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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 28. Oct 2012, 21:09 
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Vom GG-Aktiv - Forum hierher kopiert:

Arbeitslos wrote:
Quote:
"Tötungsabsicht schwer nachzuweisen"


? Das soll mal ein Ortsunkundiger verstehen ? Was für eine Absicht wäre es denn, wenn man einen schon am Boden liegenden, wehrlosen Menschen weiter tracktiert? Das ist doch Mord.

Jetzt habe ich mir mal den Gesetzestext zu Totschlag angesehen, also das fass ich nicht, ehrlich:

§ 212 Strafgesetzbuch
Totschlag

(1) Wer einen Menschen tötet, ohne Mörder zu sein, wird als Totschläger mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.

(2) In besonders schweren Fällen ist auf lebenslange Freiheitsstrafe zu erkennen.


Wer einen Menschen tötet ohne Mörder zu sein? OK, les ichmal was bei Mord steht.



§ 211 Strafgesetzbuch
Mord

(1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.

(2) Mörder ist, wer

aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,

heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder

um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,

einen Menschen tötet.
............................................

Eigentlich doch eine klare Aussage, wie kann man bei den Berliner Tätern Totschlag vermuten? Um sowas zu verstehen bin ich zu blöde.


Arbeitslos wrote:
Eigentlich doch eine klare Aussage, wie kann man bei den Berliner Tätern Totschlag vermuten? Um sowas zu verstehen bin ich zu blöde.


Vielleicht lässt diese Aussage eines relativ medienpräsenten Jugendrichters (ein Bekannter der verstorbenen Frau Heisig) ungewollt einen kleinen Einblick darauf zu, wie die hohen Herrschaften bei Gericht wirklich ticken:

Quote:
Ich habe damals mal in einem Prozess gegen Skinheads vor der versammelten Szene gesagt, wenn hier noch ein einziger ins Gesicht eines anderen tritt, dann geht ihr dafür nicht nur in den Knast, sondern vors Landgericht – und zwar wegen versuchten Mordes. Danach haben die dreimal überlegt, ob sie noch einmal zutreten.


http://www.heute.de/ZDF/zdfportal/web/h ... ny-K..html

Mit anderen Worten: "Wenn die Kopftreterei hier in der Gegend nicht aufhört, mache ich das mit Euch, was das Gesetz tatsächlich vorsieht."

Umkehrschluss: Die hohen Herrschaften bilden sich ganz im Ernst ein, dass sie im Sinne ihrer ideologischen Postulate Marke "die Gesellschaft ist schuld" nach freiem Belieben von gesetzlichen Vorgaben abweichen bzw. diese völlig ausblenden dürfen. Wenn sie dann irgendwann meinen, dass in bestimmten Fällen die Täter selbst die Schuldigen sein könnten, drohen sie die Anwendung des Gesetzes an.

Das ist eine Machtanmaßung, die mit der Unabhängigkeit des Richters im Sinne des Grundgesetzes nichts mehr zu tun hat:

Quote:
Artikel 97

(1) Die Richter sind unabhängig und nur dem Gesetze unterworfen.

(...)


http://dejure.org/gesetze/GG/97.html


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 28. Oct 2012, 21:23 
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Ja nun, dass die Justiz-Vollhonks nur die Hure der Mächtigen sind, sollte doch bekannt sein.

Oder etwa nicht?



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In der Demokratie mästen sich Sozialisten in Parlamenten. Im Sozialismus hungern Demokraten in Zuchthäusern und Arbeitslagern.
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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 29. Oct 2012, 15:29 
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Die Familie des Ermordeten kann sich auch bei unseren Experten für die Simulation von Gewaltprävention bedanken:

Quote:
Schon knapp ein Vierteljahr vor den Tritten und Schlägen gegen Jonnys Kopf zeigte Onur U. seine gewalttätige Seite.

Der 19-Jährige soll einen Radfahrer in die Klinik geprügelt haben. Das brachte ihm einen zweiwöchigen Arrest und ein Antigewalt-Seminar ein.

Zielfahnder sollen ihm jetzt auf den Fersen sein.


http://www.berliner-kurier.de/polizei-p ... 31402.html

Noch einmal zur Erinnerung, WAS hier simuliert wird:

Quote:
Artikel 1

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(...)


http://dejure.org/gesetze/GG/1.html


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 29. Oct 2012, 20:46 
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Immer Sachlich bleiben liebe" Aufgebrachten"
Wir leben noch immer in einem Rechtsstaat! Noch !
Seien wir doch mal ehrlich! Wenn hier die Forderung laut wird, diese Typen ( Verdächtige ) gehörten unverzüglich hinter Gitter, dann ist dies (in der Regel) nicht aus juristischen Erwägungen der Fall, sondern aus einem subjektiven Gerechtigkeitsempfinden, welches menschlich zwar nachvollziehbar ist, aber kein Maßstab für die Justiz sein kann und darf.
Die individuelle Schuld eines jeden Tatverdächtigen ist in einem rechtsstaatlichen Verfahren festzustellen und gegebenenfalls zu bestrafen. Die Strafe folgt nicht unmittelbar der Tat, sondern dem Urteil (leider auch dann nicht immer "unmittelbar", aber das ist ein anderes Thema).
Noch einmal: Die Untersuchungshaft ist eine verfahrenssichernde Maßnahme der Strafprozessordnung und darf keinesfalls als eine Art vorgezogene Strafe in Ergänzung zu Sanktionen des Strafrechtes missbraucht werden. An dieser Stelle stünde unsere Rechtsstaatlichkeit auf dem Spiel!
Ich denke mal, Alex kann das besser beurteilen , als " Fachmann "
Wenn hier zum tausendsten Mal wiederholt wird, dass die Gesetze halt geändert werden müssen, wenn sie eine unverzügliche Inhaftierung von Tatverdächtigen nicht gewährleisten, dann ist zu antworten: Inwiefern wollen Sie die Gesetze ändern? Mit dem Ziel etwa, dass Menschen in unserem Land staatlicherseits bestraft werden dürfen, auch ohne Feststellung der Schuld durch ein ordentliches Gericht?Das kann doch nicht im sinne des Erfinders sein.
Denkt ihr wirklich, unser Land verdiente dann noch die Bezeichnung Rechtsstaat? Es ist mitunter erschütternd mit anzusehen, wie leichtfertig manche Leute bereit sind, wichtigste zivilisatorische Errungenschaften aufzugeben. Die Einsicht, was die Alternativen wären und wie ihre Folgen aussähen, scheint nicht bei jedem angekommen zu sein.
Mir zeigt es, dass man sich niemals ausruhen darf, sondern immer wieder auf´s Neue für den Rechtsstaat zu ringen hat, auch wenn man es gerne anders hätte.

gruß staber


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 29. Oct 2012, 20:49 
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Staber wrote:
Wenn hier zum tausendsten Mal wiederholt wird, dass die Gesetze halt geändert werden müssen, wenn sie eine unverzügliche Inhaftierung von Tatverdächtigen nicht gewährleisten, dann ist zu antworten: Inwiefern wollen Sie die Gesetze ändern? Mit dem Ziel etwa, dass Menschen in unserem Land staatlicherseits bestraft werden dürfen, auch ohne Feststellung der Schuld durch ein ordentliches Gericht?


Intensivtäter trotz offenkundiger Flucht- und Wiederholungsgefahr auf freiem Fuß zu lassen, ist keine "rechtsstaatliche Errungenschaft", sondern Rechtsbeugung aus ideologischen Motiven.

In einem Fall war übrigens die Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen die Haftverschonung erfolgreich:

http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/in ... -Haft.html


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 29. Oct 2012, 23:03 
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GG146 wrote:
Staber wrote:
Wenn hier zum tausendsten Mal wiederholt wird, dass die Gesetze halt geändert werden müssen, wenn sie eine unverzügliche Inhaftierung von Tatverdächtigen nicht gewährleisten, dann ist zu antworten: Inwiefern wollen Sie die Gesetze ändern? Mit dem Ziel etwa, dass Menschen in unserem Land staatlicherseits bestraft werden dürfen, auch ohne Feststellung der Schuld durch ein ordentliches Gericht?


Intensivtäter trotz offenkundiger Flucht- und Wiederholungsgefahr auf freiem Fuß zu lassen, ist keine "rechtsstaatliche Errungenschaft", sondern Rechtsbeugung aus ideologischen Motiven.

In einem Fall war übrigens die Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen die Haftverschonung erfolgreich:

http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/in ... -Haft.html


Ich kann zwar nicht in die Zukunft schauen, aber ich sage jetzt schon voraus, die Empörung die ich angesichts der hier dargestellten Vorgänge empfinde, wird nicht halb so groß sein, wie die Empörung die ich nach der Urteilsfindung empfinden werde ...


gruß horst


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 29. Oct 2012, 23:06 
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staber wrote:
Ich kann zwar nicht in die Zukunft schauen, aber ich sage jetzt schon voraus, die Empörung die ich angesichts der hier dargestellten Vorgänge empfinde, wird nicht halb so groß sein, wie die Empörung die ich nach der Urteilsfindung empfinden werde ...


gruß horst


Das wird den meisten Leuten nach der Urteilsverkündung so gehen. Heute auf politopia.de dazu geschrieben:

Alpin wrote:
Einmal der Stärkere sein und es dem Schlitzauge mal so richtig zu zeigen. Die unterste Stufe der Gewalt. Bereut oder begriffen, was man da angerichtet hat (ein Mensch ist tot!), hat keiner der Beteiligten nur das Geringste.


Genau das ist die offizielle Definition des Mordmerkmals "sonstige niedrige Beweggründe" = unterste sittliche Stufe. Deshalb hat auch der Bundesgerichtshof schon völlig anlass- und motivlose Tötungen als Mord und nicht als Totschlag angesehen. Trotzdem nehmen sich die meisten Tatrichter einfach heraus, contra legem genau diesen Gewaltverbrechertypus regelmäßig mit einer Verurteilung wegen (ggfs. versuchten) Totschlags davonkommen zu lassen, wenn nicht sogar der Tötungsvorsatz wegfabuliert und eine bloße gefährliche Körperverletzung oder Körperverletzung mit Todesfolge herbeigelogen wird. Man will den jungen Leuten ja nicht das Leben versauen ...


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 29. Oct 2012, 23:12 
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staber wrote:
Immer Sachlich bleiben liebe" Aufgebrachten"
Wir leben noch immer in einem Rechtsstaat! Noch !
[...]

gruß staber


@Staber und alle Interessierten

Ganz sicher nicht lieber Staber, wie Du in Unzahlen von Strängen und Beiträgen in diesem Forum nachlesen kannst, inklusive Belegen.
Deutschland ist nur dann ein Rechtsstaat, wenn man sich mit der Minimaldefinition zufrieden gibt, dass ein Rechtsstaat eine formalrechtliche Ordnung besitzt. Doch bedauerlicherweise muss diese Ordnung auch noch konsequent durchgesetzt werden und die darin enthaltenen Rechtsbegriffe tatsächlich befolgt werden, vor allem von denen die sich anmaßen einen Rechtsstaat zu leiten. Da sich aber selbst die Verantwortlichen, die da tönen es gäbe hier einen Rechtsstaat viel zu oft selbst nicht daran halten und sogar das Grundgesetz "mit Füßen treten" ist hier bestenfalls noch eine rudimentäre Form eines Möchte-Gern-Rechtsstaats vorhanden. Im Übrigen hat das Ganze schon von der Wortbedeutug her etwas mit Gerechtigkeit zu tun, die man breitflächig in Deutschland zwar ebenfalls suchen kann, doch bald schon nicht mehr zu finden in der Lage sein wird...
Der hier vorlegende Strang ist das beste Beispiel dafür, dass wir in immer schnellerer Geschwindigkeit von jeder vorhandenen Form eines Rechtsstaats Abschied nehmen können. Darüber hinaus siehe den Strang "Asozialstaat Deutschland" im Unterforum weitere Aktuelle Themen. Darin gibt's jede Menge Belege wie tief unten dieses Land bereits ist.

Siehe beispielsweise hier eine kleine Zusammenfassung, warum Deutschland eben kein Rechtsstaat mehr ist
http://grundgesetzaktiv.de/phpBB3/viewt ... 604#p27604


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 7. Nov 2012, 13:28 
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Die nächste Rechtsbeugung zugunsten Gewaltkrimineller, wieder einmal in Bremen:

Quote:
KURZ DARAUF KOMMT ER WIEDER FREI

Intensivtäter verprügelt Polizisten

GEWERKSCHAFT EMPÖRT ÜBER JUSTIZSKANDAL

(...)

Plötzlich dreht der Festgenommene durch. Brutal schlägt er auf die Beamten ein. Polizeisprecher Nils Matthiesen: „Das Pfefferspray zeigte bei ihm kaum Wirkung. Wie wild ging er auf die Einsatzkräfte los.“

Verstärkung kam – dann die Festnahme. Die beiden Beamten wurden verletzt, sind dienstunfähig. Einer mit Knochenbrüchen, der andere ist mit Schürfwunden und Hämatomen übersät.

Doch der brutale Täter darf durch Bremen laufen! Die Staatsanwaltschaft lehnte ab, ihn dem Haftrichter vorzuführen. Wenige Stunden nach der Prügelei konnte er die Wache verlassen.

Dabei ist der türkischstämmige Bremer sattsam bekannt. Er soll nach BILD-Informationen 2008 wegen Beteiligung an einem Tötungsdelikt verurteilt worden sein, 42 Straftaten auf dem Buckel haben.

(...)


http://www.bild.de/regional/bremen/koer ... .bild.html


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 7. Nov 2012, 16:24 
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Und das passiert in einer der laut Innenminister Jäger angeblich sichersten Großstädte NRWs "mitten" in der Stadt. Man kann ob der großspurigen Äußerungen der Politiker nur noch von größter Übelkeit befallen werden, und das ist noch höflich ausgedrückt:

"[...]Hagen (dapd-nrw). Ein Mann ist auf offener Straße in Hagen in den Hals geschnitten worden. Der flüchtige Täter verletzte den 34-Jährigen am Montagmorgen im Bereich des Bahnhofs schwer mit einer Waffe, wie die Polizei mitteilte. Das stark blutende Opfer traf auf eine Streife, die sich zufällig in dem Bereich aufhielt. Die Polizisten leisteten Erste Hilfe und alarmierten den Notarzt. Der 34-Jährige schwebte am Montagmittag nicht mehr in akuter Lebensgefahr.

Der Täter konnte unerkannt fliehen. Die Ermittler leiteten eine Großfahndung ein, eine Mordkommission nahm ihre Arbeit auf. Die Hintergründe der Tat waren zunächst noch unklar."

Quelle:
http://www.derwesten.de/region/mann-auf-offener-strasse-in-den-hals-geschnitten-id7261119.html

Anm.: Entgegen wahrscheinlich anders lautender Darstellung aus Politik und Polizeikreisen ist Gewalt auf offener Straße in dieser Stadt ganz sicher kein selten auftretendes Phänomen; zwar nicht in dieser extremen Ausprägung, aber auch weniger Gewalt ist unnötige Gewalt, wenn Menschen durch Schläger, Räuber, etc. verletzt oder misshandelt werden...
Gerade bei Gewaltdelikten sind die Bürger sich letztlich selbst überlassen. Hilfe von anderen ist ebenfalls durch politisches Versagen hervorgerufen, kaum zu erwarten, da Helfer oft selbst verletzt oder sogar strafrechtlich verfolgt werden, wenn sie effektive Hilfe geleistet haben. Siehe mehr dazu unter den Notwehrsträngen...


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 24. Nov 2012, 13:10 
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Aus einem Artikel zu den Gedenkfeiern anlässlich des 15. Jahrestages des Brandanschlags von Mölln:

Quote:
(...)

Auch Faruk Arslan, der bei dem Anschlag seine Mutter Bahide und seine Tochter Yeliz verlor und heute in Hamburg lebt, ist ein unbequemer Partner. Er würde sich das Gedenken "natürlich anders wünschen", mit mehr Teilnehmern. Eine konkrete Vorstellung hat er nicht. Er hat sich schon mehrmals über mangelnde Hilfe nach dem Anschlag und über Schikane durch Ämter beklagt.

In Mölln gilt Arslan als schwierig, man weist gerne auf seine Vorstrafen hin. Er tauche einmal im Jahr zur Gedenkfeier auf mit "einem riesigen Anspruch", sagt Marc Sauer, der seit vielen Jahren ehrenamtlich für den Verein "Miteinander leben" gegen Fremdenfeindlichkeit arbeitet. "Dadurch, dass er Opfer wurde, ist er nicht zum besseren Menschen geworden", sagt Sauer.

(...)


http://www.sueddeutsche.de/politik/moel ... 1.788533-2

Und das von einem prototypischen "Gutmenschen" ...

Ich habe auf dem deutsch - türkischen Forum politiopia.de einen Beitrag dazu geschrieben:

korkutdede wrote:
Zum Vater der getöteten Kinder sagt Marc Sauer: "Dadurch, dass er Opfer wurde, ist er nicht zum besseren Menschen geworden"



Das wundert mich nicht. Für Leute, die schwere Verbrechen als soziale Unfälle verbuchen und wie jede andere Unfallstatistik verwalten wollen, um das Eskalationspotential des Konfliktstoffes klein zu halten, sind Opfer - Hinterbliebene mit eigener Meinung sehr störend. Dummerweise kann man die ja im Gegensatz zu den Tätern nicht mit Strafnachlässen bestechen, sich irgendwelche versöhnlichen Äußerungen zusammenzulügen.

Das gilt allerdings nicht nur für Opfer politisch motivierter Gewaltkriminalität, sondern für alle Gewaltopfer. Besonders augenfällig wird das Misstrauen und die allgemeine Aggressivität in der Gesellschaft gegen Gewaltopfer, wenn die Justiz ganz offenkundige Notwehrsituationen verleugnet, weil man aus diesem dumpfen Misstrauen heraus bei jedem, der sich nicht in seine Opferrolle schicken will, eine Neigung zur Selbstjustiz wittert.


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 25. Nov 2012, 17:39 
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Am Alexanderplatz hat es erneut einen brutalen Überfall gegeben:

Quote:
Schrutzl
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Wenn ihr wüßtet wie sich solche Täter ins Fäustchen lachen. Sie lachen über unsere Justiz. Ab und zu mal ein paar Monate in den Knast um Bekannte zu treffen gehört mit zu ihrer Gangsta"kultur" !
-----------------

Knast ist die Adelung. Jetzt sind sie bei ihren Vätern angekommen (oft), ihnen gleichwertig.
---------------------------

Scheinbar sehen nicht alle Tottreter ihr öffentliches Bild als gewalttätiger "Herr der Straße" als große Ehre an, sonst würde nicht der flüchtige mutmaßliche Mörder vom Alexanderplatz teure Anwälte damit beauftragen, der Presse das Maul zu stopfen:

http://www.bz-berlin.de/bezirk/mitte/onur-u-und-seine-berliner-anwaelte-article1587481.html

Was sie - und auch sehr viele nicht gewaltkriminelle Migranten - aber mit Sicherheit denken, ist, dass ein Staat, der seine Bürger wider aller Rechtsvernunft und auch gegen die eigene Verfassung nicht effektiv vor willkürlicher Gewalt in der Öffentlichkeit schützen kann oder will, zutiefst dekadent, verrottet und lebensuntüchtig ist.

In so eine würdelose Opferkultur werden sich diese Leute niemals integrieren, im Gegenteil. Was die erste und zweite Einwanderergeneration bereits an Integrationsleistungen erbracht hat, heben die dritte und vierte Generation wieder auf.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/16936138?sp=385#jump


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 30. Nov 2012, 16:03 
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Schonprogramm für Serientäter

http://www.rbb-online.de/kontraste/uebe ... milde.html


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 13. Dec 2012, 20:14 
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Die alltägliche willkürliche Gewalt in der Öffentlichkeit hat einen Angehörigen einer prominenten Familie erwischt:

Quote:
Image

ADENAUERS URENKEL

Ein Schläger hat mir das Gesicht zertrümmert

(...)

„Nach einer Party stieg ich mit zwei Freunden in ein Taxi. Es gab Streit mit dem Fahrer wegen des Öffnens eines Fensters“, erzählt Nalle. „Nach wenigen Metern schmiss der Fahrer uns am Rudolfplatz raus. Er brüllte: ‚Ich f... Deine Mutter‘, drohte uns Schläge an.“

Was Adenauer dann schildert, klingt unfassbar. „Der Fahrer sprach auf türkisch oder arabisch mit drei Männern, die auf der Straße standen. Einen nannte er Hakan, der kam aus Brühl. Er war unbeteiligt, aber er lief auf mich zu und haute mich mit einem Schlag um.“

Danach türmten der Taxifahrer (Mercedes C-Klasse) und der Brutalo.
Adenauer kam sofort ins Krankenhaus Hohenlind: Diagnose: u.a. Brüche von Schädelbasis, Stirnhöhle, Augenhöhle, Nasenscheidewand sowie ein Trümmerbruch des Nasenbeins.

(...)


http://www.bild.de/regional/koeln/koerperverletzung/adenauers-ur-enkel-verpruegelt-27635490.bild.html

Auf rechtsdrehenden Foren und Blogs ist jetzt natürlich Party angesagt (die Links erspare ich uns). Die multikriminelle Gesellschaft erreicht die Angehörigen der für ihre Errichtung verantwortlichen Politiker ...

Die wahren Einladungen zu der Faschoparty sind aber mit "Im Namen des Volkes" überschrieben und von Strafrichtern unterschrieben, die nichts weniger interessiert als diejenigen Rechtsgüter der Menschen im Geltungsbereich des Grundgesetzes, denen auf dem GG-Papier der höchste Schutz zukommt: Menschenwürde, Leben und Gesundheit.


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 13. Dec 2012, 22:26 
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Das Problem ist ganz klar, wir haben keine guten eigenen Boxer mehr, nur noch Türken, Armenier oder Ukrainer. Unsere Jungs machen lieber Abitur. Es wird Zeit, dass wir die männliche Jugend auf ihre eigentliche Aufgabe vorbereiten, wer soll denn demnächst Polizist werden, wenn er Angst vor Gewaltanwendung hat? Ich sehe noch ein anderes Problem, eine andere Memmenursache. Die Männer heute sind doch gar keine Männer mehr. Keine Eier. Max Schmeling, Peter Müller, die drehen sich vor Scham im Grab um! Kein Scherz!

:d2f1ee5598c64f45:


Aber da wir in einem Justizthema sind. Ich begreife einfach nicht, wie es dazu kommen kann, dass hin und wieder sogar Frauen vor Gericht stehen, die ihre Männer verkloppt haben, ich meine, das löst bei mir echt Unwohlsein aus. Hat der Kollege keine Ehre? Oder handelt es sich dabei um Geistwesen, die nicht bluten?

Ehrlich gesagt, ich glaube diese Urenkelgeschichte noch gar nicht. Der alte Adenauer hatte die Nase so ähnlich krumm und platt. Es könnte sich um eine PR-Aktion handeln. wobei der Türke und Araber eine Gage bekommen, mit diesem Schmiss hat der Junge natürlich bei den Frauen bessere Chancen...


http://www.youtube.com/watch?v=YRSzBzgV ... =fvwp&NR=1


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 14. Dec 2012, 22:52 
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Mal wieder Bremen:

Quote:
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Mitte – Vier dunkel gekleidete Jugendliche treten mit aller Wucht auf ihr wehrloses Opfer ein. Die junge Frau (25) mit den blonden, langen Haaren und dem hellen Rock wird schwer verletzt. Nur das beherzte Eingreifen von Bernd B. (43) rettete ihr Leben. Er selbst bekam dabei Schläge ab, wurde bewusstlos.

(...)


http://www.bild.de/regional/bremen/gewa ... .bild.html

Man kommt sich wirklich vor wie in einem soeben militärisch unterlegenen und besetzten Land, dessen Zivilbevölkerung einer unkontrollierten Sodateska ausgeliefert ist. Nur dass dieser Terror nicht von fremden Militärs, sondern von Politikern ausgeht, die die Prügelknaben und -mädchen selbst gewählt haben.


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 14. Dec 2012, 22:58 
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Neutral wrote:
Das Problem ist ganz klar, wir haben keine guten eigenen Boxer mehr, nur noch Türken, Armenier oder Ukrainer. Unsere Jungs machen lieber Abitur. Es wird Zeit, dass wir die männliche Jugend auf ihre eigentliche Aufgabe vorbereiten, wer soll denn demnächst Polizist werden, wenn er Angst vor Gewaltanwendung hat? Ich sehe noch ein anderes Problem, eine andere Memmenursache. Die Männer heute sind doch gar keine Männer mehr. Keine Eier. Max Schmeling, Peter Müller, die drehen sich vor Scham im Grab um! Kein Scherz!


Von Dir geschrieben ist der Ernst dieses Einwurfs schwer zu glauben ...

Die "Memmenursache" ist einfach die Sozialisation der Mehrheitsbevölkerung in einer Gesellschaft, in der Gewalt aller Art seit Jahrzehnten geächtet ist und als asozial gilt. So aufgewachsene junge Männer weisen erziehungsbedingt weniger als das natürliche altersspezifische (= männlichen Angehörigen der Spezies Mensch angeboren) Gewaltpotential auf, während einige Minderheiten an diesem Mehrheitskonsens nicht teilnehmen und ihrem männlichen Nachwuchs noch ein zusätzliches Gewaltpotential anerziehen.


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 15. Dec 2012, 09:21 
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GG146 wrote:


ich wünsche keinen eigentlich den Knast aber dene wünsche ich alle nur nix gutes. das ist meine meinung dazu



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so sieht es aus!
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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 22. Dec 2012, 00:02 
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Im Fall des Sittenser Rentners wollte die Generalstaatsanwaltschaft nach einer Beschwerde der Angehörigen des getöteten Jugendlichen zwischenzeitlich Anklage wegen Totschlags erheben, aber das Landgericht Stade hat die Eröffnung der Hauptverhandlung abgelehnt:

Quote:
Der 78-jährige Rentner Ernst B., der in Sittensen einen flüchtenden Räuber erschossen hat, muss sich nicht vor Gericht verantworten. Das Landgericht Stade habe die Eröffnung eines Hauptverfahrens abgelehnt, teilte eine Sprecherin des Gerichts am Montag mit. Eine Verurteilung sei nach einer vorläufigen Bewertung der Beweislage unwahrscheinlich. Die Kammer gehe davon aus, dass ein Angriff auf das Eigentum des Angeklagten vorgelegen habe und die Schüsse als Notwehrhandlung gerechtfertigt gewesen seien.


http://www.mopo.de/umland/nach-toedlich ... 32912.html

Es wird also auf Notwehr erkannt, obwohl die Täter alle auf der Flucht waren und die Bedrohungslage für die Persönlichkeitsrechte des Rentners - also Leben / Gesundheit / Freiheit - eindeutig beendet war. Allein die Verteidigung einer Eigentumsposition im Wert von 2.000 Euro rechtfertigt schon einen Todesschuss, wenn mildere Mittel nicht zur Verfügung stehen.

Das (!) ist also das wirkliche deutsche Notwehrrecht (wobei ich immer noch Zweifel habe, ob tödliche Mittel zur Meidung eines im Einzelfall leicht verschmerzbaren wirtschaftlichen Schadens verhältnismäßig sind). Wenn man dieser Entscheidung den Fall des Informatikstudenten Sven G. gegenüberstellt, der für einen Messerstich in den Hals des Vorturners einer typischen Tottreter - Gang zu einer Gefängnisstrafe ohne Bewährung verurteilt wurde, kann man sich nur noch an den Kopf fassen.


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 Post subject: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
PostPosted: 7. Jan 2013, 21:24 
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Bei "entsprechender juristischer Verteidigung" ...

Quote:
Hauptverdächtiger soll Jonny K. nicht berührt haben

Onur U. soll nicht an den tödlichen Verletzungen des 20-Jährigen beteiligt gewesen sein. Das erfuhr die Berliner Morgenpost aus Ermittlerkreisen.

(,,,)

Ein Begleiter von Jonny K. wollte einen dritten, stark betrunkenen, Freund auf einen Stuhl setzen. Den soll Onur U. dann zur Seite gezogen haben. In der Folge soll es deswegen zu einer handfesten Schlägerei zwischen dem Freund von Jonny K. und dem Boxer gekommen sein, in deren Verlauf der in Kämpfen erfahrene 21-Jährige seinem Kontrahenten durch eine Vielzahl von Schlägen gegen den Kopf und den Oberkörper erheblich zugesetzt haben soll.

Dem 29-Jährigen war bei der Gewaltorgie das Jochbein und die linke Hand gebrochen worden. Drei Begleiter von Onur U. sollen versucht haben, diesen zu stoppen. Als Jonny K. ebenfalls seinem Freund zu Hilfe eilen wollte, sei er von einem dieser drei Begleiter durch einen Tritt gestoppt worden.

Tod durch Blutgerinsel im Gehirn
Laut mehreren Aussagen sei Jonny K. anschließend von Melih Y. und Bilal K. zu Boden geworfen und misshandelt worden. Besonders der immer noch flüchtige Bilal K. – er wird in Griechenland vermutet – soll mehrfach gegen den Kopf von Jonny K. getreten haben. Nach Informationen der Berliner Morgenpost ergab die Obduktion, dass Jonny K. an einem Blutgerinnsel im Gehirn starb.

Ermittler gehen davon aus, dass Onur U. sich kurz vor Prozessbeginn stellen wird, damit hätte er die Zeit der Untersuchungshaft für sich verkürzt. Zudem könne er bei entsprechender juristischer Verteidigung mit einer Bewährungsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung, begangen an dem Begleiter von Jonny K., rechnen.

(,,,)


http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell ... haben.html

Die bringen das fertig und verhängen auch in dem Fall noch Bewährungsstrafen ...

Der Typ ist ein erfahrener Kampfsportler, hat die eigentliche Schlägerei angefangen und eine massive gefährliche Körperverletzung gegen jemand anderen aus der mit willkürlicher Gewalt überzogenen Gruppe des Getöteten begangen.

So jemand ist also nach der Auffassung unserer mainstream - Presse ein Kandidat für eine Bewährungsstrafe.

Da hilft wirklich nur noch eine klare gesetzliche Regelung, die Bewährungsstrafen für Gewalttaten von der gefährlichen KV aufwärts in der Öffentlichkeit gegen dem Täter völlig unbekannte Menschen kategorisch ausschließt und den unteren Teil des Strafrahmens sperrt. Die deutschen Richter - jedenfalls die in Berlin - sind der gesellschaftlichen Verantwortung, die ihre derzeitigen Ermessenspielräume ihnen zuweisen, beim besten Willen nicht mehr würdig.


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