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 Post subject: Ist Deutschland zu mächtig für Europa?
PostPosted: 30. Mar 2015, 21:48 
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Nur mal so die Frage an die Experten !
https://www.freitag.de/autoren/augstein-und-blome/ist-deutschland-zu-maechtig-fuer-europa

Sind die anderen Euroländer zu schwach für die Europäischen-Union müsste es eigentlich heißen.
Ein klares Ja!!! Wie D noch das kranke Land in Europa war, kam keine Hilfe!! Die anderen Länder feixten u. zeigten mit den Fingern auf uns! Denn sie konnten mit den € viele billige Kredite aufnehmen! (Die eigene Währung wurde ja immer wieder angepasst) Es wurde ein voluminöser Beamtenapparat aufgebaut u. Wirtschaftsblasen gebildet. Aber alles ohne Nachhaltigkeit !! Wie die Kredite zurückgezahlt werden mussten, war die Party vorbei! Da besann man sich auf D. Die Bürger in D haben durch Einschränkungen (Sklavenarbeit, Lohnzurückhaltung usw.) dafür gesorgt, dass die Wirtschaft zu alten Stärke zurück fand. Somit dachten die Pleiteländer: D hat Money u. sind ja auch die Nachkommen der Nazis, also müssen die zahlen, damit die Party weitergeht!Aber eins ist auch klar, das dieser Euro mit all seinen Fußkranken ( sind ja bekannt ) kein Zustand ist, aus dem irgendetwas Sinnvolles in den nächsten Jahren erwachsen kann, ist wohl auch klar. Da hilft nur eins: Reset! Das muß auch mal erwähnt werden.Beliebt waren und sind wir nur, wenn wir das Scheckbuch zücken. Ziel deutscher Politik kann aber nicht der Beliebtheitspreis sein, sondern den Bürgern dieses Landes ein Leben in Freiheit, Frieden und Wohlstand zu sichern. Andere Länder haben ihren Bürgern gegenüber die gleichen Verpflichtungen. Ärgerlich ist es nur, wenn wir für von anderen für deren selbstgemachte Krisen verantwortlich gemacht werden. Griechenland z.B. bräuchte nur seine Bodenschätze zu verwerten und wäre dann vermutlich das reichste Land Europas.


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 Post subject: Re: Ist Deutschland zu mächtig für Europa?
PostPosted: 30. Mar 2015, 21:56 
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Ich glaube eher, dass das Zusammenpferchen sehr unterschiedlicher Länder mit großen Unterschieden z. B. bei der Arbeitsproduktivität in einem gemeinsamen Wirtschafts- und Währungsraum selbst dann zu den heutigen Problemen führen musste, wenn man sich den besonders großen und starken Mitspieler Deutschland wegdenkt. Das Ungleichgewicht würde auch durch mehrere kleinere starke Länder in gleicher Weise entstehen. Die produzierende griechische Wirtschaft hat in den letzten Jahren auch den größten unmittelbaren Schaden nicht durch deutsche Dumping - Exporte, sondern durch die hochmoderne niederländische Garten- und Landwirtschaft erlitten, durch deren Exporte die Ernten vieler griechischer Landwirte unverkäuflich wurden.


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 Post subject: Re: Ist Deutschland zu mächtig für Europa?
PostPosted: 30. Mar 2015, 22:24 
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In Europa sollte Deutschland weder als Zahl- noch als Zuchtmeister agieren. Leider ist es aber dank unserer grottenschlechten schwarz-gelben Bundesregierung unter Merkel nicht von der Hand zu weisen, daß die Bundesrepublik Deutschland die Rolle als Zahlmeister für die maroden und hochverschuldeten Pleiteländer übernommen hat. Erinnern wir uns, es waren Merkel und Schäuble höchstpersönlich, die im Dez. 2009 (O-Ton Schäuble "Wir Deutschen können nicht für Griechenlands Probleme zahlen") bzw. am 12.03.2010 (O-Ton Schäuble "wenn ein Eurostaat es nicht schaffe, seine Staatsschulden abzubauen, sollte er als Ultima Ratio auch aus der Währungsunion ausscheiden"). Am 21.03.2010 lehnte Merkel Hilfsmaßnahmen für Griechenland ab und machte am 25.03.2010 eine Kehrtwendung um 180 Grad und leitete die Griechenlandhilfe ein. So was nenne ich " Volksverar***ung!


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 Post subject: Re: Ist Deutschland zu mächtig für Europa?
PostPosted: 18. Jun 2015, 23:10 
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Na, wenn die EU sich da mal nicht mit den Falschen anlegt. Die lobbystärksten Gruppen in der größten Volkswirtschaft Europas werden sich auch von den EU - Bürokraten nicht die Butter vom Brot nehmen lassen ...

Quote:
Freie Berufe

EU greift Privilegien von Architekten und Steuerberatern an

Die EU greift die Gebührenordnung für Architekten und Steuerberater an. Angeblich machen Mindestsätze die Leistungen für Verbraucher unnötig teuer. Jetzt gibt es ein Verfahren gegen Deutschland. Ist die Selbstverwaltung der Freiberufler in Gefahr?

(...)

Diese hatten auch andere Berufsgruppen aufgeschreckt. Spitzenvertreter von Ärzte- und Anwaltschaft, Notaren, Ingenieuren, Wirtschaftsprüfern und Zahnärzten hatten daraufhin auf einem Geheimtreffen des Bundesverbands der Freien Berufe nach Lösungen gesucht. Sie fürchten einen Dammbruch und sehen die Selbstverwaltung der Freiberufler in Gefahr.

(...)


http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance ... 54763.html


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 Post subject: Re: Ist Deutschland zu mächtig für Europa?
PostPosted: 7. Dec 2016, 15:57 
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Nette Zusammenfassung offenkundiger Fakten - nur werden die Vorhaltungen eines durchblickenden chinesischen Zuwanderers und ein paar anderer Rufer in der Wüste die starrsinnigen und hochmütigen Deutschen kaum davon abhalten, auch die heutige Demokratie zwischen arroganten und verantwortungslosen Extrempositionen zu zerreiben.

An diesen Deutschen wird ganz Europa scheitern.

Quote:
DISTANZ SCHAFFT ÜBERSICHT

Deutschland als Gefangener seiner Extreme

(...)

Fassen wir daher die wesentlichen strukturellen Faktoren in Deutschland zusammen, die zu der Staatskrise in Deutschland geführt haben, wie wir sie heute erleben:

1. Das fehlende nationale Selbstbewusstsein der Bundesrepublik, sich in der veränderten multipolaren Weltordnung zu behaupten und aktiv für ihr nationales Interesse einzusetzen.
2, Moralischer Imperativ in der bundesdeutschen Staatsdoktrin, der aufgrund der NS-Geschichte von den etablierten Parteien als alternativlos angesehen wurde, obwohl die veränderte Weltlage es oft erfordert, auch unpopuläre Entscheidungen zu Ungunsten dieses Imperativs zu treffen.
3. Fehlender Selbstbehauptungswillen der deutschen Bevölkerung gegenüber den staatlichen Institutionen (Schutz der Institutionen durch das Fehlen der plebiszitären Elemente auf der Bundesebene) gepaart mit der traditionellen Staatsgläubigkeit und Angst vor sozialer Ausgrenzung.
4. Bedingungslose Unterstützung der Institution EU, wobei ein Großteil der politischen und medialen Eliten Deutschlands ihre Ersatz-Identität (aber auch Karrieremöglichkeiten für Politiker außerhalb des Wohlwollens des deutschen Wahlvolkes) und die Wahrung der Interessen der Institution EU oft noch vor der Bewahrung der deutschen Interessen sieht oder die beiden Interessen schlicht gleichsetzt, wenngleich alle anderen EU-Staaten die EU in erster Linie als „Erweiterung und Stärkung ihrer nationalen Interessen“ betrachten.

(...)


http://www.tichyseinblick.de/meinungen/ ... r-extreme/


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 Post subject: Re: Ist Deutschland zu mächtig für Europa?
PostPosted: 7. Jan 2017, 17:46 
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Meiner Meinung nach wird sich die Position DEUTSCHLANDS an der Frage der Einführung der umstrittenen MAUT zeigen.
Vorteile für Inländer = Nachteile für Ausländer ... das geht nirgends...


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 Post subject: Re: Ist Deutschland zu mächtig für Europa?
PostPosted: 8. Jan 2017, 21:00 
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Prinz wrote:
Meiner Meinung nach wird sich die Position DEUTSCHLANDS an der Frage der Einführung der umstrittenen MAUT zeigen.
Vorteile für Inländer = Nachteile für Ausländer ... das geht nirgends...


Bei der Maut geht es gar nicht um das Abkassieren von Autofahrern aus Nachbarländern, das ist nur eine vorgeschobene Begründung. Da geht es in Wirklichkeit um die Vorbereitung der Privatisierung.

Heute auf dem GG-Aktiv Forum geschrieben:

icke wrote:
Dank der Rettungspolitik ist derzeit unglaublich viel Geld auf "dem Markt", gleichzeitig gibt es in bisher stark frequentierten Bereichen kaum noch Zinsen. "Finanzinvestoren" wie Banken, Schattenbanken, Lebensversicherungen und Fonds suchen deshalb nach neuen Anlageformen. Dabei legen sie ihre preiswert erhaltenen Kredite immer häufiger in Immobilien an. In London und Berlin legen sie es in "Rendite starken Branchen" wie der Immobilienwirtschaft an.

Zusätzlich bringen griechische Millionäre und Milliardäre ihr Vermögen im Ausland in Sicherheit. Auch für Griechenlands Gläubiger gibt es Rettungspakete. Für die Rettungspakete von Griechenlands Gläubigern müssen Griechenlands Einwohner Sparauflagen erfüllen. Für Griechenlands Gläubiger gibt es keine "Sparauflagen". Finanzhilfen für die Gläubiger (also den ausländischen Banken) ist gleichzusetzen mit Sparauflagen für Griechenlands Bürger, so dass immer mehr Bürger in Griechenland obdachlos werden oder sich lebensnotwendige Medikamente nicht mehr leisten können. In London und Berlin steigen so die Mieten sehr stark, so dass die "Ureinwohner" mehr von ihrem Einkommen für die Miete ausgeben müssen. Auch in Spanien gibt es bei einem großen Leerstand auch immer mehr Obdachlose.

Wenn gewisse "Finanzinvestoren" auftauchen, dann sind steigende Mieten nicht immer mit steigender Lebensqualität gleichzusetzen. Erst werden gewisse Standards wie Fensterverdichtungen, funktionierende Fahrstühlen, Wasserhähne etc. vernachlässigt, dann folgen "Luxussanierungen" wie ein zweiter Balkon.

Nun beklagen sich einige große "Finanzinvestoren" über die Regularien der Mietpreisbremse, während die Regularien zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise 2008 erst für kaum vorhandene Zinsen durch Notenbanken in den USA/Europa sorgten und somit zum Investorenboom in der Immobilienwirtschaft. Ein weiterer "Nebeneffekt" sind die 60 Milliarden Euro, die die EZB monatlich in den Finanzmarkt gibt und die daraus entstehenden steigenden Firmenübernahmen. Also auch eine Maßnahmen, die kurzfristig nicht den erwünschten Effekt erzielte, langfristig aber den Wettbewerb in der Realwirtschaft schadete, da weitere Oligopole entstehen werden.

Alle Maßnahmen von Notenbanken und die Politik widersprechen den Floskeln, die bis 2008 von großen Teilen in Wirtschaft und Politik geäußert wurden. "Systemrelevante" Finanzinvestoren tragen kein Risiko, sie suchen sich einfach neue Anlagemöglichkeiten. Wenn sie die "Eigenverantwortung" für ihre Geschäftsentscheidungen wie den Kauf von Swaps übernehmen würden, dann müssten sie halt mit ihrem Eigenkapital, Anlage- und Umlaufvermögen haften. Eventuell noch mit ihrem Privatvermögen. Auch die "Eigentümer" würden dann ihr eingesetztes Kapital verlieren. Im Falle der Deutschen Bank, eine in der Welt inzwischen unbedeutende Bank, wären das die beiden Großaktionäre Black Rock und Katar gewesen. Aber all das ist nicht der Fall. Sie haften nicht, sie übernehmen keine Eigenverantwortung und sie übernehmen kein Risiko. Nafris in Anzügen, die mich gleich doppelt beklauen wollen. Als Steuerzahler und als Mieter!


icke wrote:
In London und Berlin steigen so die Mieten sehr stark, so dass die "Ureinwohner" mehr von ihrem Einkommen für die Miete ausgeben müssen. Auch in Spanien gibt es bei einem großen Leerstand auch immer mehr Obdachlose.


Auch die Immobilienblase wird platzen. Nachdem die USA die globale Irrenanstalt verlassen haben, wird Deutschland dann irgendwann das allerletzte Land der Welt sein, dass den Heuschrecken noch Anlagemöglichkeiten auf Kosten der arbeitenden Menschen zuschanzt (Autobahnprivatisierung etc.). Die erbärmlichste Demokratiesimulation der Welt mit dem am weitesten fortgeschrittenen neuen Feudalismus der Welt wird aber nicht alle Heuschrecken weltweit bedienen können. Damit ist das endgültige Aus absehbar.


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