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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestage
BeitragVerfasst: 10. Mai 2015, 16:28 
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10. Mai 1945

Sechs Tage nach Inkrafttreten der Teilkapitulation in Nordwestdeutschland und zwei Tage nach Inkrafttreten der bedingungslosen Gesamtkapitulation werden Fritz Wehrmann und zwei Kameraden, die die Truppe nach der Teilkapitulation verlassen hatten, wegen "Fahnenflucht" stand"recht"lich erschossen.

Zitat:
(...)

Nach der Teilkapitulation der deutschen Streitkräfte gegenüber den britischen Truppen im Norden am 4. Mai 1945 verließ Fritz Wehrmann mit drei Kameraden am 6. Mai 1945 seine Einheit, um nach Hause zurückzukehren.

(...)

Am Tag darauf trat an Bord der Buéa ein deutsches Kriegsgericht zusammen und verurteilte Fritz Wehrmann, Alfred Gail und Martin Schilling wegen Fahnenflucht zum Tode durch Erschießen.[3] Der vierte Matrose wurde zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Obwohl Petersen als Kommandeur und Kriegsgerichtsherr die Möglichkeit zur Begnadigung hatte, bestätigte er am 10. Mai 1945 die Todesurteile und ließ sie am Nachmittag des gleichen Tages, also am zweiten Tag nach der deutschen Kapitulation, auf dem Achterschiff der Buéa durch ein Erschießungskommando vollstrecken.[4][5]

(...)

Drei Prozesse wegen Totschlags und Rechtsbeugung wurden bis 1953 geführt, die mit Freisprüchen für alle Angeklagten endeten. Anna Wehrmann verkraftete den Tod zweier Söhne nicht und starb nach 20 Jahren im Pflegeheim 1983 in geistiger Umnachtung. Alfred Gails Mutter nahm sich nach dem letzten Prozess das Leben. Petersen machte nach dem Krieg Karriere als Geschäftsmann und beim Militärischen Abschirmdienst (MAD) und starb 1983.


https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Wehrmann_(Matrose)

Ich muss wohl nicht besonders hervorheben, dass die beiden Soldatenmütter in erster Linie Opfer der bundesdeutschen Nachkriegsjustiz sind und nur in zweiter Hinsicht Opfer des NS - Staates.


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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestage
BeitragVerfasst: 17. Jun 2015, 21:35 
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Bevor das Datum ganz in Vergessenheit gerät ...

17. Juni 1953

Zitat:
Aufstand des 17. Juni

(...)

Dieser erste antistalinistische Aufstand[1][2] hatte zahlreiche Ursachen, darunter der beschleunigte Aufbau des Sozialismus in der DDR, die damit verbundene Ignoranz der DDR-Führung gegenüber den Bedürfnissen der Arbeiterklasse einschließlich ihres Beschlusses, die Arbeitsnormen zu erhöhen, sowie weitere Fehler der SED.

Der Aufstand des 17. Juni wirkte außerdem als politisches Signal auf die Völker in den damaligen Ostblockstaaten.[3]

Der 17. Juni war von 1954 bis zur deutschen Wiedervereinigung 1990 als „Tag der deutschen Einheit“ der Nationalfeiertag der Bundesrepublik Deutschland.

Bild

(...)


https://de.wikipedia.org/wiki/Aufstand_des_17._Juni


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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestage
BeitragVerfasst: 30. Jun 2015, 21:34 
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30. Juni 1860

Das Datum der legendären Huxley-Wilberforce-Debatte:

Zitat:
(...)

„Der Bischof sprach eine halbe Stunde lang und machte dabei Darwin und Huxley entschieden lächerlich; dann wandte er sich an Huxley, der mit ihm auf dem Podium saß. Mit eisigem Sarkasmus stellte er seine berühmte Frage: Was Huxley behaupten wolle - stamme er nun über seinen Großvater oder seine Großmutter vom Affen ab? … Auf die Frage des Bischofs hin hatte Huxley dem überraschten Wissenschaftler, der neben ihm saß, aufs Knie geklopft und geflüstert: »Der Herr hat ihn mir in die Hand gegeben …«[2] [Huxley] stürzte sich auf die Argumente, die Wilberforce angeführt hatte … Er arbeitete sich bis zu ihrem Höhepunkt vor und rief aus, er empfinde keine Scham, weil er einen Affen als Vorfahren habe, aber er schäme sich für einen geistreichen Mann, der sich mit wissenschaftlichen Fragen beschäftige, von denen er nichts verstehe. Damit hatte Huxley eigentlich gesagt, ein Affe sei ihm als Vorfahr lieber als ein Bischof, und unter den Zuhörern herrschte kein Zweifel, was er gemeint hatte.

(...)


https://de.wikipedia.org/wiki/Huxley-Wi ... ce-Debatte

Das war vor 155 Jahren, aber geistreiche Menschen, die sich mit Dingen befassen, von denen sie nichts verstehen, gibt es heute wohl mehr als damals ... :?


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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestage
BeitragVerfasst: 25. Jul 2015, 02:02 
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25. Juli 1940

Si vis pacem para bellum - der Tag des Rütlirapports:

Zitat:
(...)

An diesem Tag bestellte der Oberbefehlshaber der Schweizer Armee, General Henri Guisan, sämtliche höheren Offiziere (ab Stufe Major) zum Rapport auf die Rütliwiese. Er informierte sie über den Reduit-Plan, im Falle eines Angriffs der Achsenmächte die Verteidigung der Schweiz auf das Gebiet der Hochalpen mit den wichtigen Passübergängen, vor allem dem Gotthardmassiv zu konzentrieren und alle Zufahrten zu den Bergen notfalls zu zerstören. Sein Operationsbefehl Nr. 12 vom 17. Juli 1940 hatte die Verschiebung von fünf Divisionen (Div 1, 3, 8; 7 und 9 waren bereits dort) in die Voralpen und Alpen veranlasst.

(...)


Henri Guisan, der einzige Stratege in der Zeit des 2. Weltkriegs, der alle strategischen Ziele (nämlich die Schweiz aus dem Krieg herauszuhalten) zu exakt 100 % erreicht hat:

Bild

... was ihm die Schweizer 68`er beim besten Willen nicht verzeihen konnten: ;)

Zitat:
(...)

Unter dem Einfluss der 68er-Generation wurde auch die Wichtigkeit Guisans und der Mythos, der sich um seine Person rankt, durch Historiker wie Jakob Tanner und Hans Ulrich Jost in Frage gestellt und die Bedeutung des Réduits relativiert.[3] Eine Rolle spielte um diese Zeit herum und später auch, dass sehr viele wichtige Dokumente der Kriegszeit erst damals, nach einer 35-jährigen Sperrfrist, der Forschung zugänglich wurden[4]. Und auch der erste Guisan-Biograph, der Bundesarchiv-Akten verwendete, Willi Gautschi, relativierte die Leistung des Rütli-Rapports insofern, als er auf die unmittelbar danach folgende Anregung des Generals an den Bundesrat verwies, eine diplomatische Vermittlungs-Mission nach Berlin zu entsenden – was die Landesregierung jedoch ablehnte.

(...)


https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Guisan



„Die Dankbarkeit ist kein Gefühl von langer Dauer. Und wenn die öffentliche Meinung Ihre Verdienste um die Erhaltung der Freiheit des Landes heute noch würdigt, so kann doch diese Anerkennung bald verblassen. Nur in bescheidenem Masse werden Sie mit dem Aktivdienst als einem moralischen Kapital rechnen können – so schön und so kostbar Ihre, unsere Erinnerungen an diese Zeit auch sind. Genau genommen zählt dieses Kapital nur für Sie selbst und für Ihre Kameraden.“

– General Henri Guisan


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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestage
BeitragVerfasst: 27. Jul 2015, 20:18 
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27. Juli 1990

Die letzte Ente watschelt vom Band. :)

Zitat:
Am 27. Juli 1990 verließ im Citroën-Werk Mangualde (Portugal) der endgültig letzte Wagen (ein grauer 2CV6 Charleston) die Montagehallen.[6] Die Gründe für die Einstellung des 2CV sind vielschichtig.


https://de.wikipedia.org/wiki/Citro%C3%ABn_2CV

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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestage
BeitragVerfasst: 27. Jul 2015, 20:33 
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GG146 hat geschrieben:
25. Juli 1940

Si vis pacem para bellum - der Tag des Rütlirapports:

Zitat:
(...)

An diesem Tag bestellte der Oberbefehlshaber der Schweizer Armee, General Henri Guisan, sämtliche höheren Offiziere (ab Stufe Major) zum Rapport auf die Rütliwiese. Er informierte sie über den Reduit-Plan, im Falle eines Angriffs der Achsenmächte die Verteidigung der Schweiz auf das Gebiet der Hochalpen mit den wichtigen Passübergängen, vor allem dem Gotthardmassiv zu konzentrieren und alle Zufahrten zu den Bergen notfalls zu zerstören. Sein Operationsbefehl Nr. 12 vom 17. Juli 1940 hatte die Verschiebung von fünf Divisionen (Div 1, 3, 8; 7 und 9 waren bereits dort) in die Voralpen und Alpen veranlasst.

(...)


Henri Guisan, der einzige Stratege in der Zeit des 2. Weltkriegs, der alle strategischen Ziele (nämlich die Schweiz aus dem Krieg herauszuhalten) zu exakt 100 % erreicht hat:

Bild

... was ihm die Schweizer 68`er beim besten Willen nicht verzeihen konnten: ;)

Zitat:
(...)

Unter dem Einfluss der 68er-Generation wurde auch die Wichtigkeit Guisans und der Mythos, der sich um seine Person rankt, durch Historiker wie Jakob Tanner und Hans Ulrich Jost in Frage gestellt und die Bedeutung des Réduits relativiert.[3] Eine Rolle spielte um diese Zeit herum und später auch, dass sehr viele wichtige Dokumente der Kriegszeit erst damals, nach einer 35-jährigen Sperrfrist, der Forschung zugänglich wurden[4]. Und auch der erste Guisan-Biograph, der Bundesarchiv-Akten verwendete, Willi Gautschi, relativierte die Leistung des Rütli-Rapports insofern, als er auf die unmittelbar danach folgende Anregung des Generals an den Bundesrat verwies, eine diplomatische Vermittlungs-Mission nach Berlin zu entsenden – was die Landesregierung jedoch ablehnte.

(...)


https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Guisan



„Die Dankbarkeit ist kein Gefühl von langer Dauer. Und wenn die öffentliche Meinung Ihre Verdienste um die Erhaltung der Freiheit des Landes heute noch würdigt, so kann doch diese Anerkennung bald verblassen. Nur in bescheidenem Masse werden Sie mit dem Aktivdienst als einem moralischen Kapital rechnen können – so schön und so kostbar Ihre, unsere Erinnerungen an diese Zeit auch sind. Genau genommen zählt dieses Kapital nur für Sie selbst und für Ihre Kameraden.“

– General Henri Guisan



Schön dass man noch an diesen General gedenkt. Er wurde verehrt und nicht zu unrecht. ;)

Er war kein Held...

...und trotzdem wurde er zum Idol: Nie verehrten die Schweizer einen der ihren inniger als General Guisan. Jetzt, 50 Jahre nach seinem Tod, lässt eine neue Biografie ihn noch einmal hochleben.

Das hat es in der Schweiz, dem Land der Kontraste und der kollektiven Skepsis gegen Überfiguren, bisher nur ein einziges Mal gegeben: dass in nahezu sämtlichen Wohnzimmern dasselbe Bild hing. Das Porträt von Henri Guisan, eines Waadtländer Quasi-Patriziers und eitlen Konservativen. Am 30. August 1939, zwei Tage vor dem deutschen Überfall auf Polen, wählte die Bundesversammlung ihn zum General. Die folgenden sechs Jahre kommandierte er die Schweizer Armee. Und wurde dabei zum personifizierten Schweizer Widerstandsgeist.

Am 7. April 1960 starb Guisan 86-jährig zu Hause in seinem Anwesen in Pully bei Lausanne. Die Schweiz ehrte ihn mit einem Staatsbegräbnis. 300 000 Menschen säumten die Strassen.

http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/gesc ... y/18591601


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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestage
BeitragVerfasst: 31. Jul 2015, 20:31 
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GG146 hat geschrieben:
27. Juli 1990

Die letzte Ente watschelt vom Band. :)

Zitat:
Am 27. Juli 1990 verließ im Citroën-Werk Mangualde (Portugal) der endgültig letzte Wagen (ein grauer 2CV6 Charleston) die Montagehallen.[6] Die Gründe für die Einstellung des 2CV sind vielschichtig.


https://de.wikipedia.org/wiki/Citro%C3%ABn_2CV

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So ein Ding habe ich auch gefahren, ist gar nicht so einfach mit der Schaltung die sehr kompliziert ist und Zwischengas musste man auch noch geben. :smile1:


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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestage
BeitragVerfasst: 31. Jul 2015, 20:31 
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Livia hat geschrieben:
So ein Ding habe ich auch gefahren, ist gar nicht so einfach mit der Schaltung die sehr kompliziert ist


Die Männer in der Schweiz scheinen gegenüber Frauen am Steuer ein gewissen Unbehagen zu empfinden ... :zwinker:

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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestage
BeitragVerfasst: 1. Aug 2015, 15:25 
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GG146 hat geschrieben:
Livia hat geschrieben:
So ein Ding habe ich auch gefahren, ist gar nicht so einfach mit der Schaltung die sehr kompliziert ist


Die Männer in der Schweiz scheinen gegenüber Frauen am Steuer ein gewissen Unbehagen zu empfinden ... :zwinker:

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Ja das kenne ich auch nur zur genüge. :smile1:


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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestage
BeitragVerfasst: 1. Aug 2015, 15:25 
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Livia hat geschrieben:

So ein Ding habe ich auch gefahren, ist gar nicht so einfach mit der Schaltung die sehr kompliziert ist und Zwischengas musste man auch noch geben. :)


Ich liebe die Ente, meine Mutter hatte eine :D



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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestage
BeitragVerfasst: 6. Aug 2015, 21:59 
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06. August 1945

Die USA werfen die erste Atombombe über der japanischen Stadt Hiroshima ab:

Zitat:
70 Jahre Hiroshima

Gerechtfertigt? Kriegsentscheidend?

(...)

Besonders frisch waren die Erfahrungen aus den Schlachten um Iwo Jima und Okinawa. Daraus schlossen viele Militärs, dass ein Angriff auf die japanischen Hauptinseln ein Vielfaches an Toten fordern würde. Das waren Hochrechnungen, die allerdings für viele überaus plausibel klangen.

Wenn in einer solchen Situation plötzlich eine Waffe zur Verfügung steht, die eine langwierige und überaus blutige Eroberung überflüssig machen kann, ist die Versuchung groß, sie auch einzusetzen. Hinzu kam, wie man heute weiß, auch ein Element wissenschaftlicher Neugier. Nuklearwaffen waren etwas Neues. Die Wirkung der Bombe konnten Wissenschaftler zwar theoretisch berechnen. Aber der Praxistest stand noch aus.

(...)


http://www.faz.net/aktuell/politik/70-j ... 36898.html

Immerhin räumen die Mainstream Medien heutzutage schon ein, dass da auch ein "Element wissenschaftlicher Neugier hinzukam". Nach allem, was ich über das Thema gelesen und gehört habe, fürchte ich allerdings auch ganz ohne antiamerikanische Anwandlungen, dass die "wissenschaftliche Neugier" das Hauptmotiv für den Atombombeneinsatz war, gefolgt von der Zielsetzung, die Sowjets zu beeindrucken.

Für das vorgegebene Motiv, horrende Verluste bei der Eroberung Japans zu vermeiden, bleibt da nicht mehr sehr viel Raum - zumal es zu dem fraglichen Zeitpunkt klar war, dass die japanische Regierung wahrscheinlich den Kriegseintritt der Sowjetunion zum Anlass nehmen würde, ohne Gesichtsverlust zu kapitulieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestage
BeitragVerfasst: 7. Aug 2015, 05:23 
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07. August 1495

Der Reichstag zu Worms geht zu Ende:

Zitat:
Auf dem Reichstag zu Worms des Jahres 1495 wurde der Grundstein zu einer umfassenden Reichsreform gelegt. Auch wenn einige Teile der dort beschlossenen Reformen nicht von Dauer sein sollten, bestimmten diese dennoch maßgeblich die weitere Entwicklung des Reiches. Sie sollten die Struktur und die Verfassungsordnung des Heiligen Römischen Reiches verändern, um die erkannten Probleme der Reichsregierung zu lösen.

(...)


https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstag_zu_Worms_(1495)

Das mittelalterliche Fehderecht ( = wenn Dich einer schief anguckt, kannst Du die ganze Gegend abfackeln ) wird durch ein neuzeitliches Reichsrecht ersetzt. Da die Organisation moderner Staaten alle Staatsbürger (Steuer-) Geld kostet, beginnen die Schweizer in der Folge der Reformen den Schwabenkrieg und erreichen durch den militärischen Sieg Steuerbefreiung:

Zitat:
Die schweizerische Eidgenossenschaft lehnten die Reichssteuer und das Reichskammergericht ab. Dies war einer der Gründe, der 1499 zum Schwabenkrieg führte.[1] Nach dem Sieg der Eidgenossenschaft wurde im Frieden zu Basel implizit anerkannt, dass die Eidgenossenschaft von Reichssteuer und Reichskammergericht ausgenommen blieb, ohne jedoch aus dem Reich auszuscheiden.[2]


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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestage
BeitragVerfasst: 7. Aug 2015, 15:45 
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GG146 hat geschrieben:
07. August 1495

Der Reichstag zu Worms geht zu Ende:

Zitat:
Auf dem Reichstag zu Worms des Jahres 1495 wurde der Grundstein zu einer umfassenden Reichsreform gelegt. Auch wenn einige Teile der dort beschlossenen Reformen nicht von Dauer sein sollten, bestimmten diese dennoch maßgeblich die weitere Entwicklung des Reiches. Sie sollten die Struktur und die Verfassungsordnung des Heiligen Römischen Reiches verändern, um die erkannten Probleme der Reichsregierung zu lösen.

(...)


https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstag_zu_Worms_(1495)

Das mittelalterliche Fehderecht ( = wenn Dich einer schief anguckt, kannst Du die ganze Gegend abfackeln ) wird durch ein neuzeitliches Reichsrecht ersetzt. Da die Organisation moderner Staaten alle Staatsbürger (Steuer-) Geld kostet, beginnen die Schweizer in der Folge der Reformen den Schwabenkrieg und erreichen durch den militärischen Sieg Steuerbefreiung:

Zitat:
Die schweizerische Eidgenossenschaft lehnten die Reichssteuer und das Reichskammergericht ab. Dies war einer der Gründe, der 1499 zum Schwabenkrieg führte.[1] Nach dem Sieg der Eidgenossenschaft wurde im Frieden zu Basel implizit anerkannt, dass die Eidgenossenschaft von Reichssteuer und Reichskammergericht ausgenommen blieb, ohne jedoch aus dem Reich auszuscheiden.[2]


So weit zurück kenne ich mich in der Geschichte nicht aus, ist aber interessant. Die Schweizer waren also schon immer ein aufmüpfiges Volk bis heute. :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestage
BeitragVerfasst: 7. Aug 2015, 21:25 
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Livia hat geschrieben:
So weit zurück kenne ich mich in der Geschichte nicht aus, ist aber interessant. Die Schweizer waren also schon immer ein aufmüpfiges Volk bis heute. :mrgreen:


Vielleicht leiden sie auch nur sehr leicht unter Trennungsschmerz, wenn es um Geld geht. Die bemerkenswerte historische Kontinuität von 1495/99 bis zu der heutigen Aversion gegen die Brüsseler Geldumverteilung spricht jedenfalls dafür. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestage
BeitragVerfasst: 7. Aug 2015, 22:00 
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Man munkelt, die Schweizer seien ziemlich fremdenfeindlich. Die hassen Deutsche fast noch mehr als die Franzosen. :D



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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestage
BeitragVerfasst: 7. Aug 2015, 22:01 
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pittbull hat geschrieben:
Man munkelt, die Schweizer seien ziemlich fremdenfeindlich. Die hassen Deutsche fast noch mehr als die Franzosen. :D


Sind sie auch die meisten. Meine Mutter ist öfter in die Schweiz gefahren die konnte mir einiges erzählen



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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestage
BeitragVerfasst: 7. Feb 2016, 12:24 
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7. Februar 1971

Die Schweizer Demokratie ( nur nichts übereilen ;) ) kommt im 20. Jahrhundert an:

Zitat:
(...)

Das Frauenstimmrecht in der Schweiz (Stimm- und Wahlrecht) wurde durch eine eidgenössische Abstimmung am 7. Februar 1971 eingeführt. Formell wurde das Frauenstimmrecht am 16. März 1971 wirksam. Die Schweiz war somit eines der letzten europäischen Länder, welches seiner weiblichen Bevölkerung die vollen Bürgerrechte zugestand, doch sie war das erste Land, in dem dies durch eine Volksabstimmung (des männlichen Teils der Bevölkerung) geschah.

(...)


https://de.wikipedia.org/wiki/Frauensti ... er_Schweiz


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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestage
BeitragVerfasst: 21. Feb 2016, 23:14 
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21. Februar 1916

Einer der blutigsten von vielen militärwissenschaftlichen Menschenversuchen im 20. Jahrhundert nimmt seinen Lauf. Der Hauptverantwortliche versucht sich später herauszureden, wie das politische und militärische Hauptverantwortliche so machen, wenn es schief läuft:

Zitat:
Schlacht um Verdun

(...)

Im Gegensatz zu nachträglichen Darstellungen des Generalstabschef des deutschen Heeres, Erich von Falkenhayns[3] war die ursprüngliche Absicht des Angriffs nicht, ohne räumliche Ziele die französische Armee „ausbluten“ zu lassen. Falkenhayn versuchte mit dieser im Jahre 1920 aufgestellten Behauptung, dem misslungenen Angriff und dem negativen deutschen Mythos der „Blutmühle“ nachträglich einen vorgeblichen Sinn zu geben.[4]

(...)


https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_um_Verdun


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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestage
BeitragVerfasst: 22. Feb 2016, 19:32 
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GG146 hat geschrieben:
21. Februar 1916

Einer der blutigsten von vielen militärwissenschaftlichen Menschenversuchen im 20. Jahrhundert nimmt seinen Lauf. Der Hauptverantwortliche versucht sich später herauszureden, wie das politische und militärische Hauptverantwortliche so machen, wenn es schief läuft:

Zitat:
Schlacht um Verdun

(...)

Im Gegensatz zu nachträglichen Darstellungen des Generalstabschef des deutschen Heeres, Erich von Falkenhayns[3] war die ursprüngliche Absicht des Angriffs nicht, ohne räumliche Ziele die französische Armee „ausbluten“ zu lassen. Falkenhayn versuchte mit dieser im Jahre 1920 aufgestellten Behauptung, dem misslungenen Angriff und dem negativen deutschen Mythos der „Blutmühle“ nachträglich einen vorgeblichen Sinn zu geben.[4]

(...)


https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_um_Verdun



Verdun wurde zum Symbol der Leistungsfähigkeit der Armeen stilisiert – angefacht von der Propaganda in der Heimat.Generalstabschef Erich von Falkenhayn hatte die Idee ja für die Offensive auf Verdun .Wie groß die Chancen auf einen Durchbruch waren – darüber streiten bis heute die Historiker ja noch!Falkenhayn wollt die Franzosen mit den Fall von Verdun demoralisieren. Man muß sich ja mal vor Augen führen, 2,4 Millionen Soldaten stehen an der Westfront 3,5 Millionen Franzosen und Briten gegenüber.
Alleine das Material was die deutschen an die Front gekarrt hatten ,18.000 Drahtscheren, über zwei Millionen Sandsäcke – aber vor allem 1225 Geschütze aller Kaliber verteilt auf zehn Kilometer Tiefe. Quelle.http://www.amazon.de/Verdun-1916-Jahrhu ... 3406658261 Erst am 20. Februar, also einen Tag vor dem Angriff, ist sich Frankreichs Oberbefehlshaber Joseph Joffre sicher, dass hier ein großer Angriff bevorsteht.



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Gruß Staber

Wenn du heute frierst, stell dich einfach in eine Ecke. Die haben meistens 90 Grad.
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 Betreff des Beitrags: Re: Jahrestage
BeitragVerfasst: 22. Feb 2016, 20:21 
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Zitat:
Wie groß die Chancen auf einen Durchbruch waren – darüber streiten bis heute die Historiker ja noch!Falkenhayn wollt die Franzosen mit den Fall von Verdun demoralisieren.


Dieser Irre hat die These vertreten, dass bei riesigen Verlusten auf beiden Seiten die Franzosen zuerst ausbluten müssten, weil Deutschland eine höhere Bevölkerungszahl als Frankreich hatte. Dass die französischen und englischen Kolonien zusammen über die Hälfte der Welt ausmachten und der Feind überall Hilfstruppen ausheben konnte, hat er dabei völlig ausgeblendet.

Irgendwie hat sich seit damals in Deutschland nicht viel verändert, damals hat eine militärische und politische Führung aus grenzdebilen Stümpern erstklassige Soldaten mit den besten Waffen der Welt in die Katastrophe geführt und heute dackeln die bestausgebildeten Wissenschaftler, Techniker und Facharbeiter der Welt, die ständig im Wettbewerb um die Weltmärkte für hochwertige Industriegüter ganz vorne liegen könnten, den neuen grenzdebilen Stümpern - Nieten in Nadelstreifen und hundserbärmlichen politischen Hütchenspielern - in den wirtschaftlichen Abgrund hinterher.


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