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 Betreff des Beitrags: Re: Frau Schavan verliert Doktortitel
BeitragVerfasst: 7. Feb 2013, 12:58 
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schlau hat geschrieben:
Zitat:
Zur Zeit lese ich oft, dass es doch eigentlich nicht sooo schlimm wäre, und es wäre ja schon 30 Jahre her und bisher wäre es doch niemandem aufgefallen, nun kommt ein Denunziant daher und auf einmal soll sie aufs Schafott.


naja.. wenn man ganz ehrlich sein sollte vor 30 Jahren war das alles etwas anders als wie heute, da haben die schon etwas recht. es gab kein Internet usw ;)

Zitat:
da haste recht es werden ja täter 30 jahre später durch DNA überführt


das ist eine ganz andere geschichte

andere geschichte ja aber 2 neuen sachen technik die es damals nicht gab :D



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Sollte ich jemanden persönlich verletzt haben,das war nicht meine absicht und bitte ich hiermit offiziell um Entschuldigung. wahrheit ist wahrheitSocial TV Geheimer Krieg der USA. USATALIBAN "Allahu Akbar"
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 Betreff des Beitrags: Re: Frau Schavan verliert Doktortitel
BeitragVerfasst: 7. Feb 2013, 13:47 
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schlau hat geschrieben:
nein, macht das nicht. Aber gewisse sachen gab es in der zeit nicht so wie internet zum abschreiben usw habe ich nur gehört ;)


Stimmt, früher hat man aus Büchern abgeschrieben, macht die Sache mMn aber auch nicht besser.

Weißt du Ali, wenn man selber unehrlich ist, von anderen aber Ehrlichkeit verlangt, dann muss man sich daran schon messen lassen, ich darf mal an die Schavan-Fremdschäm-Show erinnern, als es der Doktor des Guttenberg platzte. Frau Schavan hat ganz offensichtlich ihren Doktortitel (und damit ihren Studienabschluss!) zu Unrecht erhalten. Indem du die Menschen als Denunzianten diskreditierst, die dieses aufgedeckt haben, machst du alle ehrlichen Akademiker zum Gespött derer, die Ehrlichkeit für abdingbar halten. Das Erschleichen von Titeln und Abschlüssen ist kein Kavaliersdelikt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frau Schavan verliert Doktortitel
BeitragVerfasst: 7. Feb 2013, 14:05 
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Arbeitslos hat geschrieben:
schlau hat geschrieben:
nein, macht das nicht. Aber gewisse sachen gab es in der zeit nicht so wie internet zum abschreiben usw habe ich nur gehört ;)


Stimmt, früher hat man aus Büchern abgeschrieben, macht die Sache mMn aber auch nicht besser.

Weißt du Ali, wenn man selber unehrlich ist, von anderen aber Ehrlichkeit verlangt, dann muss man sich daran schon messen lassen, ich darf mal an die Schavan-Fremdschäm-Show erinnern, als es der Doktor des Guttenberg platzte. Frau Schavan hat ganz offensichtlich ihren Doktortitel (und damit ihren Studienabschluss!) zu Unrecht erhalten. Indem du die Menschen als Denunzianten diskreditierst, die dieses aufgedeckt haben, machst du alle ehrlichen Akademiker zum Gespött derer, die Ehrlichkeit für abdingbar halten. Das Erschleichen von Titeln und Abschlüssen ist kein Kavaliersdelikt.



Versteh mich bloß nicht falsch, dass ich das Erschleichen von Titeln schönreden will. :kissenschlacht:

Ich bin mir aber bei Schavan noch nicht sicher, wie ich das einordnen soll und warte erst mal die Klage ab.

Aber eines weiss ich jetzt schon, mit einem Guttenberg kann man sie nicht vergleichen.
Sie hat auch nicht aus Büchern abgeschrieben, aber möglicherweise eigene Gedanken mit fremden Gedanken verwechselt. Sie fiel auch dadurch auf, dass sie Fremdwörter falsch wieder gab. Das allein spricht gegen ein Abschreiben.
Wenn ich den Artikel finde, dann reiche ich ihn gerne nach.

Ich halte es durchaus für möglich, dass da einiges nicht absichtlich und nicht bewusst bösartig war und hoffe das wird sich noch klären.
Für eine Betrügerin halte ich sie deshalb noch nicht.
Gerade bei Politikern bin ich da etwas vorsichtiger, das haben ja auch die Beispiele Brüderle und von Wangenheim grad erst gezeigt.



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 Betreff des Beitrags: Re: Frau Schavan verliert Doktortitel
BeitragVerfasst: 7. Feb 2013, 14:24 
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Ignorantia legis non excusat.

Ich weiß nicht, ob das mit Absicht oder ohne geschah, jedoch hätte sie die Aufgabe gehabt dies vor Abgabe und Eid zu prüfen.

Bezgl. des Guttenbergvergleiches sehe ich es so und mache es an Diebstahl mal deutlich (eher versuche ich es):

Ein Diebstahl ist ein Diebstahl, es ist egal was du diebst. (So oder so ungefähr ;) )


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 Betreff des Beitrags: Re: Frau Schavan verliert Doktortitel
BeitragVerfasst: 7. Feb 2013, 14:37 
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Arbeitslos hat geschrieben:
Ignorantia legis non excusat.

Ich weiß nicht, ob das mit Absicht oder ohne geschah, jedoch hätte sie die Aufgabe gehabt dies vor Abgabe und Eid zu prüfen.

Bezgl. des Guttenbergvergleiches sehe ich es so und mache es an Diebstahl mal deutlich (eher versuche ich es):

Ein Diebstahl ist ein Diebstahl, es ist egal was du diebst. (So oder so ungefähr ;) )



Für mich ist einzig und allein entscheidend, ob dahinter eine "böse Absicht" gesteckt hat.
Dieses vor Abgabe und Eid zu prüfen, wäre natürlich absolut wünschenswert.
Mit Guttenberg sind nun jedoch jetzt einige wachsamer geworden und immerhin wird es zukünftigen Betrügern bei weitem erschwert werden.



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 Betreff des Beitrags: Re: Frau Schavan verliert Doktortitel
BeitragVerfasst: 7. Feb 2013, 15:58 
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Ali hat geschrieben:

Für mich ist einzig und allein entscheidend, ob dahinter eine "böse Absicht" gesteckt hat.
Dieses vor Abgabe und Eid zu prüfen, wäre natürlich absolut wünschenswert.
Mit Guttenberg sind nun jedoch jetzt einige wachsamer geworden und immerhin wird es zukünftigen Betrügern bei weitem erschwert werden.


Da scheine ich irgendwie ein Verständnisproblem zu haben. Frage:

Wenn man irgendwo was abschreibt (kopiert) und dann woanders aufschreibt, und dann diesen Zettel mit seinem Namen versieht und einem 3. erklärt, dass das aufgeschriebene die ureigenen Gedanken sind, dann - liebe Ali entschuldige - ist es mir eigentlich scheißegal ob es mit guter oder böser Absicht war. Man weiß ja, was man selber geschrieben hat.

Und da es damals noch keine Möglichkeiten gab alles nachzuprüfen (ob es wirklich die eigenen Worte und Gedanken sind, oder geklaute) hat man mit Vorschussvertrauen gearbeitet und dieses uU schamlos ausgenutzt.

Ich persönlich empfinde es nicht als Denunziation, wenn solch ein Verfahren aufgedeckt wird. Es ist an der Zeit, dass man mal wieder Ehrhaftigkeit, Ehrbarkeit und vor allem Ehrlichkeit zum Zuge kommen lässt, ohne dies direkt als Denunziantentum in eine dunkle Ecke zu stellen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frau Schavan verliert Doktortitel
BeitragVerfasst: 7. Feb 2013, 16:09 
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 Betreff des Beitrags: Re: Frau Schavan verliert Doktortitel
BeitragVerfasst: 7. Feb 2013, 16:18 
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Arbeitslos hat geschrieben:
Ali hat geschrieben:

Für mich ist einzig und allein entscheidend, ob dahinter eine "böse Absicht" gesteckt hat.
Dieses vor Abgabe und Eid zu prüfen, wäre natürlich absolut wünschenswert.
Mit Guttenberg sind nun jedoch jetzt einige wachsamer geworden und immerhin wird es zukünftigen Betrügern bei weitem erschwert werden.


Da scheine ich irgendwie ein Verständnisproblem zu haben. Frage:

Wenn man irgendwo was abschreibt (kopiert) und dann woanders aufschreibt, und dann diesen Zettel mit seinem Namen versieht und einem 3. erklärt, dass das aufgeschriebene die ureigenen Gedanken sind, dann - liebe Ali entschuldige - ist es mir eigentlich scheißegal ob es mit guter oder böser Absicht war. Man weiß ja, was man selber geschrieben hat.

Und da es damals noch keine Möglichkeiten gab alles nachzuprüfen (ob es wirklich die eigenen Worte und Gedanken sind, oder geklaute) hat man mit Vorschussvertrauen gearbeitet und dieses uU schamlos ausgenutzt.

Ich persönlich empfinde es nicht als Denunziation, wenn solch ein Verfahren aufgedeckt wird. Es ist an der Zeit, dass man mal wieder Ehrhaftigkeit, Ehrbarkeit und vor allem Ehrlichkeit zum Zuge kommen lässt, ohne dies direkt als Denunziantentum in eine dunkle Ecke zu stellen.


Wenn man irgendwo was abschreibt...richtig, da gehe ich mit dir konform.
Doch dann muss auch der Text der gleiche sein und da an bestimmten Stellen Fremdworte verwechselt wurden....wurden sie mm NICHT IN DER ABSICHT ZU KOPIEREN zu Papier gebracht.

Ich glaube hier handelt es sich um eine Grauzone.

Mal schauen ob ich diese Texte wiederfinde, sonst ist es fast ein sinnloses Unterfangen.

Es bedeutet noch lange keine Unehrlichkeit, wenn ein Mensch etwas verwechselt hat. Das kann sogar fremdes bzw. gleiches Gedankengut sein nur mit dem Unterschied, dass es jemand zuvor aufs Papier gebracht hat.

Nur das Bewusstsein darum und die böse Absicht es dann als sein eigenes zu verkaufen ist unehrlich,verwerflich und Betrug.

Und was interessiert es heute, was vor 30 Jahren war und ein Doktorvater es ausserdem akzeptiert hat?

Da geht es wieder mal nur um Wahlkampf und das kann dann mit Ehrbarkeit nur sehr wenig zu tun haben.



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 Betreff des Beitrags: Re: Frau Schavan verliert Doktortitel
BeitragVerfasst: 7. Feb 2013, 16:31 
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Ali hat geschrieben:
Und was interessiert es heute, was vor 30 Jahren war und ein Doktorvater es ausserdem akzeptiert hat?


Wenn man bedenkt, dass nach 30 Jahren alle schweren Verbrechen außer Mord sowie die Herausgabeansprüche der Opfer auf die Beute aus den Verbrechen verjähren, ist die zeitlich unbegrenzte Verfolgbarkeit unlauterer wissenschaftlicher Methoden schon etwas fragwürdig.

Allerdings haben Verjährungsfristen etwas mit der nach langer Zeit stark geschwundenen Beweisbarkeit von Sachverhalten zu tun. Wissenschaftliche Arbeiten sind insofern eine von zwei großen Ausnahmen. Das "Geklaute" ist nämlich ebenso wie die Arbeit selbst publiziert und damit für die Ewigkeit dokumentiert.

Die zweite große Ausnahme sind übrigens Gerichtsurteile. Die sind auch für die Ewigkeit und ich frage mich manchmal, ob sich dessen wirklich alle Richter bewusst sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frau Schavan verliert Doktortitel
BeitragVerfasst: 7. Feb 2013, 18:19 
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Das hat sie tatsächlich gesagt:

http://www.sueddeutsche.de/politik/gutt ... -1.1065495


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 Betreff des Beitrags: Re: Frau Schavan verliert Doktortitel
BeitragVerfasst: 7. Feb 2013, 18:28 
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hier nun der Artikel, den ich viel zu oberflächlich überflogen bin, der aber offensichtlich noch mehr offenbart.

Zitat:
Schlimmer als ein Plagiat
Forschungsministerin Schavan und die Fremdwörter


von Peter Mühlbauer
(...)
Sieht man sich die dort aufgeführten Vorwürfe genauer an, dann bemerkt man einen Fehler, der gravierender ist, als das reine Abschreiben: Schavan versuchte offenbar Textstellen umzuformulieren und ersetzte dabei Fremdwörter durch andere Fremdwörter, die so ähnlich klingen - aber manchmal etwas anderes bedeuten.
(...)

http://www.heise.de/tp/blogs/10/152107



Es ist möglich, dass sie ab- bzw. umgeschrieben hat.

Mehr Infos hier:
Zitat:

Kommentar:

Frau Schavan hat vor laufenden Kameras beteuert, sie habe zu keinem Zeitpunkt bei der Arbeit an ihrer Dissertation zu täuschen versucht. Allein im elf Seiten kurzen Unterkapitel über “Freud und das Gewissen” lässt sich aber auf insgesamt sieben Seiten mit Laplanche / Pontalis 1972 und Stadter 1970 die Verwendung zweier Quellen nachweisen, die sie in der gesamten Arbeit nicht ein einziges Mal erwähnt. Ist das auf so engem Raum noch durch ein Versehen erklärbar?

Weiterhin wird sie im FOCUS wiedergegeben: “Wo sie in ihrer Doktorarbeit eine Primärquelle zitiert habe, ‘hatte ich eine’, sagte die CDU-Politikerin.” Das ist schlicht gelogen, wie man leicht auf z.B. Seite 307 sehen kann: Sie gibt dort in den Fußnoten 3-6 Spitz, Benedek, Mahler und Kutter als Primärquellen an, schreibt aber tatsächlich fast alle Fehler bezüglich dieser Quellen 1:1 aus der Sekundärquelle Nowak ab; lediglich in Fußnote 4 ersetzt sie einen unpassenden Begriff im Titel auf gut Glück durch einen falschen (!) anderen. Auch das obere Fragment auf Seite 109 oder das untere auf Seite 101 sind sehr eindeutig. Es gibt noch etliche weitere Stellen, an denen die heutige Honorarprofessorin den Eindruck erweckt, Literatur gelesen zu haben, die sie allem Anschein nach niemals in der Hand gehabt hatte. Von einem ausgeprägt taktischen Verhältnis zur Wahrheit zeugt ebenfalls ihre Aussage, sie “habe keine Quelle bewusst falsch angegeben” (ebd.): Genau das tut sie im unteren Fragment auf Seite 82, wo sie für ein Resümee von Gewissensaspekten bei Freud dessen Schrift Totem und Tabu statt der tatsächlichen Quelle Häfner anführt. Es spricht also nicht nur die falsch abgegebene eidesstattliche Versicherung dafür, dass sie bewusst getäuscht hat.

Frau Schavan versucht die Öffentlichkeit für dumm zu verkaufen – nicht zuletzt durch ihre hanebüchene Ausrede in der ZEIT, es habe 1980 noch keine technischen Möglichkeiten zur Überprüfung von Texten gegeben und man habe nur auf die Prüfer vertrauen können; als ob es Aufgabe der Prüfer gewesen wäre, ihre Abschlussarbeit, deren korrekte Erstellung sie schriftlich versichert hatte und die auf den ersten Blick nicht weiter auffällig ist, erst einmal auf versteckte Regelwidrigkeiten hin zu untersuchen! – und verweigert seit Anfang Mai 12 eine substanzielle Stellungnahme in der Sache. Überdies bekundete sie nassforsch Interesse an einer weiteren Amtszeit, als könne sie ihr wissenschaftliches Fehlverhalten einfach beiseite wischen und versuchte offenbar, durch gezielte Stellungnahmen mit ihr verbundener Professoren bzw. von ihrem Ministerium ausnahmslos finanziell abhängiger Wissenschaftsorganisationen Einfluss auf das Überprüfungsverfahren zu nehmen. Ihre Strategie des Leugnens, Vernebelns und Wegduckens ist jedoch nicht aufgegangen. Die Düsseldorfer Universität ist standhaft geblieben und hat ihr völlig zu Recht den erschlichenen Doktorgrad entzogen.

http://schavanplag.wordpress.com/



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 Betreff des Beitrags: Re: Frau Schavan verliert Doktortitel
BeitragVerfasst: 7. Feb 2013, 18:38 
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Zitat:
Universität entzieht Doktortitel
Annette Schavan bleibt für ihr Ministerium „Prof. Dr.“



Die Universität Düsseldorf hat Bildungsminister Schavan den Doktortitel aberkannt. Eine Entscheidung, die nicht ganz überraschend kommt – auf dem Internet-Auftritt des Ministeriums aber bisher keine Beachtung findet.

Auf der Homepage des Bundesbildungsministeriums ist Annette Schavan nach wie vor „Prof. Dr. Schavan“. Die Mitarbeiter der Ministerin reagierten damit bislang nicht auf die Entscheidung der Universität Düsseldorf, Schavan den Doktortitel abzuerkennen. Kein Wunder: Die Universität hatte diese Entscheidung am Dienstagabend bekanntgegeben, doch der Vorgang ist noch noch nicht rechtskräftig.

In der Biographie auf der Homepage heißt es deswegen weiterhin: „Annette Schavan hat an den Universitäten Bonn und Düsseldorf von 1974 bis 1980 Erziehungswissenschaft, Philosophie und Katholische Theologie studiert. Sie wurde 1980 mit einer Arbeit über Gewissensbildung zum Dr. phil. promoviert. 1974 machte sie ihr Abitur am Nelly-Sachs-Gymnasium in Neuss.“

Schavan will gegen Aberkennung klagen

Schavan selbst hatte nach der Entscheidung angekündigt, gegen die Aberkennung des Titels zu klagen – daher behält sie den „Dr.“ auf der Homepage auch vorerst. In der Tat ist auch in der Wissenschaft umstritten, ob Schavan tatsächlich plagiiert hat und die Aberkennung rechtens oder verhältnismäßig ist.
Schon mehren sich allerdings Stimmen, die den Rücktritt der Bildungsministerin fordern. In diesem Fall müsste das Ministerium nicht nur den „Prof. Dr.“ auf der Homepage korrigieren – sondern gleich eine ganz neue Biographie für einen anderen Minister anlegen. Schavans „Prof.“ bezieht sich übrigens auf eine Honorarprofessur in Berlin. Streng genommen wäre auch der „Dr.“ selbst bei endgültiger Aberkennung nicht falsch, müsste aber um „h. c.“ ergänzt werden: Schavan hat im Laufe ihrer Karriere gleich vier Ehrendoktorwürden verliehen bekommen.
...


http://www.focus.de/politik/deutschland ... 13805.html



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 Betreff des Beitrags: Re: Frau Schavan verliert Doktortitel
BeitragVerfasst: 7. Feb 2013, 18:58 
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Zitat:
Annette Schavan
Die Doktorarbeit im Plagiats-Vergleich
Philologenverband wirft Uni „hochgradiges Versagen” vor

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Der erste Hinweis kam Ende April 2012 anonym! Auf der Internetseite „schavanplag” listet ein Blogger, der sich „Robert Schmidt“ nennt, mehrere Stellen in der Doktorarbeit auf, in denen die CDU-Politikerin abgeschrieben und Quellen nicht genannt haben soll.

Die Universität Düsseldorf nimmt diese Verdächtigungen ernst – die „schavanplag“-Recherchen sind unter anderem der Auslöser dafür, dass die Uni eigene Überprüfungen angeht.

„Schavanplag“ zeigt auf ihrer Internetseite Auszüge von Schavans Dissertation und stellt diesen die Originalquellen gegenüber.


BILD.de zeigt einige der insgesamt knapp 100 markierten Stellen:

http://www.bild.de/politik/inland/annet ... .bild.html





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 Betreff des Beitrags: Re: Frau Schavan verliert Doktortitel
BeitragVerfasst: 7. Feb 2013, 19:06 
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Der erste Hinweis kam Ende April 2012 anonym! Auf der Internetseite „schavanplag” listet ein Blogger, der sich „Robert Schmidt“ nennt, mehrere Stellen in der Doktorarbeit auf, in denen die CDU-Politikerin abgeschrieben und Quellen nicht genannt haben soll.


es ist zwar der Hammer was sie gemacht hat aber noch größeren Hammer finde ich diese Anonyme sache. Nicht zu dem stehen was man macht das mag ich nicht.



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 Betreff des Beitrags: Re: Frau Schavan verliert Doktortitel
BeitragVerfasst: 7. Feb 2013, 19:10 
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schlau hat geschrieben:
Zitat:
Der erste Hinweis kam Ende April 2012 anonym! Auf der Internetseite „schavanplag” listet ein Blogger, der sich „Robert Schmidt“ nennt, mehrere Stellen in der Doktorarbeit auf, in denen die CDU-Politikerin abgeschrieben und Quellen nicht genannt haben soll.


es ist zwar der Hammer was sie gemacht hat aber noch größeren Hammer finde ich diese Anonyme sache. Nicht zu dem stehen was man macht das mag ich nicht.



Da gebe ich dir Recht! ;)



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 Betreff des Beitrags: Re: Frau Schavan verliert Doktortitel
BeitragVerfasst: 7. Feb 2013, 20:25 
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schlau hat geschrieben:
es ist zwar der Hammer was sie gemacht hat aber noch größeren Hammer finde ich diese Anonyme sache. Nicht zu dem stehen was man macht das mag ich nicht.


Wieso ist das für dich schlimmer? Evtl. ist es ja ein Mensch, der in ihrer Umgebung ist und der fürchtet Schaden zu nehmen.

Es ist so wie bei allen Sachen, den Verrat findet jeder ok, aber den Verräter mag keiner leiden. Verdrehte Welt.


Zuletzt geändert von Ex - Arbeitslos am 7. Feb 2013, 20:27, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Frau Schavan verliert Doktortitel
BeitragVerfasst: 7. Feb 2013, 20:27 
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GG146 hat geschrieben:


:shock:


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 Betreff des Beitrags: Re: Frau Schavan verliert Doktortitel
BeitragVerfasst: 7. Feb 2013, 20:33 
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schlau hat geschrieben:
Arbeitslos hat geschrieben:

Und das macht einen Betrug und Meineid deswegen salonfähig? Nein, nur vor 30 Jahren kam man eher damit durch, was die Sache weder rechtfertigt noch legalisiert. Ist aber nur meine Meinung.


nein, macht das nicht. Aber gewisse sachen gab es in der zeit nicht so wie internet zum abschreiben usw habe ich nur gehört ;)

aber aus büchern konntest du abschreibenhat nurlänger gedauert :D



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 Betreff des Beitrags: Re: Frau Schavan verliert Doktortitel
BeitragVerfasst: 7. Feb 2013, 20:34 
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Arbeitslos hat geschrieben:
schlau hat geschrieben:
es ist zwar der Hammer was sie gemacht hat aber noch größeren Hammer finde ich diese Anonyme sache. Nicht zu dem stehen was man macht das mag ich nicht.


Wieso ist das für dich schlimmer? Evtl. ist es ja ein Mensch, der in ihrer Umgebung ist und der fürchtet Schaden zu nehmen.

Es ist so wie bei allen Sachen, den Verrat findet jeder ok, aber den Verräter mag keiner leiden. Verdrehte Welt.


Es geht nicht um den Verrat, sondern die Anonymität dabei.
Ich kann nicht jemandem anderen "schaden" und aber selbst nicht behelligt werden wollen.
Oft beruhen solche Dinge ja auch auf Unsicherheiten, die u. U. auch sehr grossen Schaden/Rufmord mit sich bringen können, wenn sie nicht Hand und Fuss haben.
Und dafür wird es sicherlich viel Beispiele geben, wahrscheinlich mehr als umgekehrt.
Dann halte ich lieber den Mund, wenn ich dazu nicht stehen kann.



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 Betreff des Beitrags: Re: Frau Schavan verliert Doktortitel
BeitragVerfasst: 7. Feb 2013, 20:35 
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Ali hat geschrieben:

Wenn man irgendwo was abschreibt...richtig, da gehe ich mit dir konform.
Doch dann muss auch der Text der gleiche sein und da an bestimmten Stellen Fremdworte verwechselt wurden....wurden sie mm NICHT IN DER ABSICHT ZU KOPIEREN zu Papier gebracht.

Ich glaube hier handelt es sich um eine Grauzone.

Mal schauen ob ich diese Texte wiederfinde, sonst ist es fast ein sinnloses Unterfangen.


Also mal ehrlich Ali, ich habe die eingestellten Texte gelesen, die sind schlicht abgeschrieben!

Ali hat geschrieben:
Es bedeutet noch lange keine Unehrlichkeit, wenn ein Mensch etwas verwechselt hat. Das kann sogar fremdes bzw. gleiches Gedankengut sein nur mit dem Unterschied, dass es jemand zuvor aufs Papier gebracht hat.


So viele Verwechslungen? Das sind keine kleinen Flüchtigkeitsfehler, das hat Methode.

Ali hat geschrieben:
Nur das Bewusstsein darum und die böse Absicht es dann als sein eigenes zu verkaufen ist unehrlich,verwerflich und Betrug.


Und kann man sich die Schavanarbeit jetzt schön reden?

Ali hat geschrieben:
Und was interessiert es heute, was vor 30 Jahren war und ein Doktorvater es ausserdem akzeptiert hat?


Sagt dir *auf Ehre und Gewissen* etwas (ich denke ja), er hat ihr vertraut, sie hat nicht nur kopiert, sondern auch entgegen gebrachtes Vertrauen genutzt. Nicht wirklich ein feiner Zug. Ich finde schon, dass man ehrlich sein sollte, dir mag das egal sein. Da unterscheiden wir uns. Für mich macht es keinen Unterschied ob heute oder vor 30 Jahren. Warum sollten die Akademiker, die gerade promovieren eigentlich ehrlich sein? Ist doch eh scheißegal, Ehrlichkeit ist nur was für Dumme. Was ist das für eine Einstellung? Mit so einer Einstellung schlägst du denen ins Gesicht, die ehrlich für ihren Doktortitel gearbeitet haben. Finde ich jetzt nicht wirklich gut. Und wenn es sowieso egal ist, scheiß drauf, lasst jeden kopien.

Ali hat geschrieben:
Da geht es wieder mal nur um Wahlkampf und das kann dann mit Ehrbarkeit nur sehr wenig zu tun haben.


Blödsinn, die Uni prüft schon seit 9 Monaten, also 18 Monate vor dem Wahlkampf.


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