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 Betreff des Beitrags: Der nächste "Indizien-Krimi"
BeitragVerfasst: 24. Jan 2013, 01:43 
Habe heute viel über den Fall der Schwiegertochter, die ihre Schwiegereltern umgebracht haben soll, gelesen. Da scheint sich offensichtlich eine Indizien-Kette aneinander zu reihen, die auch ein Herr Schwenn mit seinen kleinen Attacken (wie gewohnt) nicht unterbrechen kann.

Ich gebe zu: Bis vorhin noch war ich skeptisch, dass eine dreifache Mutter in der Lage sein könnte, mit einem Messer auf zwei betagte Leute loszugehen und diese aus Habgier zu töten. Mittlerweile bin ich skeptisch, ob es nicht doch so gewesen sein könnte. Aber lest den "Krimi" lieber selbst, sind ja "nur" 952 Seiten. :lol:

http://www.allmystery.de/themen/km85661


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Der nächste "Indizien-Krimi"
BeitragVerfasst: 24. Jan 2013, 02:32 
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DieLaura hat geschrieben:
Ich gebe zu: Bis vorhin noch war ich skeptisch, dass eine dreifache Mutter in der Lage sein könnte, mit einem Messer auf zwei betagte Leute loszugehen und diese aus Habgier zu töten.


Wenn man von dem ausginge, was man sich selbst vorstellen bzw. nachvollziehen kann, gäbe es überhaupt keine Morde. Leider gibt es aber sogar Mütter, die ihre eigenen Kinder töten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der nächste "Indizien-Krimi"
BeitragVerfasst: 24. Jan 2013, 09:06 
Zitat:
Wenn man von dem ausginge, was man sich selbst vorstellen bzw. nachvollziehen kann, gäbe es überhaupt keine Morde. Leider gibt es aber sogar Mütter, die ihre eigenen Kinder töten.


Stimmt, aber da sind die Motive keine Habgier.

Hätte auch nicht gedacht, dass der Ehemann und somit der Sohn der Getöteten, mit drinhängen soll. Den hatte ich bisher als trauernden Sohn gesehen; scheint aber nicht so zu sein.


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Der nächste "Indizien-Krimi"
BeitragVerfasst: 24. Jan 2013, 10:04 
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GG146 hat geschrieben:

Wenn man von dem ausginge, was man sich selbst vorstellen bzw. nachvollziehen kann, gäbe es überhaupt keine Morde. Leider gibt es aber sogar Mütter, die ihre eigenen Kinder töten.


nicht immer ;) was glaubst du, wie die Kripo Arbeitet?



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 Betreff des Beitrags: Re: Der nächste "Indizien-Krimi"
BeitragVerfasst: 24. Jan 2013, 10:27 
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Doppelmord von Horchheim: Polizei nimmt Schwiegertochter fest

Koblenz - So hat sich nach Erkenntnissen der Koblenzer Kripo der Doppelmord von Koblenz-Horchheim im Juli 2011 abgespielt: Die Schwiegertochter setzt sich allein ins Auto, fährt gut 350 Kilometer vom Emsland nach Koblenz, schließt mit ihrem Schlüssel das Wohnhaus ihrer Schwiegereltern in Horchheim auf - und ersticht zuerst ihren 75-jährigen Schwiegervater mit einem Messer, dann tötet sie auf dieselbe bestialische Weise dessen 68-jährige Ehefrau, ihre Schwiegermutter. Danach fährt sie wieder nach Hause.
Waltraud und Heinrich Schemmer: Die beiden Koblenzer Rentner wurden im Juli 2011 in ihrem Haus in Horchheim getötet. Jetzt wurde ihre Schwiegertochter festgenommen.
Polizei Koblenz

Es ist der lang ersehnte Durchbruch, den die Staatsanwaltschaft Koblenz am Donnerstagnachmittag bekannt geben kann: Die 45-jährige Frau, die mit dem Sohn der bekannten Koblenzer Kaufleute Waltraud und Heinrich Schemmer verheiratet ist, wurde festgenommen. Die Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Koblenz hat Haftbefehl erlassen - wegen Mordes. Die Schwiegertochter bestreitet die Tat, sowohl in ihrer ersten Vernehmung durch Beamte der Polizei, als auch bei ihrer Vorführung bei der Ermittlungsrichterin. Sie sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Nach Bekanntwerden der Verhaftung bleiben noch viele Fragen offen - Ermittler und Staatsanwaltschaft schweigen vorerst. "Die Auswertung weiterer, anlässlich der Wohnungsdurchsuchung sichergestellter Beweismittel, dauert an", heißt es wortkarg in der ersten Erklärung. Als Tatmotiv wird Habgier angenommen: Nach den bisherigen Ermittlungen wollte die Frau wohl an das "nicht unerhebliche Vermögen" der Schwiegereltern herankommen.

Welche Rolle der Sohn der Schemmers in dem Ganzen spielt, ob er vom Plan seiner Ehefrau wusste - noch ist vieles unklar. Aus der Sonderkommission "Schlüssel", die seit Juli 2011 mit Hochdruck an der Auflösung des Falls arbeitet, heißt es nur, dass beizeiten mehr berichtet werden soll. Vorerst sollen die weiteren Ermittlungen nicht gefährdet werden.

Die Tat ist ungeheuerlich - und sie gab den Ermittlern viele Rätsel auf. Wie konnte der Täter oder die Täterin in das Haus gelangen, ohne dass es Einbruchsspuren gab? Kannten die Schemmers ihren Mörder? Wer konnte es auf das Ehepaar, das lange ein Lebensmittelgeschäft in der Koblenzer Altstadt geführt hatte und nun den Ruhestand genießen wollte, abgesehen haben?

Bei der Mörderjagd griffen die Beamten nach jedem Strohhalm - mehrfach waren sogenannte Mantrailer-Hunde im Einsatz, um winzigste Spuren vom Tatort weiterzuverfolgen. Diese Spuren führten gen Norden, Richtung Köln, weiter nach Oberhausen. Ob es letztlich diese Spuren waren, die zur Festnahme der Schwiegertochter oder zumindest auf deren Fährte führten, ist noch nicht bekannt.

Vor gut einem Monat dann die nächste öffentlichkeitswirksame Maßnahme: Der Doppelmord wurde in der ZDF-Fahndungssendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" vorgestellt. Der dafür gedrehte Filmbeitrag gab viele Einblicke in die bisherigen Ermittlungsergebnisse: Die Fahnder hatten den Tatablauf detailliert nachgezeichnet.

http://www.rhein-zeitung.de/region/kobl ... 29551.html

Zuwenig Infos um überheupt irgendwie was zu meinen (für mich). Ich neige dazu, bei bestialischen Messermorden nicht auf Habgier zu tippen, sondern auf emotionale Motive, deswegen halte ich Habgier dann für fragwürdig. Aber solange nichts bewiesen wurde sollte man mal die Unschuldsvermutung voraus setzen.

Noch einer der aufgrund **Indizien** über Jahre in Gefängnis saß: Harry Wörz und einer der noch sitzt: Ulvi Kulaç (der sitzt übrigens für einen Mord, bei dem es noch nicht mal eine Leiche gibt)

Also so lange nicht mehr bekannt ist, halte ich mich mal zurück.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der nächste "Indizien-Krimi"
BeitragVerfasst: 24. Jan 2013, 13:25 
Zitat:
Also so lange nicht mehr bekannt ist, halte ich mich mal zurück.


Ja, habe ich ja auch. Bis dann gestern das besagte Forum gelesen wurde. Ab da kam ich ins Grübeln. Die Indizien-Kette scheint sich derzeit lückenlos zu schließen, auch wenn ein Herr Schwenn immer wieder seine kleinen Tricks versucht.

http://www.allmystery.de/themen/km85661


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Der nächste "Indizien-Krimi"
BeitragVerfasst: 24. Jan 2013, 14:55 
Hier ein Beitrag von einem User im besagten Forum, der eigentlich genau DAS aussagt, was ich über den Fall (inzwischen) denke:

Zitat:
Der Doppelmord von Horchheim (Koblenz)heute um 08:30

@all,

wenn man den gestrigen Gerichtstag Revue passieren läßt und einmal ganz in Ruhe darüber nachdenkt, dann gruselt es einen schon gewaltig.

Da begeht eine Frau -immer vorausgesetzt sie war es- einen Doppelmord aus Habgier an ihren eigenen Schwiegereltern. Der eigene Mann wird so manipuliert, dass er glaubt seine Frau sei unschuldig und dieser manipuliert die eigenen Kinder scheinbar derart, dass diese auch erstens von der Unschuld der Mutter überzeugt sind und zweitens beginnen, in allen Feinde zu sehen, die dieses anders sehen.

Besonders schockierend an der Tatsache ist, dass sich das Ganze im absolut bürgerlichen Milieu abgespielt hat mit einer Angeklagten, die eigentlich alles hatte: Einen Mann, 3 gesunde Kinder, eine scheinbar intakte Ehe. Das waren Voraussetzungen, die sich manch einer wünscht, mit harter, ehrlicher Arbeit hätte man daraus eine vielversprechende Zukunft aufbauen können, die nun, vollkommen egal, wie dieser Prozeß ausgeht, in Trümmern liegt.

Harte, ehrliche Arbeit wäre wahrscheinlich auch das richtige Signal gewesen, dass die Seniors benötigt hätten, um ihrerseits mit dem Erbe in Vorlage zu treten.

Ich finde den ganzen Fall nicht nur gruselig, sondern auch traurig.

Zu Schwenn: Besonders heftig, dass ein "Staranwalt" nun vom Geld der Getöteten bezahlt werden wird. Das darf man gar nicht zu Ende denken.


http://www.allmystery.de/themen/km85661-952#id9280311


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Der nächste "Indizien-Krimi"
BeitragVerfasst: 24. Jan 2013, 21:19 
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Liebe Laura, von dieser Sache ist überhaupt nichts bekannt. Keinerlei verwertbaren Dinge.

Unschuldsvermutung vorausgesetzt, finde ich Indizienprozesse schon bauchwehverdächtig. Du wirst ja nicht wegen handfester Beweise angeklagt. Keiner hats gehört, niemand hats gesehen, so richtig was zum draufzeigen gibt es nicht, nur Brotkrümel, welche von der StA zu einem Kuchen verbacken werden soll.

Schafft die StA es aufgrund vieler kleiner Nichtigkeiten das Gericht von der Schuld zu überzeugen, dann wird evtl. ein unschuldiger Mensch lebenslang eingekerkert. Harry Wörz hat es erlebt, Ulvi K. erlebt es grade, und mMn hat es auch Monika Weimar erleben müssen (nach wie vor bin ich davon überzeugt, dass sie ihre Kinder nicht getötet hat).


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 Betreff des Beitrags: Re: Der nächste "Indizien-Krimi"
BeitragVerfasst: 24. Jan 2013, 21:55 
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Hier habe ich mal was verwertbares gefunden:

Doppelmord-Prozess: Keine DNA-Spur von Angeklagter im Horchheimer Haus

Koblenz - Überraschendes im Koblenzer Doppelmord-Prozess: Henrike Schemmer (46) steht vor dem Landgericht Koblenz, weil sie ihre Schwiegereltern in deren Schlafzimmer erstochen haben soll. Jetzt, am fünften Prozesstag, erklärte eine Mitarbeiterin des Landeskriminalamtes: Die Ermittler haben am Tatort keinerlei DNA-Spuren der Angeklagten gefunden.
Hier gehts zur Bilderstrecke

Die Blutspuren und Fingerabdrücke stammen von dem getöteten Ehepaar. Die Herkunft eines Schuhabdruckes ist unklar.

Bis zur Bluttat im Juli 2011 war das Haus von Waltraud (68) und Heinrich (75) Schemmer ein liebevoll gepflegtes Altersdomizil – dann wurde es ein Ort des Schreckens. Ein Mitarbeiter des Erkennungsdienstes der Koblenzer Polizei beschrieb im Prozess, wie er das Haus vorfand: Bereits an der Haustür schlug ihm Verwesungsgeruch entgegen. Am Boden hinter der Tür war ein erster Blutstropfen, weitere waren an der Türinnenseite. Die tote Frau lag im Schlafzimmer im Bett, ihr Mann im angrenzenden Bad. In der Faust hielt er seine zerbrochene randlose Brille, die Gläser voller Blut.

Blut war am Türrahmen, auf den Fliesen und im Waschbecken, auf dem Bett, auf den Kissen und dem Teppich.
Die übrigen Räume des Hauses waren laut dem Polizisten äußerst ordentlich, der Schreibtisch im Büro „wie mit dem Lineal“ geordnet, das Wohnzimmer und die Küche auffallend akkurat. Die Eheleute hatten den Esstisch bereits fürs Frühstück gedeckt, ihre Rucksäcke für einen Buga-Ausflug gepackt.

Laut Anklage fuhr Henrike Schemmer am Abend des 7. Juli 2011 mit ihrem BMW von ihrem Wohnort in Niedersachsen 350 Kilometer nach Koblenz, drang ins Haus ihrer Schwiegereltern ein und erstach sie. Beide Opfer hatten tödliche Wunden am Hals. Nach der Tat soll die Frau zurück nach Hause gefahren sein zu ihrem Mann und ihren drei Töchtern. Fest steht: Am 9. Juli kam sie mit ihrer Familie zum Haus der Getöteten, um mit Waltraud Schemmer Geburtstag zu feiern. Sie und ihr Mann entdeckten die Leichen und riefen die Polizei.

Für Spekulationen sorgt bis heute „Asservat A.01“ – ein Schlüssel zum Haus der Schemmers, den die Polizei am Tatort fand. Er lag neben der Haustür auf der Erde. Der Erkennungsdienstmitarbeiter sagte im Prozess: „Der Schlüssel lag so, dass wir ihn schnell entdecken konnten, fast wie auf dem Präsentierteller.“ Hintergrund: Es gab am Tatort keine Einbruchspuren, der Täter könnte einen Hausschlüssel gehabt haben. Und: Die Angeklagte berichtete laut der Polizei bereits am 9. Juli, dass ihre tote Schwiegermutter angeblich einen Schlüssel verloren hatte. Dies habe sie ihr einige Tage zuvor am Telefon erzählt.

Die Angeklagte vertraut im Prozess unter anderem Promi-Anwalt Johann Schwenn, der zuletzt im Vergewaltigungsprozess gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann Bekanntheit erlangte. Er attackierte vor Gericht die Polizistin, die die Angeklagte vor deren Festnahme vernommen hatte. Er warf ihr vor, sie habe die Schwiegertochter mit folgender Behauptung konfrontiert und vielleicht stark verunsichert: „In 95 Prozent aller Mordfälle kommen die Täter aus der Familie des Opfers.“ Die Polizistin erklärte, sie erinnere sich nicht, so etwas gesagt zu haben. Darum musste sie auf Antrag des Anwalts die rechte Hand heben und dies beschwören. Der Prozess geht am 22. Januar weiter.


http://www.rhein-zeitung.de/regionales_ ... 40582.html

Wenn man sich die Links(e?) mal so durchliest, dann kommen erhebliche Zweifel auf (bei mir auf jeden Fall)


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 Betreff des Beitrags: Re: Der nächste "Indizien-Krimi"
BeitragVerfasst: 24. Jan 2013, 23:40 
Ich verstehe dich nur zu gut, glaub mir! Der Fall schien mir auch sehr verworren und ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass eine Frau dermaßen agieren könnte.

Aber nun gut, warten wir mal ab, was das Gericht zu den weiteren Zeugen sagen wird.

Da gibt es einen Autofahrer, der in einen Beinahe-Unfall in der Nähe des Tathauses verwickelt worden ist... und dieser Zeuge hat sich das KfZ-Kennzeichen aufgeschrieben (ob er Anzeige erstattet hat, weiß ich nicht). Fakt scheint aber zu sein, dass es sich bei diesem Kennzeichen um das Auto der Angeklagten handelt und... der Zeuge will eine Frau am Steuer erkannt haben...

Dann gibt es zumindest einen Zeugen, der das Auto beim Betanken gesehen haben... im Nachbarort des Tatortes. Könnte sich um ein Überwachungs-Video der Tankstelle handeln. Wird aber erst in den nächsten Verhandlungstagen zur Sprache kommen.

Eine weitere Zeugin hat in der Nacht des Tattages das Auto erkannt, es war geparkt... aber einige Meter vom Haus der Getöteten entfernt. Die Zeugin kannte den Wagen von früheren Besuchen des Sohnes (KfZ-Kennzeichen aus dem Emsland).


Nun ja, warten wir mal ab. Indizien sind keine Beweise, aber wenn die Indizienkette lückenlos bleiben sollte (momentan(!) sieht es so aus), dürfte sich das Gericht mit einem Freispruch schwer tun.

Nach DEM, was ich bisher gelesen habe, hat die Staatsanwaltschaft und das LKA schier unglaubliche Anstrengungen unternommen, um den Fall aufzuklären.

Schwennn versucht natürlich, die Zeugen als unglaubwürdig hinzustellen. Mal sehen, ob ihm das gelingen wird.

Ich werde mich hüten und die Frau jetzt schon als Täterin bezeichnen; nur meine Überzeugung, dass sie es NICHT gewesen sein kann, hat sich abgeschwächt.


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Der nächste "Indizien-Krimi"
BeitragVerfasst: 24. Jan 2013, 23:52 
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Davon ausgehend, dass der Sohn die Eltern gefunden hat gehe ich davon aus, dass er seine Frau gerufen hat (hypothetisch und indiziös könnte es ja so sein) und so könnten auch ihre Abdrücke da hingekommen sein.

Und mal ehrlich, wegen der angeblichen Beeinflussung der Kinder, ja was denken die Leute sich denn? Ob Mörder oder nicht, die Kinder werden a) immer zu den Eltern halten und b) würdest du deine Kinder glauben lassen du wärest ein Mörder? Und was sagt man den Kindern, wenn die dich fragen, warum Menschen sowas erzählen? Alles sehr verworren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der nächste "Indizien-Krimi"
BeitragVerfasst: 25. Jan 2013, 00:12 
Arbeitslos hat geschrieben:
Davon ausgehend, dass der Sohn die Eltern gefunden hat gehe ich davon aus, dass er seine Frau gerufen hat (hypothetisch und indiziös könnte es ja so sein) und so könnten auch ihre Abdrücke da hingekommen sein.

Und mal ehrlich, wegen der angeblichen Beeinflussung der Kinder, ja was denken die Leute sich denn? Ob Mörder oder nicht, die Kinder werden a) immer zu den Eltern halten und b) würdest du deine Kinder glauben lassen du wärest ein Mörder? Und was sagt man den Kindern, wenn die dich fragen, warum Menschen sowas erzählen? Alles sehr verworren.


Die Zwillinge sollen 15 Jahre als sein. Die andere Tochter älter.

Ich glaube, dass es ein Unding wäre, wenn die Kinder NICHT von der Unschuld der Mutter ausgehen würden. Da braucht es auch keine Beeinflussung durch den Vater. Selbst WENN es zu einer Verurteilung kommen sollte, wird sich meines Erachtens nichts daran ändern. Dann ist das höchstens ein Fehlurteil für die Kinder.

Bei mir liegt die Sache anders. Unsere Kinder sind a) nicht mehr im jugendlichen Alter und b) würden sie auf Grund der persönlichen Verhältnisse WISSEN, dass ich so eine Tat gar nicht erst begehen könnte. :smile1:

Nun ja, da die Mutter der Kinder in U-Haft sitzt, wäre es Aufgabe des Vaters, den Kindern altersgemäße Antworten auf Fragen zu geben. So klein sind sie ja nicht mehr. So oder so: Leidtragende sind natürlich die Kinder. Ob in der Schule oder bei Freizeitaktivitäten... da dürften sie die Härte der Gesellschaft zu spüren bekommen.


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Der nächste "Indizien-Krimi"
BeitragVerfasst: 25. Jan 2013, 09:39 
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Jugendliche sind noch schlimmer. Surfen im Internet rum und ziehen sich evtl. dieses Forum rein ... das ist wie Pyranhas Blut ins Wasser werfen, ich kann mir gut vorstellen, was die Kinder da zu hören bekommen.

Die *Gesellschaft* ... ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich schon etwas älter bin. Mich würde diese Gefühlskälte der Mitmenschen zerstören.

Ich kann nur hoffen, dass die Richter eine richtige Entscheidung treffen. Mit Schwenn hat sie einen Trompeter, der kann in den Richtern Zweifel erregen. Mehr braucht es nicht: In dubio pro reo, reicht aus.

Ich verstehe überhaupt nicht, dass dieser Mob aus diesem Forum sich aufregt, dass Schwenn von dem Erbe gezahlt wird. Erstens hat wohl der Ehemann geerbt, wie er das Geld verwendet obliegt ausschließlich ihm und zweitens, und zweitens sollte auch für diese Frau die Unschuldsvermutung gelten. Dass sie sich den derzeit bekanntesten holt ist doch klar, ich hätte jedoch zu einem anderen Anwalt tendiert, aber egal. Mal sehen, ob er es schafft Zweifel zu wecken, das ist ausreichend. Mehr braucht es nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der nächste "Indizien-Krimi"
BeitragVerfasst: 25. Jan 2013, 17:02 
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Mögliche Wende im Doppelmord-Prozess

Im Prozess um den Mord an einem Ehepaar in Koblenz-Horchheim gibt es möglicherweise eine Wende: Mehrere Zeugen wollen die beiden Rentner noch nach der mutmaßlichen Mordnacht gesehen haben. Das würde die angeklagte Schwiegertochter entlasten.

Flyeraktion im Fall eines Doppelmordes in Koblenz

Zeugensuche nach Doppelmord

Die 46-jährige Frau steht seit Mitte Dezember vor Gericht. Sie wird beschuldigt, im Sommer 2011 ihre Schwiegereltern in deren Haus im Stadtteil Horchheim aus Habgier erstochen zu haben.

Drei von vier Zeugen gaben am Dienstag an, dass sie die Getöteten nach der angenommenen Tatzeit beim Einkaufen in der Stadt gesehen hätten. Sollten diese Aussagen stimmen, müsste die Tat zu einem anderen Zeitpunkt verübt worden sein. Für diesen Zeitraum hat die angeklagte Schwiegertochter laut Staatsanwaltschaft aber wohl ein Alibi.
Angeklagte bestreitet die Tat

Die 46 Jahre alte Frau hatte die Tat stets bestritten. Die Anklage wirft ihr vor, ihren damals 75-jährigen Schwiegervater und ihre 68 Jahre alte Schwiegermutter in deren Haus im Stadtteil Horchheim erstochen zu haben. Laut Anklage soll die Frau am Abend des 7. Juli 2011 von ihrem damaligen Wohnort in Haren im Emsland aus nach Koblenz zu ihren Schwiegereltern gefahren sein und die Haustür mit einem Zweitschlüssel geöffnet haben. Der Sohn fand seine Eltern anschließend tot in dem Haus, als er sie besuchen wollte. Die Angeklagte sitzt seit Mai letzten Jahres in Untersuchungshaft.
Gutes Verhältnis zu Schwiegereltern betont

In der polizeilichen Vernehmung hatte die Frau erklärt, sie habe ein gutes Verhältnis zu ihren Schwiegereltern gehabt. Gegen den Vorwurf und das Motiv der Habgier wehrte sie sich vehement. Unter Tränen beteuerte sie: "Wir haben keinen Vorteil davon (...) Wie kann man überhaupt sowas denken".

Der Fall hatte auch bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Gleich zweimal wurde in der ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" nach Zeugen gefahndet. Die Polizei hatte zudem viele Nachbarn befragt. Die Tatwaffe wurde bis heute nicht gefunden.

http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1 ... index.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Der nächste "Indizien-Krimi"
BeitragVerfasst: 25. Jan 2013, 22:04 
Alles komisch, ja, und deswegen wählte ich ja auch die Überschrift "Indizien-Krimi".


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Der nächste "Indizien-Krimi"
BeitragVerfasst: 25. Jan 2013, 22:25 
Oh, ich bin beeindruckt. Da gibt es jemand, der die "Tricks" auch erkannt hat?

Zitat:
Es gibt bei RA Schwenn ein gewisses "Muster", welches er in nahezu allen Strafprozessen anwendet, in welchen er auf Verteidigerseite agiert.

Dieses "Muster" zieht sich wie ein roter Faden durch dessen Prozesse, in die er bislang involviert war.Immer dann, wenn es sichtlich für seine Mandanten sehr eng wird, so wie es hier ist, dann ist sein bislang als "probat" empfundenes Hauptkampfmittel, STIMMUNG GEGEN die geladenen Zeugen der Staatsanwaltschaft zu machen. Je enger es für seine Mandanten wird, desto heftiger werden die verbalen Angriffe, die er seinerseits gegen die Zeugen fährt.

Sein Hauptkampfmittel ist es, alle Zeugen, die nicht zugunsten seiner Mandantin aussagen wollen, zunächst einmal deren Qualifikation abzufragen. Der Ton, in welchem er diese Qualifikationsabfragen vornimmt, erinnert mich daran, als ob er ihnen den Nachweis einer sog. "Existenzberichtigung" abverlangt. Selbst bei wissenschaftlichen studierten und promovierten Zeugen fragt er allen Ernstes, "welche Qualifikation haben Sie?", "Können Sie mir etwas zu Ihrer Berufserfahrung sagen ?" (wörtlich wiedergegeben !).

Am Mittwoch, als die wichtigste Zeugin bislang befragt wurde, hat sich Schwenn noch selbst getoppt !

Das war der Knaller schlechthin !

Er hat nämlich die Zeugin gefragt; "welche Qualifikaton hat denn ihr Ehemann?"

Was soll denn bitte diese Frage an eine Zeugin, die über eigene Wahrnehmungen aussagen soll ?

Und dieses Vorgehen wird in den nächsten Tagen sicherlich noch intensiviert und auch aggressiver werden.

Womöglich wird er in Kürze die Domina fragen: "Können Sie mir etwas zur Qualifikation und Berufserfahrung Ihrer Oma sagen ?"

Das ist REINE STIMMUNGSMACHE, um die Zeugen (und zwar nur solche der Anklage) versuchen, unglaubwürdig und unsicher zu machen !


EKELHAFT ist das von Schwenn ! Aber das ist in dieser konkreten Prozessituation seine Art !


http://www.allmystery.de/themen/km85661-971#id9291428


Respekt!


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Der nächste "Indizien-Krimi"
BeitragVerfasst: 25. Jan 2013, 23:22 
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Mal ganz losgelöst vom Fall JAK, ist Schwenn ein Rechtsanwalt. Sein Job ist es seine Mandanten zu verteidigen, egal ob schuldig oder nicht schuldig. Und da soll ihm auch jedes Mittel probat sein, warum nicht, wenn es der Mandantschaft hiflt? Die Klientel in diesem almüsteri-forum hat wohl noch nichts von der Unschuldsvermutung und der Pflicht eines Rechtsanwaltes gehört.

Michael Schumacher ist auch immer auf die gleiche Weise Weltmeister geworden. Was denken sich die Damen und Herren eigentlich? Manchmal kann ich nur den Kopf schütteln über den Unfug.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der nächste "Indizien-Krimi"
BeitragVerfasst: 26. Jan 2013, 02:40 
In einem Forum wird nun mal kontrovers diskutiert, bisher kenne ich nur ein einziges, wo das nicht der Fall ist.

Wenn du es nicht magst, brauchst du ja dort nicht zu lesen. Und ich kenne Strafverteidiger, die auch alles für ihre Mandanten tun und trotzdem nicht zu fragwürdigen Methoden greifen.

Stimmungsmache hat m. E. in einem Gerichtssaal nichts zu suchen.


  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Der nächste "Indizien-Krimi"
BeitragVerfasst: 26. Jan 2013, 11:00 
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DieLaura hat geschrieben:
In einem Forum wird nun mal kontrovers diskutiert, bisher kenne ich nur ein einziges, wo das nicht der Fall ist.

Wenn du es nicht magst, brauchst du ja dort nicht zu lesen. Und ich kenne Strafverteidiger, die auch alles für ihre Mandanten tun und trotzdem nicht zu fragwürdigen Methoden greifen.

Stimmungsmache hat m. E. in einem Gerichtssaal nichts zu suchen.


Also dem Anwalt vorzuwerfen, dass er für sein Geld ordentliche Arbeit leistet ist nicht kontrovers, sondern dumm. Schon mal daran gedacht, dass die angeblichen *Zeugen* fragwürdig sein könnten? Da es keinerlei richtige Beweise gibt, sondern nur zB ein Mensch, der aus dem REM-Schlaf gerissen wurde und angeblich genau was gehört hat (ich könnte sowas nicht), oder ein ausspionierende Nachbarin (auch so ein Verhalten ist mir unbekannt und suspekt) gibt es nichts (veröffentlicht) was auf die Frau hinweist, das Einzige was ihr vorgeworfen werden kann (so wie es aussieht, nur nachdem was von seriösen Stellen veröffentlicht wurde) ist, dass sie nicht weiß wo sie am an einem Abend im Sommer des vorletzten Jahres gewesen ist. Ich weiß es übrigens auch nicht, ich weiß noch nicht einmal wo ich am 12.12.12 gewesen bin :o (zufälliges Datum) und kann das auch nicht rekonstruieren.
Ich kann mir gut vorstellen, dass polizeiliche Verhöre dazu dienen einen Menschen in die Ecke zu drängen (zumal wenn Polizei meint den/die Täter(in) zu verhören) und klar verwickelt man sich dann in Widersprüche. Ich erinnere da mal an das Interview mit Herrn Kaufmann, dort hat er geschildert, dass er zum Schluss alles gesagt hat, was er meinte, dass die Polizei hören will, nur um Ruhe zu haben, er hat letztendlich einen Mord gestanden, den er nie begangen hat.
Was auch immer ich von Schwenn in der JAK Sache halten mag, er macht seine Arbeit und das macht er ordentlich. Jeder Anwalt würde übrigens die Zeugenaussagen in Frage stellen, soweit sie den Mandanten belasten, das gehört nun mal dazu.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der nächste "Indizien-Krimi"
BeitragVerfasst: 26. Jan 2013, 16:04 
Ok Ok, du hast Recht und ich meine Ruhe. Schreibe nichts mehr und gut ist es. Kein Problem für mich. :smile1:


  
 
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