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 Betreff des Beitrags: "Schläger von München" von allen Instanzen abgewiesen
BeitragVerfasst: 13. Jul 2013, 16:40 
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Der einzige noch inhaftierte Jugendliche der drei als "Schläger von München" bekannt gewordenen jungen Schweizer ist in Deutschland bei allen Instanzen erfolglose geblieben. Dies sagte sein Verteidiger am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Die Jugendkammer des Landgerichts München hatte den jungen Schweizer im November 2010 zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung verurteilt.

Der Bundesgerichtshof wies ein Revisionsgesuch als unbegründet ab. Ebenso erfolglos sei eine Verfassungsbeschwerde geblieben , wie der Verteidiger des heute 20-Jährigen sagte.

Damit waren alle Möglichkeiten, das Urteil anzufechten, ausgeschöpft. Der junge Mann befindet sich im Strafvollzug. Anträge auf vorzeitige bedingte Entlassung scheiterten laut Verteidiger.

Eine bedingte Entlassung wäre gemäss Jugendstrafrecht schon nach Verbüssung eines Drittels der Strafe zulässig, nicht erst nach zwei Dritteln, wie im Erwachsenenstrafrecht.

http://www.bluewin.ch/de/index.php/26,850435/Schlaeger_von_Muenchen_von_allen_Instanzen_abgewiesen/de/news/vermischtes/sda/

Ich fände gut wenn man auch hier bei uns so rigoros mit Prügler umgehen würde.


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 Betreff des Beitrags: Re: "Schläger von München" von allen Instanzen abgewiesen
BeitragVerfasst: 13. Jul 2013, 16:52 
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Livia hat geschrieben:
Ich fände gut wenn man auch hier bei uns so rigoros mit Prügler umgehen würde.


"Rigoros" ist auch für das deutsche Jugendstrafrecht keine zutreffende Bezeichnung, das schweizerische ist aber an Rücksichtnahme auf jugendliche Verbrecher nicht zu übertreffen:

Zitat:
Strafen

Verweis
Persönliche Leistung: Höchstdauer grundsätzlich 10 Tage, aber 3 Monate für 15- bis 18-Jährige, die ein Verbrechen begangen haben
Busse bis 2000 Franken: für 15- bis 18-Jährige
Freiheitsentzug
bis 1 Jahr: für 15- bis 18-Jährige
bis 4 Jahre: für 16- bis 18-Jährige, die schwere Verbrechen begangen haben.


https://www.ch.ch/de/jugendstrafrecht/


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 Betreff des Beitrags: Re: "Schläger von München" von allen Instanzen abgewiesen
BeitragVerfasst: 13. Jul 2013, 16:56 
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GG146 hat geschrieben:
"Rigoros" ist auch für das deutsche Jugendstrafrecht keine zutreffende Bezeichnung, das schweizerische ist aber an Rücksichtnahme auf jugendliche Verbrecher nicht zu übertreffen:


Wenn es dann auch angewendet würde, ja, es gibt aber viele Kuschelanwälte und Richter, die es verstehen, Gesetze zu umgehen. Hier wären diese drei Brüder längst wieder in der Freiheit. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: "Schläger von München" von allen Instanzen abgewiesen
BeitragVerfasst: 13. Jul 2013, 16:57 
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Ehrlich gesagt halte ich eine absolute Höchst"strafe" von einem Jahr auch für Mord für eine Beleidigung der Opfer und für eine (staats-) dummdreiste Provokation der Hinterbliebenen. Da wäre es vernünftiger, die Strafmündigkeit erst mit 16 Jahren beginnen zu lassen die 14- und 15-jährigen Gewaltverbrecher ohne Strafprozess in geschlossenen Erziehungsheimen unterzubringen.


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 Betreff des Beitrags: Re: "Schläger von München" von allen Instanzen abgewiesen
BeitragVerfasst: 13. Jul 2013, 17:02 
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GG146 hat geschrieben:
Ehrlich gesagt halte ich eine absolute Höchst"strafe" von einem Jahr auch für Mord für eine Beleidigung der Opfer und für eine (staats-) dummdreiste Provokation der Hinterbliebenen. Da wäre es vernünftiger, die Strafmündigkeit erst mit 16 Jahren beginnen zu lassen die 14- und 15-jährigen Gewaltverbrecher ohne Strafprozess in geschlossenen Erziehungsheimen unterzubringen.



Die Zeitung "Blick" berichtete am Freitag vom Anruf eines mutmaßlichen Schlägers bei seinem Vater. Der Schüler habe Hochdeutsch und nicht den Schweizer Dialekt sprechen müssen und nur zwei Sätze sagen dürfen. Dabei habe der geständige Täter geweint. Er habe etwas Schlimmes getan, es tue ihm so leid.

Der Vater erklärte der Zeitung, sein Sohn habe ab August endlich eine Lehrstelle als Autoersatzteile-Logistiker gefunden. Es sei schade, dass das Ganze in Deutschland passiert sei. "In der Schweiz würde Mike nicht so hart bestraft. Hier bekäme er eine zweite Chance." Dies habe geklungen, als sei der Gewaltrausch bloß Pech gewesen, schrieb die Zeitung.

Die Beschuldigten hätten bei der Befragung "sehr wenig Reue" gezeigt, sagte Harald Pickert, Kriminaldirektor der Polizei München, der "Tagesschau" des Schweizer Fernsehens. Gegen die drei in Untersuchungshaft sitzenden Jugendlichen sei bereits früher in der Schweiz wegen ähnlicher Taten ermittelt worden. Die Jugendlichen hätten sehr abgebrüht gewirkt, sagte er. Ob ein Mensch sterbe, sei ihnen seiner Ansicht nach im Prinzip egal gewesen.

http://www.stern.de/panorama/pruegel-at ... 05273.html

Der Vater dieses Jungen ist Italiener :mrgreen: Genauso dachten auch die Angehörigen der anderen zwei.


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 Betreff des Beitrags: Re: "Schläger von München" von allen Instanzen abgewiesen
BeitragVerfasst: 13. Jul 2013, 22:30 
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maxikatze hat geschrieben:
Zitat:
Der Vater erklärte der Zeitung, sein Sohn habe ab August endlich eine Lehrstelle als Autoersatzteile-Logistiker gefunden. Es sei schade, dass das Ganze in Deutschland passiert sei. "In der Schweiz würde Mike nicht so hart bestraft. Hier bekäme er eine zweite Chance." Dies habe geklungen, als sei der Gewaltrausch bloß Pech gewesen, schrieb die Zeitung.



:evil:
Ich fasse es nicht. Natürlich bekommt er seine zweite Chance. Die soll er haben. Aber erst nach der Strafe und nicht unmittelbar nach der Tat.



Das kommt davon, wenn man ein Prinzip wie das des Jugendstrafrechts ( "Erziehung vor Strafe" ) aus rein ideologischen Gründen von seinem ursprünglichen Zweck loslöst und dogmatisch verabsolutiert. Dann entfallen auch die für den Erfolg erzieherischer Maßnahmen unbedingt erforderlichen Restelemente an Bestrafung, die Jugendlichen entwickeln keinerlei Unrechtsbewusstsein und der Erziehungszweck wird konterariert.


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 Betreff des Beitrags: Re: "Schläger von München" von allen Instanzen abgewiesen
BeitragVerfasst: 13. Jul 2013, 22:32 
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maxikatze hat geschrieben:
:evil:
Ich fasse es nicht. Natürlich bekommt er seine zweite Chance. Die soll er haben. Aber erst nach der Strafe und nicht unmittelbar nach der Tat.



Genau so sieht es aus bin da ganz deiner meinung



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so sieht es aus!
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