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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 30. Jan 2013, 15:10 
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Mal wieder ein Kontrast zu den Bewährungsstrafen für schwere Gewaltverbrechen:

Quote:
16-jähriger Schwarzfahrer muss fast drei Jahre in Haft

Magdeburg (dpa) - Ein 16-Jähriger, der wegen notorischen Schwarzfahrens per Haftbefehl gesucht wurde, ist in Sachsen-Anhalt festgenommen worden. Der junge Mann muss nun eine Jugendstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verbüßen, wie die Bundespolizei Magdeburg mitteilte.

(...)

"Wie oft der junge Mann als Schwarzfahrer unterwegs war, wissen wir nicht. Es muss aber wirklich sehr, sehr häufig gewesen sein", sagte eine Polizeisprecherin.

(...)


http://web.de/magazine/nachrichten/panorama/17075876-16-jaehriger-schwarzfahrer-jahre-haft.html

Die über google zu findenden Pressemeldungen zu diesem Fall sind allerdings alle gleichlautend und ziemlich dünn. Meinen Kommentar dazu stelle ich deshalb unter den Vorbehalt, dass der Jugendliche vielleicht auch noch etwas anderes als nur Schwarzfahren auf dem Kerbholz gehabt haben könnte:

Quote:
Kein Wunder, dass brutale Schläger und Vergewaltiger Bewährungsstrafen (die insbesondere jugendliche Gewalttäter gar nicht als Strafe wahrnehmen) bekommen:

"Hohe Kosten für kleine Strafen: Ein Drittel der Inhaftierten der JVA Berlin-Plötzensee sitzt wegen "Beförderungserschleichungen" ein."

http://www.taz.de/!59721/

Die Priorität der Aufrechterhaltung der reich / arm - Hierarchie beansprucht so viele Knastplätze, dass sie für nachrangige Ziele wie dem Schutz der Bevölkerung vor willkürlicher Gewalt in der Öffentlichkeit keine Kapazitäten mehr frei haben.


http://meinungen.web.de/forum-webde/post/17555079?sp=49#jump


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 30. Jan 2013, 18:40 
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Und so etwas wird mit 10 Monaten auf Bewährung geahndet:

Quote:
Opfer einer Schlägerei fällt ins Koma

(...)

Nach Tritten in die Rippengegend sackte der in Hamburg stationierte Mann zusammen und wurde, so seine Aussage, mehrfach in die Bauch- und Kopfgegend getreten. „Plötzlich wurde alles dunkel, und ich wachte auf der Intensivstation auf. Ich hatte Wochen später noch keine Erinnerung an das ,was geschehen war“, erinnerte sich der 24-Jährige während der Vernehmung. Ein Schädelbruch und eine Hirnblutung ließen ihn für mehrere Tage ins Koma fallen, insgesamt war er drei Monate arbeitsunfähig.

Erst nachdem er Akteneinsicht gehabt habe, hätte er sich an Details der Schlägerei erinnern können. Erschwert wurde die Verhandlung dadurch, dass sich der mittlerweile 20-jährige Hauptbeschuldigte weigerte, den Namen eines Mittäters preiszugeben.


http://www.op-marburg.de/Lokales/Marburg/Opfer-einer-Schlaegerei-faellt-ins-Koma


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 30. Jan 2013, 22:45 
Führt hier jemand Selbstgespräche ?

Halloooo... Echooo...
:D :D :D :D :D


  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 31. Jan 2013, 00:00 
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masterplan wrote:
Führt hier jemand Selbstgespräche ?

Halloooo... Echooo...
:D :D :D :D :D


Ja, du gerade :D will denn keine/r mit dir sprechen? ;) :mrgreen: :trost2: :skandal: :totlach:



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so sieht es aus!
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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 5. Feb 2013, 17:33 
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Wenn da nicht mal ein Aufragskiller auf dem Ticket des ehrverletzten Südländers reist, um mit einer Verurteilung wegen Totschlags oder gar Körperverletzung mit Todesfolge davonzukommen:

Quote:
Tödliche Schüsse als Rache für Beleidigung im Straßenverkehr

Mutmaßlicher Bremer Parkhaus-Mörder legt vor Gericht Geständnis ab

(...)

"Es tut mir sehr leid. Ich wollte ihn verletzen, aber nicht töten", sagt der Angeklagte. Sein Motiv: Er habe Rache nehmen wollen, weil der Mann ihn beleidigt habe. So sei er vier Wochen vor der Tat an einer Ampel in der Innenstadt mit dem späteren Opfer aneinandergeraten. Der Mann habe ihn aus seinem Auto heraus beschimpft, weil er zu langsam gehen würde. Dabei habe er ihn einen "Hurensohn" und noch mehr genannt. Das sei eine Beleidigung gegen ihn und seine Mutter gewesen und er habe etwas tun wollen, "damit er weiß, dass er so nicht mit mir reden darf."

(...)


http://www.welt.de/newsticker/news3/art ... rkehr.html

Besonders raffiniert wäre so eine Schutzbehauptung allerdings nicht. Bei Schüssen in Brustkorb und Bauch mit einer 9 mm - Waffe wird ungeachtet solcher Schutzbehauptungen ganz selbstverständlich Tötungsvorsatz angenommen und Rache für eine Beleidigung ist allemal ein "sonstiger niedriger Beweggrund", wenn sie über einen so langen Zeitraum geplant wird. Außerdem ist das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt, wenn man einem Unbewaffneten in einem Parkhaus auflauert und ihn erschießt.


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 16. Feb 2013, 18:15 
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Ich habe anlässlich der heutigen Meldung zu den Todesschüssen eines Kioskbesitzers auf einen Betrunkenen einen Selbstjustiz - thread auf gmx / web.de eröffnet:

Quote:
Selbstjustiz?

Hoffentlich reißt das nicht ein:

"Kioskbesitzer erschießt 30-Jährigen

Ein Kioskbesitzer hat in der Nacht zum Samstag bei einer Auseinandersetzung in Bergheim (Rhein-Erft-Kreis) einen 30 Jahre alten Mann erschossen. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln auf dapd-Anfrage mitteilte, war das spätere Opfer mit weiteren Personen an dem Kiosk erschienen.

...."

http://www.derwesten.de/region/kioskbesitzer-erschiesst-30-jaehrigen-id7625606.html

Es wäre allerdings auch nicht verwunderlich, wenn der nachlässige Umgang der Justiz mit Gewaltkriminalität in der Öffentlichkeit auch das Aggressionspotential von Normalbürgern erhöhen würde.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/17751378

http://meinungen.web.de/forum-webde/post/17751378


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 16. Feb 2013, 19:19 
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Die Mexikaner haben wirklich Grund, Selbstjustiz zu organisieren - bzw. keine andere Wahl mehr:

Quote:
Selbstjustiz mexikanischer Bürgerwehren: "Wir werden die Stadt säubern"

Drogenbanden verbreiten seit langem Angst und Schrecken in Mexiko. Im Bundesstaat Guerrero greifen Bürgerwehren nun zur Selbstjustiz: Sie gehen Streife, nehmen Verdächtige fest und lassen diese von eigenen Gerichten aburteilen. "Es gibt kein anderes Mittel", sagen sie.

(...)


http://www.spiegel.de/panorama/justiz/d ... 83795.html


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 16. Feb 2013, 21:51 
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GasGerd wrote:
Ich habe anlässlich der heutigen Meldung zu den Todesschüssen eines Kioskbesitzers auf einen Betrunkenen einen Selbstjustiz - thread auf gmx / web.de eröffnet:

Quote:
Selbstjustiz?

Hoffentlich reißt das nicht ein:

"Kioskbesitzer erschießt 30-Jährigen

Ein Kioskbesitzer hat in der Nacht zum Samstag bei einer Auseinandersetzung in Bergheim (Rhein-Erft-Kreis) einen 30 Jahre alten Mann erschossen. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln auf dapd-Anfrage mitteilte, war das spätere Opfer mit weiteren Personen an dem Kiosk erschienen.

...."

http://www.derwesten.de/region/kioskbesitzer-erschiesst-30-jaehrigen-id7625606.html

Es wäre allerdings auch nicht verwunderlich, wenn der nachlässige Umgang der Justiz mit Gewaltkriminalität in der Öffentlichkeit auch das Aggressionspotential von Normalbürgern erhöhen würde.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/17751378

http://meinungen.web.de/forum-webde/post/17751378


Richtig, dass sich "Normalbürger" mittlerweile selbst mit allen Mitteln zu verteidigen versuchen ist hauptsächlich auf das Versagen politischer Weichzeichner und Justizversager zurückzuführen, die die Bürger schon seit langem völlig allein gelassen haben und sich in Täterschutz und völlig fehlgeleitetem und, wie längst bewiesen, untauglichen und daher fehlgeschlagenen "Integrationssimulationen" ergehen. Integration wurde und wird nicht nur von Anfang an mit untauglichen Mitteln verfolgt, dass einem das ganze schon fast als von einigen praktizierter pathologisch zwanghafter Multikulti-Wahn vorkommt, sondern sogar aktiv verhindert. Das wurde erst kürzlich, in der Sendung vom 12.02.2013 in frontal21 im ZDF für die Teestuben und angeblichen Kulturvereine, die mehrheitlich als, zum Teil sogar von Behördenvertretern tolerierte "Zockerhöhlen" und Brutstätten der Schwerkriminalität entlarvt wurden, belegen, wobei durch Polizeikräfte selbst vor entsprechenden Razzien gewarnt worden sein soll.

Das muss man nicht mehr kommentieren. Deutschland wird bald einer der führenden Asozialstaaten weltweit sein.


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 16. Feb 2013, 23:45 
Quote:
Deutschland wird bald einer der führenden Asozialstaaten weltweit sein.


Dass sich Deutschland auf einen Asozialstaat zubewegt, ist auch meine Meinung.

Nur mit dem Wörtchen "bald" hadere ich noch.


  
 
 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 17. Feb 2013, 16:42 
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Der Selbstjustiz - thread auf web.de ist dicht, aber meinen Notwehr - thread auf gmx gibt`s noch:

Quote:
"http://meinungen.web.de/forum-webde/post/17751378"

Den thread hat die Forenaufsicht aus unerfindlichen Gründen heute gesperrt.

Nach der gestrigen Meldung über die von dem Kioskbesitzer abgegebenen Todesschüsse ist heute wieder ein Fall einer tödlichen Notwehrhandlung durch die Medien gegangen:

"Mann wehrt sich bei Überfall, tötet Räuber (18)

Ein Räuber (18) wurde in Reinickendorf bei einem versuchten Überfall erstochen. Das Opfer zog ein Messer.

....."

http://www.bz-berlin.de/tatorte/mann-wehrt-sich-bei-ueberfall-toetet-raeuber-18-article1640717.html


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/12189428?sp=224#jump


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 18. Feb 2013, 16:57 
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Heute auf gmx geschrieben:

Quote:
Evvalt
189 Beiträge
Polizeibekannter Täter.

https://www.youtube.com/watch?v=arS08gohZGc

---

thom

"nach dem, was hier steht, ist der 2. fall auch notwehr.
abgesehen davon gibt das gesetz dem gericht einen gewissen entscheidungsspielraum, dafür gibts ja dann mehrere instanzen."

Der Instanzenzug ist ein schwacher Trost, wenn die höchste Instanz - in Deutschland der Bundesgerichtshof für Strafsachen - sich in einer geradezu dramatischen Rechtsfrage von Leben und Tod wie dem Notwehrrecht hoffnungslos in Widersprüche verstrickt.

Der 1. Senat des BGHSt hat das nachgerade irrwitzige Fehlurteil des LG München gegen den Informatikstudenten Sven G., nach dem ein Messerstich gegen den Vorturner eines typischen Schläger / Tottreter - Mobs angeblich eine Überschreitung des Notwehrrechts sein, bestätigt und nur wegen der (genauso irrwitzig fehlerhaft bemessenen) Strafhöhe zurückverwiesen.

Der 2. Senat desselben BGHSt hat später ein Urteil des LG Koblenz, nach dem ein Todesschuss durch eine noch geschlossene Tür ohne vorherigen Warnschuss eine Überschreitung des Notwehrrechts sei (was selbstverständlich richtig ist), aufgehoben und den Täter (einen Hells Angel) freigesprochen, weil der Warnschuss angeblich die "Kampfposition" des Verteidigers (bei noch nicht vollständig aufgebrochener Tür!) "unzumutbar" verschlechtern würde.

Das heißt bei gemeinsamer Würdigung beider Urteile im Ergebnis: In Deutschland ist es eine reine Frage des Wohnorts bzw. Tatorts und damit der Zuständigkeit von Landgerichten und BGH - Senaten, ob man in einer tatsächlichen oder mutmaßlichen Notwehrsitutation blindwütig herumballern darf oder ob man noch nicht mal das Minimum an notwendigen Verteidigungsmitteln zur Verfügung hat, um das eigene Leben oder das Dritter zu retten, ohne dafür kriminalisiert zu werden.

Die so geschaffene totale Rechtsunsicherheit in existentiellen Fragen spiegelt also das Wirken der heutigen Juristengeneration in Deutschland wider. Das passt zu Politikern und Managern, die bei Großprojekten Milliarden versenken und zu Lehrern, die aus dem high tech - Standort Deutschland das Pisa - Schlusslicht gemacht haben. Dekadenz und Verrottung, wohin man blickt.

---

strathmann
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Schießwütige, senile Gartenzwerghalter genießen also Narrenfreiheit, solange keine "milderen" Mittel zur Verfügung stehen? M.E. ist hier sowas wie ein Amoklauf eines Greises zu beurteilen, der die Knarre bereits in Erwartung von "Besuchern" griffbereit gehalten hat. "Mildere Mittel" sind wohl üblicher als Schusswaffen. Die Verhältnismäßigkeit der Mittel sollte auch von Staatsanwaltschaften gelegentlich berücksichtigt werden.
-------------

In dem Fall waren die beteiligten Juristen ja unterschiedlicher Meinung. Der zuerst zuständige Staatsanwalt wollte keine Anklage erheben, weil er von Notwehr ausgegangen ist, der Generalstaatsanwalt wollte dann auf die Beschwerde der Familie des getöteten Räubers hin wegen Überschreitung des Notwehrrechts Anklage erheben, die dann vom Landgericht Stade, das sich der Meinung des 1. Staatsanwalts angeschlossen hat, nicht angenommen wurde.

Es ging darum, dass die Räuber im Augenblick der Todesschüsse schon auf der Flucht waren und keinerlei Bedrohung für Leib und Leben des Rentners mehr bestand - wohl aber für sein Eigentumsrecht, weil der getötete Räuber die gesamte Beute von 2000 Euro bei sich trug.

Am Ende hat den Ausschlag gegeben, dass das tatsächlich bestehende deutsche Notwehrrecht (nicht das im LG - Bezirk München praktizierte) auch im internationalen Vergleich* extrem verteidigerfreundlich ist. Wenn kein milderes Mittel zur Verfügung steht, darf man grundsätzlich auch Eigentum mit tödlichen Mitteln verteidigen, wenn es sich nicht gerade um Bagatellbeträge handelt. Nur im letzteren Fall wären die tödlichen Mittel unverhältnismäßig ("nicht geboten" laut § 32 StGB).



*Man sollte es kaum glauben, aber sogar in den gewaltverliebten USA gibt es Einschränkungen für Notwehrübende, die es im deutschen Recht nicht gibt. Wenn es ohne Eigengefährdung möglich ist, sich zurückzuziehen und die Polizei zu rufen, darf man nach der US - Rechtssprechung nicht so locker von der Schusswaffe Gebrauch machen wie nach der deutschen (nach der kein Rückzug vor einer kriminellen Aggression = "Bewährung der Rechtsordnung" bedeute). Eine Ausnahme ist in den USA nur die "stand by your ground" - Regelung, nach der solche Einschränkungen nicht für Hausherren (oder überfallene Autofahrer in ihrem eigenen Fahrzeug) gelten. Nach dem deutschen Notwehrrecht gibt es solche Einschränkungen überhaupt nicht.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/12189428?sp=231#jump


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 19. Feb 2013, 15:42 
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Der getötete Räuber passt (wieder einmal) nicht in das Muster typischer gewaltkrimineller Jugendlicher:

Quote:
http://www.bz-berlin.de/tatorte/die-lange-vorstrafenliste-des-toten-raeubers-article1641434.html

"Max S. wuchs in einem gutbürgerlichen Elternhaus in Hermsdorf auf. Die Mutter führt einen Blumenladen in Pankow, pflegt die Oma. Doch ihr Sohn fällt früh durch Gewalttaten auf. Von Graffiti-Schmierereien über Diebstahl bis hin zu Raubstraftaten und schwerer Körperverletzung sind viele Delikte mehrfach verzeichnet."

Sieh mal einer an, nach dem U-Bahn - Schläger Torben P. das nächste urdeutsche Bürgersöhnchen auf Abwegen ...

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/u-bahn-schlaeger-torben-p-hartes-urteil-milde-strafe-a-787174.html

Das sieht doch ganz so aus, als wenn weder die Schablonen der rot-grünen Erklärbären (Gesellschaft ist schuld) noch die der braunen (Zuwanderung aus barbarischen Kulturen) allzu viel mit der Lebenswirklichkeit zu tun hätten.

Vielleicht erhöhen prekäre Verhältnisse die Wahrscheinlichkeit, dass jemand aus wirtschaftlicher Not Eigentums- und Vermögensdelikte begeht. Aber ob er ein Gewaltverbrecher werden will oder nicht, entscheidet jeder einzelne Mensch zu 100 % autonom und eigenverantwortlich.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/12189428?sp=238#jump


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 25. Feb 2013, 00:06 
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So stellt sich ein deutscher Polizeipräsident das Notwehrrecht vor - natürlich nur, wenn seine eigenen Leute zugeschlagen haben:

Quote:
Polizeipräsident verteidigt den Prügel-Polizisten

Image

Nach den Schlägen eines Polizisten gegen eine gefesselte Frau hat sich Münchens Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer in einem Interview erstmals geäußert. Jetzt steht er für seine Worte in der Kritik.

(...)

Die Polizei habe einen Schlag zugegeben, sagte Erlmeier. Der Polizist beruft sich auf Notwehr. Seine Mandantin spreche von zwei Faustschlägen. Auch habe sie nach seiner Ansicht dem Beamten keinen Kopfstoß geben können. "Sie lag auf dem Rücken oder seitlich und war gefesselt." Der Beamte habe seine Hand auf ihren Kopf gedrückt, sie habe ihn angespuckt. "Er hat seine Hand weggenommen und zweimal zugeschlagen", sagte Erlmeier.


http://www.welt.de/regionales/muenchen/article113719008/Polizeipraesident-verteidigt-den-Pruegel-Polizisten.html

Das können unsere "Freunde und Helfer" allerdings vergessen, so eine Verballhornung des Notwehrrechts macht kein noch so polizistenfreundlicher Richter mit.


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 25. Feb 2013, 14:51 
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GG146 wrote:
So stellt sich ein deutscher Polizeipräsident das Notwehrrecht vor - natürlich nur, wenn seine eigenen Leute zugeschlagen haben:

Quote:
Polizeipräsident verteidigt den Prügel-Polizisten

Image

Nach den Schlägen eines Polizisten gegen eine gefesselte Frau hat sich Münchens Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer in einem Interview erstmals geäußert. Jetzt steht er für seine Worte in der Kritik.

(...)

Die Polizei habe einen Schlag zugegeben, sagte Erlmeier. Der Polizist beruft sich auf Notwehr. Seine Mandantin spreche von zwei Faustschlägen. Auch habe sie nach seiner Ansicht dem Beamten keinen Kopfstoß geben können. "Sie lag auf dem Rücken oder seitlich und war gefesselt." Der Beamte habe seine Hand auf ihren Kopf gedrückt, sie habe ihn angespuckt. "Er hat seine Hand weggenommen und zweimal zugeschlagen", sagte Erlmeier.


http://www.welt.de/regionales/muenchen/article113719008/Polizeipraesident-verteidigt-den-Pruegel-Polizisten.html

Das können unsere "Freunde und Helfer" allerdings vergessen, so eine Verballhornung des Notwehrrechts macht kein noch so polizistenfreundlicher Richter mit.



Das der PP hinter seinen Leuten steht, kann man ihm nicht verdenken.Sowas nennt man Korpsgeist!Bedeutet in etwa, das zusammenhalten um jeden

Preis und wider besseres Wissen. Soll ja bekannt sein.

gruß staber


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 25. Feb 2013, 17:05 
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Wer die Kreise der Mächtigen stört, ist verrückt:

Quote:
23. Februar 2013 13:31 Innenminister unterstellt psychische Probleme

Herrmanns perfide Strategie

Noch ist nicht geklärt, was genau geschah - die Ermittlungen im Fall Teresa Z. laufen. Trotzdem stigmatisiert der oberste Dienstherr der bayerischen Polizei die junge Frau. Der Faustschlag gegen sie mag eine Affekthandlung gewesen sein, die Worte des christlich-sozialen Ministers sind es nicht. Herrmann macht Teresa Z. noch einmal zum Opfer.

(...)

Passt auf, die Frau könnte psychisch krank sein

Herrmann will die Polizei verteidigen, indem er die Glaubwürdigkeit der Frau zu erschüttern versucht, und dies mit der Botschaft: Passt auf, die Frau, die uns so viel Ärger bereitet, könnte psychisch krank sein. Dabei macht er persönliche, ja, intime Daten öffentlich.

Genauso verantwortungslos ist, dass der Minister Vorurteile gegen psychisch Kranke nicht nur ausnutzt, sondern weiter verstärkt. Seine zweite Botschaft: Wer einmal Kontakt zur Psychiatrie hatte, ist mit Vorsicht zu genießen. Und wenn der später mal von der Polizei hart angepackt wird - na ja, er wird sich halt entsprechend aufgeführt haben.

(...)


http://www.sueddeutsche.de/muenchen/inn ... -1.1607706

Die Masche ist nun wirklich nicht neu. Neu wäre es, wenn sich eine nennenswerte Zahl von wahlberechtigten Bürgern bis zur nächsten Wahl merken würde, wer sie für verrückt erklären würde, wenn sie ihm irgendwann im Wege wären.

Zumindest hinsichtlich der früheren Wahlentscheidungen für die CSU wäre der Befund dann ja auch nicht völlig ohne jede Grundlage.


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 5. Mar 2013, 20:10 
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Derzeit besteht offenbar keine Terrorismus - Gefahr:

Quote:
Suche nach Klopapierdieb: Staatsschutz von der Rolle

Das Thüringer Landeskriminalamt hat Mitarbeiter mit einer verdeckten Kamera überwacht, weil in einer Außenstelle der Behörde Toilettenpapier geklaut wurde. Für die Auswertung der Bänder wurde mindestens ein Beamter aus dem Bereich "Staatsschutz" abgestellt.

(...)


http://www.spiegel.de/panorama/klopapier-diebstahl-im-lka-thueringen-a-856963.html


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 12. Mar 2013, 11:43 
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Mittlerweile kommt man sich hier vor wie in einem besetzten Land, dessen Bevölkerung der Willkür einer feindlichen Soldateska ausgeliefert ist:

Quote:
DRAMA VOR DEM BAHNHOF IN KIRCHWEYHE

Daniel von Schlägerbande ins Koma getreten!

Die Ärzte haben kaum Hoffnung, dass er überlebt. Die ersten sechs Täter festgenommen

(...)


http://www.bild.de/regional/bremen/schl ... .bild.html

Mal sehen, ob das zuständige Gericht in diesem Fall die Schuldfrage ähnlich beurteilt wie der gmx - Schreiber, dem ich hier geantwortet habe:

Quote:
"Schuld daran ist der Staat, keine Ausbildung, keine Arbeit, keine Perspektive, aber viele freie Zeit."

Meines Wissens begehen die allermeisten Arbeitslosen keine Morde aus Langeweile. Der Staat kann also - wenn überhaupt - allenfalls mitschuldig sein, der Hauptschuldige an einem Mord ist immer noch der Mörder.

Normalerweise finde ich die häufig zu lesenden Vergleiche zwischen heutigen Konfliktstoffen und den Naziverbrechen unpassend, aber diesem perfiden "die Gesellschaft ist schuld" - Geschwafel muss man das ausnahmsweise entgegenhalten:

Am Holocaust war NICHT der kommunistische Klassenmord schuld und auch nicht der Versailler Vertrag. Das geht zu exakt 100 % auf das Konto entfesselter deutscher Kleinbürger, deren Wut über ureigene deutsche Fehler in den Jahren 1917 bis 1919 auf der Suche nach Sündenböcken in den NS - Rassenwahn geführt hat.

Wer heutzutage angesichts willkürlicher und absolut bösartiger Gewaltkriminalität in der Öffentlichkeit mit dem bequemen und feigen Muster "die Gesellschaft ist schuld" herumspielt, betätigt auch so einen Sündenbockmechanismus - und er leistet den Aggressoren (psychologische) Beihilfe, macht sich also M I T S C H U L D I G !!!


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/17973034?sp=7#jump

Wundern würde mich das nicht.


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PostPosted: 12. Mar 2013, 12:21 
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Quote:
"Schuld daran ist der Staat, keine Ausbildung, keine Arbeit, keine Perspektive, aber viele freie Zeit."


Diese Betrachtungsweise erfreut jedenfalls die Strafverteidiger, die wegen der daraus folgenden milden Strafe keinen Anlass haben, dem Gericht viel Arbeit zu machen.

Noch ökonomischer wollte in diesem Fall die österreichische Polizei vorgehen:

Quote:
(...)

Eine Polizei-Panne hätte fast einen Mörder davonkommen lassen: Am 22. Oktober wurde Sandra Reiter (26) in ihrer Wohnung in Auberg (OÖ) tot aufgefunden. Die Leiche hing an einem Elektrokabel an der Badezimmertür. Dorfcops schlossen rasch den Akt: „Selbstmord!“

Für die Mutter und Freunde der jungen Frau aber war unvorstellbar, dass sich Sandra das Leben genommen haben sollte. Sie drängten auf eine Obduktion, und die ergab tatsächlich: Sandra wurde erwürgt.

(...)


http://www.heute.at/news/oesterreich/ooe/art23653,822380

Von dem Fall wurde auf 3Sat berichtet. Was nicht in dem zitierten Artikel steht: Eine Nachbarin hatte der Polizei auch noch von Krach in der Wohnung zur Tatzeit erzählt, das haben sie einfach nicht weiterverfolgt.

Unter solchen Umständen ist natürlich eine steigende Dunkelziffer bei Tötungsdelikten unvermeidbar. Es gibt ja auch Fälle, in denen keine Angehörigen von Opfern nachhaken - oder auch selbst die Täter sind.


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 14. Mar 2013, 17:25 
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Angeblich verhöhnen irgendwelche Migranten den getöteten DanielS im Internet:

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http://www.zukunftskinder.org/?p=39275

Nach meinen bisherigen Internet - Erfahrungen würde ich allerdings auch unseren deutschen rechtsradikalen Früchtchen zutrauen, dass sie Foren- und Facebook - Accounts faken, um in der Rolle möglichst widerlich erscheinender Migranten Hass zu generieren.

Nichtsdestoweniger halte ich es für eine ganz schlechte Idee des Bürgermeisters von Weyhe, ausgerechnet jetzt (sozusagen prophyllaktisch, bevor Rechtsradikale den Fall instrumentalisieren) zu einer Demonstration gegen Rechts aufruft:

Quote:
(...)

Der Bürgermeister verurteilt die brutale Tat, die sich am Sonntag nach einem Disco-Besuch auf dem Bahnhofsplatz ereignet hatte, aufs Schärfste. Zuständig sei in diesem Fall die Polizei und die Staatsanwaltschaft. Das Urteil habe allein das Gericht zu sprechen. Wie berichtet, sitzt der 20-jährige mutmaßliche Haupttäter wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Der Bürgermeister würde es begrüßen, wenn der Runde Tisch gegen Rechts und für Toleranz am Sonnabend in der Zeit von 10 bis 18 Uhr zur Demo am Bahnhof aufruft.

(...)


http://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/landkreis-diepholz/virtuelle-organisation-schuert-angst-2799240.html


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PostPosted: 16. Mar 2013, 14:54 
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Solche Erfahrungen machen Intensivtäter auf dem Weg zum Mörder auf ihren zwischenzeitlichen Gerichts - Stationen:

Quote:
FÜNF MINUTEN NACH URTEIL

Hier feiert die Garbsen-Gang ihren Boss

13 Anklage-Punkte, aber nur Bewährung

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(...)

26 Taten in 13 Anklagepunkten wurden verhandelt – u.a. Raub, Diebstahl, Körperverletzung, Bedrohung, Unfallflucht, eine Brandstiftung in der Caroline-Herschel-Schule (300 000 Euro Schaden).

Gestern, kurz vor 16 Uhr, verkündete die Richterin das überraschende Urteil: „Zwei Jahre Jugendstrafe. Sie werden zur Bewährung ausgesetzt.“ Fünf Minuten nach dem Urteil ließ er sich von seinen Freunden feiern...

(...)

Die Richterin: „Sie haben in dreieinhalb Monaten U-Haft einen sehr guten Eindruck gemacht. Außerdem fiel uns positiv auf, dass sie an jedem Prozesstag, nachdem man ihnen die Handschellen abgenommen hat, freundlich ‚Guten Morgen‘ sagten.“

(...)


http://www.bild.de/regional/hannover/ju ... .bild.html

Immer schön freundlich zu den Staatsautoritäten sein, dann ist das Tottreten der Zwangsabgabenknechte halb so schlimm.


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