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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 6. Oct 2012, 21:16 
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GG146 wrote:
Nähere Infos zu den Hintergründen der erfolgreichen Lobbyarbeit der Daddelautomatenindustrie:

Quote:
Glücksspiel

Zockerlobby entschärft Geldwäschegesetz

Das nennt man erfolgreiche Lobbyarbeit: Die Betreiber von Spielhallen haben sich gegen eine schärfere Regulierung ihrer Branche gewehrt. Kurz darauf flog ein entsprechender Abschnitt aus dem neuen Geldwäschegesetz. Grüne und Kriminalbeamte sind entsetzt.

(...)


http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 58299.html

Die Daddelautomaten werden dringend zum Geldwaschen benötigt, vermutlich nicht zuletzt von dem einen oder anderen Geschäftsfreund der FDP - Oberen ...


Da hat die Zockerbuden-Mafia wohl ganze Arbeit geleistet, den Steinbrück sollen sie auch geschmiert haben, guggst du:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spiegel-steinbrueck-pflegte-naehe-zu-bankenlobbyisten-a-859871.html

Denn dass echte Lobby-Profis von einem, der direkt nach dem Studium in die Politik ging, etwas lernen können, darf wohl ins Reich der Gebrüder Grimm verwiesen werden.



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In der Demokratie mästen sich Sozialisten in Parlamenten. Im Sozialismus hungern Demokraten in Zuchthäusern und Arbeitslagern.
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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 8. Oct 2012, 11:52 
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..und weiter geht es mit Süchten...dieses mal mit dem Thema Esssucht u.a.

http://www.ernaehrung.de/tipps/essstoer ... ngen10.php

Es ist für mich ein Aktuelles Thema, weil ich selber an Ess und Spuckerkrankung leide.

Auftreten und Häufigkeit

<Essstörungen gehören zu den psychosomatischen Erkrankungen und äußern sich in einem gestörten Verhältnis zum Essen und dem eigenen Körper. Die Betroffenen essen nicht mehr, um ihren Hunger zu stillen oder um soziale Bindungen zu pflegen, sondern benutzen das Essen bzw. das Nicht-Essen als Mittel um Probleme zu bewältigen.
Die Erfahrung, über das Essen Kontrolle über den Körper oder auch über Mitmenschen zu erlangen, führt zu einer Ersatz-Befriedigung, das Wieder-Erlebenwollen zu einer Sucht. Dies spiegelt sich auch in den Bezeichnungen "Magersucht" und "Ess-Brech-Sucht" wider. Die Gedanken kreisen schließlich nur noch um das Essen.
Frauen sind dabei weit häufiger betroffen als Männer, deren Anteil unter den Personen, die an einer Essstörung leiden, zwischen 5 und 10 % liegt, in der letzten Zeit allerdings zunimmt. Eine Essstörung beginnt meist etwa zwischen dem 14. und 25. Lebensjahr.
Man unterscheidet verschiedene Formen von Essstörungen:
Anorexie (Magersucht) - Beginn meist in der Pubertät, früherer oder späterer Krankheitsbeginn möglich
Bulimie (Ess-Brech-Sucht) - Auftreten im frühen Erwachsenenalter
Binge-Eating Disorder - alle Altersgruppen
Sonstige Essstörungen - alle Altersgruppen
Während das Krankheitsbild der Magersucht bereits im 17. Jahrhundert beschrieben wurde, wurde der Begriff der Bulimia nervosa erst Ende der 70er Jahre geprägt.<


Ess- Brechsucht gibt es nicht nur bei Magersüchtigen, ich breche auch nach jedem Essen und bin nicht Magersüchtig im Gegenteil. Das Problem liegt bei mir dass ich Süßigkeiten in gewissen Mengen drin lassen kann. Früher viel jetzt eher sehr wenig.

Unterschied zwischen Ess-Brech-Sucht und Magersucht

<Es gibt immer wieder Berichte über Überschneidungen zwischen den beiden Krankheitsbildern Anorexie und Bulimie. So kann eine Bulimie als Folge einer Magersucht, und umgekehrt - jedoch seltener - eine Anorexie aus einer Ess-Brech-Sucht resultieren. Während bei einer Anorexie die Esskontrolle übermäßig stark ausgeprägt ist, fehlt diese bei einer Bulimie weitestgehend. In den folgenden Kapiteln werden die beiden Essstörungen differenziert dargestellt.<

das glaube ich nicht so ganz..

Definition

<Bei der Ess-Brech-Sucht handelt es sich um eine Essstörung, die durch den Wechsel von Essanfällen und Versuchen der Gewichtsreduktion gekennzeichnet ist. Charakteristisch ist der Kontrollverlust während der Fressattacken, bei denen bis zu 20.000 kcal (!) verschlungen werden.
Die häufigsten Maßnahmen, die unternommen werden, um die exzessive Nahrungs- und Energiezufuhr auszugleichen, sind Erbrechen und der Missbrauch von Abführmitteln und Diuretika (purging-Typ) sowie andere unangemessene kompensatorische Verhaltensweisen wie Fasten oder exzessiver Sport (non-purging-Typ). Im Gegensatz zur Magersucht wird die Bedrohung durch die Krankheit wahrgenommen und der Zustand als unangenehm empfunden.<


Ohja.. da kann ich auch was dazu schreiben.Man haut sich alles rein und geht dann die Kloschüssel umarmen. Und jedes mal wenn man zum essen geht oder eingeladen wird hat man schon Bammel das keiner was merkt. vor allen muss unbedingt immer ein WC in der Gegend sein.

<Von einer Bulimie können sowohl Unter- als auch Übergewichtige betroffen sein. Da sich viele Betroffene ihrer Krankheit schämen, muss von einer relativ hohen Dunkelziffer ausgegangen werden. Schätzungen zufolge leiden etwa 3 Prozent der jungen Frauen an Bulimie.<

jo..das stimmt leider

Diagnose

<Die Bulimia nervosa weist zwar Gemeinsamkeiten mit der Anorexie auf (krankhafte Beschäftigung mit dem eigenen Körper), jedoch gibt es auch einige Unterschiede. Um diese zu verdeutlichen, sind die Kriterien für die Diagnose der Bulimia nervosa in der folgenden Abbildung zusammengefasst.
Diagnostische Kriterien der Bulimia nervosa (DSM-IV-Kriterien)
Fressanfälle
wiederholte Fressattacken mit hastigem Herunterschlingen der Nahrung
Kontrollverlust
die Betroffenen haben das Gefühl, nicht mit dem Essen aufhören zu können
Kompensationsverhalten
um eine Gewichtszunahme zu vermeiden, erfolgen regelmäßig Maßnahmen wie Erbrechen, Diäten, übertriebener Sport, Missbrauch von Abführmitteln (Laxanzien) und Diuretika (harntreibende Medikamente)
Häufigkeit der Fressanfälle
mindestens zwei Fressanfälle pro Woche über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten
Körperschema
andauernde, übertriebene Beschäftigung mit Figur und Gewicht
Störung
tritt nicht ausschließlich während einer Phase der Anorexia nervosa auf
Subtyp angeben
Abführender Typ (purging subtyp)
regelmäßig selbst-herbeigeführtes Erbrechen oder Missbrauch von Abführmitteln, Diuretika oder Einläufen
Nicht-abführender Typ (non-purging subtyp)
anderes unangemessenes Kompensationsverhalten wie Fasten, exzessiver Sport, jedoch kein Erbrechen oder Missbrauch von Abführmitteln
Für die Diagnose ist eine ausführliche Anamnese erforderlich. Häufig findet sich ein gezügeltes, rein vom Kopf gesteuertes Essverhalten (engl.: restrained eating) in Kombination mit zahlreichen Diäten. Viele Patienten essen morgens und mittags nichts bzw. nur sehr wenig, woraus abends ein unerträglicher Heißhunger resultiert.
Der Heißhunger hat zum einen physiologische Gründe, denn durch den Abfall des Blutzuckerspiegels reagiert der Körper mit Hunger. Zum anderen können auch psychologische Faktoren eine Rolle spielen. Während die Patienten tagsüber auf der Arbeit abgelenkt und in Gesellschaft sind, können Einsamkeit, Frust oder andere emotionale Belastungen dazu führen, dass abends versucht wird, diese Probleme mit Fressattacken zu kompensieren.


Stmmt..

leider ist das die realität.. und wenn dann noch dazu kommt das ein anderer Mensch dauernd erwähnt das man zu dick sei und abnehmen soll macht die sache auch nicht leichter. ich werde in den nächsten tagen zu dem Thema mehr schreiben.



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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 13. Oct 2012, 00:09 
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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 19. Oct 2012, 09:51 
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http://www.suchtschweiz.ch/fileadmin/us ... oerper.pdf

Ich werde häufiger an geschrieben und gefragt was bewirkt Alkohol wenn man zu viel hat bzw was geht alles kaputt, wie lange dauert der Abbau vom Alkohol usw..Drum hole ich das Thema wieder hervor.Alkohol, egal was es ist in Mengen ist NICHT harmlos !! das sollte jeden klar sein. Und so super ist es auch nicht das mann/frau prallen muss.

Alkohol im Körper –
Wirkung und Abbau


Quote:
Im folgenden Abschnitt ist beschrieben, wie sich
Alkohol nach der Einnahme im ganzen Körper verteilt
und welche Organe am Abbau und der Ausscheidung
beteiligt sind.
Sofort nach der Einnahme von Alkohol beginnt die
Aufnahme ins Blut, denn ein kleiner Teil gelangt
über die Mundschleimhaut und die Schleimhaut der
Speiseröhre direkt in die Blutbahn. Bis zu einem Viertel
wird über
die Magenschleimhaut aufgenommen, und der Rest
gelangt über den Darm, in erster Linie über den oberen
Dünndarm, ins Blut.
Alkohol kann mehr oder weniger schnell ins Blut
gelangen. Es gibt verschiedene Faktoren, die die
Aufnahmegeschwindigkeit erhöhen:
• warme alkoholische Getränke
• kohlensäurehaltige alkoholische Getränke
• Getränke mit Alkohol und Zucker
• schnelles Trinken
• leerer Magen
• individuelle Faktoren, z.B. Krankheiten
Je schneller Alkohol ins Blut gelangt, desto schneller
steigt die Blutalkoholkonzentration an, und man wird
schneller betrunken. Im Gegensatz dazu steigt die
Blutalkoholkonzentration langsamer an, wenn die
Magenentleerung verzögert ist. Nahrung ist hierbei der
Hauptfaktor. Sie führt dazu, dass der Alkohol länger im
Magen bleibt und später in den Darm gelangt.
Einmal im Blut angelangt, verteilt sich Alkohol schnell
und gleichmässig im Körper und gelangt so in alle
Organe. Die maximale Blutalkoholkonzentration ist
in der Regel nach etwa 60 Minuten erreicht. Bei der
Messung der Blutalkoholkonzentration ist jener Teil des
Alkohols nachweisbar, der im Magen-Darm-Trakt und in
der Leber nicht schon wieder abgebaut worden ist.
Alkohol löst sich besser im Wasser als im Fett.
Deshalb hängt die Blutalkoholkonzentration im
Wesentlichen von der Menge des Körperwassers abWer schwerer ist, hat in der Regel mehr Körperwasser
und damit bei gleicher konsumierter Menge eine tiefere
Blutalkoholkonzentration. Bei gleichem Körpergewicht
haben Personen mit mehr Fettgewebe weniger
Körperwasser.
Um die Blutalkoholkonzentration in Promille zu
berechnen, muss die Menge des konsumierten Alkohols
und das Körpergewicht der betreffenden Person
bekannt sein. Zudem ist zu berücksichtigen, dass
Frauen durchschnittlich mehr Körperfett und weniger
Körperwasser pro Kilogramm Körpergewicht aufweisen
als Männer. Bei Männern macht das Körperwasser ca.
68% des Gewichts aus, bei Frauen nur ca. 55%.
Bei der Berechnung der Promille wird deshalb eine
entsprechende Konstante von 0,68 für Männer bzw. 0,55
für Frauen angenommen. Die unterschiedlichen Anteile
Körperwasser und Körperfett bei Männern und Frauen
führen dazu, dass die Blutalkoholkonzentration bei
gleicher Menge konsumierten Alkohols bei einer Frau in
der Regel höher ist als bei einem Mann mit demselben
Körpergewicht


ich Z.B. habe sehr viel Schnaps Getrunken und am besten am Anfang mit O- Saft. Zuerst Hälfte Hälfte dann nur noch Schnaps. Wer jetzt sagt Schnaps ist gefährlicher als Bier( das hörte ich zu genüge) der Täuscht sich Gewaltig. Man sagt immer Schnaps macht Wütend. Ja zum Teil, das kommt auf die Leute die wo das Trinken an. Bier kann auch Wütend machen. Schnaps geht schneller ins Blut, bei Bier braucht man nach einer gewissen Zeit mehr.Ich sehe das bei vielen Leuten seid ich clain bin. Zuerst Z.b. 5 Bier nach pat Wochen 6 usw. Wie wir wissen Ausreden gibt es immer. Manchmal muss ich darüber auch lachen(auch wenn es nicht zum lachen ist) aber solche ausreden habe selbst ich nicht zustande gebracht (und das soll was heisen) ;)

Quote:
In der nebenstehenden Formel wird angenommen,
dass ein Glas 12 g reinen Alkohol enthält (so genanntes
Standardglas). Dies entspricht etwa dem Anteil reinen
Alkohols in den Getränkegrössen, die in Restaurants
normalerweise ausgeschenkt werden: eine Stange Bier,
ein Glas Wein, ein Schnaps (3 dl Bier, 1 dl Wein,
2 cl Spirituosen).
Wird der Alkohol über eine längere Zeit verteilt
eingenommen oder zu einer Mahlzeit getrunken, steigt
die Blutalkoholkonzentration nicht so rasch an. Der
Körper kann während dieser Zeit einen Teil des Alkohols
bereits wieder abbauen, pro Stunde durchschnittlich 0,1
bis 0,15‰.
Bis zu 10% des Alkohols wird über Lungen, Nieren und
Haut ausgeschieden. Der grössere Teil wird aber in
der Leber abgebaut. Dafür sind verschiedene Enzyme
verantwortlich. Dieser Abbau ist im folgenden Kapitel
beschrieben.


Quote:
Formel
getrunkene Alkoholmenge in Gramm
Promille ‰
0,66 ‰
0,72 ‰
Körpergewicht in kg x Konstante (0,68 oder 0,55)
3 x 12 g reiner Alkohol
80 kg x 0,68
2 x 12 g reiner Alkohol
60 kg x 0,55
Beispiel:
Mann (80 kg)
3 Gläser Bier,
auf leeren Magen
Frau (60 kg)
2 Gläser Campari,
auf leeren Magen


ich persönlich halte nicht viel von der Formel, da das ich im Krankenhaus Leute gesehen habe die wo mit 4,5 Promile noch grad aus rumlaufen konnten ohne das man gemerkt hat das er/sie getrunken hat.Aber was die sonst so geschrieben haben stimmt.. dazu brauche ich nix schreiben..es geht gleich weiter..



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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 19. Oct 2012, 10:28 
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Weiter gehts..

Alkoholabbau in der Leber

Quote:
Alkohol wird in der Leber in zwei Phasen mit Hilfe von
Enzymen abgebaut.
In einer ersten Phase wird der Alkohol durch das Enzym
Alkoholdehydrogenase (ADH) in Azetaldehyd abgebaut.
Azetaldehyd ist sehr giftig und für Schädigungen durch
Alkoholmissbrauch im ganzen Körper verantwortlich.
Es greift die Zellmembranen an und verursacht
zudem indirekte Schäden, indem es hemmend auf
Enzymsysteme wirkt.
In einer zweiten Phase erfolgt der Abbau von
Azetaldehyd in Azetat (Essigsäure) mit Hilfe des Enzyms
Aldehyddehydrogenase (ALDH).
Azetat wird anschliessend in Azetyl-Koenzym A
umgewandelt, das Ausgangsstoff für den Zitratzyklus,
den Fettsäurezyklus und die Cholesterolsynthese ist.
Die Fettsäuresynthese wird durch Azetyl-Koenzym A
gesteigert, was zur Anhäufung von Fettsäuren in der
Leber und bei übermässigem Alkoholkonsum zu einer
Fettleber führen kann.
Alkoholabbau bei übermässigem Alkoholkonsum
Nach übermässigem Alkoholkonsum wird beim
Abbau von Alkohol in Azetaldehyd ein weiteres Enzym
aktiviert, die Mischfunktionelle Oxidase (MEOS). Dieser
Prozess beginnt bereits bei Blutalkoholkonzentrationen
von 0,5‰. Die MEOS kann bis zu einem Viertel des
Alkohols abbauenEs wird angenommen, dass die MEOS für die
Gewöhnung an Alkohol verantwortlich ist. Bei
Personen, die regelmässig grosse Mengen trinken,
steht mehr von dem Enzym zur Verfügung. Der Alkohol
wird dadurch schneller in Azetaldehyd abgebaut,
und es braucht mehr Alkohol, um eine berauschende
Wirkung zu erzeugen. Diese Gewöhnung hat aber
keinen positiven Einfluss auf die Gesundheit. Der
Körper reagiert mit der Produktion von zusätzlicher
MEOS auf eine Ausnahmesituation und versucht, die
berauschende Wirkung des Alkohols zu verringern.
Das dabei entstehende Azetaldehyd wird jedoch nicht
schneller abgebaut, seine Giftwirkung vermindert sich
nicht. Eine Gewöhnung an Alkohol bedeutet damit
nicht, dass Alkohol für den Körper
weniger giftig wird.


Reden wir mal Tacheles: Alkoholmissbrauch bedeutet für den Körper einen langsamen untergang. Man merkt es den Menschen an. Ich rede hier nicht nur vom Aussehen. Männer kriegen in der regel einen Bierbauch und storchenbeine. Manchmal auch Frauen. Manche lassen sich gehen so wohl Körperlich und Geistig.Obwohl sie es selber nicht einmal mitkriegen. Es zersetzt Hirn zum Teil,(bwz schädigt Nerven oder Tötet sie so gar) Mit jeden Rausch sterben 200 Gerhirnzellen. Hammer gell? Die Leber geht langsam kaputt, was man nur merkt wenn man nicht mehr so viel Trinken kann wie früher. Die Müdigkeit, dauernd könnte man schlafen und zu nix hat man mehr Lust. Der Tod kommt schleichend, und es ist für Angehörige nicht zu ertragen. Und was sehr in mitleidenschaft mit rein gezogen wird ist der Magen. Sodbrennen ist das häufigste übel. Magengeschwüre. Brechen ohne ende. Meistens in der Früh. Durchfall, wie auch das Zittern in der Früh( wir sagen dazu flattern) ist natürlich nicht bei jede(n) andere haben andere Krankheitssymptome.Eine kurze Geschichte aus meinem Suchtleben: ich habe damals wieder mal mit Kumpels zu viel Gebechert. Wie gewöhnlich ging es mir schlecht. Einen Brand gehabt geflattert ohne ende und natürlich das Clo (so weit eins in der Nähe war) umarmt. Meistens das Gebüsch. Also ich war mal wieder an der reihe einzukaufen.Die Kassiererin im Supermarkt kannten uns schon. Ganz besonders mich. :) So haben die immer meinen Lieblingsschnaps auf Vorrat. Ich mit Zähnen knirschend und nicht grad viel lust da rein zu gehen ging ich eben. Mit zittrigen Knien stand ich also an der Kasse, und man weiß ja wie es ist wenn man es entweder eilig hat oder einem schlecht geht dauert das eine Ewigkeit.Nach längeren warten und mir wurde es schwindlig kam ich endlich an die reihe so das ich Zahlen konnte. Ich habe nur Kleingeld gehabt(vom Betteln) ich den Geldbeutel auf gerissen, und vor lauter Flattern ist mir das ganze klein Geld raus geflogen. Mir war das so Peinlich und wie ich kaum von dem Laden draussen war habe ich so reihern müssen. Das war der Hammer kann ich euch sagen. Ich könnte da Storys erzählen alle wahr.

Fazit: der Alkohol in mengen macht nicht nur Leber Magen Hirn kaputt sondern alle Organe aber dazu mehr in den nächsten Tagen.



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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 20. Oct 2012, 09:50 
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moin erstmal.. wie versprochen mache ich weiter.

http://www.suchtschweiz.ch/fileadmin/us ... oerper.pdf

Wir reagieren nicht alle gleich auf Alkohol!

Die Überschrift stimmt schon mal. Wir reagieren wirklich nicht alle gleich. Denke ich an meinen Ex Freund der wo am Schluss 3 Flaschen Bier und einen kurzen rein kippte und dann meinte er er wäre Herrgott und müsste mich Blutig schlagen. Und ich, die wo Schnaps gesoffen hat ohne ende wo ich eigentlich noch gut gerade aus Laufen konnte.(meine damaliger Kumpel hat mal mit gezählt 5 Wotka Flaschen dazu die wersen Tapletten.) da hatte ich am Abend dank der netten Polizei mal Pusten durfte 4,5 Promille. Heute schäme ich mich dafür früher war ich stolz drauf. Ich wollte ja auch dazu gehören. So, zurück zum Tema.

Geschlechtsunterschiede

Quote:
Frauen vertragen Alkohol in der Regel weniger gut als
Männer. Das heisst: Die gleiche Menge Alkohol ist für
Frauen schädlicher als für Männer. Dafür gibt es zwei
Gründe:
• Frauen haben im Verhältnis zum Körpergewicht
durchschnittlich mehr Körperfett und weniger
Körperwasser. Da sich Alkohol in Wasser besser
löst als in Fett, ist nach dem Konsum gleicher
Mengen die Alkoholkonzentration im Blut bei
Frauen in der Regel höher als bei Männern mit
gleichem Körpergewicht.
• Frauen verfügen über geringere Mengen des
alkoholabbauenden Enzyms ADH. Dies kann
ein weiterer Grund für eine höhere Blutalkoholkonzentration sein.


Naja wie geschrieben vorhin ist es nicht immer so.

Altersunterschiede

Quote:
Wirkungen und Risiken des Alkoholkonsums hängen
auch vom Alter ab. Jugendliche vertragen Alkohol
weniger gut als Erwachsene und sind zudem
seinen schädlichen Einflüssen stärker ausgesetzt.
Jugendliche sind in der Regel leichter als Erwachsene.
Der Alkohol verteilt sich damit auf eine kleinere
Menge Körperwasser, die Blutalkoholkonzentration
ist höher. Auch bei Jugendlichen kommen zusätzlich
geschlechtsspezifische Unterschiede hinzu.
Die Enzyme, die den Alkohol in der Leber abbauen,
sind bei Jugendlichen in geringerer Menge vorhanden
als bei Erwachsenen. Es ist jedoch schwierig,
allgemeine Aussagen über die Abbaugeschwindigkeit
bei Jugendlichen zu machen, da diese vom
Entwicklungsstand abhängig ist.
Alkoholkonsum im Jugendalter kann körperliche
Entwicklungsprozesse wie das Knochenwachstum
beeinträchtigen. Der chronische oder akute Alkoholkonsum kann dabei die Konzentration des Wachstumshormons, das für die Knochen- und Muskelentwicklung
wichtig ist, senken. Unter Umständen kann er auch
die Körpergrösse beeinflussen. Neuere Erkenntnisse
der Neurowissenschaft und Kinderpsychiatrie weisen
darauf hin, dass die Gehirnentwicklung erst nach dem
20. Lebensjahr vollständig abgeschlossen ist. Dies
ist vermutlich ein Grund dafür, dass das Gehirn von
Jugendlichen für alkoholbedingte Schäden anfälliger
ist. In Untersuchungen konnten Effekte von Alkohol
auf das Gehirn im Bereich der Lernfähigkeit und der
Entscheidungsfindung nachgewiesen werden.
Den Jugendlichen fehlt meist die Erfahrung, wie viel Alkohol sie vertragen. Wenn sie sich betrinken, verlieren
sie die Kontrolle über den Konsum und es kann zu
gefährlichen Alkoholvergiftungen kommen.
Je jünger Jugendliche mit dem Konsum von Alkohol
beginnen, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit,
später eine Alkoholabhängigkeit zu entwickeln.
Jugendliche müssen zahlreiche Entwicklungsaufgaben
bewältigen. Die Berufswahl und der Abschluss einer
Ausbildung sind für das weitere Leben sehr wichtig.
Übermässiger Alkoholkonsum kann dazu führen, dass
solche Entwicklungsaufgaben vernachlässigt werden.
Ältere Erwachsene vertragen Alkohol ebenfalls weniger
gut, da der Anteil Körperwasser pro Kilogramm
Körpergewicht mit dem Alter wieder abnimmt. Der
Körper braucht im Alter auch länger für den Abbau von
Alkohol.


stimmt..da kann ich nur zu stimmen.

Individuelle Unterschiede

Quote:
Es gibt individuelle, genetisch bedingte Unterschiede
bei den am Alkoholabbau beteiligten Enzymsystemen.
Ein atypisches Enzymsystem tritt bei Asiaten häufig, bei
anderen Ethnien vereinzelt auf. Bei Menschen mit einem
solchen Enzymsystem reagiert der Körper auf den
Konsum von Alkohol sehr heftig: Die Enzyme bauen den
Alkohol entweder sehr schnell oder das Abbauprodukt
Azetaldehyd sehr langsam ab. Beides bewirkt eine
starke Ansammlung des giftigen Azetaldehyds.
Der Körper reagiert darauf mit Erweiterung der
Hautgefässe, Kopfschmerzen, Übelkeit, Benommenheit,
Herzklopfen und erhöhter Herzfrequenz. Diese Reaktion
wird Flush-Syndrom genannt (to flush = erglühen,
erröten).
Auch Medikamente und Krankheiten können die
Wirkung von Alkohol beeinflussen. Medikamente
können zum Beispiel seinen Abbau beeinträchtigen,
seine Wirkung verstärken, überdecken oder andere
unvorhersehbare Wirkungen auslösen. Umgekehrt
kann Alkohol auch die Wirkung und den Abbau
von Medikamenten beeinträchtigen. Personen, die
Medikamente einnehmen, sollten deshalb auf den
Alkoholkonsum verzichten oder den Alkoholkonsum
mit dem Arzt/der Ärztin besprechen

Wie oben bereits erwähnt, hängt die Blutalkoholkonzentration von der Menge des Körperwassers
ab. Personen mit höherem Gewicht haben in der
Regel auch mehr Körperwasser und damit bei der
gleichen Menge konsumierten Alkohols eine geringere
Blutalkoholkonzentration.


Klar Text von mir: das oben von mir dick geschrieben ist sehr wichtig es einzuhalten. Egal welche Medis es sind. Aber wer hält sich den schon gerne daran? Wenn Alk und Tabletten eine geile Wirkung bezwecken? Nur der Entzug Leute das kann ich euch sagen der wird verdammt heftig. Bei einen Alk Entzug ist meistens Schwitzen Brechen und Schlafstörung an der Tagesordnung. Natürlich ist nicht jeder gleich, ich hatte Schwindel Anfälle und ich habe gezittert ohne ende. Mal war es mir Heiß dann wieder Kalt.Die WC Schüssel habe ich mehr umarmt als mein damaliger Freund.Eher gesagt dauer Gast.Die meisten bekommen irgend welche sexuelle Erregungen.Manche können in der zeit mehr Sex haben als gewöhnlich warum weiß ich nicht so genau.Hängt wahrscheinlich vom Entzug ab. drum war es manchmal auch sehr Lustig in der Entzugsklinik ;) was man da so alles mit macht. :lol: :lol: Ich war einmal fasst 5 Wochen drinnen. Der Entzug wahr Heftig. Ein Kraus wenn ich daran denke. ich hatte damals noch knappe 3 Promille und ich habe trotzdem einen Affen geschoben(heißt bei und Entzug kommt eher von den Junkis her der aus druck) die haben so glaub ich noch zu wissen wie ich unter 2 Promile war mir was gegeben. Und die Alpträume meine herrn war das was.( die wo ich zum Teil immer noch habe) die meisten haben dann beim Entzug Alpträume. Das schlimme ist ja du siehst sachen die gibt es gar nicht.Auf der Platte wo ich war ( also auf der Straße geschlafen) Hatte ich einen Kalten Entzug, ich empfähle es keinen egal wo er/sie wohnen tut. Kalter Entzug kann Tötlich sein. Ich hatte mehrere Kalte Entzüge nach 30 mal habe ich auf gehört zu zählen. Und dazu kamen noch par mal Kalte Drogen Enzug und Talettenentzug.Natürlich sollte man AUF KEINEN FALL alle drei sachen auf einmal auf hören. Selbst in der Klinik machen sie das nicht. Immer zuerst so weit ich das weiß ist der Alkoholentzug dran dann der Drogenentzug und zum schluß der Tapletten Entzug. Taplettenentzug ist heftig. Aber das hängt auch wieder von den Personen ab. Bei mir war es mal so, das ich nach drei Monaten immer noch Knochen schmerzen hatte und Nachts Heiß und Kalt war. Kam von den Taplettenentzug. Unterm Strich, kann man keinen/e Süchtigen Helfen wenn er/sie nicht Helfen lässt. die meisten haben schiss auf zu hören weil sie Angst haben vom Entzug und vor allen vom Leben. Ich kann nur sagen, Leben kann man erst wenn Mann/Frau seine/ihre Sucht über wunden hat. Und das dauert. Aber es Lohnt sich. Nur manchmal denkt man sich" warum muss ich das alles Nüchtern ertragen?" ich sehe par Kumpels und noch par Leute und dann denke ich mir so will ich nicht änden und dann geht es wieder.



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PostPosted: 20. Oct 2012, 10:09 
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Ps. hab da noch was vergessen: für Angehörige man nennt sie meisten Co Abhänige/n. Bei jeder Sucht egal ob Alk oder Spiel oder Internet oder sonstige Sucht Arten, ist es verdammt ratsam den Süchtigen zu sagen: Entweder du machst was gegen deiner Sucht (und ich Helfe dir da bei so weit es geht) oder ich bin weg. Hart aber es muss sein. Auch bei Kumpels ist das so. Ich mache es immer so: ich schaue mir das ne Zeit lang an, Höre die ausreden an. Dann nach ner Zeit sage ich im normalen Ton das sie/er was gegen die Sucht machen soll an sonsten bin ich weg dann schaue ich noch ne Zeit lang zu.Wenn sich nix geändert hat( dauert natürlich par Wochen bzw Monate.Kommt auf die Sucht drauf an,wenn man sich liebt und die Liebe ist stärker dann glabt das auch. Ist bei einer freundschaft auch so. Entzug machen bei Alk Drogen oder auch Tapletten. Bei Spielsucht und Internet Sucht gibt es auch Anlauf stellen. genauso wie Messi Sucht usw. Natürlich MUSS der/die Betroffen/e selber wollen, das ist die voraus Setzung. Vor allen kein gezeder machen bringt nix, sachlich Reden und dann still und leise handeln. Kommt mann/frau weiter. So.. das reicht erstmal für Heute bzw für die nächsten Tage



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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 24. Oct 2012, 08:49 
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So.. ist etwas durcheinander hier aber man findet schon was wenn man will :D

ich habe mir das Tema rausgesucht " Selbsthilfegruppen" die nasse Zeit hatten wir schon durch und dann kam der Entzug und jetzt die Selbsthilfe Gruppen.

http://www.kornblume-ev.de/cms/index.ph ... lfegruppen

Ich Persönlich kann nicht sagen ob Selbsthilfegruppen gut für jeden sind. Das muss jeder für sich entscheiden. Ich werde jedenfalls demnächst eine aufsuchen.

Quote:
Selbsthilfegruppe:


Quote:
sich selbst helfen und andere unterstützen


Unterstützen heißt nicht alles für den Süchtigen zu tun, sondern ihn unter die Arme zu greifen erst dann wenn man merkt er/sie ist einiger massen willig was dagegen zu tun. Nicht den Fehler machen wie ich ihn gemacht habe.

Quote:
In Deutschland gibt es schätzungsweise 7.500 Selbsthilfegruppen für Abhängige und ihre Angehörigen mit mehr als 120.000 Mitgliedern. Die Gruppen kommen meist einmal wöchentlich zu einer Sitzung zusammen. Die Treffen sind für neue Teilnehmer jederzeit offen, die Teilnahme ist kostenlos.

Selbsthilfegruppen arbeiten (fast) ohne feste Regeln und Vorschriften. Eine Regel ist jedoch unumstößlich: Was die Gruppenmitglieder an Persönlichem zur Sprache bringen, muss innerhalb der Gruppe bleiben, es darf nicht nach außen getragen werden. Innerhalb der Gruppe sind alle gleichberechtigt und für sich selbst verantwortlich.
Besondere Kenntnisse und Voraussetzungen sind nicht notwendig. Wer sich ernsthaft mit den eigenen Problemen auseinandersetzen will, ist ein Gewinn für die Gruppe. Es kommt allein auf die Bereitschaft an, über sich, über persönliche Anliegen und Sorgen zu reden, anderen zuzuhören und von jenen zu lernen, die gleiche oder ähnliche Probleme haben. In den Selbsthilfegruppen lernen Betroffene und Angehörige Menschen kennen, die es schon geschafft haben und ihnen dadurch Hoffnung machen können. Sie erkennen, warum Alkohol in ihrem Leben eine solche Bedeutung bekommen konnte und wie sie diesen Zustand ändern können. Oft wird dabei deutlich, dass die Abhängigkeit ein Hinweis auf tiefer liegende Probleme ist, die es zu lösen gilt um ein zufriedenes und abstinentes Leben führen zu können.


Der weg dahin bedeutet, das man sich überwinden MUSS. Da hilft kein Weg vorbei. Und nein, wer Glaubt dass mir das leicht gefallen ist täuscht sich Gewaltig. Es ist leichter anderen Leuten zu Helfen und über Probleme von anderen nachzudenken als über seine eigenen.

Quote:
Die Wirksamkeit von Selbsthilfegruppen haben wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt. Sie gründet sich auf die einfachsten und wohl wichtigsten gesundheitsfördernden Funktionen:
Mit anderen sprechen, Ihnen zuhören, sich austauschen, sich besinnen, sich Zeit lassen, Beziehungen eingehen und erleben. Häufig verbringen die Gruppenmitglieder (Besucher) über die Gruppenstunden hinaus einen Teil ihrer Freizeit gemeinsam. Bei Aktivitäten wie Wandern, Ausflugsfahrten, Kegeln oder Spieleabenden lernen die Gruppenbesucher gemeinsam, Freizeit und Geselligkeit ohne Alkohol zu gestalten. Gerade wenn das Umfeld viele Jahre lang durch Alkohol geprägt war, ist dies eine wichtige Hilfe beim Aufbau eines alkoholfreien Lebens.


Genau, und da haben die meisten Probleme.

Quote:
Selbsthilfe kontra Therapie?


Quote:
Selbsthilfe und fachliche Hilfe schließen sich gegenseitig nicht aus, sondern ergänzen einander. Die Kontaktaufnahme zu einer Selbsthilfegruppe ist jederzeit möglich. Als ein erster Schritt, um über die eigene Betroffenheit sprechen zu lernen, begleitend zu Beratung und Therapie oder in der Zeit der Nachsorge. Hier kommt den Selbsthilfegruppen große Bedeutung zu und der Aufbau eines Kontaktes zu einer wohnortnahen Gruppe ist meist fester Bestandteil der Behandlung.


Genau so ist es.. Bitte nie verwechseln zwischen Therapie- Entzug und Selbsthilfegruppen.
Therapie ist was ganz anderes. Und wird auch bezahlt. Auch wenn die Betroffenen immer und immer wieder behaupten sie werden es nicht bezahlen. Stimmt nicht.(Außer die Süchten bei denen es nicht als Krankheit anerkannt ist. Wie zb. Internetsucht.) Es kommt auf den Süchtigen selber drauf an welche Therapieen er Braucht. Z.b. Kurz zeit- Lang zeit Therapie oder auch eine sozialtherapeutische Einrichtung. aber dazu später näheres.

Ein Entzug ist in einem Bezirkskrankenhaus und von dort aus wenn man will kann man eine Therapie einleiten. Es gibt da die Gewissen Leutchen dafür. Und sie Helfen in anderen dingen w.z.b. wegen Wohnung, wenn die auf der Kippe steht so wie bei mir. Oder Beziehungen zum Ehe-Mann/Frau oder zu Kinder. Und zum Großen Teil Seelsorger. Und natürlich, wenn man zu oft da auftaucht kann man nicht Wochen bleiben, die Kassen Zahlen nicht mehr nur noch drei Tage. Was eine Sauerei ist.

und zu guter letzt, Selbsthilfegruppen, aber das besprachen wir ja jetzt.



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PostPosted: 24. Oct 2012, 09:09 
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ein Gedicht war schon mal da ich poste es nochmal,

Quote:
Ich ging zu einer Party, Mami, und dachte an Deine Worte. Du hattest mich gebeten, nicht zu trinken, und so trank ich keinen Alkohol.

Ich fühlte mich ganz stolz, Mami, genauso, wie Du es vorhergesagt hattest. Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, auch wenn die anderen sich mokierten.

Ich weiß, dass es richtig war, Mami, und dass Du immer recht hast. Die Party geht langsam zu Ende, Mami, und alle fahren weg.

Als ich in mein Auto stieg, Mami, wusste ich, dass ich heil nach Hause kommen würde: aufgrund deiner Erziehung - so verantwortungsvoll und fein.

Ich fuhr langsam an, Mami, und bog in die Straße ein. Aber der andere Fahrer sah mich nicht, und sein Wagen traf mich mit voller Wucht.

Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mami, hörte ich den Polizisten sagen, der andere sei betrunken. Und nun bin ich diejenige, die dafür büßen muss.

Ich liege hier im Sterben, Mami, ach bitte, komm` doch schnell. Wie konnte mir das passieren? Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon.

Ringsherum ist alles voll Blut, Mami, das meiste ist von mir. Ich höre den Arzt sagen, Mami, dass es keine Hilfe mehr für mich gibt.

Ich wollte Dir nur sagen, Mami, ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken. Es waren die anderen, Mami, die haben einfach nicht nachgedacht.

Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party wie ich, Mami. Der einzige Unterschied ist nur: Er hat getrunken, und ich werde sterben.

Warum trinken die Menschen, Mami? Es kann das ganze Leben ruinieren. Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie Messerstiche so scharf.

Der Mann, der mich angefahren hat, Mami, läuft herum, und ich liege hier im Sterben. Er guckt nur dumm.

Sag` meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mami. Und Papi soll tapfer sein. Und wenn ich dann im Himmel bin, Mami, schreibt "Papis Mädchen" auf meinen Grabstein.

Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mami, nicht trinken und dann fahren. Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami, würde ich noch leben.

Mein Atem wird kürzer, Mami, ich habe große Angst. Bitte, weine nicht um mich, Mami. Du warst immer da, wenn ich Dich brauchte.

Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami, bevor ich von hier fortgehe: Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken, warum bin ich diejenige, die Sterben muss?



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PostPosted: 25. Oct 2012, 08:47 
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moin zusammen :)

hab eine interessante Seite gefunden.
http://www.kenn-dein-limit.de/alkohol/g ... issbrauch/

Eigentlich wollte ich euch zeigen welche und wie viel Therapien es gibt und wer die Zahlt. Aber ich bin auf das hier Gestosen, was unter Trockenen Alkis sehr viel Wut Anfall aus löst(bei den meisten zu minderst) Es ist sehr um stritten und ich glaube nicht das es jeden Hilft aber vielleicht den einen oder den anderen. Mir hat es nicht geholfen. Liest am besten selber.

http://lavario.de/kontrolliertes-trinke ... ltherapien

Kontrolliertes Trinken – erfolgreicher als die herkömmlichen Alkoholtherapien

Kontrolliertes Trinken– geht das? Was heisst überhaupt kontrolliertes Trinken?

Quote:
Kontrolliertes Trinken bedeutet, dass jemand, der bisher deutlich zu viel Alkohol getrunken hat, es nun schafft, seinen Alkoholkonsum zu reduzieren, zu kontrollieren.

Kontrolliertes Trinken heisst auch, dass man keinen totalen Entzug macht und nicht von der Aussicht abgeschreckt wird, nie wieder Alkohol anrühren zu dürfen.

Kontrolliertes Trinken setzt voraus, dass man sich Ziele setzt, wieviel man maximal pro Tag oder besser pro Woche trinken will, und dann genau weiss, wie man dies auch schaffen kann.


Sicher doch.. :roll: Also, es gibt von 100 Leute vielleicht (ich will mal großzügig sein 5 Süchtige die das schaffen. Und warum ich das weiß? So viele Entzüge im BZK und 3 Therapien und und weiß Gott wie viele Gruppen und einzel Gespräche ich schon hatte. Das wir alle der gleichen Meinung waren das Kontrolliertes Trinken nur für kurze zeit geht.

Kontrolliertes Trinken steht allerdings im Widerspruch zur klassischen, in Deutschland verbreiteten Meinung, dass bei zuviel Alkohol nur die völlige, dauerhafte Enthaltsamkeit helfen könne.

Quote:
Das Magazin Focus hat unter dem Titel „Kontrolliert trinken“ – Coach darauf hingewiesen, dass kontrolliertes Trinken sehr gut funktionieren kann. Dies belegen Studienergebnisse aus über 30 Jahren. In Australien und den USA gehört das Konzept des kontrollierten Trinkens schon seit den späten 60er Jahren zu den Behandlungsmöglichkeiten bei Alkoholmissbrauch. In der Tat sind die Erfolgsaussichten beim kontrollierten Trinken dramatisch höher als bei den herkömmlichen Alkoholsucht-Therapien, denn bei denen werden über drei Viertel der Patienten schon nach einem Jahr wieder rückfällig. Dies wohl auch, weil die Aussicht, nie wieder einen Tropfen anrühren zu dürfen, den Betroffenen so sinnlos und trostlos erscheint.


Schon mal was gehört davon das manche einfach auf hören MÜSSEN?? Sei es wegen der Gesundheit oder durch Gerichtsurteile oder durch Betreuung Bzw Zwangstherapie.

Quote:
Man sollte sich das Ziel “kontrolliertes Trinken” jedoch nur dann setzen, wenn man nicht körperlich abhängig ist, wenn also nicht z.B. morgens schon die Finger zittern, wenn man nicht einen bestimmten Alkoholpegel inne hat. In solch einem Fall hilft wirklich nur der totale Alkoholentzug, und zwar unter ärztlicher Aufsicht.


Äh.. ah ja..Image jaja und das Psyische? Äh ja und ich stelle mir jetzt die Frage:hat der der das geschrieben hat was zu sich genommen? Wenn ich solch ne Kacke Lese dann kriege ich nen Wut Anfall so was bescheuertes habe ich in meinen Leb Tag noch nicht gelesen Image

Quote:
Beim Lavario-Programm lernt man hingegen kontrolliertes Trinken. Man setzt sich ein Ziel, wieviel man maximal pro Woche noch trinken darf, und erreicht dieses Ziel dann innerhalb von acht Wochen. Jede Woche fährt man seinen Alkoholkonsum ein kleines Stückchen weiter herunter. Dabei lernt man, wie man den Versuchungen des Alkohols nicht nachgibt, wie man mit Ausrutschern und Rückfällen umgeht, was man statt des Trinkens am besten tut, wie man sich neue Ziele setzt etc.


kein Komentar tztztz..

Quote:
Am allerwichtigsten ist jedoch, dass man überhaupt erst einmal versteht, warum man eigentlich in Alkoholprobleme geraten ist. In vielen praktischen Übungen lernt man im Lavario-Programm, wieso Alkohol so einen grossen Anreiz ausüben konnte und wie man überhaupt in die Situation gekommen ist, sich jetzt mit kontrolliertem Trinken beschäftigen zu müssen.


wenn man das weiß, ist man schon abhängig auch Körperlich.

Kontrolliertes Trinken kann nur dauerhaft Erfolg haben, wenn man in schwierigen Momenten, wenn der Druck zu trinken mal wieder ganz stark ist, wenn man genau dann versteht, was jetzt wieder die Auslöser sind und wie man anders damit umgeht, was man also genau dann machen muss. Dies lernt man ebenfalls im Lavario-Programm, in dem man Hunderte solcher Tipps, Anregungen, Erklärungen und Hintergründe bekommt.


Ja ist schon gut..ich glaubs ja :roll:

und jetzt brauche ich einen Beruhigungs Tee ;)



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PostPosted: 27. Oct 2012, 20:47 
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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 10. Nov 2012, 10:38 
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Teil 1:

So, mal wieder ein anderes Thema. Wollte eigentlich damit abschliessen aber man findet immer wieder was was interessant ist.

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber ... 62167.html

Messie-SyndromMüll, der auf der Seele lastet...


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Quote:
Sie sammeln, sie horten, sie müllen sich zu. In Deutschland leiden circa 300 000 Menschen an einem zwanghaften Sammelverhalten, besser bekannt unter dem Messie-Syndrom....


Quote:
Über 100 Tonnen Müll, verteilt auf vier Stockwerke. Die beiden Brüder Homer und Langley Collyer sorgten 1947 in Amerika mit ihrer gigantischen Müllsammlung für Aufsehen. Sie horteten in ihrem Haus Bücher, Musikinstrumente, Möbel und sogar einen Ford Model T. In diesem Müll legten sie ein Gängesystem mit diversen Fallen und Sicherungsmechanismen an. Doch ihre Sammelwut wurde ihnen zum Verhängnis. Beide fanden in dem Müll ihren Tod. Schließlich musste das Haus zwangsgeräumt werden. Am Ende trugen die Polizei und Arbeiter mehr als 100 Tonnen Müll aus dem Haus. Der amerikanische Schriftsteller und Publizist E. L. Doctorow hat sich die wahre Geschichte als Vorlage für sein kürzlich erschienenes Buch „Homer und Langley“ genommen und damit den ersten dokumentierten Fall des sogenannten Messie-Syndroms zu einem Roman verarbeitet....


Da könnte ich auch ein Buch schreiben was ich so alles erlebt habe. das buch muss ich haben.

Ein Alltag bestimmt durch Chaos und Unordnung...

Der Begriff „Messie“ stammt von der selbst betroffenen US-amerikanischen Sonderschulpädagogin Sandra Felton. Der Name leitet sich vom englischen Wort „mess“ ab, das so viel wie Chaos oder Durcheinander bedeutet. „Messie-Sein bedeutet, unter massiven Problemen mit der Organisation der räumlichen Umgebung und Zeit zu leiden. Ein Messie ist ein Mensch, dessen Alltag von Unordnung, Durcheinander und Desorganisation bestimmt wird“, sagt Marianne Bönigk-Schulz. Sie ist Vorsitzende des Fördervereins zur Erforschung des Messie-Syndroms und war einst selbst betroffen. Sie hat schon mit unzähligen Messies und deren Anghörigen gesprochen.

Quote:
Messies sind meist im mittleren Alter, Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen, jedoch suchen Frauen eher nach Hilfe als Männer. Bei Messie-Männern kommt es zudem häufig vor, dass sie Frauen haben, die für sie aufräumen, sagt Marianne Bönigk-Schulz. Eine klare Tendenz gibt es auch bei der Berufsgruppe nicht. „Therapeuten, Rechtsanwälte oder Sozialarbeiter, das Messie-Syndrom zieht sich quer durch alle Sparten.“.
..

und dabei vergessen die meisten Herrn, das die Frauen keine Billige Putzfrauen sind und nur das machen weil sie 1. mal sauber haben wollen 2. weil sie ihren Mann Lieben.Die meisten Messies Männer sehen es als ganz normal an das ihre Frauen/Freundinnen ihren Müll wegmachen. Ich hatte den Fehler gemacht und ich verspreche hoch und heilig( und normalerweise tu ich das nie) das ich nie wieder ein/e Messie bemuttere und alles mache. Ja so manche wird jetzt sagen "oh das kannst du doch nicht machen die sind ja Suchtkrank und Psyschisch krank" ja stimmt sind sie auch. Aber auch wenn es jetzt mies sich anhört Schmusekurs ist sinnlos bei den meisten zumindest bei den 98%. ja und ich weiß es gibt mehrere möglichkeiten. entweder man verlässt die Messies oder man macht das mit durch. Blooooß wenn man das mit durchmacht sollte man ein wenig sollte man oder frau mithelfen. es kostet nerven ohne ende. Alles ist wichtiger als die eigenen Probleme.



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PostPosted: 10. Nov 2012, 11:07 
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Teil 2:

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber ... 62168.html

Messie-Snydrom„Das innere Chaos, das sich nach außen zeigt“...

Messies sammeln und horten Sachen und können nicht zwischen wichtig und unwichtig, brauchbar und unbrauchbar unterscheiden. Sie können nichts wegwerfen. Das führt dazu, dass sie ihre Wohnung, teilweise meterhoch, mit Gegenständen vollstellen. „Das Chaos ist das Prägnanteste: Das innere Chaos, das sich nach außen zeigt“, sagt Marianne Bönigk-Schulz. Betroffene leider darunter, dass ihre Gedanken immer wieder um die Bewältigung der einfachsten täglich anfallenden Arbeiten kreisen und erleben oft eine Hoffnungslosigkeit, dieses Problem jemals in den Griff zu bekommen. Der Messie empfindet sein Leben als zerrissen, chaotisch, widersprüchlich und in hohem Maß frustrierend. Die große Scham verhindert notwendige soziale Kontakte und die Betroffenen leiden unter der damit verbundenen Ausweglosigkeit.

Quote:
Oftmals sind Messies im Beruf erfolgreich, im häuslichen Bereich dagegen scheitern sie. Frau Bönigk-Schulz erzählt sogar davon, dass manche Messies in anderen Haushalten sauber machen können, doch bei sich zu Hause, da schaffen sie es nicht. Ihre sozialen Kontakte sind häufig oberflächlich oder fehlen ganz, weil sie sich für ihre eigenen vier Wände schämen. Alltägliche Aufgaben wie abwaschen oder Termine koordinieren werden zum Problem. Das Festhalten an Dingen hilft den Messies, ein gewisses Gefühl von Sicherheit zu erhalten und ihre Angst zu bewältigen. Statt Beziehungen zu Menschen aufzubauen, klammern sich Messies an oft völlig nutzlose Gegenstände....


Das kann ich ganz groß unter streichen. Selber nicht Putzen Können/wollen aber mir zeigen wollen wie man Putzt. Termine??? Entweder gar nicht oder erst viel zu spät.

ich habe den satz mal hervorgeholt bzw rausgeholt:

Quote:
Statt Beziehungen zu Menschen aufzubauen, klammern sich Messies an oft völlig nutzlose Gegenstände..


das stimmt zu 100% was die Frau oder der Ehemann sehr verletzend ist. das zeigt wie gefühlskalt manche sind.Man versucht zu Helfen und kriegt eine in den Hintern. Wo bei ich sagen muss das es bei ganz vielen Suchtkranken nicht die absicht ist.

Unordnung bis hin zur totalen Vermüllung...

Quote:
Im Extremfall führt die Unordnung des Messies dazu, dass die Wohnung unbewohnbar wird. Diese Form bezeichnen Experten als „Vermüllungssyndrom“. Hierbei unterscheidet man drei Formen von Vermüllung:

1. Der Bewohner hortet wertlose Gegenstände, die er jedoch nach einer gewissen Ordnung aufeinander stapelt. Es herrscht eine „geordnete Unordnung“.

2. Der Bewohner sammelt Gegenstände und verstaut sie ohne jegliches System. Teile der Wohnung sind nicht mehr begehbar. Das kann sogar so weit gehen, dass der Bewohner vom Müll praktisch aus seiner Wohnung verdrängt wird. Er schläft dann beispielsweise im Treppenhaus.

3. Die Wohnung ist aufgrund des Zusammenbhs aller hygienischen Gewohnheiten unbewohnbar. Der Betroffene sammelt selbst Urin, Exkremente und Nahrungsreste....


bei vielen kann ich es bestätigen. Aber auch da gilt es nicht bei allen.



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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 10. Nov 2012, 11:26 
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Teil 3:

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber ... 62170.html

Unterschiedliche Ursachen des Messie-Syndroms...

Quote:
Die Ursachen des Messie-Syndroms sind nicht eindeutig geklärt. Manche Fachleute glauben, dem Messie-Syndrom liegen andere psychische Störungen zu Grunde: Zwangsneurosen, Depressionen und Persönlichkeitsstörungen wie beispielsweise das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS). Alfred Pritz sieht die psychischen Störungen eher als Begleiterscheinung. Marianne Bönigk-Schulz sieht das ähnlich: „Natürlich sind da Ängste im Hintergrund, aber das eigentliche Problem ist, dass Messies ihre eigenen Bedürfnisse gar nicht mehr wahrnehmen“. Messies hätten große Angst, sozial zu scheitern. Ihr Sozialverhalten sei geprägt vom ‚Alles oder Nichts–Denken‘ und vom Freund-Feind-Denken. Es herrsche eine ständige innere Spannung. Ihr Sozialverhalten sei geprägt von Abwehr, Aggressions- und Feindseligkeitsbereitschaft gegenüber fehlender Akzeptanz.


Das denke ich auch, wenn man mit den Betroffenen Redet(was sehr schwer ist, weil manche sich gar nicht oder erst nach monaten öffnen) dann kriegt man mit das Zb ein geliebter Mensch gestoren ist und der grund dafür ist oder Traummann oder Traumfrau ist auf und davon usw.
...

Die Ursachen des Messie-Syndroms sind nicht eindeutig geklärt. Manche Fachleute glauben, dem Messie-Syndrom liegen andere psychische Störungen zu Grunde: Zwangsneurosen, Depressionen und Persönlichkeitsstörungen wie beispielsweise das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS). Alfred Pritz sieht die psychischen Störungen eher als Begleiterscheinung. Marianne Bönigk-Schulz sieht das ähnlich: „Natürlich sind da Ängste im Hintergrund, aber das eigentliche Problem ist, dass Messies ihre eigenen Bedürfnisse gar nicht mehr wahrnehmen“. Messies hätten große Angst, sozial zu scheitern. Ihr Sozialverhalten sei geprägt vom ‚Alles oder Nichts–Denken‘ und vom Freund-Feind-Denken. Es herrsche eine ständige innere Spannung. Ihr Sozialverhalten sei geprägt von Abwehr, Aggressions- und Feindseligkeitsbereitschaft gegenüber fehlender Akzeptanz.
...
Angst vor dem Scheitern...

Quote:
Messies würden häufig Berufe wählen, die ihrer Intelligenz und ihren eigenen Erwartungen nicht entsprechen. Sie hätten Angst, zu scheitern und zu versagen, und das führt wiederum zu ständiger Unzufriedenheit. Außerdem mangele es den Betroffenen an Selbstvertrauen. „Messies haben ein beschädigtes Ich-Bewusstsein und können ihrem Selbstkonzept, ihrer Vorstellung, wie sie eigentlich sein sollten, in der Realität nicht gerecht werden“. Dieser Mangel würde überdeckt und kompensiert durch Perfektionsstreben, Fürsorglichkeit für andere sowie andere Mittel der Kontrolle wie Verächtlichmachen anderer, Intrigieren, Neigung zum Klatsch, Harmoniesucht, übermäßige Freundlichkeit und Höflichkeit. Der Psychologieprofessor Alfred Pritz hat außerdem beobachtet, dass auch „dynastische Erfahrungen“ eine große Rolle spielen. Die Sammelwut der Eltern oder Großeltern habe sich häufig übertragen...
.

Therapie...

Quote:
Es gibt keine offiziellen Therapie-Empfehlungen zum Messie-Syndrom. Marianne Bönigk-Schulz sieht den Königsweg darin, dass jeder Betroffene sich andere Bewältigungsstrategien aneignet, die auf sein Erleben und seine Bedürfnisse abgestimmt sind. Experten empfehlen hier oft eine Verhaltenstherapie. Marianne Bönigk-Schulz warnt davor, da sie schon mit zu vielen Messies gesprochen hat, bei denen diese Therapie sogar negative Folgen hatte. Sie verlässt sich auf ihre Erfahrungswerte aus den vielen Gesprächen mit Betroffenen und Angehörigen. Von der Wissenschaft ist sie eher enttäuscht. Sie meint, Wissenschaftler würden die Vielschichtigkeit des Messie-Syndroms ignorieren und versuchen, anhand des Wohnungschaos die Messies in irgendwelche Schubladen zu stecken. „Das Messie-Syndrom passt in keine Schublade, sondern ist eine eigene Schublade“, bestätigt Alfred Pritz. Er glaubt aber trotzdem, dass Psychotherapie den Messies helfen kann....


schade..



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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 10. Nov 2012, 17:25 
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schlau wrote:
Unterschiedliche Ursachen des Messie-Syndroms...


Hat man schon versucht herauszufinden, wieso Menschen zu so etwas neigen ? Ich kann mir einfach beim besten Willen nicht vorstellen, dass das mit einer Krankheit zu verbinden ist, eher mit Faulheit oder Gleichgültigkeit. :?


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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 15. Nov 2012, 14:33 
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Livia wrote:
schlau wrote:
Unterschiedliche Ursachen des Messie-Syndroms...


Hat man schon versucht herauszufinden, wieso Menschen zu so etwas neigen ? Ich kann mir einfach beim besten Willen nicht vorstellen, dass das mit einer Krankheit zu verbinden ist, eher mit Faulheit oder Gleichgültigkeit. :?


nicht wirklich aber ich versuche mal zu schauen o sie die Ursachen heraus gefunden hat. Nach meiner Erfahrungen ist es zum größten teil so, das es Schicksal Schläge waren. Nicht jede hat Leute die ihn/sie auf fangen.klar kommt die gleich güligkeit auch danach dazu. u.a. und da teile ich nicht die Ansichten irgend welche experten. Das eine andere sucht aus geschlossen wird.ich denke schon das u.a. eine sucht dazu kam oder so gar schon vor her.



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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 15. Nov 2012, 18:35 
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Ganja wrote:
Es geht viel um die Unterscheidung zwischen wertvoll/brauchbar und wertlos.
Eine Prioritätssetzung wird diesen Menschen unmöglich, auch wenn nicht immer in allen Bereichen.
So kann ein Mensch sehr wohl in seinem Job gute Arbeit leisten und im Alltag/Zuhause versagt dieser,...sagen wir mal einfach Mechanismus.
Wichtigkeiten sind für sie nicht einzuordnen und schon gar nicht die Trennung von unwichtigen ist von heute auf morgen in der unstrukturierte Welt von „Selbstregulationsschwachen“ zu erlernen. Die Ursachen sind ebenso vielfältig.
Vor allem bei den Dingen, was sie vordergründig allein betrifft, zieht das Chaos ein.

Das Wort Messi ist ein Begriff, den die Medien entwickelt haben und umfasst unterschiedliche Störungen, die bei Desorganisation anfangen und in der völligen Verwahrlosung endete kann.
Ein Phänomen, das grade in unserer Wegwerfgesellschaft zu Tage tritt.


ja, das stimmt da gebe ich dir recht. Es ist aber Heilbar aber nur dann wenn sie/er selber will. wie gesagt ich hae damals mit gearbeitet und habe Messis wohnung mit den Messis aus geräumt. Ich hae da so einiges mit erlebt und gehört. das mir die Messis sehr leid tun.



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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 16. Nov 2012, 14:27 
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in allen punkten will ich dir recht geben. 25 jahre chlain ist gut, oh je da habe ich noch lange hin. Wenn ich dich fragen darf wie lange warst du drauf?. eigendlich spielt es keine rolle haubtsache man hat es geschaft.ich habe gerade ein verdammtes tief und komme nicht raus, weil jeden sch.. Tag was anderes ist. ich könnt kotzen aber ich bin chlain.



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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 17. Nov 2012, 10:33 
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so.. ich hatte lange Pause und nun geht es weiter. Es geht um Co- Abhängigkeit. Tja, bei dem Thema sagt sich so manche/r bin ich Co- Abhängig? ich fasse es mal mit meinen worten zusammen. Co- Abhängig ist man dann wenn man ZB einen Alkoholiker sein Alkohol kauft oder bringt. Es gibt so viele beispiele. Dazu komme ich noch später. Dazu schreiben experten:

http://de.wikipedia.org/wiki/Co-Abh%C3%A4ngigkeit

Quote:
Co-Abhängigkeit bezeichnet ein psychiatrisches Konzept, nach dem manche Bezugspersonen eines Suchtkranken dessen Sucht durch ihr Tun oder Unterlassen noch zusätzlich Vorschub leisten. Die co-abhängigen Personen sind zwanghaft an Verhaltensweisen gebunden, die verhindern, dass der Süchtige erfolgreich behandelt werden kann. Co-Abhängige sollten deswegen ebenfalls psychotherapeutisch behandelt werden


ja, das habe ich selber gemerkt Sie haben angst den Partner oder Partnerin zu verlieren. Was natürlich aus meiner Erfahrung das ganze schlimmer macht.

Verhaltensformen

Quote:
Krankhafte Formen eines co-abhängigen Verhaltens werden als Persönlichkeitsstörung angesehen. Andererseits wird diese Einordnung eines Fehlverhaltens auch kritisiert, weil solche psychiatrische Diagnosen die soziale Ausgrenzung der Betroffenen fördern könnten.
Beispiele für Co-Abhängigkeit sind Arbeitskollegen, welche die trunkenheitsbedingten Minderleistungen eines Kollegen vertuschen und kompensieren, Familienangehörige, die den Suchtmittelkonsum finanzieren, oder Ärzte, die suchtbildende Medikamente ohne korrekte Indikation verordnen. Co-abhängiges Verhalten reduziert den Leidensdruck des Suchtkranken und verlängert so seine Krankheits- und Leidensdauer. Eine Co-Abhängigkeit kann in drei Phasen verlaufen:
In der Beschützerphase erfährt der Suchtkranke besondere Zuwendung und Mitgefühl in der Hoffnung, er könne seine Sucht aus eigener Kraft überwinden.
In der Kontrollphase übernehmen die Bezugspersonen seine Aufgaben und Probleme des Süchtigen, wodurch sie die Sucht gegenüber dritten Personen verdecken.
Die Anklagephase ist durch zunehmende Aggression und Verachtung dem Kranken gegenüber geprägt. Am Ende kann eine vollständige Hilflosigkeit der Co-Abhängigen entstehen


ich erkenne mich verdammt noch mal wieder :( aber es ist schwer jemand fallen zu lassen.Man hört dann immer wieder: wie kannst du nur mich hängen lassen ich bin doch krank? das weißt du doch oder du hast es doch selber mit erlebt weißt wie es ist.Oder wie kannst du nur? Das sind Vorwürfe die hört man immer und immer wieder, da muss man drüber stehen zwar schwer aber machbar. Ich kann nur allen Co-Abhänigen sagen:

Passt um Gottes willen auf, was der oder die Suchtkranke tut/sagt oder auch schreibt.Am ende (auch wenn von den süchtigen keine absicht dahinter steckt) steckt man meisten als Co-Abhängiger selbst knie tief mit drinnen. Dann kommt nemlich lich der Spruch: du weißt doch das ich abhängig bin. So ist es gerade bei meiner Freundin. Ihr Mann hatte damals nix mit Alk zu tun und mit anderen Sucht mitteln. Ging brav in die Arbeit, sie hat die 3 kleinen kinder zuhause versorgt 1,3,5, Jahre jung. Bis er eines Tages einen Unfall hatte und alles den Bach runter ging. Ich sagte damals noch zu ihr, Pass auf, er rutscht in die Sucht denk an deine Kinder.(sie ist bis Heute eine liebe volle Mutter) sie sagte: es ist ihr Mann sie könne ihn nicht hängen lassen (was eigentlich verständlich ist in einer hinsicht) es kam wie es kommen musste.Er verkaufte die Wohnungseinrichtung und schlug sie. usw. bis ich nicht mehr zu sehen konnte und ihren Bruder so wie Vater informierte. Dann hatte der Spuck ein ende.Mit natürlich leider mit Brügeleien usw. Heute hält er ihr vor, das sie ihm damals unter stützt hat. Traurig ist nur, das er seine eigenen Fehler nicht sieht oder sehen will. Suchtkranke sind die besten Schauspieler was es gibt.Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Sie finden immer Gründe und einen Weg zu ihrer Sucht.



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 Post subject: Re: suchterkrankung und ihre folgen
PostPosted: 18. Nov 2012, 01:59 
Ja Sonne und vor allem ist mir bei besagtem Bekannten noch aufgefallen, dass er vor Selbstmitleid zerfloss. Allerdings war das immer dann, wenn er hackedicht gewesen ist. War er ausnahmsweise mal nüchtern, wollte er eine Therapie anfangen... natürlich sofort. Da das aber nicht möglich war, hat er "erst einmal" weiter getrunken. Hatte er endlich den Therapie-Platz, war er spätestens nach einer Woche wieder da. Abgebrochen...


  
 
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