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 Betreff des Beitrags: Re: Kachelmann- Theater
BeitragVerfasst: 12. Jul 2016, 13:19 
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OLG verkündet Urteil
Gericht legt Schmerzensgeld-Zahlung für Kachelmann fest


Zitat:
513.000 Euro inklusive Zinsen: So viel muss das Medienhaus Springer dem Wettermoderator Jörg Kachelmann an Schmerzensgeld zahlen. Diese Summe hat das Oberlandesgericht Köln (OLG) dem Meteorologen im Verfahren gegen Bild und Bild.de zugesprochen.


http://www.t-online.de/nachrichten/pano ... ahlen.html

Es sei ihm redlich gegönnt!

In den USA hätte er sicher eine höhere Summe bekommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kachelmann- Theater
BeitragVerfasst: 12. Jul 2016, 13:20 
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Btw: Ich hatte in der Suche den Begriff "Kachelmann" eingegeben - und nix gefunden.

Später dann bin ich mehr durch Zufall auf diesen Thread hier gestoßen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kachelmann- Theater
BeitragVerfasst: 12. Jul 2016, 16:56 
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Zitat:
In den USA hätte er sicher eine höhere Summe bekommen.


... oder auch nicht. Da enden auch nicht alle Schadensersatzprozesse mit einem Sieg des Klägers und die Pressefreiheit wird dort sehr hoch gewichtet.

Außerdem kommt es anders als in Deutschland auf Sympathien / Antipathien der Geschworenen an. Kachelmann ist nicht gerade ein Sympathieträger, der hätte in den USA vielleicht sogar strafrechtlich verurteilt werden können.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kachelmann- Theater
BeitragVerfasst: 14. Jul 2016, 20:44 
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Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Zitat:
Kachelmann nimmt großen Teil der Klage zurück

Kachelmann hat einen großen Teil seiner Klage auf Schadensersatz gegen unsere Mandantin bei dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main am 14.07.2016 zurückgenommen.

Auch wenn die Presse hierüber nicht berichtet, so muss es doch unbedingt gesagt werden: Es war kein guter Tag für den Herrn Kachelmann: Denn er nimmt durch seine Rechtsanwältin mehr als 40% seiner Klageforderung gegen unsere Mandantin zurück. Nachdem er von eingeklagten 2,25 Mio EUR in der letzten Woche nicht einmal 20% zugesprochen bekommen hat, war auch diese Woche nicht die Prozesswoche für Herrn Kachelmann: Er hat einen großen Teil seiner Klage auf Schadensersatz gegen unsere Mandantin bei dem Oberlandesgericht Frankfurt auf dringenden Rat des dortigen Senats zurückgenommen. Herr Kachelmann hat seine Klage heute in einem Umfang von über EUR 6.000,00 zurückgenommen. Von der ursprünglichen Klagesumme von EUR 13.352,69 verbleiben noch etwas mehr als EUR 7.000.

Er unterliegt also bereits heute mit mehr als 40%.

Auch der Rest ist noch sehr unsicher. Die von Kachelmann genannten Zeugen haben den Vortrag des Herrn Kachelmann nicht bestätigt: Der eine Zeuge wurde gar nicht erst vernommen.

Da Herr Dr. Birkenstock einen Vergleich mit Herrn Kachelmann getroffen hatte, ist eine Vernehmung nicht mehr erforderlich gewesen.

Der zweite Zeuge Herr Steffen konnte nichts zu einer Zahlung sagen, die Herr Kachelmann behauptet, geleistet zu haben.

Bis heute hat Herr Kachelmann nicht nachgewiesen, was wir das gesamte Verfahren über bestritten haben, dass ihm ein Schaden durch unsere Mandantin entstanden ist.



Am 28.09.2016 wird der Senat die Entscheidung verkünden.



Mit freundlichen Grüßen



Manfred Zipper


http://www.anwalt-strafverteidigung.de/ ... e-zurueck/


Für die Beklagte mag das ein (Teil-) Erfolg sein, aber das mit Kachelmanns Feldzug verbundene Risiko, dass künftige Vergewaltigungsopfer von Anzeigen abgeschreckt werden, kann nur eine vollständige Klageabweisung etwas dämpfen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kachelmann- Theater
BeitragVerfasst: 28. Sep 2016, 16:09 
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Zitat:
Für die Beklagte mag das ein (Teil-) Erfolg sein, aber das mit Kachelmanns Feldzug verbundene Risiko, dass künftige Vergewaltigungsopfer von Anzeigen abgeschreckt werden, kann nur eine vollständige Klageabweisung etwas dämpfen.


... weshalb das heute veröffentlichte Urteil des OLG Frankfurt kaum rechtskräftig werden dürfte:

Zitat:
OLG Frankfurt zu Jörg Kachelmann

"Vor­sätz­lich wahr­heits­widrig der Ver­ge­wal­ti­gung bezich­tigt"

Das OLG Frankfurt ist überzeugt, dass Claudia D. gelogen hat, als sie Jörg Kachelmann 2010 der Vergewaltigung bezichtigte. Deshalb muss sie jetzt die Kosten für Gutachten tragen, mit denen sich Kachelmann gegen den Vorwurf verteidigt hatte.

(...)


http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/o ... ensersatz/

Schließlich hat das Bundesverfassungsgericht bereits die Urteile des LG und des OLG Köln sowie die Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde durch den BGH in dem Rechtsstreit um das Bunte - Interview von Frau D. verworfen und damit zum Ausdruck gebracht, dass es die angebliche Falschbeschuldigung für nicht erwiesen hält:

Zitat:
BVerfG zur medialen Schlammschlacht nach Kachelmann-Freispruch

Ex-Geliebte hatte "Recht zum Gegen­schlag"

Kachelmanns Ex durfte ihre Vorwürfe gegen ihn nach dem Freispruch in einem Interview wiederholen. Sie hatte ein "Recht zum Gegenschlag", nachdem der Moderator sie zuvor selber in einem Interview angegriffen hat, entschied das BVerfG.

(...)


http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/b ... genschlag/

Die Richter in Karlsruhe, die im Zweifel das allerletzte Wort haben, werden sich kaum selbst widersprechen, weil ein Frankfurter Vorsitzender, der von Anfang an seine Voreingenommenheit medial verbreitet hat, und der von diesem Richter ausgesuchte Gutachter ihr eitles Geltungsbedürfnis über die Fähigkeit des Staates stellen, seine Bürger und Bürgerinnen wirksam gegen Gewalttäter zu verteidigen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kachelmann- Theater
BeitragVerfasst: 8. Okt 2016, 10:47 
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GG146 hat geschrieben:
Zitat:
Für die Beklagte mag das ein (Teil-) Erfolg sein, aber das mit Kachelmanns Feldzug verbundene Risiko, dass künftige Vergewaltigungsopfer von Anzeigen abgeschreckt werden, kann nur eine vollständige Klageabweisung etwas dämpfen.


... weshalb das heute veröffentlichte Urteil des OLG Frankfurt kaum rechtskräftig werden dürfte:

Zitat:
OLG Frankfurt zu Jörg Kachelmann

"Vor­sätz­lich wahr­heits­widrig der Ver­ge­wal­ti­gung bezich­tigt"

Das OLG Frankfurt ist überzeugt, dass Claudia D. gelogen hat, als sie Jörg Kachelmann 2010 der Vergewaltigung bezichtigte. Deshalb muss sie jetzt die Kosten für Gutachten tragen, mit denen sich Kachelmann gegen den Vorwurf verteidigt hatte.

(...)


http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/o ... ensersatz/

Schließlich hat das Bundesverfassungsgericht bereits die Urteile des LG und des OLG Köln sowie die Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde durch den BGH in dem Rechtsstreit um das Bunte - Interview von Frau D. verworfen und damit zum Ausdruck gebracht, dass es die angebliche Falschbeschuldigung für nicht erwiesen hält:

Zitat:
BVerfG zur medialen Schlammschlacht nach Kachelmann-Freispruch

Ex-Geliebte hatte "Recht zum Gegen­schlag"

Kachelmanns Ex durfte ihre Vorwürfe gegen ihn nach dem Freispruch in einem Interview wiederholen. Sie hatte ein "Recht zum Gegenschlag", nachdem der Moderator sie zuvor selber in einem Interview angegriffen hat, entschied das BVerfG.

(...)


http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/b ... genschlag/

Die Richter in Karlsruhe, die im Zweifel das allerletzte Wort haben, werden sich kaum selbst widersprechen, weil ein Frankfurter Vorsitzender, der von Anfang an seine Voreingenommenheit medial verbreitet hat, und der von diesem Richter ausgesuchte Gutachter ihr eitles Geltungsbedürfnis über die Fähigkeit des Staates stellen, seine Bürger und Bürgerinnen wirksam gegen Gewalttäter zu verteidigen.


Obigen Beitrag habe ich heute anlässlich dieser Mitteilung von RA Zipper noch einmal auf Facebook gepostet:

Zitat:
Kachelmann Entscheidung des Oberlandesgericht Frankfurt

Die Kachelmann Entscheidung des Oberlandesgericht Frankfurt ist unbefriedigend. Nicht nur weil die Mandantin der Rechtsanwälte Zipper & Partner im Umfang von 62% unterlegen war und das Oberlandesgericht Frankfurt Herrn Jörg Kachelmann knapp EUR 7.000 zugesprochen hat, sondern weil das Urteil unter verschiedenen ganz erheblichen Mängeln leidet. Denn die Mandantin der Rechtsanwälte Zipper & Partner hat mehr als 20 Beweisanträge gestellt, die nicht behandelt worden sind. Sie hat mehrfach betont, dass sie den Sachverständigen Prof. Dr. Verhoff ablehnt, der erstmalig dazu gekommen ist, dass zwar jede einzelne Verletzung für sich gesehen sowohl fremdbeigebracht hat worden sein können, wie auch selbst beigebracht hat sein können. Erstmalig nach mehr als 6 Jahren der verschiedensten Verfahren, in denen nicht einmal die Gutachter, die von Herrn Kachelmann beauftragt worden waren, den Beleg beigebracht haben, dass unsere Mandantin sich die Verletzungen selbst zugefügt haben soll, kommt der Gutachter Prof. Dr. Verhoff, der unsere Mandantin selbst nie gesehen hat, zu der Behauptung, dass sie sich die Verletzungen selbst beigebracht hat.

Keiner der Journalisten, keiner der sonstigen Verfahrensbeteiligten war in der fraglichen Nacht im Jahr 2010 anwesend, als die streitgegenständliche Tat sich zugetragen haben soll, aber alle kommen zu einer Entscheidung.

Die Angelegenheit ist nicht zu Ende: Unsere Mandantin wird gegen das Urteil, gegen das die Revision nicht zugelassen worden ist, die Gehörsrüge erheben und dann zum Bundesverfassungsgericht mit der Verfassungsbeschwerde gehen. Sie hat schon einmal gegen Herrn Kachelmann bei dem Bundesverfassungsgericht gewonnen und ist guter Dinge, auch in diesem Verfahren das Bundesverfassungsgericht davon überzeugen zu können, dass im Verfahren von Herrn Kachelmann gegen sie bei dem Oberlandesgericht Frankfurt ihre verfassungsrechtlich zustehenden Rechte nicht gewahrt worden sind.

Die oben aufgeführten Zeilen sind der Presse auf diese Art und Weise noch nicht mitgeteilt worden, dienen aber zur reinen Information.


http://www.anwalt-strafverteidigung.de/ ... frankfurt/


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 Betreff des Beitrags: Re: Kachelmann- Theater
BeitragVerfasst: 11. Jan 2017, 20:51 
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Oha - die StA hat noch kein Ermittlungsergebnis vernehmen lassen und der Spiegel führt den Kollegen Diekmann trotzdem schon (und damit möglicherweise verfrüht) vor:

Zitat:
"Bild"-Herausgeber

Springer-Mitarbeiterin wirft Diekmann Belästigung vor

Kai Diekmann soll nach SPIEGEL-Informationen eine Springer-Mitarbeiterin im Sommer beim Baden belästigt haben. Die Frau zeigte den Herausgeber der "Bild"-Gruppe an. Er bestreitet den Vorwurf.

(...)

Nach Informationen des SPIEGEL wirft ihm eine Mitarbeiterin des Unternehmens vor, sie nach einer Klausurtagung in Potsdam im Sommer beim Baden belästigt zu haben. Die dortige Staatsanwaltschaft bestätigte eine Strafanzeige und Ermittlungen in dieser Sache.

(...)


http://www.spiegel.de/panorama/justiz/k ... 28822.html

Ich habe ausnahmsweise mal bei Kachelmanns Twitter - Aktivitäten nachgeguckt, der verkneift sich vorläufig Schadenfreude, obwohl Diekmann einer seiner Hauptgegner in der eigenen Medienschlacht war. Der Grundsatz "im Zweifel für den Angeklagten" ist ihm auch bei Gegner zu wichtig.

Anders die Titanic, die führt Diekmann vor und persifliert dabei den Stil der Bildzeitung:

Dateianhang:
Diekmann.jpg
Diekmann.jpg [ 91.59 KiB | 548-mal betrachtet ]


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