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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 7. Feb 2013, 00:46 
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http://www.zentrum-der-gesundheit.de/po ... athie.html

Quote:
Drogen sind ebenfalls ein möglicher auslösender Faktor der Polyneuropathie. Besonders häufig kann eine Polyneuropathie daher bei alkoholabhängigen Patienten beobachtet werden


leider fast immer.

Morgen mehr..



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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 11. Feb 2013, 11:51 
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ich suchte gerade was anderes und habe das gefunden, was sehr richtig ist und was mir jede/r betroffene/r die clean sind erzählen:

Quote:
Die Partnerschaft mit einem Alkoholkranken ist vergleichbar mit einer Fahrt in einem lecken Boot. Angehörige versuchen ständig das eindringende Wasser auszuschöpfen um das Boot vor dem Untergang zu bewahren. Der Alkoholkranke aber schöpft nicht mit, sondern verstärkt (durch sein Trinken) das Leck sogar noch. Darum ist es allemal besser aus dem Boot auszusteigen und an das rettende Ufer zurückzuschwimmen und den Alkoholkranken im Boot allein zu lassen. Wenn plötzlich alle haltgebenden Helfer verschwunden sind und er sich allein gelassen fühlt, verstärkt das gewaltig seine Angst und erhöht seinen Leidensdruck. Denn dadurch spürt er den drohenden Untergang den niemand mehr aufhalten hilft. So erkennt er meistens sehr rasch, dass es so nicht mehr weitergehen kann Erst jetzt wird der Alkoholkranke etwas an seiner Situation ändern wollen. Nun ist er bereit, Hilfe anzunehmen und mit dem Trinken aufzuhören .


Das kann ich bestätigen. Mann/Frau muss erst mit dem Hals in Sch.. stehen um Land wieder zu sehen ;) Es hilft wahrlich niemanden einen zu bemitleiden aber auch hilft es nicht zu schimpfen und zu toben. Es geht aber mit sehr viel Mühe und Geduld aber auch da ist Vorsicht geboten.Da das Suchtkranke 100000 Aus reden haben muss man haar genau auf passen und ab wiegen ob es sinnvoll ist da zu bleiben und zu kämpfen oder zu gehen. In den meisten fällen ist es so das mann/frau geht. Aber es gibt aus nahmen :D Mann/Frau muss in der ersten Zeit immer auf der Hut sein, denn wie schnell fällt mann/frau wieder ins alter Muster wieder rein.. ;) Helfen kann man nur, in den meisten Fällen, wenn Mann/Frau in den Hintern treten tut. ;)

Quote:
Solange der trinkende Alkoholkranke sich sicher sein kann, dass "wohlmeinende" Helfer ihm alle unangenehmen Folgen seiner Trinkerei abnehmen oder erleichtern, solange wird er nichts an seinem Trinkverhalten ändern. Warum denn auch? Er kann sich darauf verlassen, dass sein Alkoholkonsum beispielsweise "gedeckt" wird (vorm Chef, vor den Nachbarn etc.). Er ist sich sicher, dass er weiterhin gut versorgt sein wird und dass es ihm an nichts mangelt. Das hat zur Folge, dass dem Alkoholkranken gar nicht bewusst wird, was er sich und anderen antut. Und er sieht eben keine Gründe aufzuhören.


leider ist es die Wahrheit.

Quote:
Nur zu häufig kommt es vor, dass die Angehörigen diesen Krankheitsverlauf durch ihr "wohlmeinendes" Helfen verlängern. Ein Alkoholkranker muss seinen persönlichen Tiefpunkt erreichen, um aus der Sucht aussteigen zu können. Dieser persönliche Tiefpunkt ist sehr individuell. Die Alkoholkrankheit muss im wahrsten Sinne des Wortes weh tun! Die Schmerzgrenze ist dabei sehr unterschiedlich. Für den einen reicht dazu der Verlust des Führerscheins, beim anderen muss es eine zerstörte Partnerschaft sein und wieder ein anderer muss erst in der Gosse liegen, um "aufzuwachen". Manche Menschen schaffen den Absprung leider nie. Jedoch allen ist es gemeinsam, sie müssen die bittere Erfahrung am eigenen Leibe machen, den eigenen Tiefpunkt zu erreichen.

Leider müssen auch viele Angehörige diese bittere Erfahrung machen. Auch sie müssen, genauso wie der Alkoholkranke selbst, ihren Tiefpunkt erreichen, um aus der Co-Abhängigkeit auszusteigen. Co-Abhängigkeit hat in keiner Weise etwas mit "mittrinken" zu tun, wie manchmal fälschlicherweise angenommen wird. Co-Abhängigkeit ist das Verhalten der Angehörigen, den Krankheitsverlauf des Alkoholkranken durch vermeintliches Helfen und Verdecken zu verlängern. Die Co-Abhängigkeit kann sogar soweit gehen, dass der Angehörige davon abhängig wird, dem Alkoholkranken zu helfen.

Sprechen Sie auch mit anderen Verwandten, Freunden und Bekannten über das Problem. Sorgen Sie dafür dass, diese in Ihrem Verhalten "mitziehen". Es bringt nicht viel, wenn Sie alleine den trinkenden Alkoholiker links liegen lassen und er sich bei anderen seine Unterstützung holt. Es müssen alle Angehörigen an einem Strang ziehen, nur so kann die Maßnahme effektiv sein.


ich kann nur so viel dazu schreiben, am besten man tut den Abhängige/n einen Spiegel vor augen halten. Meistens klappt das auch

http://www.a-connect.de/hilfea.php

P.s.: kompromisse kann man machen aber meistens klappt es nicht. leider



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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 11. Feb 2013, 15:56 
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Sprechen Sie auch mit anderen Verwandten, Freunden und Bekannten über das Problem. Sorgen Sie dafür dass, diese in Ihrem Verhalten "mitziehen". Es bringt nicht viel, wenn Sie alleine den trinkenden Alkoholiker links liegen lassen und er sich bei anderen seine Unterstützung holt. Es müssen alle Angehörigen an einem Strang ziehen, nur so kann die Maßnahme effektiv sein.


Das ist meines Erachtens ein Flop. Welcher Verwandte ist bereit einem alkohokranken Menschen beizustehen ? Sie meiden ihn, verleugnen ihn und tun so, als gehöre er nicht zur Familie. Bei Freunden und Kumpanie kann man auch kein Hilfe erwarten, sie verleiten den Kranken oft nur noch zu weiterem Trinken. :mrgreen: Genauso verhält es sich auch bei Rachern, die von der Sucht loskommen möchten. Keine Hilfe nur ein ärmliches Lächeln. Die Suchtkranken müssten die ganze Gesellschaft die ihnen nur schadet, total meiden und sich ganz anderen Dingen zuwenden und Freune sowie Kumpanie vergessen.


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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 11. Feb 2013, 18:43 
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Livia wrote:
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Sprechen Sie auch mit anderen Verwandten, Freunden und Bekannten über das Problem. Sorgen Sie dafür dass, diese in Ihrem Verhalten "mitziehen". Es bringt nicht viel, wenn Sie alleine den trinkenden Alkoholiker links liegen lassen und er sich bei anderen seine Unterstützung holt. Es müssen alle Angehörigen an einem Strang ziehen, nur so kann die Maßnahme effektiv sein.


Das ist meines Erachtens ein Flop. Welcher Verwandte ist bereit einem alkohokranken Menschen beizustehen ? Sie meiden ihn, verleugnen ihn und tun so, als gehöre er nicht zur Familie. Bei Freunden und Kumpanie kann man auch kein Hilfe erwarten, sie verleiten den Kranken oft nur noch zu weiterem Trinken. :mrgreen: Genauso verhält es sich auch bei Rachern, die von der Sucht loskommen möchten. Keine Hilfe nur ein ärmliches Lächeln. Die Suchtkranken müssten die ganze Gesellschaft die ihnen nur schadet, total meiden und sich ganz anderen Dingen zuwenden und Freune sowie Kumpanie vergessen.


Hilfe kriegen die schon nur sie müssen es annehmen und vor allen ihre Lügerei wegen der Sucht aufhören. Ich habe am Schluss immer das gesagt wenn ich getrunken habe. Natürlich nicht jedem aber den engsten Freunden oder meiner Mutter. Diese heimlichkeit geht mir auf den Keks drum habe ich das nie verheimlicht.

wahre Kumpels, so habe ich es mit gekriegt sagen lass es. Habe ich oft gehört.



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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 11. Feb 2013, 23:20 
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wohl wahr!!



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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 14. Feb 2013, 11:51 
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Internetsucht : Forum Onlinesucht : IAD



Verfangen in der Virtualität? -Internetsucht - Onlinesucht-

Internetsucht oder auch Onlinesucht ist keine Bagatelle! Im Folgenden einige private Gedanken von mir dazu und auf den Zusatzseiten: Zahlen & Fakten zur Onlinesucht, Verweise zur Suchthilfe, Informationen und entsprechenden Internetsucht-Initiativen!

Guten Tag werter Leser,

nicht umsonst dürftest Du Dich für diese Seiten interessieren. Es wird sich noch gestritten, ob der Begriff Onlinesucht bzw. Internetsucht, so stimmig ist. Denn eine stoffliche Abhängigkeit liegt in einem solchen Falle ja nicht vor. Doch egal ob nun Wortklauberei, oder ob diese Vokabeln Bestand haben werden, Fakt ist, es gibt diesen Mechanismus und er kann verflixt gefährlich werden.

Meist beginnt es völlig harmlos. Sei der Kontakt zum Netz nun durch den Arbeitsalltag oder im Privaten entstanden, so bietet das Internet in jedem Falle unzählige Möglichkeiten der Zerstreuung, Informationen in Hülle & Füllen und ist oft schlicht Arbeitsgrundlage sowie Informationsquelle. An sich also eine positive Sache und eine Bereicherung des Lebens generell. Genau das ist es auch für den Großteil der Internetnutzer und es liegt mir fern dies irgendwem verleiden zu wollen. Jedoch ist es eine altbekannte Weisheit, dass jedes Ding zwei Seiten hat und auf diese, die andere Seite, soll im Folgenden eingegangen werden.

Ich selbst stolperte vor nicht allzu langer Zeit, völlig naiv in eine große Forencommunity und erlebte dann ein Drama in endlosen Akten, welches mich nicht nur meine Selbstachtung zu kosten drohte, sondern auch meine Ehe, sowie meine alltägliche Realität und Sicherheit im Ganzen. Mich hatte niemand gewarnt und zurückblickend denke ich, vielleicht wäre ich vorsichtiger gewesen, hätte es jemand getan, was jedoch reine Spekulation ist.

Hinweis! Es existiert hier ein Forenboard und das was ich jetzt tue, nämlich darauf zu verweisen um sich Unterstützung anzufordern, mag nicht sehr sinnig anmuten, schließlich geht es darum eine Sucht zu bekämpfen. Allerdings ist im Falle von Onlinesucht nicht das Internet die Droge, sondern nur ein Transmitter für den eigentlichen Mechanismus und dieser soll beherrscht werden können (zumindest sollte es erlernt werden). Unter dem unten stehenden Verweis Community Board, sowie bei dem links platzierten Link Wave Forum, gelangt Ihr zum Forenboard dieser Domain. Ein spezielles Forum im gesamten Board ist das Forum Onlinesucht/Internetsucht, in dem auch Ihr als Gäste Schreibrechte habt, somit Erfahrungsaustausch betreiben, sowie Rat & Hilfe zum Thema Onlinesucht - Internetsucht anfragen könnt.

In der Suche steckt die Sucht...

Maß halten, wenn das zum Problem wird, der Gedanke an das Internet und/oder die Netzkontakte, das Leben beginnt zu beherrschen und immer mehr Zeit geopfert wird. Wenn vermeintlich nur noch im Internet wahre Freunde gefunden wurden/werden, der Alltag gleichgültig und als Last empfunden wird, die Verwahrlosung durch Nachlässigkeit beginnt, dann hat es Dich zu sehr vereinnahmt und Du solltest etwas tun. Möglichst bevor alles zusammenbricht!

"Kann mir doch nicht passieren, ich bin doch kein labiles Weichei und außerdem habe ich Familie und bin ich mit meinem Leben doch völlig zufrieden!" So, oder so ähnlich, mag sich so mancher Süchtige noch vor Wochen angehört haben. Denn eines sei gesagt, es geht unter Umständen rasend schnell! Mancher mag sich bereits jahrelang, vielleicht beruflich, im Netz bewegen; um dann, mit einem Klick nur, in etwas zu landen, was zuerst schleichend und dann immer schneller und deutlicher, vom Vergnügen zum kraftraubenden Lebenszweck mutiert. Warum kann es so schnell gehen und warum gibt es keine klare Einteilung wer nun suchtgefährdet ist und wer nicht? Nun ja, meines Erachtens nach liegt es daran, dass eine Internetsucht nichts mit einer generellen Labilität einer Person zu tun hat, sondern eher mit einer, nennen wir es ungünstige Ort/Zeit & persönlichen Verfassungskonstellation.

Der beste Schutz gegen diesen Mechanismus der Internetsucht, ist die Kenntnis seiner selbst und seiner Bedürfnisse, bzw. den daraus vorhandenen Defiziten! Diese zu erkennen und Abhilfe zu schaffen, ist der Weg diesen Mechanismus zu umgehen oder aber, so er bereits eingesetzt hat, wieder heraus zu finden!

Natürlich ist das nicht leicht, niemand behauptet das, jedoch ist es der Erfolg versprechende Weg. Und zumindest bei mir, was es der Weg hinaus. Leider (oder Gott sei Dank) neigt der Mensch dazu, glücklich sein zu wollen. Daraus resultiert, dass er logischerweise nicht zwanghaft nach Defiziten sucht, die seine, vielleicht oberflächliche Zufriedenheit, zerstören könnten. So sinnvoll das ist um nicht in Dauerdepressionen zu verfallen, so fatal kann es werden, bietet sich auf einmal ein Transmitter an, um ein Defizit auszugleichen, welches zwar vorhanden ist, aber im normalen Alltag keinen Platz gefunden hat. Sei es aus Pflichtbewusstsein, Zeitmangel oder schlicht Bequemlichkeit, was auch immer, es gibt viele Gründe die Dinge einfach mal laufen zu lassen und solange sie das dann auch tun, wäre eine Veränderung augenscheinlich Energieverschwendung.

Sieh ihr ins Gesicht / Deiner persönlichen Suche!

Die wichtigste Erkenntnis ist wohl die, dass einer Sucht nicht zwingend eine stoffliche Substanz als Droge zugrunde liegt, sondern Sucht ein Mechanismus ist, welcher sich auf so ziemlich alles übertragen kann. Süchtig zu sein nach z.B. Liebe, Nähe, Anerkennung, Macht oder einfach nur Sex. Heute sind diese Mechanismen bekann und die Frage ist immer, was wird vom Individuum in seine persönliche Sucht/Suche hineininterpretiert.(?) Denn es kommt darauf an, was sich der Mensch unter Nähe, Liebe, Macht oder auch unter Sex etc. subjektiv vorstellt, bzw. was assoziiert wird und was die betroffene Person glaubt sich damit verschaffen zu können. Erfahrungsgemäß geht es in all diesen Varianten immer um eine persönliche Bestätigung oder auch ein Erfolgserlebnis, gleich welcher Art, was dann den Kick geben soll. Das kann durchaus auch die Freude sein, andere getäuscht zu haben oder seinen Willen durchzusetzen. Auch die Bestätigung dessen, was der Mensch sowieso schon weiß, bzw. meint zu wissen, z.B. die Annahme: ich werde eh ausgenutzt wenn ich mich öffne; und doch redet/schreibt man sich im Chat oder auf Foren um Kopf und Kragen. Dadurch wird aus einem vermeintlich unerfüllbaren aber ständig präsentem Wunsch, ein Teufelskreis.

Eine andere oft geschilderte Empfindung ist die Offenheit und persönliche freundliche Annahme, die eine Person erfährt, so sie in Interaktion tritt und die damit einhergehenden euphorischen Zustände. Das Gefühl endlich einmal akzeptiert zu werden und so sein zu können wie man wirklich ist und das ohne die störenden Kleinlichkeiten des Alltags. Aber gerade dieser fehlende Alltagsfaktor trägt die Gefahr zum Realitätsverlust und der Prioritätenverschiebung in sich. Man fühlt sich so wohl und heimisch in der virtuellen Welt, dass der Alltag, der durchaus auch Freuden, Freunde, Hobbys aber eben auch Pflichten, Sorgen und Ärgernisse beinhaltet, umkippt in eine, als reine Belastung empfundene Pflicht. Alle Sehnsüchte, Wünsche und Erfolge werden ins Netz transferiert und allein die virtuelle Welt verspricht Glück und Wohlbefinden. Dadurch kommt natürlich alles andere zu kurz und der Druck der zu erledigenden Dinge wächst. Vielleicht beginnen Angehörige zu Murren und Mahnungen flattern ins Haus oder es kommt zu beruflichem Ärger. All das unterstützt das Feindbild Alltag und die Glorifizierung der Netzwelt als virtuelles Zuhause. Der Mensch hat zwar ein schlechtes Gewissen, zumindest unterschwellig, da er durchaus wahrnimmt dass da etwas im Argen liegt, jedoch hat er die Empfindung, dass er sich seine Bedürfnisse und Wünsche, seine Erfolge, ja vielleicht sogar seinen Status und sein Selbstbewusstsein, nur noch im virtuellen Raum beschaffen kann und das Reale Leben/der reale Alltag wird bei manch einem sogar zu einem Angstfaktor, da es immer fremder und drückender erscheint.

Natürlich bleiben dann auch Erfolge im realen Leben aus, schließlich wird alle Energie und jede zu entbehrende Minute in das Geschehen am PC kanalisiert und das Individuum erschafft sich somit seine Bestätigung dieser These, nämlich dass es sich am PC allein glücklich fühlt, mit jedem Tage neu. Freunde und Bekannte werden vernachlässigt, Pflichten nicht wahrgenommen oder geschoben bis zum letzten Drücker. Selbst die Wohnung verwahrlost unter Umständen und letztendlich leidet sogar die Körperpflege. Wer das bei sich beobachtet, der hat erst einmal Eines zu tun, es sich bewusst zu machen. Anzunehmen dass er/sie sich verfangen hat in einem Suchtmechanismus und dass da etwas kompensiert wird. Die Frage ist nur, was?

Der Weg aus der Internetsucht

Viele Wege führen nach Rom und der Richtige ist so individuell wie die Menschen es eben sind. Aber es gibt einige grundlegende Dinge die jedem Wesen helfen können und diese Dinge haben etwas mit Bewusstwerdung zu tun. Zuerst einmal, Scham ist diesem Stadium absolut kontraproduktiv! Natürlich ist es unter Umständen peinlich und unangenehm sich eine vermeintliche Schwäche einzugestehen, ja, sie auch anderen mitzuteilen um Hilfe und/oder Unterstützung zu erlangen. Jedoch den Mut zu haben dem ins Gesicht zu sehen, somit den Willen und die Stärke zur Änderung des Zustandes zu bekunden, ist im Unkehrschluss Grund stolz zu sein und seine Energie nicht mit rückblickender Scham zu vergeuden, sondern auf ein zukünftiges Ziel zu richten und dieses Ziel heißt Leben!

Jeder, jawohl Jeder, kann sich einmal verstricken! Für jeden Menschen kommt einmal eine schwierige Situation in seinem Lebenslauf und es ist kein Zeichen von Minderwert in eine solche zu geraten! Was allein zählt, ist, sein Leben nicht wegzuwerfen, nicht aufzugeben und sich den Tatsachen zu stellen. Dazu ist es zwingend notwendig, sein Tun, frei von falscher Scham und den daraus resultierenden verdrängenden Selbstlügen, zu hinterfragen. Es ist keine Schande es nicht allein zu schaffen und alle Hilfe zu nehmen die man bekommen kann! Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke, denn es erfordert sehr viel Mut sich Anderen anzuvertrauen und deren Urteile zuzulassen! Wichtig ist der Weg zurück, also das wieder herzustellen was vorher war und herauszufinden was daran nicht genug war. Will heißen, was hat gefehlt in diesem Leben, dass man es im Netz zu suchen begann? Oder auch, was genau war es, was einem im Internet den Kick gab? Welches Gefühl war es? Wann trat dieses Gefühl auf? Und was genau löste dieses Gefühl aus? Indem man es einkreist, lokalisiert und benennen kann, in dem Maße wie man es bewusst erfasst, wird es möglich sein, es sich durch Alternativen zu beschaffen die außerhalb des Suchtmechanismus liegen!

Noch etwas, eine Euphorie entsteht erst durch einen vorherigen Mangel! Es ist wie mit Hunger und dieser wird natürlich immer größer, je länger man nicht isst. Bekommt man dann endlich etwas und sei es auch nicht unbedingt schmackhaft, so wird man es gierig hinunterschlingen und einfach glücklich sein einen vollen Bauch zu haben. Es ist elementar sich seiner Bedürfnisse nicht zu schämen, sie nicht zu verdrängen oder zu leugnen, damit die Seele keinen exorbitanten Hunger entwickelt. Denn dieser Seelenhunger löst die Sucht erst aus! Natürlich bedeuten Bedürfnisse auch Abhängigkeiten von Anderen, bedeuten Verletzungsgefahr und somit Angst, aber ein Verdrängen ist hier nicht die Lösung, denn irgendwann wird sich die Seele holen was sie braucht und sei es erst einmal unbewusst; und dann hängt man sich auf in diesem Mechanismus ohne zu wissen wie einem geschieht. Sich Liebe zu wünschen, Wärme, Geborgenheit, Nähe, Verständnis, aber auch Macht, Dominanz, Anerkennung, Bestätigung, Sexualität (vielleicht auch in extremerer Form als "Blümchensex"); gebraucht werden zu wollen, bestimmen oder einfach auch einmal Spielchen spielen zu wollen, all dies ist menschlich und kein Grund sich zu schämen, sich schwach oder minderwertig zu fühlen, nur weil es sich vielleicht nicht gehört! Und selbst das, sich eben schwach und minderwertig zu fühlen und es zuzulassen, bedeutet die Möglichkeit sich Trost zu holen, bei einem Anderen einzukuscheln, sich fallen zu lassen und danach wieder gestärkt zu sein. Nur im Annehmen der eigenen Persönlichkeit, auch mit den Wesenszügen die man an sich vielleicht nicht so mag, liegt die Möglichkeit seine Bedürfnisse in verantwortungsvoller Art, sich selbst und Anderen gegenüber, zu befriedigen. Und nimmt ein Mensch uns dann so an, mit all unseren zugehörigen Zügen, dann haben wir einen wirklichen Verbündeten. Und auch nur so ist es möglich solche Menschen zu finden


http://www.diskussion-forum.de/internetsucht.htm

ich werde noch intensiver auf das thema eingehen und par Texte hervornehmen und was dazu schreiben. Aber erstmal viel spaß beim Lesen.



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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 14. Feb 2013, 20:58 
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Internetsucht oder auch Onlinesucht ist keine Bagatelle!


leider wird das aber sehr runtergespielt.zb. ": Es ist ja sehr wichtig man lernt viel man lernt so viele Leute kennen usw." es ist ja dass man viel lernt usw. aber alles nach maß.

Quote:
In der Suche steckt die Sucht...

Maß halten, wenn das zum Problem wird, der Gedanke an das Internet und/oder die Netzkontakte, das Leben beginnt zu beherrschen und immer mehr Zeit geopfert wird. Wenn vermeintlich nur noch im Internet wahre Freunde gefunden wurden/werden, der Alltag gleichgültig und als Last empfunden wird, die Verwahrlosung durch Nachlässigkeit beginnt, dann hat es Dich zu sehr vereinnahmt und Du solltest etwas tun. Möglichst bevor alles zusammenbricht!


das Problem ist, das es erst zusammenbrechen muss bevor die/der Betroffene weiß dass er/sie ein Problem hat.



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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 23. Feb 2013, 02:58 
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Drogen lassen auch Leute, die in beste Kreise hineingeboren wurden, ungebremst abstürzen:

Quote:
BLUTTAT IN BILLIG-HOTEL

Millionärstochter ersticht Dealer

Das Ende eines blutigen Streits: Millionärstochter Cecilia H. sitzt in Haft. Die 26-Jährige hat in Notwehr einen Mann erstochen – in einem Billig-Hotel in Hamburg St. Georg. Es ging um Crack, Kokain und Diebesgut. Der mysteriöse Messer-Mord gibt immer mehr Rätsel auf.

(...)


http://www.mopo.de/panorama/bluttat-in- ... 08862.html


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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 23. Feb 2013, 09:23 
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GG146 wrote:
Drogen lassen auch Leute, die in beste Kreise hineingeboren wurden, ungebremst abstürzen:

Quote:
BLUTTAT IN BILLIG-HOTEL

Millionärstochter ersticht Dealer

Das Ende eines blutigen Streits: Millionärstochter Cecilia H. sitzt in Haft. Die 26-Jährige hat in Notwehr einen Mann erstochen – in einem Billig-Hotel in Hamburg St. Georg. Es ging um Crack, Kokain und Diebesgut. Der mysteriöse Messer-Mord gibt immer mehr Rätsel auf.

(...)


http://www.mopo.de/panorama/bluttat-in- ... 08862.html


das ist klar, drogen machen vor niemanden halt genauso wenig wie alk. ;)



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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 14. Mar 2013, 12:14 
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ja, das ist wichtig. Ist zwar schmerzlich aber wirksam vor allen wenn ein Bekannter Freund/in oder sonst wer dem man nahe steht macht. Nur so lernen sie es. Traurig aber war.(die meisten)

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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 15. Mar 2013, 12:17 
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Ganja wrote:
....was doch mal wieder beweist, dass wir alles nur Menschen sind.
Unterschiede machen nur wir und ich verstand noch nie, wie man auf die Idee kommt,
Leute nach ihrem gesellschaftlichen Stand zu beurteilen.
Krankeiten kennen unsere Unterscheidungen nicht, was Stand, Bildung oder auch Taltent angeht.


Hallo Ganja,

ich persönlich mache es auch nicht. Mir ist es egal von wo wer herkommt(welches Land) wer wann was Studiert hat oder nicht ob arm oder reich. Aber es gibt leute( vor allen im netz) die nur damit beschäftigt sind User zu suchen die studiert haben oder schon was höreres sind.

Krankheiten machen nirrgends halt egal welche das sind. Ich denke das vergessen die meisten(nicht alle natürlich). Reiche, die können durch bessere Pillen und sonstige (teure sachen) ihre sucht ein wenig länger verheimlichen. was zum Beißpiel unser eins uns keine solche pillen leißten können. ob das nptzlich ist bezweifle ich.



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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 14. May 2013, 13:52 
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Kevin Russel hat in einem Interview den Drogenkonsum auf dem Höhepunkt seiner Sucht dargestellt:

Quote:
Ex-Onkelz-Sänger Kevin Russell packt aus

Im Drogenrausch hatte Kevin Russell in der Silvesternacht 2009 bei einem Autocrash zwei Menschen lebensgefährlich verletzt. Nach seiner Haftentlassung spricht der ehemalige Böhse-Onkelz-Sänger jetzt erstmals über den Unfall, seine Drogensucht und die Zeit im Gefängnis.

(...)

In seiner schlimmsten Suchtphase habe er sich täglich "20 Gramm 70-prozentiges Kokain reingezogen". Seine Alkoholabhängigkeit erreichte mit "viereinhalb Liter Jägermeister pro Tag" den Höhepunkt.

(...)


http://www.gmx.net/themen/unterhaltung/ ... sell-packt

Das habe ich auf dem gmx - thread dazu geschrieben:

Quote:
"Ohne diesen verdammten Verkehrsunfall und seine Folgen hätte ich es nicht mehr geschafft. Ich säße nicht mehr hier."

Mit anderen Worten: Wer so tief im Drogensumpf steckt, vernichtet entweder sich selbst oder er muss anderen Menschen schweren Schaden zufügen, bevor er durch einen äußeren Eingriff in Gestalt eines Knastaufenthalts aus dem Sumpf gezogen und gerettet wird.

Das scheint mir dann doch alles etwas suboptimal geregelt zu sein. Vielleicht sollte man über gesonderte gesetzliche Regelungen für schwer Drogenabhängige analog PsychKG nachdenken, um einen Drogenentzug erzwingen zu können, bevor etwas passiert. Dass im Ergebnis auf jeden Fall irgendjemand zu Schaden kommt, kann`s ja nun auch nicht sein.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post ... sp=84#jump


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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 14. May 2013, 16:23 
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GasGerd wrote:
Kevin Russel hat in einem Interview den Drogenkonsum auf dem Höhepunkt seiner Sucht dargestellt:

Quote:
Ex-Onkelz-Sänger Kevin Russell packt aus

Im Drogenrausch hatte Kevin Russell in der Silvesternacht 2009 bei einem Autocrash zwei Menschen lebensgefährlich verletzt. Nach seiner Haftentlassung spricht der ehemalige Böhse-Onkelz-Sänger jetzt erstmals über den Unfall, seine Drogensucht und die Zeit im Gefängnis.

(...)

In seiner schlimmsten Suchtphase habe er sich täglich "20 Gramm 70-prozentiges Kokain reingezogen". Seine Alkoholabhängigkeit erreichte mit "viereinhalb Liter Jägermeister pro Tag" den Höhepunkt.

(...)


http://www.gmx.net/themen/unterhaltung/ ... sell-packt

Das habe ich auf dem gmx - thread dazu geschrieben:

Quote:
"Ohne diesen verdammten Verkehrsunfall und seine Folgen hätte ich es nicht mehr geschafft. Ich säße nicht mehr hier."

Mit anderen Worten: Wer so tief im Drogensumpf steckt, vernichtet entweder sich selbst oder er muss anderen Menschen schweren Schaden zufügen, bevor er durch einen äußeren Eingriff in Gestalt eines Knastaufenthalts aus dem Sumpf gezogen und gerettet wird.

Das scheint mir dann doch alles etwas suboptimal geregelt zu sein. Vielleicht sollte man über gesonderte gesetzliche Regelungen für schwer Drogenabhängige analog PsychKG nachdenken, um einen Drogenentzug erzwingen zu können, bevor etwas passiert. Dass im Ergebnis auf jeden Fall irgendjemand zu Schaden kommt, kann`s ja nun auch nicht sein.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post ... sp=84#jump



Vielleicht sollte man über gesonderte gesetzliche Regelungen für schwer Drogenabhängige analog PsychKG nachdenken

Solche Fälle werden jetzt schon vom PsychKG erfasst:

Quote:
(2) Psychische Krankheiten im Sinne dieses Gesetzes sind behandlungsbedürftige Psychosen sowie andere behandlungsbedürftige psychische Störungen und Abhängigkeitserkrankungen von vergleichbarer Schwere.


https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_tex ... #det253583

Ein unfreiwilliger Entzug ist allerdings eine Zwangsbehandlung, die laut BVerfG nicht ohne weiteres zulässig ist:

http://www.bverfg.de/entscheidungen/rs2 ... 63311.html


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PostPosted: 14. May 2013, 20:22 
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Quote:
Mit anderen Worten: Wer so tief im Drogensumpf steckt, vernichtet entweder sich selbst oder er muss anderen Menschen schweren Schaden zufügen, bevor er durch einen äußeren Eingriff in Gestalt eines Knastaufenthalts aus dem Sumpf gezogen und gerettet wird


Leider geht es bei Süchtigen nicht anders. Und das ist bitter zumal unbeteiligte entweder verletzt Körperlich oder Seelische Schäden haben. :( das gilt für jede Sucht.

Quote:
"Ohne diesen verdammten Verkehrsunfall und seine Folgen hätte ich es nicht mehr geschafft. Ich säße nicht mehr hier.


ja, stimmt. Jeder hat seinen eigenen Tiefpunkt (meistens) ich Hoffe er bleibt sauber.Und ich hoffe er hat jetzt sich bei denen entschuldigt dafür auch wenn ich ihn kenne und mag aber was er sich geleistet hat finde ich.....Ich bin nicht mal damals besoffen mit dem Fahrrad gefahren.



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PostPosted: 21. May 2013, 09:22 
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Ursachen der Co-Abhängigkeit

Quote:
Co-Abhängigkeit ist ein komplexes Phänomen und die Genese ist ebenfalls nur multifaktoriell zu verstehen. Folgende Bedingungen können einer Co-Abhängigkeit zugrunde liegen:

*Stressthese: Das Zusammenleben mit einem suchtkranken Menschen ist eine enorme Belastung. Dieser Stress kann unspezifisch eine psychosoziale Fehlentwicklung bedingen, z.B. Depressionen, Ängste, Anpassungsstörungen oder psychosomatische Störungen, oder spezifisch eine co-abhängige Störung auslösen.

*Gender: Mehrheitlich sind Frauen von Co-Abhängigkeit betroffen. Die gesellschaftliche Rolle der Frau, die eher durch Mitgefühl und Fürsorge gekennzeichnet ist, scheint eine Disposition für die co-abhängige Hilfe und Selbstaufgabe zu sein.

*Suchtfamilie: Suchtkranke Eltern sind ein Risikofaktor, später mit einem suchtkranken Partner in der co-abhängigen Rolle zu verbleiben. Dies trifft nur auf Mädchen, nicht jedoch auf Jungen zu. Jungen sind eher gefährdet, später suchtkrank zu werden.

*Persönlichkeitsdisposition: Personen mit hohen sozialen Ansprüchen und Idealen in Kombination mit einer starken persönlichen Unsicherheit bzw. einer Störung des Selbstwertgefühls scheinen besonders für Co-Abhängigkeit anfällig zu sein. Die tägliche Bestätigung, moralisch besser als der Suchtkranke zu sein und vom Suchtkranken gebraucht zu werden, kompensiert das schwache Selbstvertrauen. Diese co-abhängige Ersatzbefriedigung ist analog dem süchtigen Kick oder Rausch.

*Beliebigkeit der abhängigen Rollenverteilung: Co-abhängig verstrickte Menschen sind ebenso gefährdet, eine Sucht zu entwickeln, wie auch ehemalige Suchtkranke ein Risiko haben, die Sucht co-abhängig zu verlagern.


wer in ein Co- Abhänigkeit steckt sollte so schnell wie möglich raus dort sonst geht man ein. Oder man geht seine eigene wege und lässt so den Abhängigen spüren das es so nicht weiter geht. Bei manchen geht das. Aber man braucht Kraft und Mut es durch zu stehen. Hat man die bei einer Co Abhängikeit? eigentlich nicht. Aber weiter so zu machen bring nix.

http://www.co-abhaengig.de/coabhaengigkeit.html



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PostPosted: 3. Jul 2013, 08:36 
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Es kommt schleichend und macht alles kaputt wenn man mitten drinnen ist. Angehörige oder Freunde haben kaum noch ne Chance sie oder ihn da raus zuholen.

www.youtube.com Video from : www.youtube.com


auch sehr interessant

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PostPosted: 3. Jul 2013, 22:19 
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GG146 wrote:
GasGerd wrote:
Kevin Russel hat in einem Interview den Drogenkonsum auf dem Höhepunkt seiner Sucht dargestellt:

Quote:
Ex-Onkelz-Sänger Kevin Russell packt aus

Im Drogenrausch hatte Kevin Russell in der Silvesternacht 2009 bei einem Autocrash zwei Menschen lebensgefährlich verletzt. Nach seiner Haftentlassung spricht der ehemalige Böhse-Onkelz-Sänger jetzt erstmals über den Unfall, seine Drogensucht und die Zeit im Gefängnis.

(...)

In seiner schlimmsten Suchtphase habe er sich täglich "20 Gramm 70-prozentiges Kokain reingezogen". Seine Alkoholabhängigkeit erreichte mit "viereinhalb Liter Jägermeister pro Tag" den Höhepunkt.

(...)


http://www.gmx.net/themen/unterhaltung/ ... sell-packt

Das habe ich auf dem gmx - thread dazu geschrieben:

Quote:
"Ohne diesen verdammten Verkehrsunfall und seine Folgen hätte ich es nicht mehr geschafft. Ich säße nicht mehr hier."

Mit anderen Worten: Wer so tief im Drogensumpf steckt, vernichtet entweder sich selbst oder er muss anderen Menschen schweren Schaden zufügen, bevor er durch einen äußeren Eingriff in Gestalt eines Knastaufenthalts aus dem Sumpf gezogen und gerettet wird.

Das scheint mir dann doch alles etwas suboptimal geregelt zu sein. Vielleicht sollte man über gesonderte gesetzliche Regelungen für schwer Drogenabhängige analog PsychKG nachdenken, um einen Drogenentzug erzwingen zu können, bevor etwas passiert. Dass im Ergebnis auf jeden Fall irgendjemand zu Schaden kommt, kann`s ja nun auch nicht sein.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post ... sp=84#jump



Vielleicht sollte man über gesonderte gesetzliche Regelungen für schwer Drogenabhängige analog PsychKG nachdenken

Solche Fälle werden jetzt schon vom PsychKG erfasst:

Quote:
(2) Psychische Krankheiten im Sinne dieses Gesetzes sind behandlungsbedürftige Psychosen sowie andere behandlungsbedürftige psychische Störungen und Abhängigkeitserkrankungen von vergleichbarer Schwere.


https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_tex ... #det253583

Ein unfreiwilliger Entzug ist allerdings eine Zwangsbehandlung, die laut BVerfG nicht ohne weiteres zulässig ist:

http://www.bverfg.de/entscheidungen/rs2 ... 63311.html



Hi Alex!
Solche Leute kann man nicht lange genug wegsperren. Seine Musik und deren Inhalte waren bereits Grund genug dafür ihn für immer hinter Schloss und Riegel zu sperren. Aber das was er da am Steuer seines Luxussportwagens gemacht hat, das reicht für mich zur lebenslangen Freiheitstrafe!

Gruß Horst


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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 3. Jul 2013, 22:20 
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staber wrote:

Hi Alex!
Solche Leute kann man nicht lange genug wegsperren. Seine Musik und deren Inhalte waren bereits Grund genug dafür ihn für immer hinter Schloss und Riegel zu sperren. Aber das was er da am Steuer seines Luxussportwagens gemacht hat, das reicht für mich zur lebenslangen Freiheitstrafe!

Gruß Horst


Hallo staber!

Schade das du seine Texte nicht verstehst aber man kann ja nicht alles verstehen ;) was sein Auto mit seinen Liedern zu tun hat weiss der Geier wie du darauf kommst Seine Lieder sind die wahrheit gewesen was er mit erlebt hatte. Ich meine nicht die paar lieder wo sie mal die rechte seite ausprobiert hatten sondern die wo sie erfolge gehabt haben. Wer Kevin kennt schreibt sowas nicht was du geschrieben hast. Das sind halt mal Lieder der Straße/Knast und Drogen mein Gott noch mal es wird ja keiner gezwungen sowas zu hören.Es kann ja nicht jeder so ein Heiliger sein wie du ;) (ironisch gemeint) dass Kevin sch. gebaut hat weis er und dass er es bereut das weiss ich auch im Gegensatz zu anderen



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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 3. Jul 2013, 22:23 
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Vom GG-Aktiv - Forum hierher kopiert:

maxikatze wrote:
Quote:
Ich meine nicht die paar lieder wo sie mal die rechte seite ausprobiert hatten



Ausprobiert nennst du das? Ich finde die Lieder teilweise gewaltverherrlichend und an der Grenze des Erträglichen.





Den Text verstehe ich eher so, dass er Hass gegen Triebtäter erzeugen soll. Das passt dann allerdings auch wieder in die Schublade "rechtsradikal", aus der die Band nie so richtig herausgekommen ist. Die Gebetsmühle "Todesstrafe für Kinderschänder" ist ja eines der Lieblingsspielzeuge der NPD.


maxikatze wrote:
Quote:
Den Text verstehe ich eher so, dass er Hass gegen Triebtäter erzeugen soll.


Du verstehst das, ich auch, aber nur zum Teil.
Sicher aber nicht jeder Jugendliche, denn das war ja die Zielgruppe, die diese Band erreichen wollte.
Jugendliche sind beeinflussbar und nicht so charakterlich gefestigt.
Wenn es ihnen in dem Lied darum ginge, Triebtäter anzuklagen, hätten sie das glasklar wenigstens in einem einzigen Satz erwähnen müssen, um keine Missverständnisse zu erzeugen.


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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 3. Jul 2013, 22:25 
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schlau wrote:
staber wrote:

Hi Alex!
Solche Leute kann man nicht lange genug wegsperren. Seine Musik und deren Inhalte waren bereits Grund genug dafür ihn für immer hinter Schloss und Riegel zu sperren. Aber das was er da am Steuer seines Luxussportwagens gemacht hat, das reicht für mich zur lebenslangen Freiheitstrafe!

Gruß Horst


Hallo staber!

Schade das du seine Texte nicht verstehst aber man kann ja nicht alles verstehen ;) was sein Auto mit seinen Liedern zu tun hat weiss der Geier wie du darauf kommst Seine Lieder sind die wahrheit gewesen was er mit erlebt hatte. Ich meine nicht die paar lieder wo sie mal die rechte seite ausprobiert hatten sondern die wo sie erfolge gehabt haben. Wer Kevin kennt schreibt sowas nicht was du geschrieben hast. Das sind halt mal Lieder der Straße/Knast und Drogen mein Gott noch mal es wird ja keiner gezwungen sowas zu hören.Es kann ja nicht jeder so ein Heiliger sein wie du ;) (ironisch gemeint) dass Kevin sch. gebaut hat weis er und dass er es bereut das weiss ich auch im Gegensatz zu anderen



Das hat mit Heilig nichts zu tun! Ich gehöre noch eine Generation an,die mit diesem Schund Musik eben nicht anfangen kann, allerdings mit"Hohe Tannen weisen die Sterne"auch nicht.Außerdem wird auch keiner gezwungen, Deine Meinung zu akzeptieren. ;) ;)

gruß staber


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