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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 12. Aug 2013, 19:39 
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Heute auf web.de geschrieben:

Zitat:
Das aktuelle Thema "Fast 3 Millionen mit Zweitjob" hat auch was mit unserem Thema hier zu tun:

http://meinungen.web.de/forum-webde/post/19288649?sp=371#jump

"Damit arbeiteten 9,1 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nebenbei in einem Zweitjob. Damit hat sich der Anteil innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt (2003: 4,3 Prozent).

Zimmermann sieht in der deutlichen Zunahme einen Beleg dafür, dass "für immer mehr Beschäftigte das Einkommen aus einem Job nicht mehr ausreicht". Der überwiegende Teil der Zweitjobber mache dies "aus purer finanzieller Not und nicht freiwillig"."


Das heißt aber auch, dass die Leistungsfähigsten und -willigsten unter den Vollzeitbeschäftigten auf gar keinen Fall mehr Zeit haben, ihre beruflichen Qualifikationen durch Weiterbildungsmaßnahmen zu erweitern.

Die Spottbilliglöhne verhindern also auch auf diesem Wege die Behebung des vielbejammerten (angeblichen) Fachkräftemangels, nachdem sie schon die Anwerbung ausländischer Hochqualifizierter wegen der mangelnden Attraktivität des Standorts Deutschlands für international mobile Fachleute erschwert und in manchen Branchen unmöglich gemacht haben.

Mit dem verbissenen Festhalten an dem Projekt "Billiglohnstandort Deutschland" und dem irrational dogmatischen Willen, jede Art von Arbeit in Deutschland billig zu machen wie Dreck, sägen sich unsere hohen Herrschaften in Politik und Wirtschaft also den Ast ab, auf dem sie selbst sitzen.


http://meinungen.web.de/forum-webde/post/10578641?sp=462#jump


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 12. Aug 2013, 19:46 
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Ich erinnere mich noch Zeiten , da war es möglich - ja der Normalfall - das nur ein Partner arbeiten ging und damit die Familie (Mann,Frau und Kinder) durchbrachte. Auch mit "Normalberufen" wie z.B. Müllmann oder LKW-Fahrer war das möglich, nicht nur für Direktoren.
Ist das der Fortschritt???

gruß staber


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 18. Aug 2013, 14:40 
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Jetzt wollen sie in Südeuropa die Qualifizierten unter den Krisenopfern einsammeln:

Zitat:
Seehofer will Bayern zu Zuwanderungsland für europäische Jugendliche machen

CSU-Chef Horst Seehofer will Bayern zu einem Zuwanderungsland für europäische Jugendliche machen, die in ihrer Heimat keine Jobs finden. "Wir haben hier zu wenig junge Leute, in einigen europäischen Ländern herrscht dagegen eine Jugendarbeitslosigkeit von über 50 Prozent. Um diesen qualifizierten Nachwuchs sollten wir uns stärker bemühen", sagte Seehofer der "Welt am Sonntag".

(...)


http://www.extremnews.com/nachrichten/politik/40e31483f488afa

So kann man trotz des Geburtenrückgangs in Deutschland weiter Löhne drücken - meinen sie. Ich schätze aber, dass auch die durch die Krise erhöhte Zahl der auswanderungswilligen Qualifizierten weltweit noch bessere Angebote findet als H 4 - Aufstockung in Deutschland.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 27. Aug 2013, 16:52 
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Heute auf web.de geschrieben:

Zitat:
Vom aktuellen thread "Neuwagen - Käufer so alt wie nie" hierher kopiert:

____

"Der Forscher macht drei wesentliche Gründe aus, warum junge Käufer immer seltener werden. "Erstens: Der demografische Wandel spiegelt sich im Neuwagenmarkt. Der zweite Grund: In Großstädten wird das Auto als Statussymbol für junge Menschen unbedeutender. Drittens: Es fehlt an Autos, welche die Jugend ansprechen.""

Viertens: Die ältere Generation genießt noch Bestandsschutz aus den Zeiten des Massenwohlstands in Gestalt von unkündbaren gutbezahlten Jobs und hohen Renten.

Viele jüngere Leute dagegen sind einkommensmäßig bereits in den Verhältnissen des neuen Feudalismus, die keinen Massenwohlstand mehr vorsehen, angekommen und werden sich ihr ganzes Leben lang von einem H 4 - Aufstocker - Job zum anderen hangeln und als Rentner Grundsicherung beziehen.

Die werden niemals das Geld für einen Neuwagen haben.

Die heutigen Werkvertrags - Auftraggeber in der Autoindustrie ( http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/1744564/ ) werden sich dann irgendwann an Henry Fords berühmten Spruch erinnern müssen: "Autos kaufen keine Autos".

http://meinungen.web.de/forum-webde/post/19409401?sp=406#jump
_____________________

Der Beitrag war einem Forentroll wert, die Nazikeule rauszuholen, weil Henry Ford nicht nur einer der erfolgreichsten Unternehmer der Weltgeschichte und ein brillianter ökonomischer Denker, sondern leider auch ein antisemitischer Verschwörungstheoretiker war.

Es mag ja Leute geben, die aus reiner Freude an der Zersetzung von Diskussionen so einen Mist schreiben, einfach nur wegen irgendwelcher psychischen Macken. Aber hier geht es u. a. um Billiglohn - Werkvertragsarbeiter, die neben den noch verbliebenen normalen Arbeitnehmern in der Autoindustrie stehen und für die Hälfte oder 1/3 des Lohnes die gleiche Arbeit tun. Bei solchen Diskussionen kommt mir so langsam der Verdacht, dass auf den großen Foren wie diesem hier bezahlte Diskussionszersetzer unterwegs sind.


http://meinungen.web.de/forum-webde/post/10578641?sp=476#jump


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 19. Sep 2013, 20:42 
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Ein aktueller Artikel zu unserem Thema:

Zitat:
Arbeitslose Akademiker

Topfschlagen im Niemandsland

Leiharbeiter mit Staatsexamen, Ingenieure in der Spülküche: Selbst Akademiker können arbeitslos werden - und zwar schneller, als sie ahnen. Wer einmal gezwungen ist, sich unter seiner Qualifikation zu verkaufen, sitzt in der Falle.

(...)


http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/aushilfsjobs-falle-fuer-akademiker-a-916284.html

Das habe ich auf dem Spiegel - Forum zu dem Artikel geschrieben:

Zitat:
"Ich frage mich, warum sich nicht eine Gruppe hochqualifizierter und nur an der Dünkelhaftigkeit der glückhaft Etablierten scheiternden Menschen zusammentut und etwas in dieser Art tatsächlich aufzieht:

>> Wir bieten unsere Arbeitskraft für einen Euro am Markt an. Unser Ziel ist es ein wenig zum H4 satz hinzu zu Verdienen so etwa 160€ im Monat, wie es Herr Westerwelle verlangt. Unsere Konkurrenten auf dem Markt sind vorzugsweise Unternehmen deren Eigentümer FDP Mitglieder sind.

(...)

Ein kleiner Auszug unserer Qualifikationen:
5 Personen Ingenieure, Techniker und Meister der Elektrotechnik im alter von 45 bis 63
2 Personen Ingenieure und Techniker Maschinenbau Alter 52 und 59
1 Rechtsanwalt Alter 64
1 Dr. Physik Alter 55
2 Dipl. Immobilienfachwirte Alter 42 und 49
3 Dipl. Betriebswirte Alter 45 bis 64
2 Dr. Dipl. Chemiker Alter 42 und 55
4 Dipl. Informatiker im Alter von 42 bis 52

(...) <<

http://wir-koennen-auch-anders.npage.de/ "


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 30. Sep 2013, 21:22 
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Vom GG-Aktiv - Forum hierher kopiert:

Dr Wo hat geschrieben:
Irgend etwas kommt mir an dem Bericht "spanisch" vor. Ich habe nur noch nicht entdeckt, was:

http://www.der-postillon.com/2013/09/steuererhohungen-wurden-vor-allem.html

Zitat:
Erhöhung des Spitzensteuersatzes würde monokel- und zylindertragende Mittelschicht belasten

Berlin (dpo) - Die Magazine "Spiegel" und "Focus" warnen heute in seltener Einmütigkeit vor möglichen Steuererhöhungen, sollte es zu einer großen Koalition kommen. Zu Recht: Denn eine - wie von der SPD geforderte - Anhebung des Spitzensteuersatzes würde vor allem die ohnehin schon stark belastete monokel- und zylindertragende Mittelschicht mit einem jährlichen Bruttolohn von 250.730 Euro und mehr belasten.

.....



In diesem Fall sind die mittelschichtigen Investigativjournalisten des Spanischen kundig:

>> Auch Friseurin Mandy Kowalski aus Jena (jährl. Bruttolohn 480.000 Euro) kann nicht fassen, was sie von ihrem Butler aus "Spiegel" und "Focus" vorgelesen bekommt. "Mon Dieu! Mein spärliches Gehalt reicht doch jetzt schon kaum zum Leben. Soll ich etwa eines meiner Jagdschlösser verkaufen, nur damit die Staatsverschuldung abgeschmolzen werden kann oder mehr Geld in die Bildung fließt?

(...)

Sie ist dankbar, dass sie von den Investigativ-Journalisten (jährl. Bruttolohn 600.000 Euro) der beiden Nachrichtenmagazine wenigstens gewarnt wurde. <<


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 22. Okt 2013, 10:24 
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Auf gmx / web.de läuft ein neuer thread zum Thema "Fachkräftemangel":

Zitat:
(...) ist ein neuer thread zu demselben Thema wie hier in den top ten:

http://meinungen.web.de/forum-webde/post/19862898?sp=826#jump

Dort geschrieben:
----


"Bin ich der Einzige, der hier "kleinere" Widersprüche in den Aussagen entdeckt?"

Nein, die Widersprüche sind auch fast allen Teilnehmern auf diesem alten Dauerthread aufgefallen. ;-)

http://meinungen.web.de/forum-webde/post/10578641?sp=476#jump

-----

Gerade auf dem neuen thread geschrieben:

http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post ... p=840#jump

-----

"Wenn ein Unternehmen wirkliche Fachkräfte benötigt, dann müssen diese auch die Sprache verstehen um in den Produktionsprozess sinnvoll eingegliedert zu werden. Wie gesagt, ich spreche von Fachkräften. Das Unternehmen wird diese auch an sich binden wollen und damit werden diese Fachkräfte hier leben. Damit brauchen Sie auch die gleichen Löhne um hier vernünftig mit der Familie zu leben."

Das ist aber sehr konstruiert. Wenn ein Angebot bei gleichbleibender Nachfrage deutlich erhöht wird, sinkt der Preis. Das ist nicht konstruiert, sondern eine ökonomische Naturgesetzmäßigkeit.

Die deutsche Politik hat im Zuge der Agenda 2010 auf eine Arbeitsproduktivität, die zu den höchsten der Welt gehört, einen sehr großen Billiglohnsektor draufgesattelt. Das ist wohl ein in der Weltwirtschaftgeschichte einmaliger Vorgang, bisher sind mit wachsender Arbeitsproduktivität immer die Realeinkommen gestiegen und nicht gesunken wie jetzt bei fast 1/3 der deutschen Arbeitnehmer.

Dadurch hat die Bundesrepublik Arbeitslosigkeit in die Länder des europäischen Wirtschafts- und Währungsraum exportiert (anstatt die strukturelle Arbeitslosigkeit hier zu bekämpfen) und die wirtschaftlichen Probleme insbesondere der südeuropäischen Staaten noch verschlimmert. Dort sind jetzt auch viele Hochqualifizierte arbeitslos, die deshalb in Deutschland Arbeit suchen.

Und das soll jetzt ohne Auswirkungen auf die Einkommen der Hochqualifizierten in Deutschland bleiben? Die Spirale nach unten wird nicht weiter angekurbelt und der Geldstrom nach oben zu den großen Kapitalertragsbeziehern nicht verstärkt?

Wer`s glaubt, wird selig.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/10578641?sp=476#jump


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 26. Okt 2013, 22:30 
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Das Thema "Mindestlohn" hält sich seit Tagen als Nr. 1 in den gmx - top ten:

Zitat:
"Jedoch den Mindestlohn fordern jene, die eben keine adäquate Leistung bieten."

Solange Löhne rechtlich zulässig sind, die sogar alleinstehende Arbeitnehmer zu AlG II - Aufstockern machen, kann man überhaupt nicht wissen, welches Preis / Leistungs - Verhältnis auf den betroffenen Teilen des Arbeitsmarktes "adäquat" ist. Die Staatsknete wird nämlich eingepreist und bestimmt so das Spottbilliglohn - Niveau. Dass sich ausgerechnet Wirtschaftsliberale so eine flächendeckende Lohnsubvention auf die Fahnen geschrieben haben, grenzt schon an Realsatire.

Übrigens ist ein Arbeitsvertrag, dessen Lohnvereinbarung automatisch Ansprüche auf AlG II - Aufstockung auslöst, ein grundsätzlich unzulässiger Vertrag zu Lasten Dritter, nämlich der Steuerzahler. Dieser Gesichtspunkt ist leider bei der Riesendiskussion um das Thema Mindestlohn weitestgehend untergegangen und auch die Arbeitsgerichte würdigen ihn nicht angemessen.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/19887475?sp=5334#jump


P. S.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 3. Nov 2013, 02:52 
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So`n Mist, das Navi braucht ein update ... :zwinker:

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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 10. Jan 2014, 21:12 
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Die Lachnummer mit der Forderung an deutsche Patienten, wegen der Sprachprobleme ausländischer Billigärzte englisch zu lernen, bestätigt so ziemlich alles, was wir hier zum Thema "Fachkräftemangel" geschrieben haben.

Zitat:
Das ist an Publikumsveralberung wirklich kaum noch zu toppen ...

"Der Migrationsforscher Klaus F. Zimmermann sieht in der vollen Arbeitnehmerfreizügigkeit für Rumänen und Bulgaren eine "gute Chance" für den deutschen Arbeitsmarkt. Die große Mehrheit der Zuwanderer aus beiden Staaten seien gut qualifizierte Fachkräfte wie Ärzte oder Ingenieure, die in Deutschland dringend gebraucht würden, heißt es in einer Analyse des Direktors des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA/Bonn).

...."

http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_67176036/forscher-zuwanderung-von-rumaenen-und-bulgaren-gut-fuer-deutschland.html

1. Bulgarische und rumänische Ärzte, die hierzulande wirklich dringend gebraucht würden, haben überhaupt kein Interesse daran, an dem Projekt "Billiglohnstandort Deutschland" mitzuwirken. Die finden überall in Europa und darüber hinaus bessere Jobs.

2. Die ganze Grundhaltung, am eigenen Bildungswesen eines so reichen Staats wie Deutschland sparen zu wollen und dann als "Lösung" das Abwerben teuer ausgebildeter Fachkräfte aus viel ärmeren Staaten anzupreisen, ist einfach nur ekelhaft.

_______

Die o. g. Ekelhaftigkeit kann auch schon mal ins Lächerliche umkippen:

"Deutsche Patienten sollen Englisch lernen

Ausländische Ärzte hierzulande müssen Deutsch sprechen, um arbeiten zu dürfen. Der NRW-Arbeitsminister findet aber, dass die Patienten besser Englisch lernen sollen. Dafür erntet er scharfe Kritik.

...."

http://www.welt.de/politik/deutschland/article123697984/Deutsche-Patienten-sollen-Englisch-lernen.html

Diese unfreiwillige Realsatire ist auch entlarvend. In Deutschland aufgewachsene Abiturienten dürfen nicht Medizin studieren (wodurch ihnen hinterum die "allgemeine Hochschulreife" teilweise direkt nach dem Bestehen des Abiturs wieder aberkannt wird), wenn sie in Deutsch nur eine 3 - oder 4 schaffen, weil sie dann den notwendigen Numerus Clausus nicht erreichen, im Ausland angeworbene Sparärzte brauchen aber nur einen winzigen Bruchteil der Deutschkenntnisse nachzuweisen, die für eine 4 im Deutsch - Abitur notwendig sind.

Deutlicher kann sich die Zinkermentalität unserer Berufspolitiker nicht mehr selbst vorführen.


http://meinungen.gmx.net/forum-gmx/post/10578641?sp=483#jump


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 16. Feb 2014, 20:39 
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Zitat:
Gerhard Schröder

"Die Gesellschaft ist nicht mehr so offen wie früher"

Altkanzler Gerhard Schröder sammelt moderne Kunst, in manchem Bild entdeckt man sogar sein Konterfei. Schröder hat Spuren hinterlassen. In der Kunst, der Politik und der jüngeren deutschen Geschichte.

(...)


http://www.welt.de/politik/deutschland/article124895255/Die-Gesellschaft-ist-nicht-mehr-so-offen-wie-frueher.html

>> wurde zum Kanzler der Bosse, nahm den Armen das Letzte und sitzt auf einem Riesenvermögen. <<

... und beklagt sich jetzt, dass die Gesellschaft nicht mehr so offen ist wie früher. Vielleicht sollte man in einer e-Petition anregen, Spitzenpolitiker vor der Einführung in höchste Staatsämter künftig nervenärztlich auf Anzeichen von Schizophrenie zu untersuchen :-/


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 16. Feb 2014, 23:50 
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GG146 hat geschrieben:
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Zitat:
Gerhard Schröder

"Die Gesellschaft ist nicht mehr so offen wie früher"

Altkanzler Gerhard Schröder sammelt moderne Kunst, in manchem Bild entdeckt man sogar sein Konterfei. Schröder hat Spuren hinterlassen. In der Kunst, der Politik und der jüngeren deutschen Geschichte.

(...)


http://www.welt.de/politik/deutschland/article124895255/Die-Gesellschaft-ist-nicht-mehr-so-offen-wie-frueher.html

>> wurde zum Kanzler der Bosse, nahm den Armen das Letzte und sitzt auf einem Riesenvermögen. <<

... und beklagt sich jetzt, dass die Gesellschaft nicht mehr so offen ist wie früher. Vielleicht sollte man in einer e-Petition anregen, Spitzenpolitiker vor der Einführung in höchste Staatsämter künftig nervenärztlich auf Anzeichen von Schizophrenie zu untersuchen :-/



Richtig " Kanzler der Bosse ". :roll: Wer den Menschen den Teppich unter den Füßen wegzieht, kann sich im Nachgang an die Stirn fassen und sich laut wundern oder dämlich äußern.

MfG


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 9. Mär 2014, 20:47 
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Da hat der große Meister Pispers doch glatt die USA mit der DDR verwechselt ... ;)




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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 6. Apr 2014, 22:21 
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schlau hat geschrieben:
da möchte wieder jemand billige qualifizierte Arbeitnehmer in Deutschland:

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/umfrage-der-handelskammer-standort-d-nach-wie-vor-attraktiv/7922238-2.html

Zitat:
Als drängendstes Reformaufgabe haben die Amerikaner dabei den Fachkräftemangel ausgemacht. Zwar glänzt Deutschland nach Ansicht der US-Konzerne derzeit noch mit einem Reichtum an hochqualifizierten Arbeitskräften, langfristig zweifeln die Amerikaner jedoch daran, dass dieser Status-Quo am Arbeitsmarkt ohne politisches Eingreifen gehalten werden kann.


und hier schreibt einer die Wahrheit

http://www.wiwo.de/erfolg/management/arbeitsmarkt-die-gehaelter-steigen-nicht/7550358-2.html

Ein ziemlich untrüglicher Beleg dafür, dass von einer dramatischen Knappheit von Arbeitskraft in Deutschland keine Rede sein kann, dürfte die Gehaltsentwicklung sein. Wenn qualifizierte Arbeitnehmer tatsächlich knapper würden, müssten überdurchschnittliche Gehaltsentwicklungen bei diesen zu beobachten sein. Tatsächlich sind jedoch die Reallöhne in den vergangenen Jahren unterhalb der Chefetagen in der Breite bekanntlich so gut wie gar nicht gestiegen.

Das setzt voraus, daß alles in einem Land bleiben muß. Unternehmen sind heute (fast) so mobil wie ihre LKW's.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 5. Jul 2015, 19:56 
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Zu der Homepage "wir können auch anders" gibt es jetzt ein ganz neues Forum (wo man sich selbst freischalten kann):

http://wir-koennen-auch-anders.phpbb8.de/

Wer nicht möchte, dass das Thema einschläft, kann da ja mal guten Tag sagen. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 5. Jul 2015, 21:59 
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GG146 hat geschrieben:
Zu der Homepage "wir können auch anders" gibt es jetzt ein ganz neues Forum (wo man sich selbst freischalten kann):

http://wir-koennen-auch-anders.phpbb8.de/

Wer nicht möchte, dass das Thema einschläft, kann da ja mal guten Tag sagen. :)


oh, klingt Interessant werde irgend wann ein Auge rein werfen. Danke dir für die Info :)



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so sieht es aus!
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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 15. Okt 2015, 16:04 
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In der Facebook - Gruppe Vereinbarkeit von Familie und Beruf / Kinderbetreuungsbörse Wigwam 1994 gesehen und kommentiert:

Zitat:
Mission Arbeitswelt ändern – Die alten Zöpfe müssen ab.
Kennen Sie das? Das alte Kleid passt nicht mehr - das neue wurde noch nicht geliefert, und es findet sich auch noch nichts im Schrank was dazu passen könnte. Dazwischen liegen Prozesse, denen man staunend oder ängstlich seinen Lauf lassen kann. Stur auf der Bremse stehen, wird jedenfalls nicht helfen.

Überzeugungsarbeit ist anstrengend, aber zuweilen kommt einem der Zeitgeist spielend zu Hilfe. Eine wunderbare Reportage, die ich allen nur empfehlen kann. Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist längst eingebettet in einen viel größeren Kontext: Vereinbarkeit von Beruf und Leben.

Hieß es vor Jahrzehnen noch: Frau Müller zum Diktat :) , oder wie die in der Reportage vorgestellte junge Vortragende, Steffi Burkhard, aus ihren ersten Berufserfahrungen in einem großen Unternehmen erzählt: "Frau Burkhard benutzen Sie bitte den Handlauf (Treppengeländer), wenn Sie nach unten gehen", hat die neue Generation andere Ansprüche an ihr Arbeitsleben. Und diese Ansprüche treffen aktuell auf ziemlich fruchtbaren Boden, denn der Fachkräftemangel ist schon da! 6,5 Mio. Arbeitnehmer sollen im Jahr 2025 dem Arbeitsmarkt fehlen. Und wer als Unternehmer da zu spät kommt, den bestrafen irgendwann gähnend leere Büroräume.

Und dennoch: Ein großer Teil der Beschäftigten von heute macht noch immer Dienst nach Vorschrift, und jeder fünfte Mitarbeiter soll lt. Studien seinem Arbeitsleben gegenüber destruktiv eingestellt sein. Die Hauptgründe, die dafür genannt werden, sind neben einem miesen Führungsstil, die schlechte Ausstattung am Arbeitsplatz, aber auch verkrustete innerbetriebliche Strukturen, aufrecht erhalten von ebenso verkrusteten Vorgesetzten, die u.a. allein aus der Dauer ihrer Dienstzeit oder dem ihnen einmal verliehenen "Pupskissen" einen Anspruch auf Gehorsam an die nächste Generation ableiten. Kommt nicht so gut :) . Wie hartnäckig sich solche Strukturen trotz unaufhaltsamem Wandel in diesem Land halten können, sehen wir an landauf landab völlig untüchtigen Verwaltungsapparaten, die eigentlich fast nichts Kreieren außer neue Bremsklötze.

Wie kommt es, dass ein Großteil der nachwachsenden Generation sich ungeschriebenen Regeln und deutlich zur Schau getragenen Werten nicht mehr bedingungslos anschließen möchte; dieser Frage geht die Reportage auf sehr anschauliche Weise nach. Das demokratische Verständnis übertragen sie in ihr eigenes Leben; es überholt die pedantische Ordnung, den unterwürfigen Gehorsam, die Aufopferung für den Betrieb auf Kosten der eigenen Bedürfnisse, der Freude am Tun bis hin zur Gefährdung der eigenen Gesundheit. Und von daher kann man mit ziemlicher Sicherheit annehmen, dass eine gelingende Vereinbarkeit von Beruf und Familie schon bald nur noch ein Baustein des kommenden Wertewandels sein wird; auf jeden Fall aber wird es nichts mehr sein, was mühselig dem Arbeitgeber abgerungen werden muss. Und darauf freue ich mich ganz besonders!

Ich mag diese Generation, die auf Vielfalt und Mitbestimmung setzt, und die irgendwann auch die Drohung, den Job deswegen einmal wechseln zu müssen nicht mehr schrecken kann. Im Beitrag wird es auf den Punkt gebracht:

Es geht um Augenhöhe statt stumpfsinniger Hierarchie.

Die Arbeit muss Sinn und Spaß machen!

Diese Reportage zeigt auf anschauliche Weise, dass diese Wünsche nicht begrenzt bleiben auf innerbetriebliche Abläufe. Der Wandel setzt sich fort, in der Form, dass materielle Werte ebenfalls infrage gestellt werden. Und damit wäre auch der reinen Profitgier der Kampf angesagt, die echter Anerkennung zunehmend weichen müsste. Und wenn ich das in den Unternehmen nicht bekomme, dann mache ich mich eben selbständig. Das Risiko zu scheitern wird zunehmend als geringeres Übel oder gar als persönliche Herausforderung empfunden.

Die Definition von Arbeit kann und wird nicht so bleiben. Die neue Generation will nicht mehr buckeln und ranglotzen. Verbunden mit den Möglichkeiten der digitalen Welt wird am Ende das Ergebnis zählen, ganz losgelöst vom Fleißigen, der noch mit maximaler Anwesenheitszeit glänzen konnte. Ein schönes Beispiel dafür sehen Sie ab Minute 2.20 bei der Firma Bosch und deren Forschungscampus Renningen. Hier investiert man ernsthaft in eine neue Arbeitskultur. Und wenn man dem vorgestellten Material trauen kann, unterscheiden sich die Gedankengänge dort doch erheblich von dem was in silicon valley so mehr nach "Work is no longer a place; it's my home" riecht.

An dem Zitat von Robert Schumann "Das Talent arbeitet, das Genie schafft" war schon immer was dran!

herzliche Grüße
Susanne Rowley

http://www.swr.de/betrifft/betrifft-rau ... index.html



>> Verbunden mit den Möglichkeiten der digitalen Welt wird am Ende das Ergebnis zählen, ganz losgelöst vom Fleißigen, der noch mit maximaler Anwesenheitszeit glänzen konnte. <<

Das ist allerdings sehr weit überfällig. Wenn man den Abschied vom blinden Gehorsam gegenüber dekadenten Nieten in Nadelstreifen als nette Zukunftsperspektive sieht und auf eine zu lange Bank schiebt, versenkt die Gemeinde der bundesdeutschen Totalversager und A .... cher mit Macht in Politik und Wirtschaft womöglich noch vor durchgreifenden Strukturreformen den hiesigen Massenwohlstand vollständig.

Dass unsere großkopferten Blindgänger das destruktive Potential dazu haben, stellen sie tagtäglich unter Beweis, siehe BER, Elbphilharmonie usw. und vor allen Dingen Volkswagen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 15. Okt 2015, 20:19 
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Selbst wenn Smartphone und Airbag unsere Lebensqualität verbessern würden, was würde es an der Tatsache ändern, dass in Deutschland in den letzten Jahren zwar ca. 2.5 Millionen Arbeitsplätze geschaffen hat (wobei noch zu diskutieren wäre, wie viel dieser Arbeitsplätze den Namen verdienen und auch zur Altersabsicherung beitragen, oder wie viele davon dank Lohndumping und extremen Sozialabbau einer Subventionierung bedürfen), aber dafür Europaweit mehr als 6 Millionen Arbeitsplätze verschwunden sind wegen Rationalisierung und Rezession.
„Wir“ können uns auch nicht vieles leisten, dieser Zenit ist schon lange überschritten, sondern immer weniger leben auf Kosten eines neuen Proletariats, das am Produktivitätsgewinn nicht beteiligt wird.Es bleibt also dabei, der Markt heilt nichts, er bricht zusammen und wird von unseren Politikern künstlich am Leben gehalten!



_________________
Gruß Staber

Wenn du heute frierst, stell dich einfach in eine Ecke. Die haben meistens 90 Grad.
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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 8. Nov 2015, 16:46 
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Nun ja, die strengen Abgaswerte in den USA gelten auch für einheimische Fahrzeuge. Wenn man das Bild symbolhaft für alle Emissionen der US - Industrie (u. a. sehr schmutzige Kohlekraftwerke!) sieht, stimmt es aber wieder.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wir können auch anders
BeitragVerfasst: 8. Feb 2016, 09:44 
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Das sehen die heute vorherrschenden Nieten in Nadelstreifen natürlich üüüüberhaupt nicht so. Die stecken einfach die Schnauze bis zu den Schweineohren in den Trog - legal, illegal, scheißegal - und sind mitsamt der dicken Kohle über alle Berge, wenn die Aktienkurse vor Bußgeldern und Schadensersatzforderungen einknicken.

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