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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
BeitragVerfasst: 18. Mai 2016, 10:53 
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Zitat:
Mord aus falschem Verdacht: Eltern töten mit einem Bekannten einen Mann, der über Facebook Kontakt zu ihrer Tochter aufgenommen hat. Sie hielten ihn für einen Kinderschänder.


Na ja, wer nur Kontakt auf fb sucht nach Minderjährigen bzw Probiert. Kann ich als Elternteil diese Person Blöckieren oder Melden. Da muss man nicht gleich jemand umbringen.



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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
BeitragVerfasst: 18. Jun 2016, 17:28 
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Auf dem Facebook - Profil von RA Schmitz (Autor des Tagesspiegel - Artikels) gesehen und kommentiert:

Zitat:
De Maizière und die Wachpolizei

Der Bundesminister für Irrwitz und Verunsicherung

(...)

Stellen Sie sich einmal vor, was man in 130 Stunden auf 4 oder mehr Fächer verteilt insgesamt so lernen kann. Viel ist das nicht. Und wenn nach diesen 130 Stunden jemand mit einer Waffe durch die Gegend rennt, dann erhöht das nicht die Sicherheit der Bevölkerung, nein, es gefährdet sie.

Die reguläre Polizei und Justiz wird kaputt gespart

Wenn der Bundesverunsicherungsminister nun diesen irrwitzigen Vorschlag macht, dann ist dies zunächst einmal die Bestätigung des von mir seit Jahren immer wieder erhobenen Vorwurfs an die versammelten Innenminister der Republik, dass sie die reguläre Polizei und die Justiz kaputt gespart und damit die Sicherheit der Bevölkerung gefährdet haben.

(...)


http://m.tagesspiegel.de/politik/de-mai ... ?r=7771520

Solche Hilfspolizisten wären nicht besser ausgebildet als Wachschutzleute mit der Sachkundeprüfung nach § 34a GewO und schlechter als solche mit dem IHK - Abschluss "Fachkraft für Schutz und Sicherheit".

Wenn sie damit durchkommen und demnächst wieder jede Menge neuer Säue durch`s Dorf laufen, ist die dann beachtliche Qualifikation privater Sicherheitsfachkräfte ein tolles Argument, dem Verramschen der Autobahnen das nächste große Privatisierungsprojekt hinterherzuschieben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
BeitragVerfasst: 28. Jul 2016, 08:50 
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Bei versuchten Tötungsdelikten wird grundsätzlich U-Haft verhängt, weil man da trotz festen Wohnsitzes nur wegen der hohen Strafandrohung von Fluchtgefahr ausgeht. Die Bonner StA geht also jetzt schon davon aus, dass dieser Fall "klein gehalten" werden soll:

Zitat:
Arzt sollte enthauptet werden Nach „Allahu Akbar“-Attacke ermittelt der Staatsschutz

(...)

Am Montag war der Vater (45) eines Patienten (19) in die Fachpraxis von Dr. Tan gestürmt.

„Er kam mit dem Messer auf mich zu, brüllte »Ich bin Palästinenser, ich habe so viele Juden abgestochen«“, schilderte der Chirurg dem EXPRESS die dramatische Situation.

„Dann schrie er »Entschuldige dich bei meinem Sohn, geh auf die Knie und küsse seine Hand«!“

(...)

Ein weiterer Sohn (15), den der Vater zur Verstärkung mitgebracht hatte, soll versucht haben, Dr. Tan von hinten runter zu drücken – quasi in eine Hinrichtungspose.

„Der wollte mich enthaupten“, so der Chirurg.

(...)

Warum keine U-Haft?

Nicht mal der Messer-Vater landete in U-Haft – wie kann das sein? „Es liegen bislang keine Haftgründe, wie zum Beispiel Fluchtgefahr, vor“, erklärt Dr. Sebastian Buß von der Bonner Staatsanwaltschaft.

Nach EXPRESS-Infos handelt es sich bei dem 45-Jährigen um einen Deutschen mit palästinensischem Hintergrund – und festem Wohnsitz.

(...)


http://www.express.de/bonn/arzt-sollte- ... z-24465448


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
BeitragVerfasst: 28. Jul 2016, 18:25 
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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
BeitragVerfasst: 2. Aug 2016, 19:54 
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Heute habe ich auf Facebook mal zwei Artikel zum hiesigen Thema kommentiert:

Zitat:
2. August 2016 | 08.40 Uhr

Nordrhein-Westfalen

Messerangriffe nehmen zu

Düsseldorf. Was früher die Faust war, ist heute das Messer. Die Fälle von Messerattacken haben stark zugenommen. Die Stichwaffe gehöre mittlerweile zur Grundausstattung der 15- bis 30-Jährigen, sagt die Polizei. Eine gefährliche Entwicklung.

(...)


http://www.rp-online.de/nrw/panorama/nr ... -1.6156624

>> Auch eine fünfköpfige Gruppe junger Männer befand sich gegen 19 Uhr auf dem Weg zum Ausgang. (...) Sie waren des Bades verwiesen worden (...) Beim Verlassen des Geländes gerieten sie plötzlich mit einem 31-Jährigen in Streit. <<

Das passt nun wirklich nicht in eine Reihe böööser böser Messerangriffe. Eine aus einer öffentlichen Einrichtung hinausgeworfene 5-köpfige Gruppe junger Männer gerät nicht "plötzlich" in einen Streit mit einer einzelnen Person, solche Typen suchen Streit.

Wenn sie dann an jemanden geraten, der neben einer Salatgurke und ein paar Tomaten auch noch das dazu passende Messer in seiner Badetasche hat, fällt das lustige Kopftreten eben aus.

Über die Verletzungen der Hobby - Kopftreter müssen sich weder die Justiz noch der RP - Schreiber den eigenen Kopf zerbrechen. Andere Hobbys wie Drachenfliegen und free climbing sind auch gefährlich.

Den Kopf zerbrechen müssen sich allenfalls Polizeibeamte, Sicherheitskräfte und wehrhafte Privatleute, wenn pflichtvergessene Richter eine Notwehrüberschreitung konstruieren, wo definitiv keine ist:

http://www.heise.de/tp/artikel/31/31167/1.html

Zum Glück ist das bis jetzt noch nicht der Normalfall in Deutschland, solche Irrsinnsurteile findet man fast nur im Zuständigkeitsbereich des LG München.

Zitat:
Kampf gegen Terrorismus: Politiker fordern Tschechen auf, Waffen zu tragen

Die Anschläge in Deutschland haben bei vielen Tschechen wohl ein mulmiges Gefühl aufkommen lassen. Denn erstmals sind Terrorakte auch in unmittelbarer Nachbarschaft geschehen. Innenminister Milan Chovanec (Sozialdemokraten) hat bereits veranlasst, das Grenzgebiet zu Deutschland stärker zu überwachen. So soll verhindert werden, dass abgelehnte Asylbewerber nach Tschechien kommen – die noch dazu radikal sein könnten. Zugleich werden immer häufiger Stimmen laut, dass sich die Tschechen bewaffnen sollten.

(...)


http://www.radio.cz/de/rubrik/tagesecho ... -zu-tragen

Das ist manipulative politische Agitation, die in Tschechien, Polen und Ungarn im Vergleich zu den deutschen Medien nur die gegenteilige Zielrichtung verfolgt.

Diese sind aber nicht weniger manipulativ. Wenn hierzulande Bürgern, die ihr Recht auf Sicherheit einfordern, regelmäßig Angststörungen unterstellt werden, ist das ganz genauso unverschämt und menschenverachtend wie die osteuropäische Agitation gegen Flüchtlinge:

http://www.rolandtichy.de/kolumnen/held ... -republik/


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
BeitragVerfasst: 21. Aug 2016, 22:30 
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Hatten wir das nicht schon in ähnlicher Form im Fall des Hamburger "20 Cent - Mörders"? Brutalste Tritte gegen den Kopf sind angeblich kein Schwerverbrechen, wenn der Getötete bereits durch den vorhergehenden Faustschlag oder den Sturz tödlich verletzt worden sein könnte?

Zitat:
Panorama Kein Totschlag? 22:44

Spektakuläre Wende im Fall des 17-jährigen Niklas

Die tödliche Prügelattacke auf Niklas aus Bonn hat in ganz Deutschland Entsetzen ausgelöst. Doch der 20-jährige Hauptverdächtige könnte aufgrund neuer Erkenntnisse schon bald wieder freikommen.

(...)

Ein rechtsmedizinisches Gutachten habe ergeben, dass die Gefäße im Gehirn des Schülers eine Vorschädigung aufwiesen, sodass die Adern schneller reißen könnten als normalerweise, sagte der Sprecher der Bonner Staatsanwaltschaft, Robin Faßbender, am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Der Vorwurf des Totschlags gegen den 20 Jahre alten Hauptverdächtigen könne nicht mehr aufrechterhalten werden.

(...)


http://www.welt.de/vermischtes/article1 ... iklas.html

Dann sind die Tritte immer nocb versuchter Mord, Herrschaften! Richter, die solche Verbrecher laufen lassen, betreiben Wahlwerbung für rechte Parteien.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
BeitragVerfasst: 3. Sep 2016, 10:52 
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Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Zitat:
Urteil Türsteher schlagen Studenten in Bonner Club bewusstlos

(...)

„Ich habe die Schläge nicht kommen gesehen und nicht erwartet“, sagte Timo W. als Zeuge. „Erst im Krankenwagen kam die Erinnerung langsam wieder.“ Durch die gezielten Faustschläge war er gestürzt und hatte sich den Kopf auf dem Betonboden aufgeschlagen. Timos Schwester, eine Ärztin, hatte die Szene beobachtet und leistete sofort Erste Hilfe, denn der Bruder war nicht ansprechbar und blutete aus einer großen Kopfwunde.

Der jüngere Türsteher jedoch zerrte die 32-Jährige vom Schwerverletzten weg. Zudem bedrohte und beleidigte er die Cousine, die intervenieren wollte. Schließlich bekam auch die 21-Jährige eine mächtige Ohrfeige gegen die linke Gesichtshälfte. Sie erlitt Prellungen des Schädels und des Jochbeins.

(...)


http://www.ksta.de/region/rhein-sieg-bo ... s-24682304

>> Zwei Jahre und elf Monate für einen 23-Jährigen und einen Monat weniger für einen 27-Jährigen. <<

Angesichts der schweren Verletzungen ist das nicht zu hoch angesetzt und angesichts der Tatsache, dass die beiden nicht vorbestraft sind, auch nicht zu niedrig. Bei einem Strafrahmen von 6 Monaten bis 10 Jahren passt das.

Skandalös ist dagegen, dass sehr viele Gerichte bei vergleichbaren Taten Vorbestrafter oder noch gefährlicherer Begehungsweise (Kopftreten) auch keine höheren Strafen verhängen und damit die Verdoppelung der Strafandrohung für die gefährliche Körperverletzung bei der Reform des StGB Ende der 90er Jahre praktisch ignorieren.

Das ist für mich eine Missachtung des Parlaments und eine Verletzung der Gewaltenteilung durch pflichtvergessene Richter.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
BeitragVerfasst: 4. Sep 2016, 08:54 
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Zitat:
Das ist für mich eine Missachtung des Parlaments und eine Verletzung der Gewaltenteilung durch pflichtvergessene Richter.


da gebe ich dir recht. Und solche Richter gehören weg



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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
BeitragVerfasst: 15. Nov 2016, 20:05 
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Ich glaube nicht, dass diese sadistischen Schläger noch weitere Unterstützung brauchen. Einen günstigeren Rahmen für die Pflege ihres Menschenschinder - Hobbys als die Begleitung durch solche Erklärbären kann ihnen der Staat beim besten Willen nicht verschaffen:

Zitat:
Wiener Expertin zu Gewaltvideo: “Die Tat gehört verurteilt, aber nicht die Jugendlichen selber”

Seit mehreren Tagen kursiert im Internet ein Gewaltvideo, in dem zu sehen ist, wie ein 15-jähriges Mädchen von mehreren Gleichaltrigen brutal geschlagen wird. “Die Tat gehört verurteilt, aber nicht die Jugendlichen selber”, sagte die Wiener Kinder- und Jugendanwältin Monika Pinterits dazu am Montag. Die Expertin findet es problematisch, dass das Video auf Facebook sehr schnell verbreitet wurde.

(...)

“Der Hintergrund kann vieles sein: Armut, Zorn auf andere Kids, denen es besser geht, eigene Gewalterfahrungen, sich nicht geliebt fühlen. Das sind Menschen, die kein Selbstwertgefühl haben. Diese brauchen Unterstützung”, sagte Pinterits. “Das ist immer ein Schrei nach Aufmerksamkeit.

(...)


http://www.vienna.at/wiener-expertin-zu ... er/5012668


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
BeitragVerfasst: 21. Nov 2016, 20:44 
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Die Familie des Täters können sie auch gleich unter Polizeischutz stellen:

Zitat:
Mann schleift Frau an Strick hinter Auto her

"Eine Brutalität der Tat, die besonders ist"

Ein brutales Verbrechen erschüttert Hameln: Ein 38-Jähriger hat seine Lebensgefährtin mit einem Seil um den Hals hinter seinem Auto durch die Innenstadt geschleift. Die 28-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt. Der mutmaßliche Täter stellte sich der Polizei.

(...)

Der mutmaßlicher Täter und sein Opfer gehören zwei Großfamilien an. Wohl vor diesem Hintergrund wurde die Frau unter Polizeischutz gestellt. Zu ihrem Schutz gibt die Polizei auch nicht preis, wo genau die 28-Jährige behandelt wird.

(...)


http://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norde ... hergezogen

Es ist allerdings zu befürchten, dass es um die Kapazitäten der Polizei für so etwas auch nicht viel besser bestellt ist als um die des Strafvollzugs.

Zitat:
Rot-Rot-Grün will mehr offenen Vollzug

Wer Verbrecher freilässt, braucht eben auch weniger Zellen

(...)

Berlins Haftanstalten platzen aus allen Nähten. Der Auslastungsgrad im Frauenvollzug liegt aktuell bei 123 Prozent, der der Männer bei 92 Prozent. Dennoch: Rot-Rot-Grün will auf weitere dringend benötigte Haftplätze verzichten!

Grünen-Rechtspolitikerin Canan Bayram zur B.Z.: „Wir wollen den offenen Vollzug stärken, besonders für kurze Haftstrafen von zwei bis vier Jahren, was daher weniger Haftplätze erforderlich macht.“ Im offenen Vollzug sind Häftlinge allerdings nur über Nacht im Gewahrsam.

(...)


http://www.bz-berlin.de/berlin/wer-verb ... ger-zellen


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
BeitragVerfasst: 22. Nov 2016, 20:17 
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Im islamischen Weltbild ist so manche krude Regelung zwischenmenschlicher Problematiken verankert.Aus einem Land der Dichter und Denker wird schön langsam ein Land der Köpfer und Schlächter! Ein Danke an unsere Politik.

Chronologie - das Auto als Waffe
Wut auf andere Verkehrsteilnehmer oder Streit in einer Beziehung - immer wieder werden Autos eingesetzt, um Menschen schwer zu verletzen oder zu töten.

Zitat:
Beispiele:
August 2016: In Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) soll ein 31-Jähriger eine Bekannte absichtlich überfahren haben. Das 30 Jahre alte Opfer stirbt trotz Rettungsversuchen. Gegen den Verdächtigen wird Haftbefehl wegen Totschlags erlassen.

Juli 2015: Ein 46 Jahre alter Mann, der in Buttstädt (Thüringen) einen 23-Jährigen mehrfach mit dem Auto überrollt und schwer verletzt haben soll, stellt sich nach bundesweiter Fahndung der Polizei. Die Ermittler gehen von einem Streit zwischen den beiden Männern aus.

März 2015: Das Landgericht Duisburg verurteilt einen 24-Jährigen zu neun Jahren Haft, der nach einem Werkzeugdiebstahl eine Augenzeugin mit seinem Wagen überfahren hatte. Die Frau erlitt einen Becken- und Oberschenkelbruch.

November 2014: Ein Kellnerin und zwei ihrer Kollegen werden im Berliner Stadtteil Kreuzberg von einem Auto erfasst. Ihr Ehemann, der am Steuer saß, soll aus Rache in die Gruppe gerast sein. Die Frau, die unter anderem einen Beinbruch erlitt, hatte sich einige Monate zuvor von ihrem Mann getrennt.

Juni 2014: Ein Autofahrer fährt an der Mecklenburgischen Seenplatte zwei Radtouristen nach einem Streit um. Die beiden Männer aus Niedersachsen überleben knapp. Der Täter wird vom Landgericht Neubrandenburg im Dezember 2014 zu vier Jahren Haft verurteilt.

Juli 2013: Nach einem Streit über das endgültige Aus ihrer Beziehung überfährt ein 25-Jähriger in Wiesbaden seine Ex-Freundin mehrfach mit dem Auto und tötet sie. Das Landgericht verurteilt den Mann ein Jahr später wegen Totschlags zu acht Jahren und zehn Monaten Haft.

Mai 2013: In Rüdersdorf (Thüringen) wird ein Radfahrer von einem Auto angefahren und getötet. Das Opfer war laut Staatsanwaltschaft der neue Freund der Ehefrau des Autofahrers. Diese habe sich von ihrem Mann trennen wollen. Der Ehemann stellt sich danach auf eine Autobahn, wird von einem Lastwagen überrollt und stirbt.


http://www.neuepresse.de/Nachrichten/Pa ... r-Auto-her



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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
BeitragVerfasst: 15. Dez 2016, 19:34 
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Auf Facebook in einer Gruppe der Sicherheitsbranche gesehen und kommentiert:

Zitat:
Ladendetektiv greift durch

Bei einer Auseinandersetzung in Freital wird ein Asylbewerber mit Pfefferspray verletzt. Das hat ein Nachspiel vor Gericht.

(...)

Zu der Auseinandersetzung zwischen beiden war es laut Anklage am 23. Februar dieses Jahres im Penny-Markt an der Bahnhofsstraße in Freital gekommen. Zusammen mit zwei weiteren Männern, vermutlich ebenfalls Asylbewerber, hatte das Opfer den Lebensmittelmarkt betreten und dort ganz gezielt die Konfrontation mit dem Angeklagten gesucht.

Dieser verwies die Männer des Hauses. Aber nur die zwei Begleiter verließen den Markt umgehend. Der Geschädigte blieb und drohte dem Detektiv weiter, bis der zwei Meter große Deutsche schließlich das Reizgas zückte und kurz darauf auch einsetzte. Bei dem Spray handelte es sich nicht um CS-Gas, auch als Tränengas bekannt, sondern um ein Pfefferspray, das zur Tierabwehr, nicht aber für den Einsatz gegen Menschen zugelassen ist.

(...)

Der Einsatz des Gases wäre nur dann gerechtfertigt gewesen, wenn der Angeklagte damit einen gleichwertigen Angriff hätte abwehren müssen, erklärte sie. Die Schubser und angetäuschte Schläge des Geschädigten seien das aber nicht gewesen. Sie war der Ansicht, dass der große und kräftige Angeklagte sich hätte anders zur Wehr setzen können.


http://m.sz-online.de/sachsen/ladendete ... 64430.html

Immerhin behauptet die Richterin nicht, dass der Einsatz einer illegalen Waffe automatisch die Notwehr ausschließen würde. Das wäre eindeutig falsch. Man kann sich wegen unerlaubten Waffenbesitzes strafbar machen und wegen des Einsatzes der illegalen Waffe trotzdem durch Notwehr gerechtfertigt sein.

Es bleibt aber das generelle Problem, dass Richter ohne jegliche Erfahrungen mit gewalttätigen Auseinandersetzungen völlig freihändig entscheiden, welche milderen Mittel ohne unzumutbare zusätzliche Eigengefährdung des Notwehrübenden zur Verfügung gestanden hätten. Das hat schon zu vielen Fehlurteilen geführt.

Dieses Problem umschifft die Richterin hier allerdings durch den Hinweis auf die fehlende "Gleichwertigkeit": Völlig unzumutbar sind Experimente mit möglicherweise unzulänglichen milderen Mitteln nur, wenn man die eigene körperliche Unversehrtheit oder die Dritter verteidigt. Hier geht es aber um tätliche Beleidigung und Hausfriedensbruch (wobei alle Rechtsgüter grundsätzlich notwehrfähig sind, auch die persönliche Ehre und das Hausrecht), da wäre es dem kräftigen und hochgewachsenen Sicherheitsmitarbeiter nach Auffassung der Richterin wohl zumutbar gewesen, zunächst auszuprobieren, ob er den Aggressor herausschieben oder bis zum Eintreffen der Polizei festhalten konnte.


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 Betreff des Beitrags: Neuer Justiz-Trend?
BeitragVerfasst: 19. Dez 2016, 19:29 
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GMX-News/ SPIEGEL ONLINE- "Getöteter Tayler aus Hamburg: Elf Jahre Haft für Stiefvater"
https://www.gmx.net/magazine/panorama/g ... r-32076676

Kommentar
Da wird sich doch wohl nicht ein sinnvoller Trend entwickeln? Nach den 10 1/2 Jahren für einen Vergewaltiger vor einigen Tagen in NRW nun auch in Hamburg ein respektables Urteil gegen einen absolut verantwortungslosen Totschläger-Stiefvater.
Zwei Urteile reichen selbstverständlich nicht für eine Trendwende, jedoch lassen sie Raum für die Hoffnung, dass man in deutschen Justiz zum Wesen des Strafrechts zurückkehren könnte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
BeitragVerfasst: 9. Jan 2017, 12:44 
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Meine Güte, jetzt kann man nicht einmal mehr Nothilfe in unübersichtlichen Situationen leisten und muss sich darauf beschränken, Polizei und Notarzt zu rufen. :evil:

Zitat:
Kriminalität

Falsche Hilferufe: Männer schlagen Krankenschwester bewusstlos und missbrauchen sie

(...)

Nach ersten Erkenntnissen sei die Frau in einen Park geeilt, nachdem sie von dort Hilferufe gehört hatte.

Kurz darauf hätten sie mehrere Männer bewusstlos geschlagen und ausgeraubt. Die Männer sollen sich auch sexuell an der Frau vergangen haben.

(...)


http://www.focus.de/panorama/welt/krimi ... 63143.html


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 Betreff des Beitrags: Ohne Worte
BeitragVerfasst: 27. Apr 2017, 19:30 
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DIE WELT - "Frau schubst fremden Mann vor einfahrende U-Bahn"
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/pa ... li=BBqg6Q9


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
BeitragVerfasst: 5. Jun 2017, 12:18 
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DIE WELT - "Spur 4334 und eine Sternstunde der Kriminalistik"
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/pa ... li=BBqg6Q9

Kommentar
Für die direkten Opfer kommt diese Arbeit leider immer zu spät. Doch mit Geduld, Ausdauer, Präzision und Akribie die Täter zu überführen stärkt letztlich die Innere Sicherheit und gibt den sekundären Opfern von Straftaten, nämlich den Angehörigen, die Möglichkeit für sich einen erträglichen Abschluss zu finden und das erlittene Trauma zu verarbeiten.
Aus diesem Gründen gebührt solchen Polizisten und Kriminaltechnikern höchstes Lob für ihren Einsatz, der dann letztlich auch vom manchmal notwendigen kleinen Quäntchen Glück vervollständigt wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
BeitragVerfasst: 29. Jul 2017, 09:54 
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Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Zitat:
IM VIDEO FLIEGEN STÜHLE AUF DEN ANGREIFER

Hier überwältigen Passanten den Messer-Mann

++ Ahmad A. (26) tötete einen Menschen, verletzte fünf weitere ++ Erster Bürgermeister Scholz: »Messerstecher ausreisepflichtig, konnte nicht abgeschoben werden ++


(...)


http://m.bild.de/news/inland/anschlag/a ... obile.html

>> Die Passanten sehen südeuropäisch oder türkisch aus. Einen Schwarzen kann ich auch erkennen.
Biodeutsche sind nur noch mutig, wenn es gegen AfD-Rentner geht... <<

Biodeutsche sind durch eine Reihe von Fehlurteilen zum Notwehrrecht, die in den letzten Jahren durch die Medien gegeistert sind, verunsichert.

Migranten werden nicht so leicht einer Überschreitung des Notwehrrechts (wo keine ist) verdächtigt, das macht den Unterschied aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
BeitragVerfasst: 5. Okt 2017, 03:12 
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Die werden sie höchstens wegen versuchten Totschlags anklagen, wenn überhaupt wegen eines Tötungsdelikts:

Zitat:
Versuchter Totschlag

Gewalttäter nach brutaler Attacke im Düsseldorfer S-Bahnhof gefasst

(...)

Der Verdächtige hatte am Montagabend einen 31-Jährigen in dem Bahnhof laut Zeugenaussage durch Tritte und Hiebe mit einem Schlagstock schwer am Kopf verletzt.

(...)

Die Taten sollen aus einer Gruppe von fünf bis zehn Männern heraus begangen worden sein. In dem anderen Bahnhof war ein 36-Jähriger schwer verletzt worden.


https://www.tz.de/welt/gewalttaeter-nac ... 42262.html

Tatsächlich aber ist Mordlust pur der niedrigste aller denkbaren Beweggründe, weit vor Habgier (aus Geldgeilheit töten auch angesehene Politiker und Konzernchefs) und Vedeckungsabsicht (wer lässt sich schon gern erwischen, wenn er was falsch gemacht hat?).

Dass ausgerechnet die sittlich am weitaus niedrigsten stehende Motivation für die Tötung eines Menschen in unserer Rechtsunkultur regelmäßig nicht als solche gewertet wird, ist mit das größte Versagen der deutschen Justiz überhaupt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
BeitragVerfasst: 25. Nov 2017, 10:55 
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Zu diesem Artikel habe ich auf Facebook einen Beitrag geschrieben und einen GG-Aktiv - thread verlinkt:

Zitat:
POL-DO: Schwerer Raub in Dortmund-Kirchlinde – Polizei sucht Zeugen!

(...)

Ein Mann trennte sich plötzlich von der Gruppe und trat auf die Mädchen zu. In der Hand hielt er ein circa 15 bis 20 cm langes Klappmesser. Er forderte die Herausgabe der Mobiltelefone.

Ein aufmerksamer Dortmunder beobachtete von seinem Auto aus die Situation und stieg aus, um den Mädchen zu helfen. Der Täter bedrohte jetzt den 46-Jährigen, schubste ihn und flüchtete letztendlich in Richtung Schulzentrum.

(...)


https://ruhraktuell.com/dortmund/pol-do ... ht-zeugen/

Wenn man sowas mitbekommt, muss man auch noch gaaanz vorsichtig bei der Nothilfe sein. Von deutschen Gerichten bekommt man als Normalbürger ruck - zuck eine Überschreitung des Notwehrrechts angehängt. Ein Beispiel:

>> Es ist der Moment, in dem Uwe W. aufsteht – und den Frauen hilft. Der Schläger steht noch bei den Frauen. Er schreit sie an, beleidigt sie. In einer erhobenen Hand hält er die Bierflasche. Um das Geschehen herum stehen drei, vier junge Leute. „Sie waren unschlüssig, haben nur beobachtet.“ Uwe W. erreicht die niedergeschlagene Frau. Blut fließt ihr aus einer Platzwunde, ihre Hände hält sie schützend vor den Kopf. Neben ihr steht ihre Bekannte. Sie hat einen Schock – und Angst. „Ich dachte, der geht jetzt auch auf mich los. Ich war froh, dass Herr W. plötzlich da stand“, sagt Gabi D. (61).

Es kommt zu einem Gerangel, Savas K. drückt Uwe W. weg, schlägt ihm mit einer Faust gegen die Brust, in der anderen Hand hält er immer noch die Bierflasche. Da gibt der Polsterer gibt dem Schläger einen kräftigen Schubs – es ist der Moment für den der gelernte Polsterer später bestraft werden soll. <<

http://grundgesetzaktiv.de/phpBB3/viewt ... =455#p3621

Da ist der arme Schläger noch glatt auf`s Bahngleis geplumpst und sowas können deutsche Richter und Staatsanwälte, die sich ja ständig um die Resozialisierung der armen Schläger bemühen, natürlich nicht dulden. Das gab einen Strafbefehl für den bösen Nothelfer:

https://www.tz.de/muenchen/stadt/strafe ... 22259.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewalt in der Öffentlichkeit und Selbstjustiz
BeitragVerfasst: 18. Dez 2017, 23:31 
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Mal wieder eine tolle Leistung der Verantwortlichen für die öffentliche Sicherheit in Deutschland ...

Zitat:
Intensivtäter auf der Flucht

Weil Mahmut A. nicht abgeschoben wurde, konnte er noch töten

(...)

Späti-Verkäufer Than N. (21) wurde Anfang November in Wilmersdorf erstochen. Der Haupttäter Mahmut A. (20) – ein türkischer Asylbewerber – ist nach der Bluttat auf der Flucht, hat sich vermutlich in sein Heimatland abgesetzt.

(...)

Nach seiner Haftentlassung hätte Mahmut A. sofort abgeschoben werden müssen. Und trotzdem hielt er sich – offenbar unbehelligt von Ausländerbehörde und Polizei – weiter in Berlin auf.

(...)


https://www.bz-berlin.de/wedding/weil-m ... och-toeten

Auf Facebook dazu geschrieben:

>> Anis amri konnte töten obwohl man ihn auch hätte abschieben können!!! <<

Amri haben sie mit voller Absicht nicht abgeschoben, um über ihn irgendwelche ISIS - Zellen in Libyen auszuforschen. Die haben also ganz bewusst das Leben von Einwohnern Deutschlands riskiert, um sich international als große Islamistenbekämpfer zu präsentieren.

Im Fall Mahmut dagegen ist es den Verantwortlichen offenbar einfach nur scheißegal gewesen, ob hierzulande ein paar Leute mehr oder weniger ermordet werden.

So langsam aber sicher komme ich nicht mehr umhin, Todesfälle durch Desinteresse der verantwortlichen staatlichen Stellen an jeder Art von Gefahrenprävention als deutsche Staatsmorde zu qualifizieren ... :evil:


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