previous  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 ... 12  Next


You cannot post new topics in this forum
You cannot reply to topics in this forum
You cannot edit your posts in this forum
You cannot delete your posts in this forum
You cannot post attachments in this forum

Jump to:  
Beteilige Dich mit einer Spende

cron