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 Betreff des Beitrags: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 11. Sep 2012, 13:15 
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Dieses ältere Thema vom Grundgesetz Aktiv - Forum habe ich bislang noch auf jedes Forum kopiert, auf dem ich registriert bin oder war. Hier ist es sozusagen überfällig. ;)


AlexRE hat geschrieben:
Das hier ist ein alter Beitrag von web.de / gmx:

Zitat:
Schlagzeile

FDP Mitglieder fallen in Hartz 4 und stehen bei den ARGen an.

Das ist ein Traum, nein es wird Realität.

Guido hat es geschafft, -nach seiner Hartz4 Debatte-, Langzeitarbeitslose H4 Bezieher im Alter über 40 besinnen sich auf ihre Qualifikationen, Fähigkeiten und Ausbildungen. Wir wehren uns und Gründen ein 1€ Unternehmen.
Wir bieten unsere Arbeitskraft für einen Euro am Markt an. Unser Ziel ist es ein wenig zum H4 satz hinzu zu Verdienen so etwa 160€ im Monat, wie es Herr Westerwelle verlangt. Unsere Konkurrenten auf dem Markt sind vorzugsweise Unternehmen deren Eigentümer FDP Mitglieder sind. Illusorisch, nein, wir haben nichts zu verlieren denn wir haben nichts nur unseren Kopf,der denken kann, und unser Arbeitskraft, genau das bieten wir an.

Wer wir sind?

Bis jetzt sind wir 37 Personen die keiner haben will. Wir Zusammen haben bis zu 40000 Bewerbungen geschrieben.
Ein kleiner Auszug unserer Qualifikationen:
5 Personen Ingenieure, Techniker und Meister der Elektrotechnik im alter von 45 bis 63
2 Personen Ingenieure und Techniker Maschinenbau Alter 52 und 59
1 Rechtsanwalt Alter 64
1 Dr. Physik Alter 55
2 Dipl. Immobilienfachwirte Alter 42 und 49
3 Dipl. Betriebswirte Alter 45 bis 64
2 Dr. Dipl. Chemiker Alter 42 und 55
4 Dipl. Informatiker im Alter von 42 bis 52
Das sind nicht alle Qualifikationen die hier aufgeführt sind.

Wir geben jetzt ein Angebot für eine Anlagenplanung und den Bau einer der chemischen Anlage ab. Unser Mitbieter ist ein mittelständisches Unternehmen das im Besitz eines FDP Abgeordneten ist.

Es geht bei diesem Auftrag um:

12000 Stunden für Ingenieure , Techniker und Meister. Hinzu kommen 22000 Stunden für Facharbeiter.
Unser Angebot ist für die Anlage 34.000 € zuzüglich 19% Umsatzsteuer Material und Werkzeuge werden vom Auftraggeber gestellt.
Insgesamt wird das Auftragsvolumen bei uns bei rund 150.000€ liegen.
Das Gegenangebot beläuft sich auf € 3,7 Mio., was ein absolut Marktgerechtes Angebot ist.
Unser Mitbieter ist auf diesen Auftrag angewiesen und wenn er den nicht bekommt muss seine Personengesellschaft Konkurs anmelden. Aber er hat ja noch 3 Monate sein Mandat das er für die FDP wahrnimmt.



Weiter Projekte sind in Vorbereitung aus den Bereichen Immobilienwirtschaft, Maschinenbau und Anderen.

Wer sich uns anschließen will muss H4 Bezieher sein und mindestens 150 Bewerbungen geschrieben haben und bereit sein für 1€ zu arbeiten.

Die ersten Anfeindungen gegen uns sind schon da . Es wird mit Gerichten gedroht aber wir bewegen uns im Rahmen der Gesetze.



Diesen Auftrag können wir leisten genug Erfahrungen, Qualifikationen und das Können haben wir.

Davon ist auch der Auftraggeber überzeugt aber er schämt sich ein solches Angebot an zu nehmen. Wir nehmen ihm seine moralischen Bedenken denn es ist politisch gewollt genau so.

Im übrigen vernichten wir ca. 50 festangestellten Verhältnisse.

Was sagen jetzt die Befürworter von Herrn Westerwelle ist es das was ihr wollt?


Der Urheber der Idee hat einmal auf eine PN geantwortet und war dann nicht mehr zu erreichen. Nachdem schon das blaue etcpp - Forum nur wegen dieser Idee zu einem richtigen Forum ausgebaut wurde (das waren vorher nur ein paar threads zum technischen Experimentieren und aus Jux), habe ich heute eine HP ins Netz gestellt und das Forum drangehängt:

http://wir-koennen-auch-anders.npage.de/

Vielleicht ist das Internet ja doch noch für etwas anderes als Plaudern gut...


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 11. Sep 2012, 13:44 
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Der thread kommt zeitlich passend, ich habe heute erst auf dem gmx - thread zu dem Thema geschrieben: :)

Zitat:
Gerade auf diesem aktuellen und sehr gut zu unserem Thema passenden thread geschrieben:

http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/16227144?sp=763#jump
____________________________________

"Nicht enthalten sind in der vom Statistischen Bundesamt ermittelten Niedriglohngrenze die Einkommen der Arbeitnehmer von Betrieben mit weniger als zehn Beschäftigten sowie von Land- und Forstarbeitern, Fischern und Hauspersonal. Diese machen etwa ein Fünftel aller abhängig Beschäftigten aus."

Ein Fünftel, bei dem der Anteil der Niedriglöhner mit absoluter Sicherheit deutlich größer ist als in den von den von der Statistik erfassten Gruppen von Erwerbstätigen.

Die können es einfach nicht lassen, ihre Statistiken auf geschönte Zahlen hin zu konstruieren. Politiker lügen schon aus Prinzip und Neigung, teilweise pathologisch, sonst hätten sie keinen politischen Karriereweg durchstehen können.

Der tatsächliche Anteil der Billiglöhner an der Gesamtheit der Erwerbstätigen wird sich also eher Richtung 30 % bewegen, wenn man die von der Statistik überhaupt nicht erfassten kleinen Gewerbetreibenden und Scheinselbständigen in prekären Verhältnissen mitrechnet, sind das sogar ganz sicher über 30 %. Die kommen aber später als Belastung für die künftigen Steuerzahler hinzu, wenn sie wegen Altersarmut steuerfinanzierte Grundsicherung beziehen. Eine Statistik, die nur einen Teil des Problems erfasst, ist nicht viel wert.

Übrigens könnten die arbeitenden Armen auch irgendwann die Mehrheit stellen, wenn es den Politikern gelingt, das Projekt "Billiglohnstandort Deutschland" auf den Arbeitsmarkt für (hoch-) qualifizierte Arbeitnehmer auszudehnen. Es steht zwar nicht fest, dass das überhaupt möglich ist, aber es wird ernsthaft versucht:

http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/10578641?sp=329#jump

Das hält den Blödmichel natürlich nicht davon ab, diese neuzeitlichen Bauernleger und Grundgesetzverräter immer wieder zu wählen. Es zeichnet sich aber langsam ab, wie extrem teuer das für die meisten Deutschen auf Dauer werden wird.

Wer nicht denken will, muss zahlen.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/10578641?sp=329#jump


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 18. Sep 2012, 16:43 
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Ich habe mich mal auf dem in die Homepage zu diesem Thema integrierten Forum angemeldet und einen heutigen Beitrag von gmx / web.de dorthin kopiert:
_____________________

"Wenn ich sehe, dass sogenannte Fachleute bei uns angestellt werden, dann aber erst entsprechend eingearbeitet werden müssen, weil ihre Qualifizierung dann doch nich so doll ist, dann frag ich mich ob es nicht besser wäre Einheimische einzustellen und die dann einzuarbeiten - dann entfällt wenigstens das Sprachproblem... und wir hätten ein paar Arbeitslose weniger...jedenfalls werden so die Fachjobs zerstört!"

Das Sprachproblem ist tatsächlich geeignet, zusammen mit anderen Ursachen die Lohndrückerei gegen die Hochqualifizierten scheitern zu lassen. Mit wenigen Ausnahmen - z. B. SAP - wird in deutschen Unternehmen nämlich auch auf der Führungsebene nur deutsch gesprochen. Die Hochqualifizierten, die weltweit englisch als Zweitsprache perfekt beherrschen, können in Deutschland also nicht problemlos in jedes Unternehmen integriert werden. Dass sie erst deutsch lernen müssen, macht den Standort Deutschland neben einigen anderen negativen Merkmalen zusätzlich unattraktiv für Hochqualifizierte.

Übrigens ist derzeit das Thema "Reiche werden immer reicher" die Nr. 1 unter den top ten hier. Das hat auch sehr viel mit unserem Thema zu tun. Gerade dort geschrieben:

""Richtig so - es hat seinen Grund warum jemand reich ist, z.B. persönliche Leistung, Weitblick, Strategieentwicklung, eigene Firma."

Ja klar, oder auch die Geburt in eine reiche Familie und / oder fette Beziehungen zu bestechlichen Politikern.

Ob heutzutage eher echte Leistung oder eher der Missbrauch gesellschaftlicher Macht das meiste Geld bringt, weiss niemand so genau. Dass über die Hälfte aller DAX - Unternehmen heute trotz zweier Währungszusammenbrüche immer noch aus der Gründerzeit des 19. Jahrhunderts stammt, spricht eher dafür, dass Macht mehr Geld bringt als Leistung."

http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/16290959?sp=1008#jump
_____________________________

http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/10578641?sp=336#jump

http://meinungen.web.de/forum-webde/post/10578641?sp=336#jump


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 30. Sep 2012, 15:04 
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Heute auf Facebook gesehen:

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Vielleicht sieht so der Anfang vom Ende des neuen Feudalismus` aus, vielleicht wird das dreckige Spiel auch weniger dramatisch an den Wahlurnen der freien Welt enden - aber es wird enden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 22. Okt 2012, 16:38 
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Zu den aktuellen Nachrichten über Sanktionen gegen H 4 - Bezieher:

Zitat:
Neues vom Projekt "Billiglohnstandort Deutschland". Die Sanktionen für H 4 - Bezieher erreichen Rekordwerte. Gerade auf dem aktuellen thread dazu geschrieben:

""Aber DIESE Kinderstube kann man eben auch nicht von jedem erwarten, nicht?"

Die ist auch nicht erwünscht. Es hat schon seinen Grund, dass Meinungsführer wie die Springerpresse jahrelang gegen Arbeitslose gehetzt haben. Das gehört alles zum Großprojekt "Billiglohnstandort Deutschland". Damit Millionen von Menschen für ein Drecksgeld arbeiten und auf den gewohnten Wohlstand verzichten, muss man ihnen schon einen Ersatz für das Geld bieten - nämlich einen gehobenen sozialen Status, der nur darin besteht, kein Aussätziger zu sein. Dazu wiederum muss man die Arbeitslosen im allgemeinen Bewusstsein erstmal zu Aussätzigen stempeln."

http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/16568357?sp=5670#jump


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/10578641?sp=343#jump


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 25. Okt 2012, 16:51 
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Nach einer neuen DIW - Studie soll die Einkommensschere in Deutschland sich seit dem Jahre 2005 angeblich wieder schließen:

http://www.gmx.net/themen/finanzen/wirtschaft/389triu-diw-studie-einkommen-naehern

Das können sie Leuten erzählen, die sich die Unterhose mit der Kneifzange anziehen ...

Zitat:
"Einkommenszuwächse hatten vor allem die unteren Einkommensklassen. Zwischen 2009 und 2010 steigerten laut dem DIW die unteren 40 Prozent der Bevölkerung ihr Einkommen real um zwei Prozent und damit überdurchschnittlich."

Nie im Leben ...

Das Großprojekt "Billiglohnstandort Deutschland" ist noch lange nicht abgeschlossen, dass die untersten Einkommen real gewachsen sind, ist in dem genannten Zeitraum völlig ausgeschlossen.

Entweder die Zahlen sind glatt gelogen oder dadurch zustande gekommen, dass die Generation von Rentnern, die von Altersarmut betroffen ist und aus Scham keine ergänzenden Sozialleistungen / Grundsicherung beantragt hat, langsam wegstirbt und von jüngeren Rentnern ersetzt wird, die in ihrem Erwerbsleben schon von Phasen der Arbeitslosigkeit betroffen waren und solche Beklemmungen nicht haben.

Vielleicht liegt die Verzerrung der Studie auch in dem, was als Nettoeinkommen zugrunde gelegt wird und in Wirklichkeit hintenrum wieder einkassiert wird (höhere Energiepreise usw.). Aber dass der Lebensstandard der unteren Einkommensgruppen sich verbessert haben soll, ist Volksverarschung hoch drei.
-----------------
Hier wird sehr anschaulich dargestellt, wie man Armutsdaten dramatisieren kann:

http://www.dw.de/viele-arme-im-reichen-deutschland/a-16326551

Umgekehrt geht das natürlich auch, wer aus politischen Gründen einen Wohlstandzuwachs der deutschen Unterschicht herbeifabulieren will, heuert einfach Fachleute an, die ihm die Zahlen so zurechtdrehen, dass dabei 2 % Realeinkommenszuwachs herauskommen.

Und: Je näher wichtige Wahlen rücken, desto dreister werden die Zahlendreher.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/16644438?sp=1113#jump


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 25. Dez 2012, 20:38 
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Nachdem durch das im Speditionsgewerbe besonders üble Lohndumping zu Lasten von Arbeitnehmern, an die hohe Ansprüche gestellt werden (allein die "Eintrittskarte", der LKW - Führerschein, kostet 5.000 Euro und nach Abschaffung der Wehrpflicht kommen kaum noch junge Leute auf den Arbeitsmarkt, die den Führerschein kostenlos bei der BW gemacht haben) bereits ein erheblicher Fachkräftemangel in der nächsten Zukunft unvermeidbar ist:

http://www.spiegel.de/karriere/berufsle ... 54033.html

... meinen die unverbesserlichen charakterlichen Pantoffeltierchen in der deutschen Finanzbürokratie ausgerechnet in diesem Bereich neue Schikanen erfinden zu müssen:

Zitat:
22. Dezember 2012 11:01 Forderung des Finanzministeriums
Lkw-Fahrer sollen Toiletten-Tagebuch erstellen

Ein Lkw-Fahrer muss künftig jeden Toilettengang, jede Dusche in einem Fahrtenbuch nachweisen - das fordern die deutschen Finanzämter. "Ein irrsinnig aufwendiges Verfahren", meinen Experten. Doch die Behörde bleibt hart.

(...)

"Private Autohof-Betreiber verlangen aber für eine Übernachtung oft zehn bis fünfzehn Euro Standgebühr", sagt Andreas Mossyrsch, Vorstand beim Transportverband Camion Pro. In diesem Preis ist meist ein Gutschein fürs Essen enthalten. Weil es dafür aber eigene steuerliche Pauschalen gibt, erkennen viele Finanzämter die Quittungen nicht an.

Und deshalb wiederum erstatten etliche Speditionen den Fahrern diese Kosten nicht. "Am Ende bleiben die Fahrer darauf sitzen", meint Mossyrsch. Steuerexperte Rauhöft rät, zumindest jenen Teil beim Finanzamt geltend zu machen, der nicht fürs Essen anfällt. Dafür aber braucht der Trucker dann neben dem Toiletten- auch ein Schnitzel-Fahrtenbuch.


http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/f ... -1.1557618

Wer weiß - vielleicht ist bereits geplant, die Arbeitnehmer der Branche komplett durch junge LKW - Führerschein - Besitzer aus osteuropäischen EU - Ländern, in denen es noch eine Wehrpflicht gibt, zu ersetzen. Die haben allerdings auch auf den Arbeitsmärkten derjenigen alten EU - Staaten Zutritt, in denen es keine psychisch gestörten Finanzbürokraten, dafür aber einen Mindestlohn gibt.

Der Generalplan, einen "Billiglohnstandort Deutschland" unter Kannibalisierung anderer europäischer Volkswirtschaften einzurichten, wird also voraussichtlich nicht nur im Bereich der Höchstqualifizierten scheitern.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 26. Dez 2012, 20:08 
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Hoffentlich beschleunigt das Wahlergebnis für die FDP bei der kommenden Bundestagswahl dieses Scheitern, damit auf dem Weg dorthin nicht noch mehr Schaden angerichtet wird.

Zitat:
Vom aktuellen und für unser Thema hier sehr relevanten FDP - thread hierher kopiert:
-----

"Man brauche Erleichterungen für befristete Beschäftigungsverhältnisse, zitiert die "Welt" aus einem Positionspapier des Wirtschaftsministers. Zugleich erteile Rösler jeder Form eines Mindestlohns eine klare Absage."

Das heißt im Ergebnis: "hire and fire" wie in den USA, aber nicht die in den USA (und in den meisten europäischen Ländern) selbstverständlichen Mindestlöhne.

Damit zielt die FDP ganz unverhohlen auf den absoluten Negativ - Weltrekord an Abwesenheit von Sozialstaatlichkeit und sozialer Verantwortung des Eigentums ab. Dazu muss man sich vergegenwärtigen, dass das absolute Minimum an sozialer Verantwortung amerikanischer Unternehmen ohne eindeutige verfassungsrechtliche Verpflichtung aus Gründen gesellschaftspolitischer Vernunft aufrechterhalten wird. In Deutschland dagegen sind das Sozialstaatsprinzip (Art. 20 I GG = "ewiges Verfassungsrecht") und die Sozialpflicht des Eigentums (Art 14 II GG http://dejure.org/gesetze/GG/14.html) für alle politisch Verantwortlichen unbedingt verbindlich.

Es wird also höchste Zeit, dass der Verfassungsschutz sich um Herrn Rösler & Co. kümmert.

http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/17216361?sp=1393#jump


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/10578641?sp=350#jump


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 27. Dez 2012, 10:37 
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Zitat:
Hoffentlich beschleunigt das Wahlergebnis für die FDP bei der kommenden Bundestagswahl dieses Scheitern, damit auf dem Weg dorthin nicht noch mehr Schaden angerichtet wird


das hoffe ich auch.. die hoffnung stirbt zu letzt ;)



_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 15. Jan 2013, 23:17 
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GG146 hat geschrieben:
Nachdem durch das im Speditionsgewerbe besonders üble Lohndumping zu Lasten von Arbeitnehmern, an die hohe Ansprüche gestellt werden (allein die "Eintrittskarte", der LKW - Führerschein, kostet 5.000 Euro und nach Abschaffung der Wehrpflicht kommen kaum noch junge Leute auf den Arbeitsmarkt, die den Führerschein kostenlos bei der BW gemacht haben) bereits ein erheblicher Fachkräftemangel in der nächsten Zukunft unvermeidbar ist:

http://www.spiegel.de/karriere/berufsle ... 54033.html

... meinen die unverbesserlichen charakterlichen Pantoffeltierchen in der deutschen Finanzbürokratie ausgerechnet in diesem Bereich neue Schikanen erfinden zu müssen:

Zitat:
22. Dezember 2012 11:01 Forderung des Finanzministeriums
Lkw-Fahrer sollen Toiletten-Tagebuch erstellen

Ein Lkw-Fahrer muss künftig jeden Toilettengang, jede Dusche in einem Fahrtenbuch nachweisen - das fordern die deutschen Finanzämter. "Ein irrsinnig aufwendiges Verfahren", meinen Experten. Doch die Behörde bleibt hart.

(...)

"Private Autohof-Betreiber verlangen aber für eine Übernachtung oft zehn bis fünfzehn Euro Standgebühr", sagt Andreas Mossyrsch, Vorstand beim Transportverband Camion Pro. In diesem Preis ist meist ein Gutschein fürs Essen enthalten. Weil es dafür aber eigene steuerliche Pauschalen gibt, erkennen viele Finanzämter die Quittungen nicht an.

Und deshalb wiederum erstatten etliche Speditionen den Fahrern diese Kosten nicht. "Am Ende bleiben die Fahrer darauf sitzen", meint Mossyrsch. Steuerexperte Rauhöft rät, zumindest jenen Teil beim Finanzamt geltend zu machen, der nicht fürs Essen anfällt. Dafür aber braucht der Trucker dann neben dem Toiletten- auch ein Schnitzel-Fahrtenbuch.


http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/f ... -1.1557618

Wer weiß - vielleicht ist bereits geplant, die Arbeitnehmer der Branche komplett durch junge LKW - Führerschein - Besitzer aus osteuropäischen EU - Ländern, in denen es noch eine Wehrpflicht gibt, zu ersetzen. Die haben allerdings auch auf den Arbeitsmärkten derjenigen alten EU - Staaten Zutritt, in denen es keine psychisch gestörten Finanzbürokraten, dafür aber einen Mindestlohn gibt.

Der Generalplan, einen "Billiglohnstandort Deutschland" unter Kannibalisierung anderer europäischer Volkswirtschaften einzurichten, wird also voraussichtlich nicht nur im Bereich der Höchstqualifizierten scheitern.


Wehrpflichtige bekamen keinen Führerschein auf Staatskosten.Der wurde nur für länger dienende Soldaten gewährt. Und dafür mussten sie noch das passende Komando haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 15. Jan 2013, 23:27 
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noch schlauer hat geschrieben:
Wehrpflichtige bekamen keinen Führerschein auf Staatskosten.Der wurde nur für länger dienende Soldaten gewährt. Und dafür mussten sie noch das passende Komando haben.


Da bist Du einer Falschinformation aufgesessen. Es haben sehr viele Wehrpflichtige den LKW - Führerschein bei der BW gemacht. Zu der Kompanie, in der ich die Grundausbildung gemacht habe, gehörte ein Fahrschul - Zug, in dem alle Rekruten den LKW - Führerschein gemacht haben - und das waren weit überwiegend Grundwehrdienstleistende.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 16. Jan 2013, 02:21 
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Das muss aber schon sehr lange her sein. Ich hatte aber bereits geschrieben, dass die entsprechende Ausbildung fachabhängig war. Ich hatte immerhin 12 Jahre gedient und später "erdienert" und "erdiniert":D , aber den Lappen bekam ich auf Staatskosten nie.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 16. Jan 2013, 17:19 
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noch schlauer hat geschrieben:
Das muss aber schon sehr lange her sein. Ich hatte aber bereits geschrieben, dass die entsprechende Ausbildung fachabhängig war. Ich hatte immerhin 12 Jahre gedient und später "erdienert" und "erdiniert":D , aber den Lappen bekam ich auf Staatskosten nie.


Guck mal:

Zitat:
Deutsche Fuhrunternehmer suchen dringend nach Fahrern. Das Ende der Wehrpflicht hat das Problem verschärft, denn bei der Bundeswehr haben junge Männer früher oft den Lkw-Führerschein gemacht. Experten fürchten noch mehr übernächtigte Laster-Lenker auf den Straßen.

(...)


http://www.spiegel.de/karriere/berufsle ... 44566.html

Das Ende der Wehrpflicht hätte den Speditionen wohl kaum Nachwuchsprobleme beschert, wenn Wehrpflichtige bei der BW so selten LKW - Führerscheine erworben hätten, wie Du meinst.

Vermutlich hast Du Deine 12 Dienstjahre bei der BW irgendwo verbracht, wo es kein größeres Transportwesen mit vielen LKW`s gibt, also bei der Luftwaffe oder Marine ...

P. S.

Ich habe selbst den PKW - Führerschein bei der BW noch einmal gemacht (den zivilen hatte ich schon, aber umschreiben geht nur von BW zum zivilen FS und nicht umgekehrt). Da war ich schon 7 Monate dabei und hatte als W15`er nur noch 8 Monate. Trotzdem haben sie mich zu einer Fahrschuleinheit abkommandiert, weil sie unbedingt für jedes Fahrzeug der Einheit einen verantwortlich zeichnenden Soldaten brauchten und ein VW - Bully sozusagen "in der Luft hing".


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 17. Jan 2013, 14:38 
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Aktuell auf gmx:

Zitat:
Mal etwas zum Thema Passendes vom derzeitigen Nr. 1 - thread hierher kopiere ...

http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/17409935?sp=320#jump
__________________

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@Petzy:

"Die Agenda 2010 hat doch die schlechte Situation der anderen Staaten erst hervor gerufen. Ohne die Agenda 2010 währen die anderen Europäischen Staaten (deren Wirtschaft) auch Heute noch konkurrenzfähig auf dem Weltmarkt."

und D hätte 5 Millionen Arbeitslose mehr


da ist mir die Situation wie sie ist aber viel lieber...
---------------------

Damit setzt Du eben mal als selbstverständlich voraus, dass die hohe Arbeitslosigkeit nur durch Dumpinglöhne abzubauen war. Die Agenda 2010 bestand aber aus vielen Maßnahmen und andere Länder haben ihre ehemals hohe Arbeitslosigkeit herunterbekommen, ohne über Dumpinglöhne den eigenen Binnenmarkt zu schwächen, z. b. die Niederlande.

Wenn man an einem Wirtschaftsstandort wie Deutschland, dessen Arbeitsproduktivität weltweite Spitzenwerte erreicht, auch noch einen großen Billiglohnsektor auf die hohe Produktivität draufsattelt, exportiert man selbstverständlich Arbeitslosigkeit und bringt den Welthandel im Allgemeinen und den europäischen Wirtschaftsraum im Besonderen durcheinander.

Genau genommen hätte der seit der Zeit der Verkündung der Agenda 2010 gebetsmühlenartig verbreitete Spruch deutscher Politiker von der angeblichen Notwendigkeit der Herstellung von "Wettbewerbsfähigkeit" des Standorts Deutschlands irgendwann zum Unwort des Jahres gewählt werden müssen. Das ist nämlich eine haarsträubende Lüge.

Diese Gebetsmühle wurde zu einer Zeit in Betrieb genommen, als Deutschland wegen seiner hohen Arbeitsproduktivität und wegen seiner Stärken im internationalen Qualitätswettbewerb Exportweltmeister in absoluten Zahlen war. Wenn man auf solche Stärken einen Billiglohnsektor draufsattelt, stellt man nicht Wettbewerbsfähigkeit her, sondern Hyperwettbewerbsfähigkeit:

""Hyperwettbewerbsfähig"

Aber der Wunsch nach steigenden Exporten sei unerfüllt geblieben. Weil Deutschland so "hyperwettbewerbsfähig" und nicht gewillt sei, seine eigene Wirtschaft mit mehr Konsum anzukurbeln. Deswegen könnten auch die Eurozonen-Partner ihre Exporte nicht erhöhen. Außerdem sei unklar, wie lange die Eurozone den rigiden Sparkurs der vergangenen Jahre noch weiterfahren kann, bis eine Angleichung der Wettbewerbsfähigkeit unter den Ländern erreicht sei."

http://derstandard.at/1336698397358/D-Mark-statt-Drachmen-Deutschland-soll-ohne-Euro-Europa-retten


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/10578641?sp=350#jump


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 24. Jan 2013, 19:58 
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GG146 hat geschrieben:
noch schlauer hat geschrieben:
Das muss aber schon sehr lange her sein. Ich hatte aber bereits geschrieben, dass die entsprechende Ausbildung fachabhängig war. Ich hatte immerhin 12 Jahre gedient und später "erdienert" und "erdiniert":D , aber den Lappen bekam ich auf Staatskosten nie.


Guck mal:

Zitat:
Deutsche Fuhrunternehmer suchen dringend nach Fahrern. Das Ende der Wehrpflicht hat das Problem verschärft, denn bei der Bundeswehr haben junge Männer früher oft den Lkw-Führerschein gemacht. Experten fürchten noch mehr übernächtigte Laster-Lenker auf den Straßen.

(...)


http://www.spiegel.de/karriere/berufsle ... 44566.html

Das Ende der Wehrpflicht hätte den Speditionen wohl kaum Nachwuchsprobleme beschert, wenn Wehrpflichtige bei der BW so selten LKW - Führerscheine erworben hätten, wie Du meinst.

Vermutlich hast Du Deine 12 Dienstjahre bei der BW irgendwo verbracht, wo es kein größeres Transportwesen mit vielen LKW`s gibt, also bei der Luftwaffe oder Marine ...

P. S.

Ich habe selbst den PKW - Führerschein bei der BW noch einmal gemacht (den zivilen hatte ich schon, aber umschreiben geht nur von BW zum zivilen FS und nicht umgekehrt). Da war ich schon 7 Monate dabei und hatte als W15`er nur noch 8 Monate. Trotzdem haben sie mich zu einer Fahrschuleinheit abkommandiert, weil sie unbedingt für jedes Fahrzeug der Einheit einen verantwortlich zeichnenden Soldaten brauchten und ein VW - Bully sozusagen "in der Luft hing".


So ist es. Ich war nebst den Lehrgängen meistens an Bord.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 11. Feb 2013, 18:00 
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Heute auf gmx geschrieben:

Zitat:
So beurteilen echte Fachleute die Situation des deutschen Arbeitsmarktes:

"Die Debatte um eine Verkürzung der Arbeitszeit lodert wieder auf. Mehr als 100 Wissenschaftler, Politiker, Gewerkschafter und Publizisten fordern in einem offenen Brief eine 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Das berichtet die "tageszeitung" (taz). Der Aufruf wendet sich demnach an die Führungen von Gewerkschaften und Parteien sowie an Kirchenleitungen, Sozial- und Umweltverbände hierzulande."

http://wirtschaft.t-online.de/30-stunde ... 2714/index

Von wegen Billiglöhne - die Arbeitsproduktivität ist in den vergangenen 3 Jahrzehnten ebenso gestiegen wie in den 100 Jahren davor. Nur haben die Arbeitnehmer anders als vorher nichts mehr von dem so erzielten Wirtschaftswachstum abbekommen, alles ist auf die großen Vermögenshaufen der Sieger des ehemals freien Wettbewerbs der Vergangenheit geflossen.

Jetzt fließt in der Realwirtschaft nicht mehr genug Geld, um die für die riesigen Vermögen nötigen Zinsen und Mieten aufzubringen. Nur deshalb wird von Vermögensbesitzern und - verwaltern so wild gezockt, dass der Steuerzahler die Verlierer der Zockerei wegen angeblicher "Systemrelevanz" auffangen muss.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post ... p=350#jump


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 12. Feb 2013, 22:11 
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Das halte ich auch mal hier fest:

Zitat:
"Hallo, Gerd154, man kann wohl davon ausgehen, dass Fachkräftemangel in deinem Metier nicht besteht. Das wäre sicher auch ungünstig, wenn die Leichtlohngruppen auch schon mit "Fachkräften" besetzt werden müssten."


Was weißt Du denn über mein Metier und meine Qualifikationen?

Abgesehen von der Freihändigkeit und Haltlosigkeit dieses "Einwands" kann man heutzutage in Deutschland nicht mehr ernsthaft von "Leichtlohngruppen" reden. Das ist ein rechtstechnischer Begriff. Das Wuchern des Billiglohnsektors hat aber nichts mit Recht irgendeiner Art zu tun. Dieses Krebsgeschwür dehnt sich an Tarifverträgen, allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen des Arbeitsrechts und vor allem am Grundgesetz vorbei ungehemmt aus.

Mit Rechtsprinzipien verhält es sich nämlich so ähnlich wie mit Maschinen und Fahrzeugen: Die sind immer nur soviel wert wie die Menschen, die mit ihnen umgehen.

Wenn man die Sachwaltung der wesentlichen Postulate einer Verfassungsordnung ehr- und würdelosem Lumpenpack überlässt, werden irgendwann alle noch so hehren Vorstellungen der Schöpfer dieser Ordnung von einer ganz anderen gesellschaftlichen Realität verdrängt.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/10578641?sp=357#jump


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 23. Feb 2013, 19:46 
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Heute war die am Donnerstag ausgestrahlte Maybritt Illner - Talkshow ( "burnout & Depressionen" ) das Top - Thema auf gmx:

Zitat:
"Wolf Schneider, Publizist, diffamierte mit kruden Thesen selbstherrlich Millionen an Burnout und Depression leidende Arbeitnehmer. Leider blieben Gegenargumente saft- und
kraftlos."

Bei dem Typ finde ich besonders lächerlich, wenn er mal wieder auf das im Vergleich zu den angeblich verweichlichten jüngeren Menschen viel schwerere Schicksal der älteren Generation hinweist. Er selbst gehört nämlich zu den wenigen Leuten, die sich sogar durch die Kriegs- und Nachkriegszeit im Selbstschongang durchgeschlängelt haben:


"Schneider: Sehr schön. Ich stamme aus einer bürgerlichen Familie, mein Vater war Rechtsanwalt und ein hochgebildeter Mensch, von dem ich sehr viel gelernt haben:

"ZEIT: Mit 18 wurden Sie in den Krieg geschickt.

Schneider: Ich kam 1943 zu den Fußtruppen der Luftwaffe in Holland, Belgien, Frankreich. Ich meldete mich nie, wenn ein Stoßtrupp gesucht wurde, und war nur zwei Mal im Kampfeinsatz."

http://www.zeit.de/2007/18/Wolf-Schneider

Kein Wunder, dass die Luftwaffe diesem Abseiler kein Flugzeug anvertrauen wollte und ihn lieber beim Fahrradklauen in Holland eingesetzt hat.

Zu dem Thema der Talkshow wäre noch anzumerken, dass die hohe Arbeitsproduktivität in Deutschland und die Qualität der Produkte das Ergebnis der Arbeit aller Deutschen der Wirtschaftswundergeneration sind. Wenn man heute ein Drittel der Bevölkerung mit Tendenz zur Hälfte (und langfristig zur Mehrheit der Menschen)* zu Billiglöhnern degradieren will und das mit den asozialen Verhältnissen in Indien und China rechtfertigt, beraubt man die Betroffenen der Früchte der Arbeit ihrer Eltern und Großeltern.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass kommende Generationen sich dessen bewusst werden und das Erbrecht der Nachkommen der heutigen Ausbeuter neu durchdenken könnten.


*Siehe auch:

"Fachkräftemangel? Oder Lohndrückerei jetzt auch gegen qualifizierte Arbeitnehmer?"

http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/10578641?sp=364#jump


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/17816836?sp=2016#jump


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 13. Mär 2013, 22:25 
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da möchte wieder jemand billige qualifizierte Arbeitnehmer in Deutschland:

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/umfrage-der-handelskammer-standort-d-nach-wie-vor-attraktiv/7922238-2.html

Zitat:
Als drängendstes Reformaufgabe haben die Amerikaner dabei den Fachkräftemangel ausgemacht. Zwar glänzt Deutschland nach Ansicht der US-Konzerne derzeit noch mit einem Reichtum an hochqualifizierten Arbeitskräften, langfristig zweifeln die Amerikaner jedoch daran, dass dieser Status-Quo am Arbeitsmarkt ohne politisches Eingreifen gehalten werden kann.


und hier schreibt einer die Wahrheit

http://www.wiwo.de/erfolg/management/arbeitsmarkt-die-gehaelter-steigen-nicht/7550358-2.html

Ein ziemlich untrüglicher Beleg dafür, dass von einer dramatischen Knappheit von Arbeitskraft in Deutschland keine Rede sein kann, dürfte die Gehaltsentwicklung sein. Wenn qualifizierte Arbeitnehmer tatsächlich knapper würden, müssten überdurchschnittliche Gehaltsentwicklungen bei diesen zu beobachten sein. Tatsächlich sind jedoch die Reallöhne in den vergangenen Jahren unterhalb der Chefetagen in der Breite bekanntlich so gut wie gar nicht gestiegen.



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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 15. Mär 2013, 23:17 
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Bin mal gespannt was Schröders Agende 2020 beinhaltet. Alle reden davon, aber kein weiß so richtig was sie beinhaltet. Die Agenda 2010 war schon eine soziale Katastrophe: Gelockerter Kündigungsschutz, Hartz IV, Riesterrente, Globalisierung usw. Wer heute noch die SPD wählt weiß nicht wie die Uhren ticken.


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