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 Betreff des Beitrags: Zwangsehe
BeitragVerfasst: 24. Jul 2013, 17:16 
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Was für ein mutiges kleines Mädchen. Sie ist 11 Jahre alt und ihre Eltern wollten sie zwangsverheiraten. Aber sie konnte zu ihrem Onkel flüchten.
Männer, die sich an kleinen Mädchen vergreifen sind pädophile Schweine. Es ist einfach zum Kotzen. Leider ja kein Einzelfall.

L.G.
Cotesia




11-Jährige: lieber tot als zwangsverheiratet
Video sorgt für Wirbel. - © youtube
Die elfjährige Nada Al-Ahdal aus Jemen sollte nach dem Willen ihrer Mutter zwangsverheiratet werden. Doch Nada flieht – und sagt ihrer Familie in einem dramatischen Video, welches auf Youtube veröffentlicht wurde, die Meinung.
(52 Kommentare)


“Ich habe bei der Polizei Beschwerde gegen meine Mutter eingereicht. Ich habe dort erzählt, dass ich erst elf Jahre alt bin und dass sie mich zwangsverheiraten wollen.” Erschütternde Sätze wie diese spricht das junge Mädchen in die Kamera. Ginge es nach ihrer Mutter, würde sie mit einem in Saudi-Arabien lebenden Jemeniten zwangsverheiratet. Nada droht an: “Los, verheiratet mich! Dann bringe ich mich um!”
Die Elfjährige ist eines von insgesamt acht Kindern. Laut Bericht von 20min.ch lebt sie seit dem dritten Lebensjahr bei ihrem Onkel. Dieser ist es auch, der sich nun für seine Nichte einsetzt: Bereits einmal sollte Nada zwangsverheiratet werden. Der Onkel überzeugte den Mann aber, von einer Hochzeit abzusehen – unter anderem auch mit dem Argument, dass Nada keinen Schleier trage. Der “Bräutigam” sah schließlich von einer Eheschließung ab, Nada, die geflüchtet war, kehrte zu ihrer Familie zurück. Nachdem sie nun ein zweites Mal verheiratet werden sollte, kehrte sie ihrer Familie endgültig den Rücken. In dem Video, das in Folge entstand, beschuldigt sie ihre Mutter, sie einzig des Geldes wegen versprochen zu haben: “Ich bin ein menschliches Wesen”, sagt Nada. Sie habe ein Recht auf ihre Kindheit, ihre Zukunft und ihre Träume: “Ich will lieber sterben als in meinem Alter zu heiraten.”
“Habt ihr kein Mitgefühl?”
”Habt ihr kein Mitgefühl? Selbst tot erginge es mir besser!” Die 11-Jährige erzählt weiter: “Einige Kinder haben sich ins Meer geworfen, um einer Heirat zu entgehen, sie haben unsere Träume getötet, sie haben alles in uns getötet. Es bleibt uns nichts mehr. Wir haben keine Kindheit. Das ist kriminell, einfach kriminell.”
Doch im Gegensatz zu vielen anderen Mädchen hatte Nada Glück: Ihr Onkel setzte sich für sie ein. “Ich konnte nicht zulassen, dass sie heiratet und ihre Zukunft zerstört wird. Vor allem nicht, weil Nadas Tante als 13-Jährige ebenfalls zwangsverheiratet wurde und sich deswegen selbst verbrannte”, sagt er.
Im Jemen ist es nicht ungewöhnlich, dass Kinder gegen ihren Willen in eine Ehe getrieben werden. Laut Unicef sind in dem Land etwa elf Prozent der unter 15-Jährigen verheiratet, bei den unter 18-Jährigen ist es knapp ein Drittel.
Inzwischen haben die Behörden entscheiden, dass das Mädchen nicht mehr zu seinen Eltern zurückkehren muss. Das Kind darf beim Onkel bleiben.
Nada: “Dann bringe ich mich um!”



http://www.vol.at/11-jaehrige-lieber-to ... et/3648928


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 Betreff des Beitrags: Re: Zwangsehe
BeitragVerfasst: 24. Jul 2013, 17:25 
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Und hier noch detaillierter:




Nada al-Ahdal ist elf Jahre alt, und nach dem Willen ihrer Eltern ist das Mädchen aus dem Jemen bald verheiratet. Im Internet sorgt nun eine Videobotschaft der Kleinen für Wirbel. Sie fragt: "Welcher Mensch tut seinem eigenen Kind so etwas an?"

"Ich habe bei der Polizei Beschwerde gegen meine Mutter eingereicht. Ich habe dort erzählt, dass ich erst elf Jahre alt bin und dass sie mich zwangsverheiraten wollen."

Die Sätze stammen aus einem verwackelten YouTube-Video, knapp drei Minuten ist es lang, zu sehen ist ein Mädchen auf einem Autositz. Nada al-Ahdal ist sehr jung und sehr hübsch. Aber was sie sagt, was sie mit immer wütenderen Worten in die Kamera schleudert, klingt schaurig.

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Die Elfjährige stammt aus dem Jemen. Und offenbar wollen ihre Eltern sie gegen ihren Willen verheiraten. "Nur zu, tut es", sagt Nada in dem Video - um hinterherzuschieben: "Ich werde mich umbringen, einfach so."
Das Video wurde von Memri online gestellt und übersetzt, einer Organisation, die islamische Medien des Nahen Ostens beobachtet - und die in der Vergangenheit schon häufiger für ihre mangelnde Neutralität kritisiert wurde. Das aktuelle Video mit Nada wurde auf YouTube mehr als fünf Millionen Mal angeklickt, nur: Ob die Geschichte stimmt, ist schwer zu überprüfen. Die Eltern haben sich bisher nicht geäußert.

Im Jemen ist es nicht ungewöhnlich, dass Kinder gegen ihren Willen in eine Ehe getrieben werden. Laut Unicef sind in dem Land etwa elf Prozent der unter 15-Jährigen verheiratet, bei den unter 18-Jährigen ist es knapp ein Drittel.

"Kinderheirat ist eine entsetzliche Verletzung der Menschenrechte. Sie beraubt Mädchen ihrer Ausbildung, ihrer Gesundheit und ihrer Zukunft", sagt Babatunde Osotimehin, Direktor des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (Unfpa). Zwischen 2011 und 2020 werden demnach weltweit mehr als 140 Millionen Mädchen Kinderbräute sein. Nada wollte diesem Schicksal offenbar entgehen.

Ein erster Versuch ihrer Eltern, die Tochter zu verheiraten, scheiterte an Nadas Onkel Abdel Salam al-Ahdal. Er bekam eigenen Angaben zufolge Panik, als er von dem Verlobten hörte. Nada sei gerade einmal zehn Jahre und drei Monate alt gewesen, zitiert das Online-Portal Now den Mann. "Ich konnte nicht zulassen, dass sie verheiratet und ihre Zukunft zerstört wird." Er habe also mit dem Bräutigam in spe gesprochen und ihm gesagt, Nada sei nicht gut für ihn. Sie trage keinen Schleier und möge es, zu singen. Daraufhin habe der Mann die Verlobung aufgelöst.

Nun ist offenbar auch der zweite Versuch der Eltern gescheitert: Als Nada von den Plänen einer erneuten Verlobung erfahren habe, sei sie zu ihrem Onkel geflüchtet, berichtet Now. Damit hat sie offenbar ihr Leben riskiert. "Ich lebe lieber mit meinem Onkel als mit diesen Leuten", sagte Nada laut Übersetzung von Memri. "Sie haben mir damit gedroht, mich umzubringen, wenn ich zu meinem Onkel gehe. Welcher Mensch tut seinem eigenen Kind so etwas an?"

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Nada hat offenbar in der eigenen Familie erlebt, welche Konsequenzen eine Zwangsehe haben kann. In dem Clip spricht das Mädchen von ihrer Tante: Die habe sich als 14-Jährige selbst angezündet, weil sie es mit ihrem Ehemann nicht mehr ausgehalten habe. Prügel, Alkohol, Aussichtslosigkeit. Die Tante starb.
"Es ist nicht unsere Schuld", sagt Nada in die Kamera. Die Träume der Zwangsverheirateten seien vernichtet worden. "Alles in uns ist vernichtet. Es ist nichts übrig. Es ist kriminell, einfach kriminell."

Sollten ihre Eltern sich mit ihrem Plan durchsetzen, hätte sie nichts mehr, sagt Nada. Kein Leben, keine Ausbildung. Tot sei sie besser dran.

"Meine Mutter, meine Familie, glaubt mir, wenn ich sage: Ich bin fertig mit euch. Ihr habt meine Träume ruiniert."


http://www.spiegel.de/panorama/video-vo ... 12650.html


L.G.
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 Betreff des Beitrags: Re: Zwangsehe
BeitragVerfasst: 24. Jul 2013, 18:46 
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 Betreff des Beitrags: Re: Zwangsehe
BeitragVerfasst: 25. Jul 2013, 11:43 
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Auch in der Schweiz häufen sich solche Fälle.
Leider.

L.G.
Cotesia


Hochsaison der Zwangshochzeiten
Aktualisiert am 16.07.2013 69 Kommentare
Rechtzeitig vor den Sommerferien sind die strengeren Gesetze gegen die Zwangsheirat in Kraft getreten. Bei der schweizweiten Beratungsstelle gehen trotzdem bis zu acht Fälle pro Woche ein.

Seit dem 1. Juli gelten schärfere Massnahmen gegen Zwangsheirat. Die Gesetzesänderung kommt gerade rechtzeitig. Denn in den Sommerferien werden besonders viele Jugendliche gegen ihren Willen verheiratet.

Bei der schweizweit tätigen Beratungsstelle Zwangsheirat.ch nehmen in den Ferien die Anfragen zu. «Das ist die Hoch-Zeit der Zwangshochzeiten», sagt die Leiterin, Anu Sivaganesan. Momentan würden bis zu acht Fälle pro Woche behandelt.

Bis zu fünf Jahre Gefängnis

Seit Anfang Monat gelten nun strengere Gesetze. Wer jemanden zu einer Ehe zwingt, kann mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden. Dies gilt auch, wenn die Heirat im Ausland erfolgt ist.

Bei Verdacht auf eine Zwangsheirat ist kein Nachzug des Ehegatten mehr möglich. Die Zivilstandsbeamten müssen Strafanzeige erstatten, wenn sie bei einer Eheschliessung eine Druckausübung feststellen.

Annulation statt Scheidung

Eine positive Änderung bedeutet das Gesetz auch für Personen, die bereits Opfer einer Zwangsheirat wurden. So meldete sich bei Zwangsheirat.ch eine 21-jährige Türkin. Sie war vor zwei Jahren in den Ferien in ihrem Heimatdorf unverhofft zur Heirat mit einem fernen Verwandten gezwungen worden.

Zurück in der Schweiz verliebte sie sich in einen anderen Mann. «Ihr Ziel ist nicht eine Scheidung, sondern eine Annullation der Zwangsheirat, damit ihr Zivilstand nicht als ‹geschieden› qualifiziert wird, sondern als ‹unverheiratet›», sagt Sivaganesan. «Dank dem neuen Gesetz ist das möglich, obwohl die Hochzeit zwei Jahre zurück liegt.»

Erleichtert werde die Arbeit der Beratungsstelle auch dadurch, dass Zivilstand und Bleiberecht neu explizit getrennt werden. «Das Opfer einer Zwangsverheiratung muss jetzt nicht mehr die übliche Frist von drei Jahren in einer ungewollten Ehe erdulden, um einen eigenständigen Aufenthaltsstatus zu erwerben», sagt Sivaganesan.

Nachbesserungen gefordert

Aus der Welt ist das Problem der Zwangsheiraten damit aber nicht. Sivaganesan ist skeptisch, ob die Zivilstandsbeamten in der Lage sind, den «freien Willen» der Heiratenden zu erkennen, wobei dieser «offensichtlich» sein muss. «Damit wird den Zivilstandsbeamtinnen und -beamten die Erkennung einer komplexen sozialen Problematik aufgebürdet.»

Ein Dorn im Auge sei auch die Regelung, dass im Ausland geschlossene Ehen von Minderjährigen nach einer Interessensabwägung für gültig erklärt werden können. «Damit wird ein Schlupfloch geschaffen, dass Minderjährige, die emotional und finanziell von ihren Eltern abhängig sind, von diesen in die Enge getrieben werden können.»

Nachbesserungen brauche es zudem für jene Fälle, wo einer Person die Scheidung verweigert werde. Sivaganesan verweist darauf, dass fast doppelt so viele Personen von einer Zwangsehe betroffen sind als von einer Zwangsheirat. «Das neue Gesetz berücksichtigt die Zwangsehe nicht. Das ist absurd.»

Eine Studie der Universität Neuenburg aus dem Jahr 2012 zeigt: In den untersuchten zwei Jahren wurden in 659 Fällen eine Person gezwungen, auf eine Scheidung zu verzichten. Im gleichen Zeitraum wurden 348 Zwangsheiraten gezählt, in 384 Fällen wurde eine junge Frau unter Druck gesetzt, eine Liebesbeziehung zu beenden.

Auswirkungen noch unklar

Fleur Jaccard, Leiterin Advocacy Unicef Schweiz, bezeichnet die Gesetzesänderung als grossen Fortschritt. «Dank der gesetzlichen Grundlage wird der Schutz der betroffenen Mädchen und Frauen verbessert.»

Hinweisen auf Zwangsheirat könne dank der geklärten Gesetzeslage nachgegangen werden. «Risiken von Rechtsverletzungen müssen durch breit angelegte Prävention verhindert werden. Dabei gilt es gefährdete Kinder und Frauen zu stärken und über ihre Rechte zu informieren und Behörden zu sensibilisieren», so Jaccard.

Erfahrungsgemäss benötige die Umsetzung der Gesetze aber Zeit. «Zum jetzigen Zeitpunkt können keine faktenbasierten Aussagen gemacht werden, ob sich die Situation verbessert hat. Ein systematisches Monitoring fehlt.»

Das zeigt sich auch bei der weiblichen Genitalverstümmelung, wo bereits seit einem Jahr schärfere Gesetze gelten. Eine Umfrage von Unicef Schweiz aus dem Jahr 2012 verdeutliche, «dass die Problematik nach wie vor in den betroffenen Migrationsgemeinschaften besteht und insbesondere Fachpersonen aus dem medizinischen, Asyl- und Sozialbereich auf Informationen und Schulungen angewiesen sind», sagt Jaccard.

Balkanländer, Türkei und Sri Lanka betroffen

Von Zwangsheiraten betroffen sind vor allem junge Frauen ausländischer Herkunft, wie die Studie der Universität Neuenburg zeigt. Häufigste Herkunftsländer der Opfer sind die Türkei, Sri Lanka und die Balkanländer.
(mw/sda)

Erstellt: 16.07.2013, 10:50 Uhr


http://www.derbund.ch/schweiz/standard/ ... y/18721292


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